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Die Zahl der Todren schätzt man auf circa 500 Mann. Später am Abend mußten die Truppen sich zurückzie- ben, da sie saben, daß sie sich nicht halten konnten. Es sind auch sehr viele Dänen gefallen, man behauptet, der General Hedemann solle sich auch darunter befinden. (?)
Vormittag wurden mehrere Dänen, die gestern gefangen worden , hier durchgebracht. Zwei freiwillige Schweden waren auch Gefangene. Dragoner, die vom Sundewitschen kommen, bringen ^tc Nachricht, daß einige tausend Dänen cingeschlossen und vom Wasser abgeschnitten sind. Fortwährend fielen Angriffe vor. — Morgen soll die Schanze wieder bestürmt werden; Wrangel will durchaus äffen. einen Besuch abstatten. Heute sind die schleswig-holsteinischen Truppen an der Spitze gewesen. — Noch immer währt der Transport mit den Verwundeten fort«
Das General - Commando wird heute nach Quars verlegt. Wrangel befindet sich schon in dieser Gegend. Unsere Oldenburger haben meiste- theils ihre Helme eingebüßt und müssen daher fetzt mit Mützen in's Feld rücken. Jene haben am 28. v. M. eine heftige Beschießung erlitten. Die Oldenburger setzten sie näm
lich beisammen auf einer Stelle an einem Wall nieder und gingen mit Mützen in's Feuer. Wie der Däne die deutschen Helme gewahr wurde, commannirte er sogleich „Feuer" auf dieselben; sie blieben aber unbeweglich liegen. Nachdem er sich einige Zeit bedacht hatte, wurde Sturm gegen die Helme gelaufen! — mit dem Irrthum war es aus.
NS. v. 7. d. Der Däne hat seine Schanzen be« Sonderburg verlassen; er hat wieder sein Element, das Wasser gesucht! Unsere Truppen ziehen sich wieder in die vorige Stellung zurück. Die Hannoveraner, Oldenburger und Braunschweiger rücken in unserer Stadt wieder ein. General Wrangel kam Nachmittags 2 Uhr hier an; das Hauptquartier bleibt provisorisch hier. Mit weißer Flagge lief ein feindliches Dampfschiff beute Mittag in unseren Hafen ein; ein Parlamentär ward an's Land gesetzt, wo ihn der Stadtcommandant empfing. Der Däne überlieferte einen versiegelten Brief und verließ auf dem Dampfschiffe sofort den Hafen. Man weiß nicht, was er hier gewollt. Gestern Nachmittag marschirte das v. d. Tannsche Corps auf Hadersleben zu, um die Dänen dort hinaus zu treibe». Die Dänen müssen aus Hadersleben schon weg sein.
Vermischtes.
Berlin. Nach dem neuesten Heft der Berliner Jahrbücher für Erziehung und Unterricht ist von dem Chef des Unterrichiswesens der Gegenstand, welcher den Lehrstand hauptsächlich beschäftigt, die Reorganisation der Schule, dem Direetor Diesterweg zur Ausarbeitung überwiesen worden. (Berl. N.)
Der Herzogl. Schultheiß zu 2. äußerte kürzlich auf die Frage: Wie es mit dem Ererciren der Bürgcrwehr in seiner Gemeinde gehe? lächelnd: „zum Ererciren haben wir fetzt keine Zeit. Wir müssen in den Acker fahren. Wenn die Feldarbeit vorbei ist, und wir ohnedieß spazieren gehen, dann Ererciren wir auch wieder."
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In ter achten Sitzung der Kammerverhandlungen l Nr. 86) muß es Seite 347 1. Spalte Zeile 68 heißen 50,000,000 Do- maineu statt 5,000,000; 3. Spalte 14. Zeile muß es heißen Major Weitz.
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Pariser deutsche Abendzeitung.
Bureau der Redaction: Avenue Chateaubriand, 4.)
Diese Zeitung, welche seit 24. Mai dieses Jahres an regelmäßig wöchentlich zweimal sMittwoch und Sonnabends in Paris erschienen ist, hat in wenigen Wochen eine so günstige Aufnahme und ein so zahlreiches Abonnement erlangt, daß wir dadurch in den Stand gesetzt worden sind, ohne Erhöhung deS Abonncmrntsprciseö, tiefe Zeitung vom ersten Juli an täglich erscheinen zu lassen.
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Unser Wirken und unser Streben ist der Wahrheit, dem Recht und dem Fortschritt geweiht. In ernster und würdiger Sprache, aber offen und freimüthig, besprechen wir:
Q Alle politischen Angelegenheiten, um wo möglich ein treues Bild der Zustände aller Länder zu geben.
2) Liefern wir Skizzen aus dem wahren Leben.
3) Authentische Berichte über wichtige Tagecercignisse, die uns bei unserer außerordentlichen und auSgebrci- teten Verbindung besonders schnell zukommen.
4) Die Resultate der pariser National-Versammlung und dcü deutschen Parlaments.
5) Unter der Rubrik „Verschiedenes" bemerkenSwerthe Notizen.
6J In einem besonderen Feuilleton die vorzüglichsten Novellen, Erzählungen, Biographien, Berichte aus dem Gebiete der Literatur, Kunst und Wissenschaft.
Die Redaction wird überhaupt sich ernstlich bestreben die Erwartungen und daS Vertrauen ihrer geehrten Abonnenten zu rechtfertigen und ihren Obliegenheiten in feder Beziehung nachzukommen.
Gediegene Beiträge, welche der Tendenz dieses Blattes entsprechen, sowie der Wahrheit getreue Berichte über interessante Tagesereignisse werden wir annehmen und auf das anständigste honoriren.
Paris, den 6. Juni 1848.
Administration und Redaction der Pariser deutschen Abendzeitung, (394)
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Für Nassauer in Paris.
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Im Verlage der S. Schmerber'schen Buchhandlung (Nachfolger H. Keller) in Frankfurt a. M. sind erschienen:
Die Männer des deutschen Volks.
Nach der Natur auf Stein gezeichnet von Scherble u. A.
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Vorräthig und werden Subscriptionen auf die ganze in Lieferungen erscheinende Gallerie der Männer des deutschen Volks angenommen bei
(395) Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz in Wiesbaden.
D e c r e t in Sachen
des Jost Heinrich Wabel von Haiger, Klägers geg-n
Philipp Heinrich Sartor von da, Bekl.
wegen Forderung von 52 ff. 30 kr., welche Kläger den verstorbenen Eltern des Bekl., Johann Heinrich Sartor und dessen Ehefrau Anna Elisabethe Sartor, deren einziger Jntestaterbe der Beklagte geworden, am 1. September 1828 als Darlehen gegeben, nebst rückständigen 5% Vertragszinsen vom 1. September 1846 an und den entstehenden Kosten.
Dem Beklagten, dessen dermaliger Aufenthaltsort nicht bekannt ist, wird zur Erklärung auf die heute pro- tocollirte Klage, deren Einsicht ihm hier gestattet werden wird, eine vom Erscheinen dieses Dekretes in öffentlichen Blättern beginnende 30tägige Frist anberaumt unter den Rechtsnachtheilen deS Eingeständnisses der Klage und Verlusts der Einreden. Zugleich wird demselben eröffnet, daß alle weitere in dieser Sache ergehende Decreturen nur durch Anheften an die Gerichtüthüre werden inss- nm'rt werden.
Dillenburg, den 2. Juni 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(398) Stahl.
Edictalladung.
Den Coucurö der Leonhard
Zabels zweiter Eheleute von m , NieberselterS betreffend
Nachdem über Bernhard Zabel zweiter und dessen Ehe rau Elisabethe geb. Lohn zu Niederselters rechts- kräftig der Concurs erkannt ist, so wird Termin zur An- ÄWt"8!? persönlicher Ansprüche an dieselben auf Mittwoch deu 12. Juli d. J. Moraenö 9 Ubr bei Vermeidung deS Ausschlusses von der vorhandenen Masse anberaumbt. "
Idstein, den 3. Juni 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(396) Metzler.
Decret.
Auf die Klage der Catharina Elisabetha Knoll von Heringen) Klägerin, gegen Engelhard Wölfinger von Allendorf, Beklagten
wegen Zahlung von 22 Fl. •— Beitrag zur Alimentation eineS mit der Klägerin außerehelich gezeugten am 12. December 1838 gebornen noch lebenden Kindes weiblichen Geschlechts für die Zeit vom 12. December 1846 bis dahin 1847 aus vertragsweise angenommenem Versprechen vom 11. März 1840.
Dem unbekannt wo abwesenden Beklagten wird auf- gegeben, sich binnen 90 Tagen vom Erscheinen dieses Dekretes in öffentlichen Blättern an — auf diese Klage dahier zu erklären, bei Vermeidung der Rechtsnachtheile deS Eingeständnisses des KlaggrundS und deS Verlustes der Einreden. Fernere Verfügungen werden nur durch Anschlag am Gerichtsbrett veröffentlicht.
Nastätten, den 6. Juni 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(399) Güll.
^Wiehls lieuerslilldene djem. Gichtsocke« gegen Gicht, kalte Füße und Frostbeulen. Die Wirkungen dieser mit einer chemisch präparirten Sohle versehenen, in Norddeutschland, Holland und England berühmten Socken sind außerordentlich; ärztliche und Erfahrungszeugnisse bestätigen die erfolgreiche Anwendung derselben gegen obige Leiden. Sie werden an den bloßen Füßen vorzugsweise bei Nacht getragen und belästigen di« Füße nicht im Geringsten, da sie auö den weichsten Stoffen fabrizirt sind.
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Zu haben bei der Expedition dieses Blattes. (400)
Edictalladung
Ueber daS Vermögen deS Hermann Baldus von Hölzerhausen ist der ConcurSproceß erkannt worden.
Dingliche und persönliche Ansprüche sind bei Vermeidung deS Rechtsnachtheiles ohne Weiteres erfolgenden Ausschlusses von der Masse:
Mittwoch, den 28. Juni d. I.
Morgens 8 Uhr dahier anzumelden.
Marienberg, den 3. Juni 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(397) Schmidt.
Frachtbriefe o»o
zur Versendung von Gütern auf der TaunuS- Gisenbahn sind zu haben — per Dutzend 5 fr. — bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.
Druck und Verlag von Wilhelm Friedrich am FricdrichSplatz. — Redacteur Karl Brann. — Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich.