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Hunderte durch Euch glücklich werden können und tue nachfolgende Geistlichkeit Euch noch unter der Erde seg­nen wird. Bittet den Hochw. Herrn Bvchof und Euere Bitte wird gewiß erhört werden! Hoffet indeß, daß er in der kürzesten Zeit die Nothwendigkeit der - e- sprechung mit der gestimmten Geistlichkeit, wenn dieß nicht schon jetzt geschehen, einsehen und dieselbe um sich versammeln werde! ________________

Neueste Nachrichten.

VerliN, 16. Mai. In einer telegraphischen De­pesche von heute 1 % Uhr Nachmittags meldet der Ministerpräsident Camphausen an den Regierungspräsiden­ten zu Köln: Die neuen DemonstrationSv er- suche sind gescheidert.

Vertin, 14. Mai, 9. Uhr Abends. Die De­monstration ist ruhig abgelaufen. Bis diesen Augen­blick herrscht die vollkommenste Ruhe in der Stadt.

Folgende telegraphische Depesche wird von Straßburg, den'17. Mai, 11 Uhr Vormittags, be­richtet :

Paris, 17. Mai, 8 Uhr Morgens.

Der Minister des Innern an die Commiffarien der Republik. Die vorgestern einen Augenblik gestört gewe­sene Rube ist vollkommen wieder hergestellt in Paris, wo der beste Geist herrscht. Der Bürger Caussidière bat seine Demission gegeben. Die Nationalgarde hält die Polizeipräfeetur besetzt. Das Vertrauen lebt wieder auf. Die Fonds sind bedeutend gestiegen.

Sechserbüchse für die deutsche Flotte

bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Bis zum 17. Mai eingegangen . . . . fl. 21. 24 Tr.

Am 17. Mai sind eingegangen:

Von Hofrath Monreaur für 4 Personen 24 fr. Von Ober- Appellationsgerichtsrath Stahl für 7 Personen 42 fr. Von Rechnungscammer - Rath Schreiber für 3 Personen 18 kr. Von Ober-Medicinalrath Vogler für 14 Personen fl. 1. 24 fr.

Zusammen fl. 24. 12 fr.

Börsen berichte.

Wiesbaden, 15. Mai. Bei der heute dahier stattgehabten 1. Verloosung der 10 fl. Loose von dem Anlehen des Verein- deutscher Fürsten und Edelleute von fl. 1,200,000 vom Jahre 1847 find nachstehende Hauptpreile gezogen worden: Nr. 103,834 ff. 25,000; Nr. 1720 fl. 5000; Nr. 86,705 fl. 1500; Nr. 108,198 fl. 600; Nr. 38,510 und 119,695 jede fl. 300; Nr. 57,484, 50,519, 52,517 und 34,761 jede fl. 100.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

c--o Mit hoher NewiUignng

habe ich die Ehre anzuzeigen, daß ich mit meiner Naturseltenheit heute erst hier angekommen bin, welche aus erbfeindlichen Thieren besteht und einen freundlichen Omnibus bilden, nämlich der Wolf und Schaffuchs, Gänse, Hühner und Tauben, der Kondor oder in der alten Sprache Vogel Greif, welche zwei mit einander eine Kuh mit Appetit verzehren, der Seeadler, der Schuhu, der Uhu aus Kalabrien, Katzen, Ratten, Hunde, eine Samm­lung von Affen; diese Thiere stehen alle mit einander in der größten Feindschaft, wie einem jeden Naturkenner bewußt ist, leben hier aber alle in der größten Freundschaft in einem Käfig von 15 Schuh lang und 12 breit. Ich will die interessante Darstellung der Thiere nicht schildern, wie gewöhnlich der Fall ist, daß man mehr verspricht als es ist, das will ich den Zuschauern überlassen, denn was Werth hat zum Sehen, das muß sich selbst recommandiren; das äußerliche Gekreisch wird vor meiner Bude nicht stattfinden. Diese Thiere sind zu sehen auf dem Markte. Mathias Hüntgen aus Düsseldorf.

Welt- und Zauber - Theater

in einer dazu erbauten Bude auf dem Markt.

Unterzeichneter "beehrt sich, einem verehrlichen Publikum ergebenst anzuzeigen, daß er während einiger Tage täglich zwei große Vorstellungen geben wird. Dieselben bestehen in modernen Darstellungen aus dem Gebiet der scheinbaren Zauberei, wie auch in athletischen und gymnastischen Vorstellungen, verbunden mit mechanischen Bal­lets und Weltansichten, belebt von kleinen mechanischen Figuren re.

Erste Vorstellung um ß Uhr. Zweite um 8 Uhr. Der Anschlagezettel besagt das Uebrige.

(254) C. Poetan.

Unterzeichneter beehrt sich, einem hiesigen geehrten Publikum ergebenst anzuzeigen, daß er während 3 Tagen in einer auf hiesigem Markte erbauten Bude (255)

den ersten MefornMtVr der Freiheit

zeigen wird. G Müller aus Baiern.

Die gerügte Rüge, ein Wort

für dieKindermädchen und deren Pfleglinge".

In der gestrigen Nummer derNassauischen Zeitung" ereifert sich Jemand in einerRüge" dagegen, daß sich dieKindermädchen und deren Pfleglingen" auch hinter dem Kursaale einznfinden pflegen. Er findet dasun­artig,"zudringlich" und wer weiß was noch, daß diese profanen Personen den sentimentalen Fremden in dem Hochgenuß der Natur, die ihre Schönheiten entfaltet hat", in demBetrachten der schönen Anlagen" und des Dunkels des Buschwerks", in demZuhören des Ge­sanges der Nachtigallen" und in demNachdenken über die Ereignisse des Tages" stören könnten. Wir können nur das arme, alte, sentimentale, zerrissene Herz be­dauern, das sich in allem Dem durch die unschuldigen Kindergesichter und die lustigen Kindermädchen stören läßt, die offenbar die schönste Staffage unserer schönen Anlagen bilden. Wer daran einen Anstoß nimmt, x

der stehle

Weinend sich aus unseren Bund!"

Die Zeiten der Ausschließlichkeit, der Aristocratie, besonders der blasirtenGeldaristokrätzigkeit" sind vor­bei und kehren nimmer wieder. Unter die Blüthen des Frühlings gehören auch die Kinder, diese lebendigen Blüthen der Menschheit. Unser braver Herzog läßt Kinder und Kindermädchen in seinen Park, und Ihr Geldaristocraten wollt sie aus den Kursaalanlagen ver­bannen? Nein, das leiden wir nicht! (258)

UM- und KM-Meige.

Der Unterzeichnete macht einem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß er mit nachstehenden Sehenswürdigkeiten hier angekommen ist, als:

1) Panorama,

oder malerische Reisen mit Ansichten mehrerer berühmter Hauptstädte, Uebersichten von Bergeshöhen der inter­essantesten Gegenden, u. dergl. mehr.

2) Amphibien, nämlich eine Sammlung von lebenden Riesenschlangen, worunter die große Boa Constrictor, die Boa Pithon aus Brasilien, die schwarzgefleckte Boa, und ein Nil-Krokodill. Sämmtliche Thiere sind lebend.

3) Wachsfiguren,

mehrere hohe Personen darstellend, welche alle der Natur treu nachgebildet sind, die Flucht nach Egypten, und das heilige Abendmahl; sämmtliche Figuren sind beweglich.

Mit der Versicherung, daß Niemand den Schauplatz unbefriedigt verlassen wird, bittet der Unterzeichnete um recht zahlreichen Zuspruch. Die Bude ist täglich von Morgens 9 bis Abends 9 Uhr geöffnet.

Der Schauplatz ist in der ersten Bude am Marktplatze.

(256) Deter Egenots aus Limburg a. d. Lahn.

Ein Mädchen, mit guten Zengnissen, in allen häus­lichen Arbeiten erfahren, und welche schon viele Jahre als Köchin diente, sucht eine ähnliche Stelle, in welcher sie eine gute L ehandlung zu gewärtigen hat. Die Erped. ertheilt nähere Auskunft. (259)

In der Wilhelm Friedrichschen Verlagsbuchhandlung in Wiesbaden ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: (260)

LUGOLS

Untersuchungen und Beobachtungen

über

die Ursachen

der

Skrofel - Krankheiten.

Deutsch

von Dr. L. v. HAXTHAUSEN.

Tür £erjU und Laien.

Mit hoher Bewilligung beehrt sich Unterzeichneter sein großes bewegliches WüchsssgNreN * CKbiNe in Lebensgröße

auch hier auf kurze Zeit zur Schau aufzustellen.

Erste Abtheilung.

Die Geburt unseres Erlösers im Stalle zu Bethlehem.

(257) Zweite Abtheilung.

Das heilige Abendmahl.

Dritte Abtheilung.

Jesus am Oelberge, in der Nacht, da er verrathen wurde.

200 Seiten, gr. 8. auf Velin-Maschinen-Papier. fl. 1. 45 ir.

Ess

Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen:

Das Dlumen- Album.

Der Pflanzen Symbolik und Sprache in Abend­land und Morgenland.

Von E. Drärler-Manfred.

Mit zehn prachtvoll kolorirten Blumentafeln.

244 Seiten auf starkem Kupferdruckpapier. In fein kolorirtem Umschlag gebunden. Ausstattung in Taschen- buchformat, höchst elegant.

Ausgabe mit Marmorschnitt.....fl. 2. 42 kr.

Ausgabe mit Goldschnitt in Etui . . fl. 3. 9 kr.

(261) Wilhelm Friedrich

am Friedrichsplatz in Aiesbadni.

, Vierte Abtheilung.

Der Abschied Jesu von seiner Mutter und seinem Liebling Johannes.

Es wird bemerkt, daß alle Figuren in Lebensgröße und durch mechanische Werke beweglich sind. vielen SunftfennmTZ m<fin Wachsfiguren - Cabinet in verschiedenen der größten Städten Deutschlands und von produzieren Er alanbt N^-«^' ^"bt dem Unterzeichneten die Freiheit, dasselbe auch vier dem kunstliebenden Publikum zu Wodurch re^ daß ein solches nie hier gesehen wurde, und giebt der Hoffnung

Philipp Welsch aus Speyer.

Eintritts-Preis â Person 3 kr.

er atz ist in der dqzu erbauten grünen Bude. Das Cabinet * von Morgens 9 bis Abends 10 Uhr zu sehen. - Abends bei angemessener Beleuchtung.

Verloren.

Ein Armband wurde von der Eisenbahn bis an den Kursaal verloren. Dasselbe enthält vier Steine, einen Ring und ein Schlößchen, wo­von früher schon zwei Steine verloren gingen, daher dasselbe nur noch zwei enthält, einen blauen und einen weißen.

Der redliche Finder erhält bei Abgabe des­selben im Taunus Hotel eine gute Belohnung.

Druck und Verlag von Wilhelm Friedrich am Fried^ickHlH Z TZ Z ' 7-

vr.evrrchsplatz. Redacteur: Karl Brau». Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich,