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Herzogtums ausgegangen ist; das weiß man b-er und deßhalb sind hier für jeden Fall Sicherhettomaßregeln ergriffen worden, und die Einwohnerschaft, die vom besten Geiste beseelt ist, gedenkt mit dein Bataillon preußischer Landwehr, das gegenwärtig allein unsere Besatzung ausmacht, die Stadt wenigstens bis zum A »rücken des Hirschseld'scben Corps zu halten.

(D. a. 30

Schleswig Holsteinische Angelegenheiten.

Uendsdurg, 7. Mai. Das Hauptquartier der Truppen ist in Kolding; General Prinz Friedrich fleht in Weile, General Bonin in Friderica, General Möl­lendorf in Snoghöi an dem Uebergangöortc nach Füh- nen. Die Kosten der Besetzung trägt Jütland;, wenn eS nicht bald zum Frieden kommt, so werden mobile Kolonnen das Land durchstreifen und die für die Trup­pen erforderlichen Bedürfnisse rcqniriren. Die Preu­ßen finden überall gute Aufnahme, sn daß die Jütlän- der kaum mit Feinden zu verkehren meinen. Die Bc- aiiitcii sind liberal geblieben. Man hört, daß Gene­ral Wrangel einen Austausch der Gefangenen propo- mrt hat, und zwar aller deutschen gegen alle dänische, eine Antwort ist noch nicht erfolgt. Im nördlichen Schleswig treiben die Dänen no i> ihren unverschämten Menschenraub fort und zwar fetzt durch Seeräuber- züge; kürzlich haben sie den Forstmeister v. Krogh, der mit zwei Begleitern auf einer Jagdparthie begriffen war, bei Stendcriip t'm Amte Hadersleben aufgegriffen und fortgeschleppt. In denselben Distrikten molestirt ein Rest der Propagandisten noch immer die Bevölke­rung, die endlich den Frieden wünscht und unsere Be­hörden um Schutz dagegen angerufen hat; in Folge dessen werde, wie man sagt, auf einige Pfarrer ge­fahndet.

In Kiel wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. d. dem coinmandircnden hannoverschen Officicr durch Estafette angezeigt, daß auf Alsen große Truppenbe­wegungen stattfänden und eine Einschiffung des größe­ren Theils der Truppen vorbereitet zu werden scheine. Obwohl dieselben nach Flensburg bestimmt zu sein schienen, so müsse man doch überall auf einen Hand­streich gefaßt sein; die Commandanten in den Seestäd­ten möchten ihre Vorbereitungen treffen.

Lubek, 7. Mai. Die Nachrichten, welche mit dem' Nicolai I. aus St. - Petersburg eingegangen, widerle­gen die Gerüchte von einer Reise des Kaiser Nikolaus, seinem Erscheinen in Riga ic. Der Kaiser hatte St.- Petersburg nicht verlassen und wenige Tage vor Ab­gang des Dampfschiffes eine Truppenschau in der Hauptstadt abgehalten.

Die Nachrichten ans Schweden lauten befriedigend; von Spinpathieen für die dänische Sache, wovon die Kopenhagner Blätter mit den gewöhnlichen llebertrei- bungen so viel zu erzählen wissen, war eben nicht viel zu spüren. Von Mad (?) war vorgestern mit dem Gauthiod ein dänischer General (Orbolm?) mit einer Specialcommission an König Oskar nach Stockholm abgegangen.

Die deutsche Flotte.

Hamburg, 7. Mai. Gestern waren bereits fünf Schiffe und 140,000 Mark für die deutsche Flotte zur Disposition gestellt. Hr. Sloman bemerkte in der Versammlung vom 6. Mai, daß die schweren 60< und Ääpsündigen Kanonen sammt Kugeln bereits bestellt

l seien. Die Hamburger Dampfschiffe, welche >ehr pas­send seien, hoffe man zu bekommen. Herr Godoffrep werde sein SchiffVictoria," er sein SchiffFrank­lin" unentgeldlich stellen. Wegen der erforderlichen Offiziere sind Anfragen gemacht und hat der senatdie erforderliche Zustimmung gegeben.

Republik Frankreich.

Paris, 7. Mai. Die Montag-Abcndsitzung der Nationalversammlung verspricht einen interessanten Wahl­kampf. Es wird in ihr die neue Regierung gewählt, die nun bis zur definitiven Vecfassungsannahme regieren soll. Zahlreiche Intriguen entspinnen sich von allen^Sei­ten. Ein Theil will Lamartine, Arago und Marie als Triumvirat, ein anderer Theil Lamartine, Arago, Marie, Bethmont und Marrast als fünfköpsiges Gouvernement; ein dritter Theil endlich will eine rein revolutionäre Re­gierung, bestehend aus Levru Rollin, L. Blanc, Flocon, Albert u. f. w. Daß dieser legiere durch daS Votum ver Versammlung nicht bestellt werden wird, läßt sich mit Gewißheit voraussehen; vielleicht zieht man aber, um zum Ziele zu gelangen, den Weg der Gewalt dem le­galen vor.

Paris, 8. Mai. Wir sind in Erwartung der Dinge, die da kommen. Ob die Rational-Bersammlung heute über daS provisorische Gouvernement entscheiden wirv, ob es eine neue RegierungS-Kommission ernennt, ist wahr­scheinlich, wenn auch nicht gewiß. Wie die Parteien ste­hen, ist es sehr unwahrscheinlich, daß Ledru-RolliN und seine Freunde noch lange am Ruder bleiben, obgleich sie durch ihre Anhänger Alles aufbieten, sich noch aunehm- lich zu machen.

Paris, 5. Mai. Mehrere Journale behaupten, dem General Oudinot sei durch den Telegraphen der Befehl zugeschickt worden, in Piemont einzurücken. Die Regierung hatte 15 Millionen für die dringenden Be­dürfnisse .veS italienischen Heeres aus der Bank ge­nommen.

Paris, l0. Mai. (Telegraphische Depesche.) Die Nationalversammlung hat folgende Bürger zu Mitglie­dern der Regierung ernannt: Arago, Garnier-Pages, Marie, Lamartine, Ledru-Rollin.

Strasburg, 6. Mai. Niemand zweifelt hier daran, daß Frankreich in Italien interveniren wird, und von sonst gut unterrichteten Männern wird be­hauptet, daß nach den letzten Nachrichten ein Theil der französischen Armee, namentlich Artillerie, bereits bis dicht an die Gränze vorgeschritten ist. Auch in Straß­burg erwartet man in kurzein eine bedeutende Verstär­kung der Garnison. Frankreich steht furchtbar bewaffnet da, 600,000 Mann der herrlichsten, kriegsmuthigften Truppen erwarten mit Ungeduld den Augenblick, in welchem es ihnen gestattet wird, hie Gränzen zu über­schreiten, um die Selbstständigkeit der Nationalitäten zu sichern und den Sieg der politischen Ideen des neuen Frankreichs auch im Äu. land herbeizuführen.

(AUg. Augeb. Z.)

Großbritannien.

London, 5. Mai. Die Times meint in Bezug auf den Verfassun gs entw urf der Vertrauensmän­ner am Bundestage in Fränkfurt, daß diese Arbeit in Folge der Umstände Männern von großer politischer Gelehrsamkeit, aber geringer politischer Erfahrung zu­gewiesen worden sei.' Sie besäßen Weisheit, Patrio­tismus, wohl auch Verdienst und Tugend; allein wenn

ihr Werk fehischlage, komme es daher, weil über die menschlichen Befähigungen hinaus gegangen und den nie außer Augen zu lassenden Elementen der materiel­len Kraft nicht Rechnung getragen werde.

Italien.

* Rom, 2. Mai. Die Ereignisse in Rom haben Pius IX. fast zu einer Entsagung auf seine weltlich- Herrschaft bestimmt. Der Papst will Frieden mit Oestere reich, allein die Clubbs drängten immer stürmischer. Da ward am 30. April ein Consistorium abgehalten. Der Papst erklärte, ihm sei als Nachfolger Petri feder Krieg ein Gräuel; der Gedanke, ihn an die Spitze der italienischen Republik zu stellen, erfülle ihn mit Abscheu er habe seine Soldaten bloß zum Schutz des Kir­chenstaates an die Gränze geschickt rc. Nach dieser Allo- cntioii reichten sämmtliche Minister ihre Entlassung ein, der Papst schien sic annehmen zu wollen. Die ClubbS beriethen über Aufstellung einer provisorischen Re­gierung; die Bürgergarde besetzte alle Thore; es hieß, der Papst wolle sich nach Subiaco zurückziehen. End­lich erklärte der Papst: für die weltliche Regie­rung seien die Minister verantwortlich, er könne keinen Krieg zwischen seinen Kindern erklären. Das Ministerium bleibt; Graf Mamiani übernimmt an Cardinal Amonelti's Stelle den Vorsitz; von ihm erwartet man die Kriegserklärung an Oesterreich, die der Papst nicht unterschreiben wollte.

Das Mailänder officicUe Blatt vom 4. Mai bringt über den Krieg nichts besonderes. Vermiglio ist von Den Tprolcrn besetzt; die Pässe bei Ponte di Legno sind so verschneit, daß kaum ein Fußgänger herüber kann. Am 1. Mai versagte die piemontesische Vorhut bei Ponton (an der Etsch) 2000 Oesterreicher» machte viel Gefangene und sich zu Herren wichtiger Stellungen bis Sandra. Auf piemontesischer Seite blieben 3 Todte, 20 Bewundere. Das Mailänder officielle Blatt vom 5. enthält nichts vom Kriegsschauplatz.

Schweiz.

Vafel. Am 8. Mai ist Lord Minto, aus Ita­lien kommend, nach England hier durchgereist. Bei der Wendung, welche setzt die Dinge in Italien ge­nommen haben, kann man seine diplomatische Mission so ziemlich als gescheitert erachten.

Briefkasten.

Alle verehrten Leser der Nassauischen Zeitung, welche sich wiederholt beklagen, daß unsere Zeitung ihnen unregelmäßig zukomme, diene zur Nachricht, daß die Expedition der Blätter jeden Abend um 7 Uhr von uns regelmäßig unter Adresse der einzelnen Postanstalten prompt besorgt wird. Die gerügte Un­ordnung kann also, wenn nicht bei der Expedition des Post­amt, s W.esbadcu (was wir bezweifeln), nur an derjenigen Postanstalt des Wohnortes der betreffenden Adonnentes Tfrfjat. Wir bitten diese und wen eS betrifft, dringend um Abände­rung des Uebelstandes, d. h. um die nothwendige prompte Expedition der Nassauischen Zeitung.

Sechserbüchse für die deutsche Flotte

bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Am 11. Mai im Ganzen eingegangen . . fl. S. 12 kr. Am 12. Mai find eingegangen:

Von Herrn Rupp 6 fr., Sattler Nupp 6 fr.; durch Gast­halter Baumann 12 kr.; von Kleidermacher Wittlich und Fa­milie in 5 Personen 30 fr.; von Revisor Schmidt und Frau nebst 8 Kindern 1 fL; von 2 Dienstmändchen mit dem Motto: Die Trauvchen und die Lotte woll'n auch die deutsche Flotte" 12 fr.

Zusammen fL 11. 18 fr.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen: (22t)

des deutschen Meichs - Grundgesetzes.

Der hoben, deutschen 23 wiber- Versammlung als Gutachten der 17 Männer des öffentlichen Vertrauens überreicht am 26. Avril 1848.

in

Frankfurt a. M.

Benj Krebs.

Eremvlare des obigen wichtigen Werkes (Dreis 12 Kr.) sind bei mir eingetroffen; Anbestellungen darauf werden nach der Reihenfolge des Eingangs von mir erpedirt.

Wiesbaden. Wilhelm Friedrich,

^219J Buchhändler am Friedrichsplatz.

Bei mir ist erschienen

(220)

Die Deutsche Diplomatie

das deutsche Volk.

m 1 n 8 wichtiger Aktenstücke.

Die Schrift umfaßt 3 Boaen -

vßten Octav - Lericou - Format. Geh. Preis iS Kr.

Wiesbaden. ,

Wilhelm Friedrich,

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Mit

Der Wiesenbau seinem ganzen Umfange, insbesondere der

Kunstmesenbau des Siegener Landes.

Ein Lehrbuch

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Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz in Wiesbaden.

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Druck und Verlag von Wilholm Friedrich am ----------------------------------------------------------------------

_ Redacteur : Karl Drann. Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich.