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oberschlesischen Bahnhöfe zu bleiben, bis für ihre fernere Unterbringung gesorgt sein wird. Sollten diese Männer wirklich nach Frankreich zurückkehren müssen, so bitte ich euch, tor deutschen Brüder, nehmt euch ihrer menschenfreundlich an und unterstützt sie nach Kräften, denn sie sind in der That fast gänzlich mittellos und die geringen Fonds der einzelnen Colonnen schon fast ganz erschöpft.
Republik Frankreich.
Paris, 26. April. Der Moniteur bringt heute folgendes Dekret: „In Erwägung, daß die in den östlichen Departements gebildeten Ansammlungen von Deutschen sich trotz der entgegengesetzten Vorschriften der Behörden organisiren und bewaffneten, in Erwägung, daß v.ese Ansammlungen Fremder auf einem einzigen Punkte eine Last für Die Bevölkerung dieser Departements sind, in Erwägung, daß Die deutschen Gouvernements ihre Gränz»« ihren Nationalen w«evereröff.iet, welche dorthin e.azelu und unbewaffnet zurückkehren können, in Erwägung, daß diese Ansammlungen ein Gegenstand der Be- sorgmß und ein Vorwand zur Rüstung für die Nachbarstaaten Frankreichs sind und ein Anlaß zu Mißverständnissen zwischen Deutschland und der Republik — in Erwägung endlich, daß der Friede besteht und zwischen Den Staaten deö deutschen Bundes und der Republik sich enger ziehen soll, und daß es nicht von dem Willen einiger bewaffneter Fremden abhangen kann, die Gesinnungen des republikanischen Frankreichs gegen Deustch- land zu entstellen — beschließt daS provisorische Gouvernement: „Die Ansammlungen Deutscher in den Ost- vepartcments sollen aufgelöst werden. Die Minister deo èteußern, des Innern und des KrregS sind mit der Ausführung dieses Dekrets beauftragt."
Königreich der Niederlande.
Jmüerdam, 29. April. Die „Amstervam'sch. Courant" enthalt in ihrer heutigen Nummer einen Leitartikel unter dem Titel: „DaS Königreich der Niederlande und Limburg." dessen Schluß in folgenden Worten die A sicht des Blattes zusammenfaßt: „Es ist die Vereinigung deS HerzogthumeS Limburg mit dem Königreiche der Niederlande für unsere materielle Wohlfahrt unbedeutend, gefährlich für unsere politische Unabhängigkeit,
Gewehren, die sie theilweise von den Ocsterrnchern erbeutet hatten, hielten sie sich tapfer, so daß reicher sich theils auf das Kastelt, lhells^uf een Kazimierz zurückzvgen und dort eine feste ^""""fl « - nahmen. Gegen 7 Uhr wurde tao ^omvaroemcnl eingestellt, man sck'ckte Österreich. chene.tSzwet J«la meniärc an das Rationalcomue und M .
fehenoe Bedinaunaen: 1) Die Emigranten sollten fup sofort auf den Bahnhof begeben; ^) !ammll-chc Barn- LLs-)'7-B^ auflösen Würden du se Bedingungen nicht bis zum 27. V Uhr erfüllt f«»,.fo sollt- alsdann das Bombardement von neuem beginnen. Bon den durch das lektere verursachten Zerstörungen l,t zu erwähnen, daß einc^Kugel in die Thür der Marienk.rche und eine andere in die Kuppel der kielnen «t. Avaldrrtsktrche auf dem Ringe eingedruugen ist, d.e dort erhebliche Verwüstungen angerichtet haben. D.e erste Kugel m die Marienkirche wurde gerade in dem „ omeni adge- feuert als eine Menge Menschen unter der Kirche sich befand. Auf der Grodzker Straße hatten ferner die Oesterreicher in die Häuser geschossen, wobei zwei Frauen das Leben verloren; ein vierjähriger Knabe, der aus derselben Straße drohend vor den Oesterre.chcrn leinen kleinen Säbel zog, wurde ebenfalls von ihnen erschossen.
Den beiden ersten von den Oesterre.chern gesteUlen Bedinaunaen wurde von den Polen augenblicklich genügt Eine Colonne von 120 Mann, worunter auch junge Leute aus Krakau, verließ gestern mit dem Fruh- -uae Krakau und kam Abends in Breslau an. Mit lautem Schluchzen und Thränen im Auge stiegen Vie,c unglücklichen Männer aus den Wagen, da ihre solang gehegte und so oft erstrebte Hoffnung aus endliche Be- fteiung ihres geknechteten Baier taubes abermals ge- tâu'cht zu werden scheint. Sie sind in Breslau angekommen, obne ihre Sacken aus Krakau munehmen zu können, fast gänzlich entblößt von allen Mut.ln. Roch mehr werden nachkommen und einige Tage hindurch in Breslau das Resultat der Verhandlungen der von Krakau nach Wien gesendeten Deputation mit den österreichischen Staatsbehörden abwarteK. Der Polizeipra- ^ent Kuh hat ihnen den Aufenthalt gestattet und sie ersucht, unter sich Ordnung und Ruhe aufrecht zu erhalten und so lange in den Gasthäusern am hiesigen
und die Schlußsumme muß sein, daß Limburg nach freier Wahl deutsch, belgisch oder limburgisch werden soll, daß cö aber aufhören muß, niederländisch zu sein."
— Der Hamburger Correspondent ves „HandelSblad" meldet, daß der Dienst der Hamburger Dampfs.Dtffe nach London wegen des Krieges mit Dänemark norläufig eingestellt worden ist.
Italien.
Trieft, 26. April. Mehrere übereinstimmende Brief- aus Görz und CormonS enthalten die Nachricht, daß Palma nuova sich auf Vermittlung des Erzbischofs und ein ger Deputaten von. Udine gestern Mchmittagö um 3 Uhr ergeben hat und die österreichischen Truppen bereits daselbst eingerückt sind. (Nach einem Bericht von Nugent, in der neuesten Wiener Zeitung, hatte sich auch Civrdale unterworfen, Covroipo sollte am 24. besetzt werden, in Ponte da war ein siegreiches Dressen geliefert worden.)
Börsenberichts.
/raeMftoftf 1. Mai. Bei der heute erfolgten Gewinnziehung sämmtlicher 40 Serien der königl. sardinischen 36 Frankenloose sind die Hauptpreise auf nachfolgende Nummern g fallen, alS Nr. 63,427 grO. 50,000; Nr. 80,144 grd. 4000; Nr. 66,062 grd. 2000; Nr. 25,129, 66,018 67,075 jede grd. 500; Nr. 2561, 28,483, 42,334, 42,400, 50,879, 67,645, 67,657, 6 ,870,
73,240, 79 716 jede grd. lOi); Nr. 220, 2526, 10.060, 25,169, 26,412, 31,987, 43 389, 45,356, 67.622, 80,460 jede grd. 75.
Wien, 27. April. 5pCt. Metall. 73; 4pCt. Metall. -; 3pCt. Metall. - ; 27^61. Met. -; Bankaktien 1070 ; 500 fl. Loose —; 250 fl. Loose —; Norvb.-Actien 78.; Glozgnitzer —; Mailänder —.
Vcriin, 29. April. Seehandluugsvrämienscheine 78*/,.; Staatüschuldscheine 72; Köln-Minven 637*; Bexbacher —; Frieorich-Wilyelms-Nordbahn 30.
touban, 28. April. Consols 82'/« â 7,; 5pCt. Ard. 12'/« a 7.5 span. 3pCt. 22'/.; Port. I6'„ â 17; Integrale 41%.
Parin, 29. April. Franz. 5pCt. R. 69. — ; franz. 3pCt. R. 47. 50; neue 3pCt. R. —. -; Neapol. —. —; AcNen o. Bank v. Frautr. 1440; St. Germain.-E-B-A. —. —; Versailler (r. U.) 115.—, 4. U. I 205. —; Par.-OrleanS 572 50; Paris- Rouen 400. —; Rouen-Havre 105. —; Marseille-Avignon 205. — ; Strasburg-Basel 87. 50; Orleans-Bierzon 250. —; Or- leans-Bordeaur 395. —; Norvbahn 3i6. 25; Paris-Lyon 301. 25; Paris - Strasburg 350. —; belg. 3pCt. —.
Amsterdam, 29. April, 4 Uhr. Integrale 427,.; 3pCt. holl. 4-»'/.; 4pCt. Holland. 637«; 37,pCt. Synv. —; Handelm. —; Ard. a 510 Pf. St. 7%,; span, inländ. 3pCt. R. 167,; port. 3pCt. R. 14%; port. 4pCt. R. 147,; russ. 4pCt. 65; österr. 5pCt. Met. 62; österr. 27-pCt-Metau. 32'/,.
Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.
Diejenigen Stotterer, welche mich wegen ihres Sprechübels zu sprechen wünschen, treffen mich künftigen
^cnnta^i den 7» Mai,
Vormittags, von 9 bis 11 Uhr im Taunus -Hotel zu Wiesbaden.
Professor Sellsberger,
(fsO Arzt für Stotternde.
Von unseren nicht nur allein in fast allen Ländern Europa's, sondern auch bereits in den vereinigten Freistaaten von Nordamerika und in Mexiko rühmlichst bekannten, von der Berliner und anderen Sanitätsbehörden, sowie von den englischen Chemikern Curfield und Abbut approbirten
verbesserten Jtheumatismns - Ableiter«,
â Exemplar mit vollständiger Gebrauchs-Anweisung 36 kr., stärkere 54 kr.und ganz starke fl. 1. 45 kr.,
gegen
chronische und akute Nhenmatismen, Gicht, Nervenleiden und Kongestionen,
Der Sommercursus der höhern Töchterschule dahier wird Montag, den 8. Mai eröffnet « erden.
Da das Lehrerpersonal jetzt vervollständigt ist, wird der Unterricht in allen Lehrzweigen, nach dem von Her- zoglicher Landesregierung entworfenen Lehrplan, auf daS sorgfältigste ertheilt werden können.
Die Frequenz der Anstalt hat eine solche Höhe erreicht, daß bei zahlreichen, neuen Anmeldungen Veränderungen im Local vorgenommen werden müßten.
Ich ersuche daher das betreffende Publikum neu ein- tretende Schülerinnen recht zeitig im Laufe dieser Woch- bei mir anmelden zu wollen.
Wiesbaden, 1. Mai 1848.
Der herzogliche Schulinspector:
(153) C. Gbenau.
alS: Kopf-, Hand-, Knie- und Fußgicht, Gesichts-, Hals- und Zahnschmerzen, Augenfluß, Ohrenstechen, Harthörigkeit, Sausen und Brausen in den Ohren, Brust-, Rücken- und Lendenweh, Gliederreißen, Krämpfe, Lähmungen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, GesichtS-Rose und andere Entzündungen u. s. w. halten folgende Herren stets Lager:
In Bielefeld Herr C. F. Lohmann.
In Gießen Herr I. G. Appel.
In Mainz Herr A. D. Ganz.
In Paderborn Herr LouiS Gra^n.
In Pr. Minden die Herren I. Kaiser u. Comp.
(108) In Wesel Herr Joh. Tenhompel.
In Worms Herr Joh. Friedr. Schlipp.
In Wiesbaden die Expedition der Staffanischen Zeitung.
Bekanntmachung.
In der Nacht vom 28 /29. April wurden aus dem Hofe eines Einwohners zu Reichelsheim mittelst Einstei- gens in das in einem Stalle befindliche HühncrhauS zehn Stück Hühner, nämlich eins ganz schwarz mit einer Haube auf dem Kopfe, zwei schwarzbunt, etwa vier ganz gelb und drei weiß, entwendet.
Sämmtliche Justiz- und Polizeibehörden werden ersuch«, hierauf achten, und im Anffindungsfalle darüber weitere Mittheilung anher gelangen zu lassen.
Reichelsheim, 1. Mai 1848.
(154) Herzogl. Nassauisches Amt.
v. Preusche«.
EndestehendeS Attest möge statt aller Anpreisungen als Beleg für die Gediegeheit unserer Rheumatismus-
**"• X < Wilh. Mayer * «-MP. in »««lau.
Attest.
Eine achtbare Familie in Wiesbaden wünscht einige junge Mädchen, welche eine der hiesigen Schulen besuchen wollen, bei sich aufzunehmen. Man fände paffenden Umgang mit jungen Mädchen in der Familie und auch Gelegenheit -in neueren Sprachen und Musik Unterricht zu bekommen.
Nähere Auskunft wird Hr. Schulinspector Ebenau gefälligst ertheilen. (155)
Die von E«. Wohlgeboren erhaltenen, zwei und einen halben Monat hintereinander an mir selbst angewandte« drei Mayer'schen RheumatiomuS-Ableiter haben von einem Uebel mich fast ganz befreit, welches in Folge eines Falles im Kriege 1813 entstanden, aber seit 1830 mit so heftig würhenden, zuckenden Schmerzen verbunden grwesen ist, daß ich jeden Winter und selbst tm Sommer beim Witterungs-Wechsel Tag und Nacht unsäglich viel zu leiden gehabt, mir und den Meinigen jede Lebensfreude gestört, eine große Menge Arzneien erfolglos gebraucht, und auch nach fünf Badereisen immer nur geringe und vorübergehende Erleichterung gefunden habe.
Von diesem Uebel bin ich, nachdem ich vor zwei und einem halben Monat aus Verzweiflung zu den Mayer schen Rhânatismus-Ableitern meine Zuflucht genommen, nunmehr, wenn auch nicht ganz und immer, so doch v dem Grade befreit, daß ich dir nur seltene« und äußerst geringen Empfindungen desselben mein ganzes Leben hindurch gern erdulden, dieser AmuletS mich unausgesetzt bedienen, und die Stunde segnen will, in der ich zu deren Anwendung meine Zuflucht genommen habe. Dies bescheinige ich gern der Wahrheit gemäß mit dem Anhetmstellcn des beliebigsten Gebrauches dieser Zeilen.
Grünberg, im März 1848. * »r. Steuer,
Herrn Buchhändler Fr. Weiß königl. KreiS-PhysikuS.
Wohlgeboren hier.
Erklärung des Sicherheits - Comits's zu Wiesbaden die Lieferung von Gewehren betreffend.
Da uns wiederholt aus allen Landestheilen dringende Forderungen um Gewehre zukommen mit dem jedesmaligen Bemerken, eS seien hier Lieferungen aus Lüttich angekommen, so erklären wir hiermit, daß diese Gerüchte grvndloS und uns auch noch keine NaLrichten zugekommen sind, bis wann wir sie sicher erwarter dürfen. Wir verweisen daher auf unsere frühere öffentliche Mittheilung und werden ihr gemäß auf demselben Wege bekannt machen, wann Lieferungen angekommen sind mit dem Bemerken, daß alle brieflichen Anforderungen unbeantwortet bleiben werden.
Wiesbaden, 2. Mai 1848. (156)
Das Sicherheits • Es mit».
q vo A ilbelm Friedrich am Friedrichsplatz. — Redacteur : Karl Brav«. — Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm stzrirdrich.