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Nische Gefangene hier auf Wagen eingebracht, grösste"« theils Verwundete. Die Lazarethe sink angesuut, eines der größten ist auf dem Schlosse Gottois. . haben die' Schulgebäude dazu benutzt werden mufft . Es -fehlt. M-Berten und Leinenzeug. Zn der Nähe .des Friedkichsbergs waren die gestern aus dem Oe suchte vom Ostersonntag,aufgefundenen Todten, ungefähr H 0, neben einander gelegt, und heute sind die Leichen feier- lich neben der Kirche beerdigt. Außer diesen sind bet Bustorf und apdern Gegenden der Eingänge vielt Todte gefunden. Die Zahl derselben und der Verwun­deten läßt sich nicht bestimmen. Es nur eine ^mnme darüber, auch unter den tapfern Preußen, daß bte Dänen sich mit großer Bravour gefchlagcn. Die Preu­ßen haben ihrem allen Knegsruhm entsprochen, und die schleswig-Holsteinischen Truppen, namentlich auch die Freiwilligen und Jäger, welche dem Gefecht gegen 8 Uhr Abends ein Ende machten, eine Ausdauer und Kühnheit gezeigt, die bei so jungen Soldaten doppelte Anerkennuna verdient.

Rendsburg, den 26. April. Ueber den Verlauf der Kriegsbegebenheiten nach der Einnahme Schleswigs sehen wir uns in den Stand gesetzt, aus amtlicher Quelle, dem Berichte eines Augenzeugen, welcher als Freiwilliger der Armee folgte und sich hauptsächlich bei her Avantgarde in unmittelbarer Nähe des Generals Wrangel befand, das Nachfolgende zu berichten. Wir lassen den Berichterstatter selbst reden.Am Morgen nach der Schlacht besuchte ich in aller Frühe die Wahl­statt. Jin Thiergarten war das blutigste Gefecht ge­wesen, viele Leichen lagen da zerstreut und wohl mehr Preußen vom Kaiser Alexander-Regiment als Dänen, da diese Zn einer günstigern Position gefegten hatten. Ich schätze die Todten und Verwundeten im Allgemeinen auf beiden Seiten zu 3400, so daß 4050 Dänen auf 25 Deutsche, namentlich Preußen, kommen. Wir haben 80100 Verwundete. Wie am Tage, so wur­den auch in der Nacht und am folgenden Morgen fort­während Gefangene eingebracht. Ich schätze sie auf 3500, darunter eine Anzahl Offiziere. Am Morgen folgte ich der Armee nach, passirte das 10. Armeecorps urfter General Halkett und erreichte die Avantgarde bei Helligbeck. Eine Stunde hinter Schleswig hatte ich nicht unbedeutende Venbeibigungswerke der Dänen getroffen, welche sie in der Nacht aufgeworfen, aber am Morgen verlassen batten, obgleich sie bei ihrer günstigen Vage uns großen Schaden hätten zufügen und ihren Rückzug hätten decken können. Der Rückzug der Dänen war dis über Helligbcck hinaus trotz der Eile noch ziemlich ordentlich gewesen. Ihre Cavallerie war grösstenteils von der Chaussee ad gegen Westen hinauf,gegangen, die Artillerie auf der geraden Straße nach Flensburg ge­blieben, wie auch ein Theil der Infanterie ; der andere hatte den Weg durch Angeln genommen. Wir passirten Schmedebp. Erst auf den Höhen von Översee wurde der Feind sichtbar. Kleine Infanterie- und Cavallerie- Abthcilungen zeigten sich links und rechts von uns. Nach einer vergeblichen Attaque hannoverscher Dra­goner auf eine Compagnie Jäger, welche uns einen Todten und einige Verwundete kostete, griffen die braun- schweiger Jäger den Feind an, warfen ihn nach hefti­gem Widerstand und nahmen die ganze Compagnie ge­fangen. Nebenher fielen einige kleinere Cavalleriegefechte vor, wobei wir gleichfalls Gefangene und Beute ge­wannen. Im Ganzen machte dieses Corps am Montag 500 Gefangene, darunter eine Anzahl Offiziere. Die Truppen bivouakirten die Nacht zwischen Oversee und Bildschan. Am andern Morgen besetzten wir ohne Blut­vergießen Flensburg, das die feindliche Armee schon am Abend zuvor in gänzlicher Auflösung verlassen und die Richtung theils nach Apenrade theils nach Gravenstein genommen hatte. Auch die Kriegsschiffe verließen bald nach unserer Ankunft den Hafèn und gi gen bis Holnis zurück. Wir machten m Flensburg nicht unbedeutende Beute, unter andern zwei Kanonen. Unsere Truppen stehen jetzt (am Dienstag Abeno) in und um Flens­burg, die Avantgarde bei Holeböli und Hockcrup. Glücks­berg ist besetzt, HolniS zu besetzen, haben die Kriegs­schiffe verhindert. General Wrangel, der Prinz von Augustenburg und Bonin sind in der Stadt, General Halkett auf Krusau. Unsere Truppen sind müde, aber müthig. In der Stadt sind keine Excesse vorgefallen. Überall wehen deutsche Fahnen. Christiansen ist ge- flüW"

Schusteriuscl gehört, die in Dem monarchischen Winkel zwischen den Republiken Frankreich und Basel ihre Ban­ner aufgepflanzt hat. Ungefahr 200 Bürger verschiedener Zungen sehr viele dieser deutschen Patrioten verstehen kein Wort deutsch bilden dieselbe; ohne Schwertstreich

Kiel, 26. April. Die deutsche Hauptmacht mit ungefähr 13,000 Mann war die letzte Nacht m Flens­burg, wo General Wrangel im Hause des Kaufmann Fedder Mommsen fein Hauptquartier hatte. In den mehreren Gebäuden des entflohenen Kaufmann Christiansen warm 1600 Preußen einquartirt. Unsere Freischaren hatten ihre Quartiere nicht in der ^ta t, daher die Vermeidung aller Excesse im dänisch gesinnten Stadttheile um so leichter gewesen ist. Nach dem Treffen bei Schleswig sind einige Truppenteile an die offene Küste verlegt worden, so ein Bataillon preußischer Garde nach Eckernförde, unser vormaliges I7tcö (5tee) Bataillon nach Dämschwohld, von wo morgen einige Compagnien hier zur Besatzung etnruefen werden. Für Kiel kann dies sehr erwünscht sem, da noch beute wieder eine dänische Cvrvette und 2 Ka­nonenböte bei Bülk erschienen, welche später nach Norden abgingen. In Flensburg sind noch einige von unsern Freischärlern wieder zum Vorscheine gekommen, welche seit dem Gefechte vom 9. d. dort von Bürgern ver­steckt waren. Flensburg bat jetzt in der Aufnahme der Armee lebhafte Spmpathieen für unsere Lache an den Tag gelegt. Auch die Straße nach Norden war gestern reichlich mit deutschen Fahnen behängt. (A. M.) Aufruf an alle Deutsche zur Gründung einer deutschen Kriegsflotte.

Deutsche Brüder! Eine große herrliche Zeit ist für Deutschland eingetreten, die Zeit, welche unser Vaterland endlich auf den Standpunkt erheben wird, den es unter den Staaten Europa's einzunehmen berechtigt ist. Aber es bedarf dazu der vollen Thatkraft fernes Volkes; nur ein einiges, kräftiges Handeln kann es zu Dem großen Ziele führen. Eintracht bei der Neugestaltung Deuifch- landS im Innern fei daS Band, welches uns alle um­schlinge! Vertrauensvoll richten sich unser Aller Blicke nach Frankfurt, auf die frei gewählten Vertreter deS deutschen Volkes, auf daS erste deutsche Parlament! Aber auch Opfer zur Begründung der gesicherten Stellung des Vaterlandes feien freudig von Allen dargebracht! Unbe« schützt sind unsre blühenden Küsten, jedem feindlichen Ein­falle wehrlos blosgestcllt. Auch die kleinste Seemacht ist tm Stande unsern Sechandel gänzlich zu hemmen, und wir müssen, wtnn wir des Schutzes für unsere Handels- Marine bedürfen, die zweifelhafte Hülfe fremder See­mächte anrufen.

Wohlan denn, anö Werk, Ihr deutschen Brüder in anen Gauen deS geliebten Vaterlandes! Richtet den Blick nach "Außen, Damit Deutschland recht bald die Achtung gebietende Stellung, die ihm mit Recht gebührt, auch auf dem Meere und in fremden Ländern einnehme. Er­richtet, wie wir bereits gethan , Vereine, um Tammlun­gen zu einem Grundfonds für eine deutsche Flotte ins Leben zu rufen, und laßt uns so daS trße Opfer auf Den Altar des Vaterlandes Niederlegeu! Das deutsche Parlament bilde den Vereinigungspunkt zur Ent­gegennahme der freiwilligen Beiträge, und ihm fei die Verfügung der Gelder zu diesem hohen Zwecke überlasten.

Fühlt Ihr wie wir, so eilet und lasset nicht durch chädlicheâ Zögern die Augenblicke verloren gehen, welche infere Unabhängigkeit auf dem Meere begründen können!

Der Bürger-Verein des Amtes Ritzebüttel.

Alle achtbaren Redactionen deutscher Zeitungen wer­den ersucht, vorstchenden Aufruf zur Förderung der Sache in ihre Blätter aufzunehmen.

Schweiz.

Von der Schweizergrânze, den 27. April. Wenn nun auch Deutschlands Befreiung durch die Frei- schaaren mißlungen, so trösten sich diese damit, daß jetzt Frankreichs Heere das ernstere Nachspiel ausnehmen wer­den. Die verrotteten Führer sagen eS ihren Gesellen ganz unumwunden, Die franz. Regierung habe ihnen diese Zusage auf vaS Bestimmteste gemacht.

Vo»» der Schweizergrünze, 28. April. Sie haben wohl ohne Zweifel, schon von der neuen Republik

haben, da sie von der franz. Behörde in Häningen die Erlaubniß erbeten und erhalten haben, sich im Fall der Noth wieder über den Rhein zurückzuziehen. Man weiß nicht, über was man sich mehr wundern soll, über bit Geduld dieser Leute oder über die Geduld der badischen Regierung, die nun schon seit vier Tagen diesen After- staat duldet. Gestern ist dieser Staat wieder um einig» Bürger vermehrt worden; gegen Abend kam aUS dem Wiesenthale herüber eine Anzahl deutscher und französischer Flüchtlinge, ohne Waffen, die Blusen znm Zeichen fried­licher Absichten meist unter dem Arm tragend. Sie wa» reu von der Herwegh'schen Schaar und erzählten, daß sie gestern Morgens 10 Uhr in der Nähe von Schopf­heim plötzlich von den Württembergern angegriffen wur­den, die nicht viel parlamentirten, sondern gleich ihre Waffen gebrauchten. Ihre Schaar sei bald zerstreut und Viele gefangen genommen worden. Ueber Herwegh be­klagten sie sich bitter; er habe sie im Stich gelaffen. Seine Frau besitze noch mehr Muth als er. Sie ver­muthen , daß er in einem ChaiSchen, daS er mitgeführt, entkommen sei. Bornstedt, wollten Einige wissen, sei geblieben. Ein anderes Gefecht, vermuthlich mit der Siegel'schen Colonne, sollen die Württemberger bei Todt­nau bestanden haben; darüber fehlen jedoch noch^genaue Nachrichten.

Republik Frankreich.

Paris, 27. April. Man fängt an einzulenken. Sobrier sagt in einen Placate, daß man die Unalhäu- gigkeit der Nationalversammlung achten müsse. Ist der Assemblee nationale Glauben zu schenken, so kehrt Ledru-Nollin zur Besonnenheit zurück; er sei nämlich zur Majorität übergetreten. UebrigenS Deutet sie an, daß die Verausgabung gewisser Gelder zu Wahlzwecken ihn dazu bestimmt haben möget! Der nordamerikanische Mi­nister Rush überbrachte gestern dem provisorischen Gou­vernement die Anerkennungsschreiben seines Gouvernement-, die ihn als außerordentlichen Gesandten und bevollmäch­tigten Minister bei der französischen Republik beglaubig­ten, wobei er den innigen Wunsch des Präsidenten zu erkennen gab, die freundschaftlichsten Beziehungen zwischen beiden Republiken zu unterhalten, die dazu dienen würden, ihre theuersten gegenseitigen Interessen zu befriedigen.

Rußland.

Petersburg, 13. April. Aus den Anstrengungen des Czaren, die Religion, daS Nationalgefühl und die patriarchalische Liebe zu seiner Person zu entflammen, siehst du sein Gedanken. Er hat neulich in seinem UkaS Den Heiden gedroht, und die Aeltcsten der donischen Ko­sacken, die durch Petersburg zogen, umarmt, geküßt und beschenkt; er läßt gegen die westlichen Grenzen marschiren er wiegelt in Polen die Bauern gegen die Edelleute auf. Dennoch steht unS Großes im Osten bevor, gan$*w*#^ rer Art, als sich's der Kaiser träumt. Die Polen und die Russen sind nicht Feinde mehr. Die Demokratie durchbraust auch die Gemüther der slawischen Völker, und die Bauern selbst werden den MilitärdeSpotiâmu- in Petersburg stürzen. Die Befreiung Polens ist jetzt zugleich eine ungeheuere russische Revolution. Die Po­len haben Rußland mit der Freiheit angesteckt, und die Russen selbst werden sich jetzt für die Polen und zugleich für sich erheben. Em ungeheures Gewitter zieht sich im Osten zusammen. Der Czar ist unser Feind, daö russi­sche Volk unser Freund. (Reform.)

Börsenberichte

Wien, 26. April. 5pCt. Metall. 78. -; 4pCt. Metall. 63. -; 3pCt. Metall. -. - ; 2'/,pCt. Met. 37'/,; Bantactien 1185. -; 500 fL Loose 112. -; 250 fL Loose 78. -; Nordb.- Actien 88.; Gloggnitzer 81.; Mailänder 58.

Vertin, 28. April. Staatsschulvscheine 79. Seehand, lungsprämienscheine 78'/,. Köln-Mmven 63'/4. Friedrich-Wil Helms Nordbahn 29. Ruff. 4pCt. bei Säegliy G.

London, 27. April. 3pCt. Stocks 82'/,. 5 pCt. Span. 12. Neue 3pCt. 21. 4pCt. Port. 15'/,. 2'/,pCt. Holl. 39.

Paris, 28. April. Franz. 5pCt. R. 67. 50. Franz. 3pCt R. 46.; Neue 3pCt. N..; Neapol..; Actien v. Bank v. Frankr. 1395; St. Germain. - E. -B.-A..; Versailler (r. U.) 112. 50 , (l. U. ) 97. 50; Par.-Orleans 574 25; Paris- Rouen 375.; Rouen-Havre.; Marseille-Avignon 206; ; Strasburg-Basel 86. 25; Orleans-Bierzon 245.; Or­leans-Bordeaux 395.; Nordbahn 343.75 ; Paris-Lyon 300..

haben sie den Boden erobert und verschanzen sich nun t« Straßburg 348. 75; belg. 3pCt.; belg. 2'/,pCt. ' , 1 '. belg. Bankactlen; Ardoms; 3pCt. span.; 3pCt. f

durch umgehauene Baume. Diese Verschanzungen auf 6 inLJ _. Diff.; pass. Sch.; f ~ '

l Aeußerste zu vertheidigen, scheinen sie nicht im Sinn zu nach d. Börse, 4 Uhr,).

; 3pCt. span (3pCt. R. vor d. Börse

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Bei Unterzeichnetem ist erschienen:

In der Rheinstraße, im Hause deS Bauinspec tvr Lossen, Nr. 9, ist mit 1. Julid. I. der dritte Stock bestehend in 6 Zimmer, Küche, mit sonstigen Räumen zu vermiethen. (150)

des deutschen Reichs-Grundgesetzes

Der )°^> deutsche, SöunDt^erfammluug als Gutachten der 17 Männer des öffentlichen Vertrauens überreicht!

Fr-akfart a. M. am 2«. April 1348.

Benj Krebs.

werde» Ä» d« Careis 12 Kr.) sind bei mir eingetroffen; Aubestellungen darauf

W4,sb»d,^ ö ^" rmr erpedirt. , . .

(149) Wilhelm Friedrich,

Buchhändler am Friedrichsplatz.

Neueste Nachrichten.

* Wiesbaden, 1. Nat.

DaS Resultat der so eben beendigten Hiesiaen De^ putirtenwabl ist:

Franz Bertram von Wiesbaden.

Professor Fresenius von Wiesbaden.

Archivar Habel von Schierstein.

Paul Weilbacher von Hochheim.

Druck und Verlag von Wikhekm Frirdrick, LT ---*----"""

' m mrcdrichöplatz. Redacteur : Karl Braun. Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich.