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ins de« Marktplätze zusammen gedrängte Rest der Ver­theidiger von DoaS, circa 600 Mann , einschließlich ^eS im Prediger-Gewände mit Reithosen, Sporen, ünd «a- bei befieitetrn Feld-Predigers Koszucki, gefangen ge­nommen. Die Cavallerie der Insurgenten, etwa 300 Pferde stark, wurde kt4 Anfangs nördlich der Stadt durch eine Attake der diesseitigen Cavallerre geworteu und mit großem Verluste zersteut. Dasselbe Schicksal hatte eine beträgti.che Masse von Sensenmännern und Cavallerie welche wahrend veS Kampfes tn_ der Stadt zur Unterstützung heranrückte. (Lchluß f.)

Vertin, 2. Mai. Die F. O. P. 3. erbalt in einer Korrespondenz Folgendes: Dänischer Seits ist der gewiß nicht zu billigende Versuch gemacht worden, Hannover zu einer Privackonvemion wegen Einstellung der Feindseligkeiten, unter Vermittelung Englands zu veranlassen. ' Die hannöversche Regierung hielt aber an ihrer Pflicht und wies ein so perfides Anerbieten mit dem Bemerken zurück, daß Dänemark sich dieser- halb an Preußen wenden müßte. Der dänische Kam merherr v. Reevt war zu dieser Privatunlerhanklung nach Hannover gesendet und müße beschämt wieder nach Kopenhagen zurückreisen.

Schleswig - Holsteinische Angelegenheiten.

Rendsburg, den 3. Mai. Das Hauptquartier des General Wrangel war am 2. d. in ChristiänSfelde und daS des Prinzen Friedrich in Faveraagaard. Zufolge der ausgegebenen Disposition sollten die schleswig-ho.steinischen Truppen sich heute Morgen 5'/, Uhr in Oeddis zusam- menziehen und dort die Gränze überschreiten. Der Ma.sch ist auf Veile gerichtet, wahrscheinlich wird indessen das schleswig-Holsteinische Hauptquatier eine Meile vor dieser Stadt bleiben. Die vom General Bonin commandirte Brigade sollte an demselben Tage über Kolding in Jüt­land einrücken, die vom General Möllendorff comman- birte Brigade sollte für die schleswig-Holsteinischen Trup­pen und der Brigade deS General Bonin alS Rückhalt dienen. DaS Detachement des Majors Zastrow und die

Freicorps ziehen sich, da von Ripen der Feind abgrzo- gen ist, durch Nord-Schleswig auf die Hauptarmee nach Jütland. So sind denn die Zweifel gelöst, ob man die KönigSau überschreiten werde. Die Last deS Krieges 'â <t fetzt schwerer auf Dänemark und es wird sich zei­gen, ob endlich zur Einsicht feiner Lage kommen wird. Seit der Zeit Carl Gustav'S, seit 189 Jahren, hat Jütland keinen Feind gesehen.

Nendsburtl, den 3. Mai. Gestern Morgen haben die Preußischen Truppen, wie vorher bestimmt worden, CbristianSfeld ver offen und sind, ohne auf Feinde zu floßen, biS über Ko.ding hinaus gezogen. DaS Haupt­quartier des General Wrangel war den Abend des 2. d. in @uébp, zwischen Kolding und Friebericia, wo wahr­scheinlich General Bonin schon denselben Abend eingezo­gen sein wird, da es bereits vorgestern (am 1.d.) von een dänischen Truppen verlassen worben ist. Der Ein­zug des Generalstabes in Frieder eia war auf heute be- stimmt, während der Prinz v. Augustenburg, der mit- seinem CorpS von Ripen sich wieder nach Osten gewandt hat, gleichzeitig Beile besetzen wird. Gestern Abend ist der russische Legationsrath EverS, wie es heißt, mit rus­sisch-englischen Aufträgen, im Hauptquartier angelangt, von Apenrade kommend, wohin ihn ein dänisches Damps- schlff gebracht hatte. Ein ihn begleitender dänischer Par­lamentär ward nicht durchgelassen. Nach Besetzung von Veile und Friebericra wird General Wrangel wahrschein­lich sein Hauptqu-rtier in Kolding nehmen und seine Vor­posten höchstens bis HorsenS vorschieben. Die Ausnahme bei den Jüten wird gelobt. Die Auflösung der Freicorps soll sistirt sein. (S.H. Z.)

Republik Frankreich.

Paris, 4. Mai, 2 Uhr Nachmittags. Eben wurde die Nationalversammlung eröffnet. Unter rau­schendem Enthusiasmus wurde das provisorische Gou­vernement empfangen. Herr Andry de Puyraveau nahm den Stuhl als Alterspräsident ein. 'Nachdem der Herr Präsident die Sitzung der Nationalver-

sammluug für eröffnet erklärt, nahm Herr Dupont de 'Eure das Wort. Das provisorische Gouvernement, sagte er im wesentlichen, hätte im Folge der Februar- Ereignisse zum Besten des Volks gehandelt. Er habe die einzige Verfassung proklamirt, die dem heutigen Bewußtsein entspreche, nämlich die Republik (donnern­der Beifall). Jetzt habe die Herrschaft der Verbrüde- ruug begonnen; Hauptzweck derselben sei mit, auf ge­rechter Basis die Rechte der Arbeit zu regeln. (Bei­fill). Der Moment sei gekommen, wo das proviso­rische Gouvernement seine Gewalt niederlegen und sie der Nation zurückgeben könne.

Unter rauschendem Beifall schloß er mit der Be­merkung, daß die persönlichen Ueberzeugungen der Mit­gliedes des provisorischen Gouvernements keinem Zweifel Raum ließen, welcher Regierungssorm sie zugethan seien. Hierauf erklärte Minister Eremieur die Arbeit der Nato alversammlung für eröffnet und forderte die Repräsentanten auf, sich in ihre Bureau's zu verfügen, um die Wahl zu vertfiziren.

Briefkasten.

Herrn M. N. in D. Politik und Religion haben in per Weise, wie Sie sich'S denken. Nichts mit einander zu thun. W.r werden solchen Zwitterideen nie unser Blatt öffnen, ebenso wenig auch solchen gehässigen Hätzereien. Jeder für sich und Gott für uns Alle.

H errn R. H. in H. Die Dlanc'sche Theorie über Or­ganisation der Arbeit ist im Original, sowie in zahlreichen Üebersetznngen verbreitet genug. Wir werden sie daher um so weniger noch einmal wiererkäuen, da wir sie für grundfalsch und irrig halten.

Börsen berichte.

Wien, 4. Mai. 5pCt. Metall. 67V,; 4pCt. Metall. 6t; 3pCt. Metall. 43; 27,p@t. Met. 34; Bankaktien 1028; 500 fl. Loose tot; 250 fl. Loose 69; Rordb.-Act. 76'/,; Gloggnitzer 72; Mailänder 53'/,.

Amsterdam, 5. Mai. (4 Uhr). Integrale 42'/,; 3pC. holl. 4'7,; 4p$t. bollänv. 637,; 37,pGt Synd.; Handelm. ; Ard. ä 510 Pf. St. 10'/,; span, inländ. 3pCt R. 17*/,; port. 3pCt. R.; poit. 4pCt. R. 177,; russ. 4pCt. 64*/*; offen. 5pCt. Met. 63; österr. 27,pCt. Metall. 30'/,.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Einladung.

Zufolge einer Verordnung des Herzoglichen Staats - Ministeriums vom 1. Mai d. I. soll zur Berathung der aus Schutz und Arbeit bezüglichen Einrichtungen eine besondere Commission errichtet werden und zwar aus »een Personen, welche durch ihre Verhältnisse und Beschäftigung die Bedürfnisse der arbeitenden Klasse genauer kennen zu lernen Gelegenheit gehabt haben.

Her Gewerbeverein ist damit betraut worden, vier dieser neun Commissionsmitglieder zu wählen.

Da diese Wahl am zweckmäßigsten in der auf den

am 11, dieses Monats wie gewöhnlich, ausgeschriebenen

General - Versammlung vorzumhmen sein wird, in welcher außerdem, wie schon bekannt gemacht worden ist, (Nr. 8 der Mitthei­lungen für den Gewerbeverein) die Wahl der Wahlmänner zur theilweisen Ergänzung des Vorstandes und Aus­schusses stattfinden wird so laden wir hierdurch noch einmal sämmtliche Mitglieder des Vereins zu jener Ver­sammlung ein. Dieselbe wird um 10'/, Uhr Morgens im Gasthofe zu denVitt IahmMtU" ihren Anfang nehmen.--------- .

Wiesbaden, 7. Mai 1848.

(195) Per Vorstand und Ausschuß des Gewerbevereins.

Seit dem 18. März erscheint bei dem Unterzeichneten: (194)

Bekanntmachung.

In Folge der Ermächtigung des Herzogl. Hof- und Appellationsgerichts zu Usingen ist Mathias Renno von Oberursel wegen Verschwendung unter Curatel ge­stellt und ihm in der Person des Friedrich Brid 7 erle zu Oberursel ein Curator ängèordnet wordM.

Es wird daher zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte in Zukunft nicht mit Mathias Renno, sondern mit dessen oben genannten Curätor abzuschließen sind.

Königstein, 29. April 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

(197) Weber.

Der Lahnbote,

redigirt von Schulz und Gödecke,

welcher außer den deutschen und nassauischen Angelegenheiten im Allgemeinen namentlich noch die besonderen In­teressen der Lahngegend ins Auge fassen und vertreten wirb. Es erscheint derselbe wöchentlich einmal, und zwar Mittwochs, einen Bogen stark, und kostet in Weilburg vierteljährlich 30 Kreuzer, durch die Post bezogen innerhalb des Herzogtums Nassau, der beiden Hessen und Frankfurt 40 Kreuzer, in den übrigen Ländern des ^ürßl. Turn- und Taxiö'fchen Verwaltungöumfangeâ 45 Kr., excl. der üblichen Bestellgebühren und Trägerlohn.

Weilburg, den 1. Mai 1848. 8. E Lanz.

Edictalladung.

Nachdem über das Vermögen des Jacob Jäger und dessen Ehefrau Helena gcborne Merz zu Ransbach, der- malen zu Hoorn in Nordholland der Concuröproccß rechts­kräftig erkannt worden ist, werden Alle, welche dingliche oder persönliche Forderungen an genannten Eheleute» zu machen haben, aufgefordert, solche

Montag, den 19. Juni d. J.

Morgens 9 Uhr

vor dem unterzeichneten Amte zu liquidiren, bei Ver­meidung des von selbst eintretenden RechtsnachtheilS deS Ausschlusses von der vorhandenen Masse.

Selters, 21. April 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

(198) Wirth.

Nachdem ich den von mir in Pacht gehabten

KMM H ENGLISCHEN HOF H BOPPARD

am 29. April dies. Jahrs verlassen habe, statte ich meinen Freunden und Gönnern für das mir seither bewiesene Wohlwollen meinen innigsten Dank ab, und bitte, dasselbe mir auch in dem am 1. Mai für meine eigene Rech­nung übernommenen

Fabier gütigst zu Theil werden zu lassen

. Dieser . Gasthof ist vis-a-vis dem Herzoglichen Schlosse £?? nr^arDaB^ nahe gelegen, und bietet bei

, Für elegante und zweckmässige Einrichtungen, sowie .zeichnete stets die grösste Sorgfalt verwenden. °

Familien, welche den Aufenthalt für längere Zeit bei B i e b e f i c h, 5. Mai 1848.

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dem Hofgarten, sowie den neuen Treibhäusern und schönster Aussicht auf den Rhein alle Annehmlich-

für gute und prompte Bedienung, wird der Unter- mir nehmen, werden die Preise aufs Billigste gestellt.

Der Gastwirth

Chr. Schmidt.

Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen: Stimmen des Heils.

In einer Auswahl von Predigten nach der Ordnung des Kirchenjahrs, gehalten am theologischen Seminar in der Stadtkirche zu Herborn, von © XL UM, Professor der Theologie und Pfarrer.

Zweite Auflage.

^ur Erbauung in Stunden christlicher Andacht.

610 Seiten groß 8. Mit größeren Lettern gedruckt.

Preis fl. 3.

DieStimmen des Heils" enthalten einen ganzen Jahrgang mit allen Sonntags- und Festprerigten, und find darum auch besonders zum Hausanvachtsbuch geeignet. Der Geist dieser Previgisammlung ist der des Evangeliums. Ueber den boden Werth des Werkes haben fick bereits namhafte Literatur- Zeitungen durch die günstigsten Kritiken ausgesprochen. Die Verlagsbuchhandlung kann daher allen christlichen Familien diese Predigt-Sammlung als ein Hausandachtobuch mit vollem Recht empfehlen.

Wilhelm Friedrich

(199) am Frikdrichsplatz in Wiesbaden.

®rmf und Verlag »-» Wilhelm Friedrich am Fâich-ylatz. - ^..ur: »ar! «raun. - Verantwortlicher Herausgeber- Wilhelm Friedrich.