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zugeben. Stimmt der Gemeinderat-H den darin enthal»i tenen Vorschläge nicht bei, so sind dessen Anträge der, Forstbehörde zur weitern Begutachtung znzustellcn, wo­bei das vvrgkstellte Bedürfniß d^r G'Mkuide, so.west dieses ohne wesentlichen Nachtheil für den nachhaltigen Ertrag des Waldes geschehen kann, von der Forstbc-: Horde zur weitern Begniacinnng zuzusletlen, wobei das vorgestellte Bedürfnis/der Gemeinde, soweit die,cs ohne wesentlichen Nachtheil für den nachhaltigen Ertrag des Waldes geschehen kann, von der Forstbebörde zu be­rücksichtigen ist.

Gelingt dem Amte nicht eine Uebereinstimmung -zu bewirken, so sind die Versammlungen der Landosregio- rung vorzulegen, welche bei Festsetzung der LLirch- schacfspläne über die Annahme entscheidet. Ist gegen die entworfenen Bewirthschaftungsplâne keine Ausstel­lung gemacht oder die gemachte,bescuig.l worden, so wer­den dieselben vom Amte festgesetzt.

Alle Nebcnnutzungcn der Gemeindewaldungen, na­mentlich Leseholz, Laub Gras und Moos, sind da, wo es ohne Nachtheil der Gemeindewaldungen und ohne Gefahr für die Holzzucht geschehen kaun, in einer Weise gleichheitlich unter die dazu berechtigten Mmeindedürger zu »ertheilen , daß auch in Zukunft eine gleichmäßige Abgabe erfolgen kann." (Forts. folgt.)

32. Sitzung der constituirenden Nutional- Versammlung.

Frankfurt, 6. Juli. Nach Verlesung deS Pro­tokolls theilte der Vorsitzende v. Gagern mit, daß nach einem Schreiben des hannoverschen Consuls zu Malta die dort wohnenden Deutschen den Betrag von 150 p. für den Flottenbau an ein hiesiges Handlungs- Haus übermittelt haben. In der Discussiou über § 2 des Art. 1 des Entwurfs der Grundrechte nahm zuerst Hildebrand als Berichterstatter des volkswinh- schafltichcn Ausschusses das Wort zur Begründung des Lcrbcsseruugsüntragö des gedachten Ausschusses. Die bestehenden verschiedenen Gcwerbssysteme sind bei ihrer prinzipiellen Verschiedenheit nicht auszugleichen, während dies der Verfassungsausschuß voraussetzt. Es muß e t n Gewerbgesetz für ganz Deutschland gegeben werden. Hermann von München vertheidigt den MinoritälS- aulrag des volkswirthschaftlichcn Ausschusses. Es fragt sich, ob von Reichswegen ein bestimmtes allgemeines Gesetz gegeben, oder ob unter Andeutung - der Grund­sätze den einzelnen Staaten die Ausführung überlassen werden soll. Es kann mit Billigkeit nur verlangt werden, daß die in einen Staat Einlretendcn behandelt werden, wie die bisherigen Angehörigen. Ob Aende­rungen in den einzelnen Gesetzen staltfinden sollen, ist dem Volk zu überlassen. Sollten sie aber staltfinden (bei Umbildung), so soll auf gleichmäßige Grundsätze geachtet werden. Die sofortige Durchführung eines Grundsatzes würde zu Beschwerden führen. Eisen- stuck vertheidigt das zweite Minderheitsgutachten. Wenn man vom Grundsätze deS Vorredners ausgeht und es den einzelnen Staaten überlassen will, so bedarf cs hier gar keiner Berathung. Gegen alle Bestimmun­gen werden sich einzelne Interessen erheben, welche dem Allgemeinen geopfert werten müssen. Mit dem Grund­satz der Freizügigkeit, den der Antrag aufsteUt, ist nicht das Recht zur Theilnahme am engeren Gemeinde- und Bürgerrechte, sowie am Gemeindevermogcn idenlisicirt. Werner von Koblenz verlangt, daß jeder in Deutsch­land von ausländischen Eltern Geborene sich in einem deutschen Staate niederlassen kann und dadurch das allgemeine Staatsbürgerrecht sich erwirbt. Ebenso soll jeder im Auslande von deutschen Eltern Geborene als Deutscher gelten. Die Ausländerin, welche einen Deut­schen heirathet, wird Deutsche. Wer wegen Verbrechen jum Verlust der politischen Rechte in einem Einzelstaal venirtheilt wird, verliert, vorbehaltlich der Berufung an das Reichsgericht, die politischen Rechte im Gesammt- staat. Alle gesetzlichen Bestimmungen in einzelnen Staa­

soodora er legte ihm seine Hande auf feie Schultern, und sagte gerührt eS war ihm selbst, als sei es wahr: ^Jch danke dir recht herzlich, und tausendmal für alles, waS du hier für mich gethan hast, Ruprecht; ich werde für dich sorgen alle deine künftige Tage. Und ein Zucken und allerlei Bewegungen und Regungen liefen emsig durch die Falten tnö verfallenen Angesichtes deS Greises Zeugen der Schwäche und der lindlichen, innern Empfind­samkeit des Alters. Er beugte sich mehrmal, und beugte sich tief, bald nach dieser Seite und bald nach jener es wäre lächerlich gewesen, wäre es nicht schauerlich er­schienen, Dann aber schloß er mit allen Zeichen der höchsten Befriedigung, unb einer gewissen Würde in fei* un Gestalt den Kupserdeckel des Bildes, und führte sie aus dem Saale.

Das Gehirn der Freude war schon beschwert und unruhig dqrch die vielen seltsamen und widerstrebenden Eindrücke, die sie bereits erfahren: daher schenkten sie dem, waü unmittelbar kam, wenig Äufmerksamkeilj. Sie gingen noch durchs mehrere Abtheilungen des SixtuöbaneS. An den grünen Saal stieß eui ro^er , gefüllt mit den tau,enderlei Arbeiten der Frauen des Rothenstcincö, «a* mE-h Mit einer Unzahl Spieurcien der Sonst N">chtt g nicht ohne Interne fein, tie so vie- ler v.orubergegangener glücklicher W Denver Herren ^bttrachtpn aber die zwei M^ è« Ä Eheste den Bau verließen, kampn str durch ein seltsames Ge­mach, eg rp»r eiu Male>;sqal,,die Stüffelej stand noch da, selbst ein Md darauf mit einem Rahme» auf feem fünfen

ten, wodurch -die Staatsangehvrigen -anderer deutschen Staaten als Ausländer behandelt werden, sind aufge­hoben. Teil kam Pf entwickelt ein eigenes Amende­ment, welches für jeden Deutschen Gleichberechtigung in der Erwerbung von Grundeigcnthum, des Betriebs von Gewerben, in der Gewinnung des Gemsindebür- ger rechts w. Hit den Angehörigen des beMffsuden Staates verlangt. Sobald vollständige Freizügigkeit eingefsthrt ist, übernimmt ein Verein von Gememeinden und subsidiär der.ml die Verpflichtung zur Unter- stützung der Armen. Der Redner weist auf ähnliche Bestimmungen in 'England, sowie darauf hin, daß z. B. durch Eisenbahnen der Verkehr an die Knoten- und Endpunkte sich zieht, und den armem Einwohnern der an Verkehr abnehmenden Zwischenorle gestaltet sein muß, dem Verkehr nachzuziehen. Achleitner macht darauf aufmerksam, daß bei den verschiedenen. Verhältnissen dermalen noch kein allgemeines Reichs­gesetz erlassen werden kann. Der Neuanziehende soll dieselben Bedingungen haben, wie der schon Angehörige. Den Bescholtenen, sowie wegen ungenügender Erwerbs­fähigkeit soll Niederlassung in der Gemeinde verweigert werden dürfen. Eisenmann ist gegen unbedingte Gewerbkfreiheil. Jeder Deutsche hat das Recht, überall das zu treiben, was er gelernt hat. Das Erlassen einer Gemeindeordnung bleibt Vorbehalten. Adams entwickelt ein Amendement, nach welchem bis zu einer allgemeinen Gesetzgebung der Statusquo beibehalten werden soll. Außerdem würben die Angehörigen der Staaten, welche freifümijere Gesetze haben, gegen die andern in einem nicht zu rechtfertigenden Nachtheil sich befinden. Der Unterschied hört auf, wenn die andern Staaten eben so freisinnige Gesetze geben. Eine unbedingte Aufnahme in die Gemeinden, zur Theilnahme an den Nutzungen darf nicht staltfinden, sonst würden die Gemeinden am Ende selbst nichts mehr haben. Gulden verlangt in einem Amendement, daß ein allgemeines Reichsgesetz, wie es der Entwurf des Ver- sassungsauöschusses erwähnt, demnächst erlassen werden sollte. Grävell stellt einen ähnlichen Antrag. Trützschler verlangt: Jeder deutsche Staatsbürger hat das Recht, an jedem Orte eines deutschen Staates Aufenthalt zu nehmen und sich nikderzuiasseu. Durch die Niederlassung erlangt er alle Rechte eines Gemeinde- gliedes. Nur in Betreff der Theilnahme an dem Gemeindevermögen und des Anspruchs auf Armen­versorgung unterliegt er bis zum Erlaß einer allge­meinen Gemeindeordnung dem bestehenden Gesetze. (Ruf nach Schluß.) Der Präsident zeigt an, daß von Zachariä aus Bernburg noch ein ausführliches Amendement und ein noch ausführlicheres von Cropp aus Oldenburg übergeben worden. (Unruhe in der Versammlung.) Der Präsident erwähnt ferner eines Antrages von Schlöffel, jedem Redner bei der Wichtigkeit der vorzüglich die äermeren betreffenden Sache das Wort zu gestalten. Venedey dagegen ver­langt, daß ein Amendement künftighin überhaupt nur dann zur Verhandlung zugelaffen werde, wenn es bei der Einbringung von 20 Mitgliedern unterstützt sei. Waitz beschränkt den Vorschlag auf die Debatte über die Grundrechte. Wenn nach dem bisherigen Maß­stabe fortverhandelt wird, sind mindestens 24 Wochen erforderlich. Der Präsident hofft, daß die Noth­wendigkeit, sich zu beschränken, den Einzelnen durch die bisherige Erfahrung von selbst gezeigt worden sei. Eine ausdrückliche Beschränkung bei so wichtigen Ge- ' genstänben ist nicht räthlich. Nachdem noch mehrere Redner für und gegen gesprochen und Giskra berech­net hatte, daß die koppelte Berathung und Beschluß­nahme in der bisherigen Weise über 90 Wochen dauern würde, schritt die Versammlung zur Abstimmung über den Waitz'schen Antrag, welchem Venedey beigelre- ten war. Er wurde gbgelehnt und die Diocussion über 2 fortgesetzt. (Schluß folgt.)

Serpentin gemalt war; die Fenstervorhänge waren nie­dergelassen bis auf einen, um das Licht auf daS Bild zu concentriren; schwere, schön geordnete, grünseidene Draperieeu hingen an den Marmorwand nieder, um auf daS Bild gemalt zu werden, aber ihre Falten lagen voll dichten alten Staubes, und waren an dem Bilde erst untermalt, und gerade bei ihnen, hatte der Künstler abgebrochen, und alles stehen gelessen, daß alles einger trocknet und bestaubt war. Doch die Figur war fast vollendet, Heinrich wischte mit seinem Tuche den Staub von ihrem Haupte, und ein schönes schlankes Weib, wie eine Narcisse, sah dehmüthig und selig aus der Fülle der schönsten, blonden Locken heraus.

Geht vorüber, geht nur eilendö vorüber," sagte der Greis, ich bitt' euch inständig, geht vorüber es ist u^r mein armes Kind- ich habe ohnedem schon um fa geweint,

(Fortsetzung folgt.)

Der Fahne.

(Zu dem in llaspe nschwalbüch am 9. 3nti sbUtnii-onden izahnkiiwcltzungsflstk.)

Wenn kampfcSkrästig mit der Wehr' Ausziehen Knegexschaareo,

Prinz Adalbert über die deutsche Flotte

Berlin, 4. Juli. Bekanntlich hat sich der Prinz Adalbert von Preußen ininror mit Vorliebe dem See­wesen zugewendet, und so hat er denn auch jetzt mit besonderem Interesse unsere deutsche Flotten-Angelegen- Heit erfaßt und in einer eignen Denkschrift diese viel besprochene, aber wenig verstandene -Sache genauer erörtert. Ohne selbst eine eigene Meinung bestimmt auszusprechen, geht er in die verschiedenen Ansichten und Forderungen ein und unterscheidet danach: 1) eine Kriegsmarine zur rein devensiven Küstenvertheidigung: 2) eine solche zur offensiven Vertheidigung und zum nothwendigsten Schutze des Handels; 3) eine selbst­ständige Seemacht. Im ersten Falle verlangt er mit Berücksichtigung der eigenthümlichen Küstenverhältnisse für die Nordsee 40 holländische Jaffelkanonenbole, für die Ostsee dagegen Ruderkanonenbote, und zwar min­destens 80 Kanonenschaluppen hat doch allein Ruß­land deren 200 und noch eine Anzahl Kanonen­jollen. Stellen wir uns nun den weiteren Zweck, un­seren Handel zu schützen, so sind vor Allem Kriegs* dampfschiffe nothwendig und zwar hält der Prinz deren 12 von 350560 Pferdekraft für eben genügend, wo­zu dann noch 6 schwere Fregatten von 60 Kanonen kommen müßten. Will nun aber Deutschland mit dem Baue von Linienschiffen aus dieser anspruchslosen Stel- tung herausgetreten und eine Seemacht werden, so hüte es sich vor halben Maßregeln. Bei der gefähr­lichen Lage Deutschlands würde ein Geschwader von 12 Linienschiffen noch nicht,es würde unserem näch­sten und gefährlichsten Nachbar, der russischen Ostsee- flotte (mit 27 Linienschiffen) gegenüber zu schwach sein." Das Minimum einer deutschen Seemacht müßte sich auf 20 Linienschiffe, 10 Fregatten und 30 Dampfer stellen; damit wären wir aber auch die vierte Seemacht der Erde. Als KriegShafen wird in der Nordsee Glückstadt vorgeschlagen, in der Ostsee aus strategischen Gründen Danzig der Vorzug vor Kiel gegeben.

Privatbeziehungen des Fürsten Metter­nich zum russischen Hof.

Als Kaiser Alexander sich zur Abreise vom Con- gresse anschickte, machte er dem österreichischen Staats­kanzler den Antrag, nebst dem Courierwechsel der Ka» binette auch eine freundschaftliche nichtpolit-sche Pri- vatcorrespondenz zwischen ihnen beiden in Gang zu setzen, zu deren Kostendeckung der Fürst jährlich fünf­zigtausend Dukaten annehmen möge. Metternich dankte für diese Herablassung und Gnade, meinte jedoch, er könne in ein ähnliches Verhältni; ohne Vorwissen sei­nes Monarchen nicht treten. Auf seine Anzeige schien Kaiser Franz anfangs betroffen und antwortete trocken, er wolle über den Gegenstand schlafen; am andern Tage jedoch sagte er:Hören Sie, Metternich, ich habe mir die Sache überlegt. Berbieren -~fcTTtnT--f® Ihnen die Correspondenz am Ende doch nicht, und bei der freundschaftlichen Beziehung unserer Cabinette könnte eine solche Korrelation eher nützlich als schädlich sein, denn ich halte Sie für einen ehrlichen Mann. Neh­men Sie also den Antrag an." In diesem Ver­hältniß stand Metternich bis zu Alerander's Tode. Nach der Thronbesteigung des Kaisers Nikolaus ward dieses Verhältnisses keine Erwähnung gethan. Es trat zwischen den beiden Kabinetten eine ziemliche Kälte ein, welche so weit ging, daß den mit der Becompli- mentirung beauftragten Erzherzog Ferdinand unterwegs eine diplomatische Krankheit überfiel. Die Spannung nahm immer zu. Da erhielt Metternich ein Schreiben vom Czaar, in welchem er sich entschuldigt, erst jüngst zur Kenntniß jenes freundschaftlichen Verhältnisses ge­langt zu sein, welches zwischen dem Fürsten und sei­nem verstorbenen Bruder bestanden. Es sei sein innig' ster Wunsch, daß der Fürst jene Anhänglichkeit auch auf ihn übertrage und er ersuche ihn um Fortsetzung jener Correspondenz, zu deren Deckung Metternich

Dann an der Spitze stolz und hehr

Sind Banner zu gewahren.

Und doppelt schön wird dann der Sieg,

Und doppelt schön das Sterben, Wenn zu der Schlacht wenn zu dem Krieg Kühnflatternd Banner werben.

So läßt sich heute aufgerollt,

Im Farbenschmuck ein's sehen,

Gott grüß Dich, deutsches Schwarz« Roth- Gold-

Woll' wacker immer wehen;

Woll' wehen wacker allezeit

Im Frieden, in Gefechten,

Ein Zeichen deutscher Tapferkeit, Ein Schreckbild allen Schlechten!

Und grüße Gott Dich, deutscher Aar,

Steig' auf in weiten Ringen

Die Sonne blitzt, die Luft ist klar,

Aus, breite Deine Schwingen!

Sey unser Schutz, sey unsre Zier,

Du kecker Kampfeöbote,

Und mutheSfreudig geht's mit Dir

Znm Sieg' dann oder Tode!

Langenschwalbach. Dr. Dan. F. v. 5-