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Vermischtes.

Zur Zeit der Wahlmännerwablen äußerte ein Bauer, auf die gegenwärtigen Verhältnisse in seiner Gemeinde befragt: Vor einigen Wochen haben wir unsern Schul­theiß abgesetzt. Das war aber noch nicht genug für den Mann, der uns Allen verhaßt war. Deßhalb haben wir ihm setzt, wo die Wahlmänner nach W. geschickt werden und dort ihr Geld verzehren müssen, noch einen Hauptpossen gespielt: Wir haben ihn zum Wahlmann gemacht.

In einem Dorfe, das eine große Feldgemarkung hat, wurde vor Kurzem der Schultheis durch einen neuen, von der Gemeinde gewählten, ersetzt. Als es darauf nach Absetzung aller andern Gemeindebedienste­

ten zu weiteren Wahlen kam, machte man den alten Schultheisen zum Feldschützen. Nun muß der Mann, einer der begütertsten Bauern, mit dem Schützenstock im Felde berumgehen, und die Frevler fangen.

Wie schwierig gegenwärtig bei den verschiedenen Partbkien die Versetzung des Schulttzeisendienstes für die durch Wahl davon Betroffenen ist, zeigt folgender Vorfall. Ein sehr rechtschaffener Mann war zum Oberhaupte einer Gemeinde gewählt worden. Ein- setzend, daß er durch Annahme des Dienstes seine bis­herige Stellung über den Partheien aufgeben, und sich unter Eine Partei stellen würde, äußerte er, nachdem er die Ausschlagung der Wahl vergebens auf andere Weise zu motiviren versucht hatte, zu der ver­sammelten Gemeinde:Den Bürgern vermöge er nicht

vorzusteben; eher ihrer Viehheerde; und wenn sie ihn vom Schultheisendienste frei sprechen wollten; so ver­pflichte er sich, wenn er absolut ein Gemeindeamt an­nehmen solle, dazu, daß wenn sie morgen ihren Schwein­hirten absetzten, er übermorgen dessen Stelle versehen wolle." Darauf hin ließ man den Mann in Ruhe. Wenn das Gemeindewesen durch das neue Gesetz re- gulirt ist, werden wir ihn als einen der vorzüglichsten Schultheisen des Landes erstehen sehen.

Sechserbüchse für die deutsche Flotte

bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Bis zum 30. Mai eingegangen. . . . fl. 99. 3 fr.

Am 1. Juni sind eingegangen:

10 Unbekannte 1 fl.; Fräul. Fliedner 3 Pers. 18 fr.; Herr Pfarrer Hatzfeld 2 Pers. 12 fr.; 2 Ungenannte 12 kr.; Adolph Peez 1 fl. 10 fr. Zusammen st. 101. 55 kr.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Dampfschifffahrt für den Nieder- und Mittel-Rhein.

(348)

Düsseldorfer Gesellschaft

Von heute an

sind die Preise nach MM folgendermassen herabgesetzt:

Von BIEBRICH nach MM

via ROTTERDAM

via OSTEADE

(Eisenbahn nicht einbegriffen.)

Salon.......

Vorkajiite . . .

Salon . . . ; . . .

Vorra Jüte . . .

Tiilr. 14. 81 Skt

9. 2

12 19

8. 12

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Nähere Auskunft auf der Agentur, Marktplatz, gegenüber dem herzoglichen Palais, und bei Herrn /. W. Aäsebitk in Wiesbaden.

Biebrich. 1. Juni 1848. Der Agent

Die A ir l» s c r i p t i o »

auf das

Bild des Minister-Präsidenten -rWWs

nach dem Originalgemälde von Ludw. Knaus, von dem Künstler selbst gezeichnet,

hat heute mit Unterzeichnung in die Subskriptionslisten begonnen. Da die ersten 500 Ab­drucke der Kreidezeichnung, welche von Herrn Knaus nach dem von ihm in jeder Beziehung in höchst gelungener Arbeit ausgeführten Originalgemälde ebenfalls gezeichnet wird, an die ersten 500 Subscribenten nach der Reihefolge ihrer Einzeichnung seiner Zeit abgegeben werden, so bittet der unterzeichnete Verleger Alle, welche sich für das ausgezeichnete Bild interessi- ren, recht bald die Unterzeichnung bei ihm zu bewirken.

Subskriptionspreise sind für 1 Exemplar auf starkem Kupferdruckpapier fl. 1. für 1 Exemplar auf chinesischem Papier mit breitem Rande fl. 1. 30 fr.

Wiesbaden, 30. Mai 1848.

(343) Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Edictalladung.

An die Concursmasse des Johann Jakob Michel von Zorn sind persönliche und dingliche Ansprüche Mittwoch, den 5. Juli 1848 Morgens 8 Uhr hier anzumelden, bei Meldung des Ausschlusses.

Langenschwalbach, den 31. Mai 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

(345) T h. Wißmann.

Edictalladung.

Ueber das Vermögen des Johann Grünwald und seiner Ehefrau Catharine Elisabethe geb. Mahr von Griesheim ist der ConcurSproccß erkannt worden.

Dingliche und persönliche Ansprüche daran sind unter dem Rechtsnachtheile deS Ausschlusses von der vorhan­denen Nasse

Mittwoch, den 28. Juni d. J. früh 8 Uhr dahier zu liquidiren.

Höchst, den 26. Mai 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

(346) Westerburg.

Den in derFreien Zeitung" vom «7. Mai sogenannten Avis important betreffend.

Obschon es ganz gegen meine Gewohnheit ist, Beiträge in öffentliche Blätter zu liefern, und ich am wenigsten einem anonymen Schreiben Aufmerksamkeit schenken möchte, so halte ich mich doch verpflichtet, in Betreff der oben erwähnten wichtigen Anzeige (die, beiläufig gesagt, gar keine Wichtigkeit hat) meine Stimme zu erheben, gegen diesen unwürdigen Angriff auf eine Familie, die, weit entfernt, Gerüchte zu verbreiten, welche die in Wies­baden wohnenden Fremden bewegen könnten, die Stadl zu verlassen, sich im Gegentheil stets gegen dieselben auf die freundschaftlichste Weise benommen hat, wie es die hiesigen fremden Familien zu bezeugen bereit sind.

Ich halte diese wenigen Worte für vollkommen hinreichend, um den Werth, den die in Wiesbaden anwesenden Fremden auf die erwähnte Anzeige setzen, beurtheilen zu kön­nen, und versichere die verehrliche Redaction derFreien Zeitung, dass sie durch Auf­nahme solcher Angriffe in ihre Spalten den Aufenthalt in Wiesbaden für Fremde lästig zu machen sich bemüht.

(348)

Edictalladung.

^^em bur$ das rechtskräftig gewordene Urtheil

ComurS über das Vermögen des Georg Wühelm Laur und ferner Ehefrau, Justine geb. Kaiser von Dlckich.ed erkannt worden ist, so werden alle, welche dmgl.ch- oder persönliche Ansprüche an diese Concursmasse machen wollen, aufgefordert dieselben Montag, den 2«. 3 n^ W'^A tenb zu machen, bet Vermeidung des ohne weitere De- cretac eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Masse.

Sa-ngenschwalbach, den 30. Mai 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

^*47) Winter.

Bruce, gegenwärtig wohnhaft in Biebrich.

Edictalladung

der Gläubiger des Johann Dommershausen und dessen Ehefrau Magdalena, geb. Keiser zu Weisel.

Nachdem durch rechtskräftiges Urtheil vom 27. März 1848 über das Vermögen des Johann Dommershausen und dessen Ehefrau zu Weisel Concurs ersannt ist, so werden alle, welche an diese Concursmasse dingliche oder persönliche Ansprüche haben, aufgefordert, solche Montag den 26. Juni 1848 Morgens 8 Uhr dahier zu liguidi- ren, bei Vermeidung des ohne weiteres Decret eintrcten- den Ausschlusses von der vorhandenen Masse.

St. Goarshausen den 19. Mai 1848.

L Herzog!. Nassauisches Amt

*(344) Hildenbrand.

(351) Kelluer und Aufwartmädchen werden gesucht zur schnelleren Befriedigung der Gäste im Taunus-Hotel in Biebrich.

Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen: Sonnenberg, ein Sagen- und Gedenkbuch der Ruine, in Ge­schichten und Märchen im poetischen Gewände. Ein elegantes Kcepsake des Sonnenbergs.

Mit gestochenem allegorischem Titelblatt.

144 Seiten in Großoctav - Format auf starkem, feinem Kupferdruckpapier in elegantester Ausstattung. Fein geb. in Etui fl. 2. 24 kr.

(349) Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz in Wiesbaden.

Bei Unterzeichnetem ist erschienen: (3,52) Göthe und Gretchen.

Von 3. E. graun.

Zwanzig Sonette. Gr. 12. Geh. 18 kr.

Wilhelm Friedrich,

Buchhändler am Friedrichsplatz.

(350) feinste balsamische

Zahn Tinctur

von

Doctor U. Thomson in London, zur schnellen Heilung des erschlafften Zahnfleisches und zur vorzüglichsten Erhaltung der Zähne, dabei ein sicheres Mittel gegen Zahnschmerzen, und als feines Mund - Parfüm ganz besonders zu empfehlen.

Bas Flacon a II. 1. 13 kr.

Zu bekommen in der Expedition dieses Blattes.