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rufe folgt und ganz Deutschland wird mit Vertrauen und Stolz auf diesen Fürsten blicken, der unter seinen

an letzterem Orte ganz bereit die ankommenden Deut- scheu in kleinern Abtheilungen von 30 bis 40 Mani unentgeltlich auf der Eisenbahn zu befördern, und au dem Weg in ihre Heimath zu verpflegen. Die in Straß bürg bis vorgestern angekvmmeucn Deutschen wollen sie aber dieß durchaus nicht gefallen lassen, sondern nicht anders als in Masse und militärisch organisirt über die Gränze rücken. Man sieht also deutlich daß ein eigent­licher Einfall in Deutschland beabsichtigt ist, und die an­kommenden Leute die wohlwollendsten Anträge auf eigent­lich freche Weise von sich weisen. Warum aber die Straßburger Behörden die Ankommenden nicht ohne an­ders hinüberspediren, sondern sie auf der Eisenbahn zu Hunderten und Tausenden den Bewohnern des Elsasses und den Schweizern auf den Hals laden das ist eine mehr als sonderbare Handlungsweise! (Baöl. Z.)

Edelsten hervorlcuchtct. .

Rendsburg, 19. April. Der ernste Beginn icr Feindseligkeiten scheint wieder noch auf ein igcoeu aus­gesetzt zu sein. Doch haben noch am peuttßen -tage und in der gestrigen Nacht einige Pla'' ^ewn stattge­habt. Vom Kropperbusch rückte c-ue Ubthe'lung ram. scher Dragoner (dem Anscheine nach l brs 1 Schwa dron auf der Chaussee gegen Sorgbruck zu, von wo unsere Vorposten 17 Mann stark, M) bei Annäherung des Feikde? langsam zurückzogen. Plötzlich demask.ne dieser eine Kanone und feuerte, wodurch unsern Mann aetödtet wurde. Der Feind hat sich ludessen in ferne alte Position zurückgezogen und «orgbrück ist wieder von den Uulngen besel^e^te ^Men unsere Truppen, wie es heißt, wenigstens die Freicorps, die vor der ganzen Linie unseres regulären Militärs die Vorhut bilden, Ordre zum werter» Borrucken. D-e Danen sollen an den angelschen und schwansenschen Küsten eine Kette von Schiffen gebildet haben, um ihre Truppen, wenn sie von Üebermacht gedrängt werden, auf diese werfen und die See suchen zu können. Diese angebliche Kette ist selbstverständlich, ihrem größeren Bestände nacb, aus den kleinen Handelsfahrzeugen gebildet, welche n großer Zahl an jenen Küstengcgendcn zu Hache gehören. Auf der Hand liegt es hiernach, wie schwie­rig cs sein und welche Truppenmacht dazu erforderlich werden würde, um Schllswig vor den Angriffen der Dänen sicher zu stellen, wenn Dänemark die genügende Kraft in sich trüge, um auf längere Zeit solche An- strenguckgen zu ertragen, denen cs für den Augenblick sich unterzogen hat. Die in Kopenhagen bereits aus- gebrochene Noth aber, die sich nur noch immer steigern muß, wird Dänemark nur zu bald nöthigen , die über die Kraft des Landes hinausreichenden Anstrengungen

aufzugeben.

Hamburg, den 18. April. Heute sind gegen 2000 Mann preußischer Truppen, unter Anführung des bekannten Generals v. Mollendors, durch unsere Stadt nach Altona gezogen. Es befanden sich darunter Garde­schützen. Eine gleiche Anzahl wird morgen erwartet.

Hamburg, 19. April. Ein Bataillon des zwei­ten Regiments preußischer Infanterie ist heute hier angekommen und gleich nach Altona wieder gegangen. 'Hamburg, 20. April. Heute ist wieder eine Batterie preußischer, reitender Artillerie mit 240 Pfer­den und 1000 Mann starkes Bataillon preußischer Infanterie hier durch nach Altona marschirt.

Schweiz.

Sasel, 12. April. Am Montag Abend und im Lauf deâ gestrigen TageS gelangte nach Basel und Liestal Berichte über daS wahrscheinliche Anrücken von starken Haufen Deutscher, die militärisch organisirt die Grenze zu überschreiten Vorhaben. Da eS diesen Leuten in Straß­burg nicht nach Wunsch gegangen, so gedachten sie über Schweizerbodcn nach Deutschland zu gehen. Die Regie­rungen beider Kantonstheile haben sofort Truppen auf­geboten. In Basel wurde überdies sämmtliche Mann­schaft der Landwehr und der Bürgergarde durch Trom­melschlag aufgemahnt, auf daS Allarmzeichen hin sich an den Sammelplätzen einzufinden. Wie wir vernehmen ist die Absicht, die erwarteten Schaaren nur in kleinen unbewaffneten Haufen unter ' militärischem Geleit ins Badische gelangen zu lassen. Laut officiellen Berichten von Straßburg und Kehl sind die badischen Behörden

Republik Frankreich.

Paris, den 17. April. Die Arbeiter unter Louiâ Blanc und Albert und die Anhänger Blanqui'ö haben die einen für die andern gegen die prov. Regierung De­monstration gemacht. Die Arbeiter, zu welchen sich die mobile, sowie die stationäre Nationalgarde schlug, trugen den Sieg davon. Die Arbeiter waren unbewaffnet; man schätzte ihre Zahl verschieden, einige Blätter auf 30, andere auf 70,000 Menschen. See waren nach den Gewerken geschaart, und jedes Gewerk hatte seine Fahne mit der Inschrift: Aufhebung der Ausbeutung des Nenschen durch den Menschen; Organisation der Arbeit urch die Association. Daö Zusammentreten einer solchen Itenschenmasse setzte ganz Paris in Allacm; der Gene­ralmarsch ward geschlagen und die Nationalgarde trat zahlreich unter die Waffen; selbst die Nationatgarde der Bannmeile, welche eben zum Empfang ihrer neuge­wählten Officiere versammelt war, zog in die Stadt. Die Nationalgarde stellte sich um das Rathhaus und in dessen Nähe und besetzte ebenfalls die Wohnungen der Minister. Die Regierung ließ unter die Na­tionalgarde scharfe Potronen vertheilen und bereitete alles auf den Empfang ihrer Feinde und ihrer zweideutigen Freunde vor. Die Arbeiter, sowie Blanqui'S Anhänger, schienen durch die Entwickelung einer solchen Macht ein­geschüchtert worden zu sein, sie zerstreuten sich in Ruhe. Am Abende versammelte sich dagegen die Nationalgarde, über 100,000 Mann stark, und zog unter dem Rufe: Nieder mit den Communisten! Nieder mit Cabct! Cabet ins Tollhaus! Es lebe die Republik, es lebe die prov. Regierung, es lebe Lamartine I am Rathhaufe vorbei, auf dessen Balkon die Mitglieder der prov. Regierung standen. Am Abend war ganz PariS erleuchtet.

Ungarn.

Preßburg, tl. April. Heute wurde der Reichs­tag von Sr. Maj. dem König, der gestern Abend in Begleitung der Königin Mas., und der Erzherzoge Franz Karl und Franz Joseph unter dem begeistertsten Jubel- ruf der ganzen Bevölkerung und vieler aus ganz Ungarn hiehergesandten Deputationen der Nationalgarde ange­langt war, mit einer ungarischen Rede geschlossen, worin Sr. Mas. unter andern bemerkte daß er seine eigene Glückseligkeit in der nun zu erwartenden Wohlfahrt Un­garns finden werde rc. Der König übergab sodann die bereits von dem Ministerpräsidenten Graf Bathyanyl gegengezeichneten hochwichtigen Gesetze dieses Landtags dem Erzherzog-Stellvertreter, der in einer schönen Rede Sr. Mas. im Namen der Nation für die großen Ge­währleistungen ihrer Freiheit und der Entwicklung dankte. Von der ungeheuchelten Begeisterung der ganzen Ver­

sammlung für den Monarchen und sein Hauâ läßt sich schwer einen Begriff geben. Die Reichsstände begaben sich hierauf in das Landhaus, wo nach Verlesung der neuen Gesetze, dieser wahren Magna Charta Ungarns, der Erzherzog-Palatin und der gewesene Präsident der Deputirtentafel, von Zarka, in erhebenden Worten von dem Reichstag Abschied nahmen; namentlich war die AbschiedSrede des letztern ein Meisterstück wahrer Bered­samkeit. Von den Beschlüssen deS Reichstags in den letzten Tagen ist noch zu erwähnen, daß dem Minister der öffnntlichen Arbeiten 10 Millionen zur Vollendung bereits begonnener Eisenbahnlinien und anderer Commu- nicationSmittel bewilligt wurden. Dieses sowie die an­dern hochwichtigen Gesetze des Reichstags hatten alle- sammt die k. Sanction erhalten. Se. Maj. begab sich sogleich nach dem Schluß deö Landtags nach Wien.

Der Zeiten-Dränger, oder:

Das Cluodtibet der Gegenwart.

In dem gegenwärtigen Erscheinen der politischen Ereignisse ist keine Change so verderblich für die Ge­ialtung der vaterländischen Einheit, als gerade dieje­nige von unberufenen Individuen, die da mei­nen, jene Rednergabe zu besitzen, einen Volksstamm leiten zu können, der im Bunde eines gemeinschaftli- hed Willens, die Thatkraft besitzt, sich einer höheren Leitung anzuschließen, d. h. jenen Aufschwung zu er­reichen, damit die Scheidewand für immer niedergeris- en werde, welche bisher eine Adpnamie (Kraftlosigkeit) künstlich zu reactioniren beliebte.

Die Maschine zu einer solchen Reaction beruht in dem Organismus der geschraubten Bekenntnisse heute zu sein, ein republikanisch Gesinnter; Morgen, je nach dem Ohrgetön, constitutioncll-monarchisch und bei dem Hahnengeschrei der dritten Morgenstunde, den Reactio­nairs ein Bravo zurufen. x

Diese Individuen, deren leider auch in unserer Mitte leben und in ihrer distinctionirten Stellung unend­liches Uebel anrichten, wittern nach Winden. Sie drän­gen sich jedem Volkswillen voran und zwängen ihr brutalesich" als Aegide der Gesammtheit auf.

Diese Individuen durchwühlen alle Verhältnisse und zerstören die Volkseinheit, gleich dem Maulwurf das Gartenland. Sie leben über und unter der Erde, ie werden schwindelnd an dem Schacht, weil sie statt Silbererze Wasser geschürft haben; doch der Zweck heiligt die Mittel! Außerordentliche Kräfte werden ausgeboten. Der schottische Bergkreisende stellt eine gewaltige Dampfmaschine auf, um das geträumte La­ger der Silbererze flott zu machen) aber vergeblich. Aus des Schachtes Tiefe dem Oberlichte zueilend, schießt er auf der Oberfläche wie Sffefn uit^r , Heim! um sich mit der Reaction zu verbinden, sein Glück auch im Republikanismus oder bei den Consti- tutionellen zu machen.

Eines solchen Kachektiker (Bleisüchtiger) letztes Streben geht nun dahin, zu der Ehre eines Deputa­ten zu gelangen, und will die Hindernisse durch Ver- läumdung anderer ehrlicher Männer aus dem Weg räumen.

Habt Acht, ihr Wahlmänner, auf diese Doppel­gänger!

Wiesbaden, den 22. April 1848.

Ein Volkssreund.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Lb Anzeige für das deutsche Volk! ^5

So eben hat bei mir eine gewichtige Schrift die Presse verlassen: (118)

Dir Deutsche Diplomatie wider das deutsche Volk.

Eine Sammlung wichtiger Aktenstücke.

Peter Kuch aus Montabaur, geboren am 6. Juni 1786, ist'seit dem 21. Juni 1813 unbekannt wo ab­wesend. In Folge höherer Ermächtigung wird dieser Abwesende, dessen Leibes- oder Testamentserben anmit aufgefordert, sich zur Empfangnahme seines curatorisch verwalteten Vermögens innerhalb 90 Tagen bei dem unterzeichneten Gerichte zu melden, widrigenfalls solches den darum nachsuchenden Jntestaterben des Peter Kuch nach Maßgabe des landesherrlichen Edikts vom 21. Mai 1781 vorerst nutznießlich gegen Caution, sodann aber, wenn dieser daö 70. Lebensjahr erreicht haben wird, eigenthümlich überlassen werden soll.

Montabaur, den 13. April 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

(119) Emmerich.

Zum

Verständniß der Vergangenheit

und zur

Warnung

Die Schrift ^ A^ Z V »«'«* f . ,

$ Roßten Octav - Lericon - Format. Geh. Preis iS Kr.

Wiesbaden.

Wilhelm Friedrich,

' Buchhändler am Friedrichsplatz.

Dank an die Gemeinde Hahnstätten.

(120) Der Maurer Jacob Zimmermann läßt im Namen feiner Kameraden, welche jetzt nach Baden ab- marschirt sind, nämlich:

Ph. Wilh. Zimmermann, Wilh. Hennemann, Ph. Wittmer, Joh. MöbuS, Ph. Dreiling, Joh. Weyl, Himberg er und Ph. Weyl

einen höflichsten Dank ihrer Gemeinde Hahnstätten ab-

Dieselbe Gemeinde hat sich nämlich ausgezeichnet und vielen anderen Gemeinden ein Beispiel gegeben, indem sie jedem der oben genannten Soldaten ein frei­williges Geschenk von fl. 7 zutheilte.

Druck und Verlag von Wilhelm Friedrich --------------------------------------------------------------------------------

§ ^châplatz. Redacteur: Karl Braun. Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich. -