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Deutschen gingen sodann, keinen Augenblick verlierend, den Weg nach Christiansfeld hinauf, um die Dänen zu verfolgen; sie erreichten sie auch schon etwas hinter Ugshuus und griffen sie ohne Weiteres an. 21 Gefangene wurden schon früh Morgens cingebracht; nachher kamen deren noch zu verschiedenen Malen nach, so daß die Anzahl der Gefangenen sich auf ungefähr 40 Mann belaufen muß. General Wrangel wollte die Dänen im Westen angreifen, kam aber gar nicht dazu, denn ehe die Preußen vorrückten, waren die Dänen wieder in Jütland. Die Schleswig-Holsteiner schlugen sich mit ihnen bis nach Ehristiansfeld, da nahmen die Dänen wieder die Flucht. Die Schleswig« Holsteiner liegen setzt um und in Christiansfeld und die Preußen an der Königsau, (H. B.- H.)
Altona, 3. Juli. Die Vorposten der Preußen sind bis auf eine Meile von Kolding vorgerückt, wo die Dänen in großer Anzabl sich befinden.' Außerdem sind neuerdings zahlreiche Truppen auf Alsen und die Schiffe bei Arvesund gesehen worden. — Beim Vorrücken nahmen die Preußen den rechten Flügel, die Schleswig-Holsteiner das Centrum ein; der linke Flügel war aus Truppen verschiedener Contingente des
zehnten Armeecorps zusammengesetzt. — Die geflüchteten Haderslcbcner sind aus Hamburg, Altona, Rendsburg, Flensburg und Apenrade wieder nach Hadcrs- leben zurückgekehrt, die dortigen Dänischgesinnten aber haben Hadersleben mit den dänischen Truppen verlas- fen. — Vian vernimmt aus guter Quelle, daß Wrangel fürs Erste die Königsau nicht wieder überschreiten werde. Die Stärke des nördlichen Schleswig liegenden Heeres beträgt 25,000 Mann. (H. B.-H.)
Instand.
Republik Frankreich.
Paris, 5. Juli. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurden die Herren George Lafayette, Cordon, Lacrosse, Armand, Marrast, Cormenin und PortaliS zum Viceprâfidenten , die Herren Edmund Lafayette und Püan zu Sekretären ernannt. — Der Gesetzentwurf , das Anleihen von 150 Millionen FrS. bei der Bank betreffend, ist ohne Diskussion angenommen worden; ebenso wurden für Unterstützung der Privatindustrie 3 Millionen Franken nach kurzer Erörterung ver- willigt. — Frankreich hat eine seiner größten Berühmt
heiten verloren; Herr von Chateaubriand ist heute früh um 8 Uhr in seinem 80. LebeNSfahre verschieden. —
Neueste Nachrichten.
In Sachsenhausen hatte man am 7. Abends einige Barrikaden errichtet, am 'S. früh waren sie wieder be* seitigt und die Ruhe hergestellt. x.
Sowohl der König von Preußen als von Bayern haben in eigenhändigem Schreiben an Erzherzog Johann seine Ernennung zum deutschen Neichsver- weser beglückwünscht.
Sechserlnichle für die deutsche Klatte
bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.
Bis zum 4. Juli eingegangen . , . fl. 116. 10 fr..
Am 5. Juli sind eingegangen:
Von Herrn Lehrer Holzhäufer für zwei Personen 12 fr., von Hrn. N. N. 24 fr.
Zusammen fl. 116. 46 fr.
Nebst „Allgemeines Kirchen- und Schulblatt Nr. Ä."
Personal - Nachrichten.
Derzeichniß der Abgeordneten der deutschen Nationalversammlung am 29. Mai 1848.
Tannen aus der Neumark. Tappehorn von Oldenburg. Teichert von Berlin.
Teil, von Trier.
485 Tellkampf von Breslau. Thieme von Hirschberg. Thinnes von Eichstädt. Titus von Bamberg. Tomascheck von Jglau.
490 Trampusch von Wien, v. Treskow zu Grocholin. Trütschlcr von Dresden. Tzschucke von Meißen.
Uhland von Tübingen.
495 Umbscheiden von Dahn. Ungerdüler, O., von Mövingen.
V. Unterrichter von Klagenfurt, v. Unwerth von Glogau. Versen von Nieheim.
500 Veit von Berlin.
Venedey von Köln.
Vettorazzi von Levico.
Viebig aus Posen.
v. Vincke von Hagen. 505 Vischer von Tübingen.
Vogel von Eisleben.
Vogel von Dillingen.
Vogt von Gießen.
Vömer von Stuttgart. 510 Vonbun von Feldberg.
Wachsmuth von Hannover.
Wagner von Steyr.
Waitz von Göttingen.
Waldmann von Heiligenstadt. 515 Walter von Neustadt.
Wartensleben von Swirssen. v. Watzrors von Leichnam, Weber von Meran.
Weber von Neuburg. 520 Wedekind von Bruchhausen.
(Schluß.)
v. Wedemeyer von Schönrade. Wedewer von Frankfurt.
v. Wegnern von Lyk.
Weiß von Salzburg.
525 Weißenborn von Eisenach. Welcker von Frankfurt. Wernher von Nierstein. Werner von Cobleuz. Werthmüller von Fulda.
530 Wescndouck von Düsseldorf. Wichmann von Stendal. Wiedker von Ückermünde. Wioenmann von Düsseldorf. Wiederhold von Lübeck.
535 Wiest von Tübingen. Wiesner von Wien. Wizard von Dresden. Willmar von Luxemburg. Winter von Liebenburg.
540 Wippermann von Kassel.
WitthauS von Limburg.
Wombkc von Feldkirch.
v. Wulffen von Passau.
Wurm von Hamburg.
545 Würth von Wien.
V. Wydenbrugk von Weimar. Zachaiiä von Dernburg.
Zachariä von Göttingen.
Zell von Trier.
550 v. Zenetti von Landshut.
v. Zerzog von Regensburg. Ziegert von Preuß. Minden.
Zimmermann, Prof, von Stuttgart.
Zimmermann von Spandau
555 Zittel von Bahlingen.
■ Zitz von Mainz.
Zöllner von Chemnitz.
Zum Sande von Lingen.
Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.
Entgegnung
aus daS Inserat Nr. 502 vom 5. Juli 1848.
Der demokratische Arbeiter-Verein hier stellt wie alle derlei Vereine in Deutschland den Grundsatz an die Spitze seiner Statuten. —
Es giebt nur Eine für das deutsche Volk haltbare Verfassung die demokratische Republik — der volksthüm- liche Freistaat — d. h. eine Verfassung in welcher die Gesammtheit die Verantwortlichkeit für die Freiheit und Wohlfahrt des Einzelnen übernimmt. —■
Den Communiömuö erstrebt der Verein nicht, man müßte denn CommunismuS nennen, daß derselbe Gesetze wüuscht, durch welche der Anhäufung übergroßer Vermögen in einer Hand, der Armuth, dem Hunger und der Hoffnungslosigkeit bei dem bei weitem größten Theile der Menschheit cntgegengewirkt wird; wahrscheinlich ist der Einsender deS bezogenen Inserates ein Communist der Bankerott an Ehre und gutem Namen sich in den seiner Mitbürger theilen möchte.
Der Bäckermeister liefert allerdings Sauerteig in der Meinung, daß sonst das Gebäcke Matzen giebt und in eben in Deutschland etwas mehr davon als sonst wo braucht. —
DeS Schusters einzige Befürchtung ist mit dem eh- reaberürftigen Einsender schon in Berührung gekommen zu sein, waS ihm Besudelung wäre, durch welche er alle Sünden und Fehler seines Lebenâ für abgebüßt hält. —
WaS den abgesetzten Offizier betrifft, so wird die Redaction demselben bezeugen, daß er freiwillig und ehrenvoll den österreichischen Militärdienst verließ.")
Der bankerott sein sollende Kaufmann erklärt den ano
nymen Heuler für ehrlos und infam so lange er nicht seine Aussage bewiesen hat.
Die Gefängniße fehlten aUerhtngd in unserm StaatS- vrganiSmuS, indem wir hofften die Schmach der Verbre- chen durch bestcre Erziehung dem menschlichen Geschlecht in Zukunft zu ersparen, wer sehen und besser belehrt für solche im dunkel schleichenden und ihre Mitmenschen, die ohne Gelbsucht nur daS Wohl ihser leider zu lange ge- nilhhanrelten und unterdrückten Brüder wollen, mit dem Äcifer der Verleumdung bespritzender Lügner, ist selbst die einsame Einsperrung nicht zu strenge Strafe und schützt ?h~t^n^ Zèllensystem kaum hinlänglich vor der
Den kühnen Griff mit welchem der wahrscheinlich c^nz.i -t!oae monarchisch^ heinotratife gesinnte Lügner fett ganz-Brut vernichten ^ll, scheint er auf dem RechtS- bsden «é Fortschritts mittelst Mistgabeln und Dreschflegel gefunden zu haben.
„ Dies geschieht hiermit auf Grund des uns von Derrn Ändr. Grosmann vorgelegten
kneMuthS-PräfKenten in Wien. W,,un8Mu8«^ des Hof-
te Expedition der Nass. Zeitung.
Diejenigen wollen die Anarchie herbeiführen und die Revolution verlängern um im Trüben zu fischen, welche dem Volk fort und fort seine ewig unveräußerlichen Rechte vorenthalten.
Im Namen und Auftrag deS demokratischen Arbeitervereins
Höchst, den 7. Juli 1848.
' Joh. Klein.
Marti» König.
(536) Victor Brenner.
Carl Biringer.
Ant. Großmann.
Auf fernere anonyme Schmähungen antwortet der Verein und seine Mitglieder durch Verachtung.
Secret auf die Klage deS Abraham Stein zu Dausenau, Klägers,
gegen
Jacob Müller zu Dausenau, Beklagten, wegen Forderung von
1) 18 berliner Thaler, Rest von 36 berl. Thäler für eine am 5. Juli 1847 käuflich erhaltene Kuh nebst 5 Proc. Verz.- Zinsen von Ostern 1848 ang
2) 20 fl. für am 25. October 1847 käuflich erhaltene 5 Bäume Acpfel nebst 5 Proc. Verz.-Zinsen von da an;
3) 54 fl. aus einem am 15. Febr. 1848 erhaltenen Darlehn nebst 5 Proc. bedungenen Zinsen von da an;
4) 8 fl. 15 kr. für am 1. Februar 1848 käuflich erhaltene 2 Ellen Tuch nebst 5 Proc. Verz.-Zinsen von da an.
Dem dermalen unbekannt wo abwesenden Beklagten wird nufgegcben, sich auf die erhobene heute protocol- lirie Klage, deren Einsicht ihm dahier freisteht, binnen 60 Tagen von dem ersten Erscheinen dieses in öffentlichen Blättern gerechnet, zu erklären bei Meidung der Rechtönachtheile des Eingeständnisses und Verlustes der Einreden.
Zugleich wird demselben eröffnet, daß alle weitere in dieser Sache ergehenden Decrete nur durch Anheften an die GerichtSthüre werden insinuirt werden.
Nassau, den 26. Juni 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(537) Heye.
Wir bezeugen hiermit auf Verlangen des Herrn Stadtschultheiß Rüffer in Höchst, daß derselbe keineswegs der Einsender ist von folgenden Inseraten, nämlich in Nr. 107 der Nassauischen Zeitung (Wahlliste sub Nr. 501) und in Nr. 108 ders. Zeitg. (Höchst, 3. Juli, sub Nr. 512.)
(538) Expedition der Nass. Ztg.
Crklärung.
In Nr. 111 der Nassauischen Zeitung erlauben sich „Viele Wehrmänner" die Ansrage, waS sie mit einem Hauptmann L....... l vom dritten Bataillon anfangen sollen, der sich so gut beträgt, daß er auf der öffentlichen Straße geprügelt wird.
Da ich Ursache habe, anzunehmen, daß sich diese Anfrage auf mich bezieht, so mache ich zu meiner Ehrenrettung meinen Mitbürgern hierdurch bekannt, daß ich weder auf der öffentlichen Straße geprügelt worden bin, noch die Gemeinheit begangen habe, mich daselbst zu prügeln — wohl aber wurde mir von dem Metzger Chr. R... auf eine unerwartete und empörende Weise vor meinem Hause auf die Brust gestoßen. —
Diesen letzteren Vorfall habe ich der Behörde zur Untersuchung überwiesen, und was die in obiger Anfrage enthaltene Verläumdung anbelangt, so war ich cd ebenfalls meiner Ehre schuldig, dieserwegen eine Injurienklage anhängig zu machen. Ich bitte deshalb meine Mitbürger, ihr Urtheil über diese beiden Angriffe so lange zuriickzuhalten, bis die resp. Urtheile des Polizeiamts (welche ich veröffentlichen werde) gefällt sind.
Wicöbaden, 8. Juli 1848.
(540) Fr. Lugenbühl.
(539) Bei F. Kuhnt in Eisleben ist erschienen und bei Wilh. Friedrich am Friedrichsplatz vorräthig:
Der Bürgerwehrmann in seinen Dtenstverrichtungen.
Eine kurze leichtfaßliche Anleitung beim Exerciren, zur Führung des Gewehrs und Säbels, sowie eine Uebersicht der nöthigsten militairischen Kenntnisse, ton £. Deyroth.
Preis nur 3 Sgr. — 12 fr.
Marktbericht.
Mainz, 7. Juli. Waizen 9% fl., Korn 5 */4 fl., Gerste 4% fl., Hafer 3%—4 fl., alles per 100 Kilo.
2,.nf und “rt^ v2'° M illlosm Frievrick, am Friedrichspiatz. — Redacteur : Karl Braun. — Verantwortlicher Herausgeber: WH beim Friedrich.