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gerung, Verweigerung der Mittel für Bundeszwecke;c. durch die Stände, werden jedoch sämmtlich ausrecht erhalten werden." Auch die vierte Kommission ist mit ihren Berathungen ziemlich weit vorgeschritten. Sie ist mit der Organisation des Bundesgerichts fer­tig und hat schon in der letzten Sitzung am 25sten k. M. die Besugniß des Gerichts berathen. Der peasi- dirende sächsische Bevollmächtigte macht dabei eine sehl- umfangreiche Thätigkeit geltend, indem er meistens die gutachtlichen Entwürfe ausarbcitet

DerBörsenhalle" wird aus Dresden geschrie­ben: In der kur hessischen Angelegenheit dürfte in­sofern eine Veränderung der Sachlage ein treten, als die Wiederaufnahme der Greifswalder Untersuchung gegen Haffenpflug sowohl in Berlin, als in Wien zu erneuerten Erwägungen geführt hat, ob nunmehr nicht auf Entfernung des Hen n Haffenpflug aus seiner Stel­lung in Kurhessen kategorisch gedrungen werden soll. Sehr übel» Eindruck hat es namentlich gemacht, daß, nachdem Herr Haffenpflug selbst nicht für gut befun­den, sich persönlich in Greifswald zu stellen (was man in Wien namentlich mit Bestimmtheit erwartet haben soll), von der kurhessischen Regierung sogar die Insi­nuation der Vorladung au Ha^enpflug verweigert wor­den ist. Man erblickt in dieser, allem Anscheine nach von Haffenpflug selbst veranlaßten , Manipulation ein indirektes Zugeständnis desselben, daß er sich des ihm zur Last gelegten Vergehens wirklich schuldig gemacht habe.

Lübeck, 28. März. Mit dem heute Morgen von Kopenhagen hier eingetroffenen DampfschiffeLübeck" ist Graf von Sponneck angekommen.

S ch w e i z.

Freiburg, 28. März. Der Aufruf an das Frei- burgische Volk, den man zu mehreren hundert Erem- plaren bei den Insurgenten fand, trug den französi­schen Stempel. Die zwei Mannscripte, die Carrard bei sich trug, sind von derselben Hand geschrieben, wie ein Billet, das bei der ersten Affaire Carrards (letzten Oktober) zum Vorschein kam und alle Bauern mit E r k o m m u n i k a t i o u bedrohte, die n i ch t m a r- schiren wollten. Daß die Geistlichkeit und die sog. Religion hinter der Sache stecken versteht sich von selbst. Selbst Rom soll dem Aufruhr nicht fremd gewesen sein; derConfekcre" stellt in dieser Beziehung Enthüllungen in Aussicht, welche die gesummte Eidgenossenschaft nicht [weniger als die Freiburger interessiren werden. Marilley und sein Sekretär sollen während des Putsches in Lyon gesehen worden sein. Seine Entfernung von der Schweizergränze dürfte nicht ohne Absicht statt- gesunden haben. Die Insurgenten gehören den drei Bezirken der Sense, Saane und Glane an; aus vier Bezirken ist der Regierung Zuzug gekommen. Jene betrugen 300 Mann , der Regierung haben 1000 Mann Freiwillige des Kontingents ihre Unterstützung angeboten, die brave Bürgergarde von Freiburg nicht inbegriffen. Der 22. März hat das gegenwärtige Regierungssystem in Freiburg neuerdings befestigt und

wird nicht ohne heilsame Wirkung für die ganze Eid­genossenschaft sein. Bemerkenswerth ist, daß der Freiburger Aufruhr auf den Tag des Friedensstifters Nikolaus von Flühe fällt. Bekanntlich wurde auf seine Fürsprache hin Freiburg in den schweizerischen Bund ausgenommen. Earrard und seine Anhänger und An­stifter dagegen wünschten, Freiburg der Eidgenossen­schaft zu entreißen und dem römischen Priester Marilley zu unterwerfen.

Am 22. d. M., dem Tag des Freiburger Auf­stands, wurde am Pulverthurin in Luzern ein Ein­bruch versucht.

In Freiburg sind die Pfarrer Bersier von Nue und Earrard von Lentigny (Bruder des Insurgenten- führers) verhaftet worden.Bund" verspricht für seine Annahme, daß die Freiburger Affaire eine grö­ßere Verzweigung gehabt habe, Beweise zu bringen.

Republik Frankreich

'>' Paris, 30. März. Das neue Kabinet, dessen Erscheinen im heutigenMoniteur" mit Bestimmtheit erwartet wurde, ist ausgeblieben; es ist von Barrot, Foncher und Barroche nicht mehr die Rede; erst im Ma i vielleicht wird das Zwischenkabinet abtreten, wo­fern das Land ohne Regierung zu bleiben Geduld hat. Gestern Nachmittag brachte diePatrie" einen Artikel, worin gemeldet wurde, morgen Montags werde das neue Kabinet auftreten was ist seitdem vorgegan­gen? So viel steht fest, die Legitimisten werden in dem künftigen Ministerium nicht vertreten sein, da der Graf Chambord sein Veto gegen jede Fusion mit den Bonapartisten geschickt hat. Zugleich verlautet, daß in der republikanischen Partei lebhafte Verhandlungen wegen der Wahl Cavaignac's zum Präsidenten gepflo­gen und .Anstrengungen gemacht werden, selbst sie Rothen" dafür zu gewinnen.

(Hroßbritaunien.

London, 29. März. Obgleich Einige meinen, die Regierung werde die politischen Flüchtlinge wäh­rend der Dauer der Industrieausstellung nach Schott­land verbannen, so wird es doch für wahrscheinlicher und dem Brauche gemäßer gehalten, daß die Regie­rung in der Flüchtlingsfrage nichts thun, als Vorsichts­maßregeln treffen wird, baß jebe Gesetzesverletzung so­fort ihre Ahndung finde. Das Kabinet sieht die Noth- wendigkeit einer direkten Intervention nicht ein. Am Freitag Abend wurde das Kriegsbudget so bewilligt, wie die Regierung es vorgelegt hatte; ein Ameiwement. Humes auf Reduktion der Armee um 5000 Mann wurde mit 186 gegen 47 Stimmen verworfen. Die Nachrichten vom Kap, 3. Fbr. meldet, daß die Hottentotten in Hoffnung auf Beute mit den Kaffern ge­meinschaftliche Sache zu machen anfangen. Manche Pflanzer sind in die verzweifeltste Lage durch die Hottentottenmeutereien gerathen. Man fürchtet, daß der Kampf Monate dauern und viel Blut kosten wird.

Türkei.

Rhodus, 8. März. (Austria.) Das Natuiereig- niß am 28. Februar hat sich nicht allein auf unsere

Insel beschränkt; Nachrichten vom nahegelegenen Fest­lande, die uns eben unter dem Datum vom 5. d. M. von dorther zukommen, melden, daß auch da die Erd- erschütterung in ihrer ganzen Schrecklichkeit, ja noch gräßlicher empfunden worden sei. Die Städte Macri, Lcvissoö, Dovere, Seue, Carasvlfa, nebst mehr als 15 Dörfern, haben ausgehört zu bestehen. Sie stürzten sämmtlich zusammen und begruben unter ihren Trüm­mern 500 bis 600 Opfer. Die ausgedehntesten Oliven- pflanzungen und andere Fruchtbäume in Unzahl sind gleichfalls von Grund aus zerstört. Während die Quellen mit trinkbarem Wasser versiegten, erschlossen sich andere mit siedendem, schwefeligem Wasser den Ausgang. Im Bezirke von Macri entsteigen der gespalteten Erde an mehreren Stellen Rauchsäulen mit heftigem bituminösen Gerüche. Die europäische Colonie der letztgenannten Stadt entfloh aus den Trümmern ihrer Wohnungen und fand herzliche Aufnahme am Bord der österreich. BrigantineIsidor."

Der Redaktion der9» afs Allg. Ztg" eröffnen wir mit Vergnügen, daß die Veranlassung zu unserer ParalelleLinks und Rechts" in den Andeu­tungen des ArtikelsAuch ein Wort über den Gesetz­entwurf die Wahlen der Abgeordneten betreffend" in Num. 68 derNass. Allg. Ztg.", datirt^ Vom Tau­nus, 14. März" liegt, welcher sich an die früheren Aeußerungen desselben Correspondentenvom Taunus" in den Nummern derNass. Allg. Ztg." vom März 1850 (Vergl.Freie Zeitung" vom 17. März 1850 Num. 65 Artikel!?! Wiesbaden") anschließt.

Die Redaktion derFreien Zeitung".

Druckfehler-Berichtigung.

In dem Artikel © Wiesbaden, 29. Mär; in Num. 77 derFreien Ztg". lese man auf Seite 2 Spalte 2 Zeile 39 von oben statt EineEiner", Z. 42 v. o. statt GehässigteGehässige", Z. 45 v. o. statt 12. April 1. April", Z. 49 v. o. statt zernichtetvernichtet", Seite 3 Spalte 1 Zeile 11 v. w. statt NebelUebel", Z. 40 v. o. statt RegierungNegierungen", Z. 30 v. u. statt sicheressichereres".

Geld-Sorten nach dem Frankfurter CourS vom 1. April 1851.

Neue LouiSd'pr . .

Pistolen . . . . ditto Preuß. . .

Holl. i() fl. Stücke Rand - Dukaten . . 20 Frankenstücke Engl. Sovereigns . Gold al Marco Preuß. Thaler . .

5 Franken-Thaler . Hochhaltig Silber .

fl.

kr.

10

55

9

36

9

M1/,

9

46*A

5

35

9

28

11

5o ;

378

1

4.^/4

2

21*/2

21

28

B e t a 11 n t in a ch u u g c n.

Bücher - Versteigerung.

Donnerstag den 3. Apnl, Morgens 10 Uhr, lassen die Erben des verstorbenen Pfarrers Tripp in Pfaffenwiesbach die nach­gelassenen Bücher freiwillig im Pfarrhaus versteigern.

Pfaffenwiesbach, den 31. März 1851.

Der Bürgermeister.

(365) Rupp.

(359) Bei Bäcker Berger ist ein möblir- tes Zimmer zu Vernucchen.

Lichtbilder auf Papier, Kirchgaffe Nro. 31 zu Wiesbaden. (936)

(295) Langgasse Nro. 21 ist ein Pferde­stall re. vom 1. April an zu vermiethen.

Local - Veränderung.

(363) Meinen Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß sich meine Wirthschaft vom 1. Aprck an in dem neu erbauten Hause in der Langgafse, dem Schützenhofe ««genüber. befindet. JttCOb Poth».

(367)

Einladung zum Abonnement

auf

Das freie Wort

ein Volksblatt für religiöse, pädagogische und sociale Reform.

Mit April d. I. erscheint:das freie Wort", ein Volksblatt für reli­giöse, pädagogische und sociale Reform. Der Zweck des Blattes ist hierdurch au- gedeu et; die Nothwendigkeit eines solchen Organs ist in Nro. 78 derFreien Zeitung" in dem Artikel:Das freie Wort" dargethan.

Der Preis des Blattes, welches wöchentlich ein Bogen stark erscheint, ist vorerst auf 1 fl. 15 kr. vierteljährlich mit Postaufschlag festgesetzt. Sobald die hinreichende Abonnentenzahl es mögiich macht, wird der Preis ermäßigt. Wir bitten, die Bestellung bei den betreffenden Postämtern (in Wiesbaden in der H. W. Ritter'schen Buchhandlung) zeitig zu machen. Auch diejenigen Abnehmer, welche ihre Bestellung direct bei der Redaction gemacht, wollen den Betrag an die Post entrichten. Mittheilungen fürdas freie Wort" beliebe man an die Redaction zu senden.

Kamberg, am Jnkarm'rungsfeste 1851.

Die Redaction :

Joseph Rühl.

(14) Für Auswanderer!

Müreau zum Schutze der Auswanderer rtvon A'. DA. deUiumsen in CobSens. «Ws» (Besonders empfohlen durch Traugott Bromme.)

Das genannte Bureau befördert das ganze Jahr hindurch regelmäßig jrden Monat mehrere ausgezeichnete Postschiffe, Dreimaster 1. Classe über Havre, Antwerpen, Hot- terclam etc. nach allen amerikanischen Seehäfen und verspricht den sich ihm annertrauenden Auswanderern die billigste und reellste Beförderung. Näheres bei Herrn Chr. Zmhäuser in Hachenburg und auf dem Büreau des Unterzeichneten.

JF. kK Geimaasen in Coblenz, Easkpchfaffengaffe Nr. 409 c.

(288) Wieder vorräthig

in der H. W. Ritter'schen Buchhandlung:

Hirtenbries des hochwürdigsten Hrn. Wilhelm Emanuel, Bischoss von Mainz, an die Geistlichkeit und die Gläu­bigen seines Kirchsprengels, bei dem Anfänge der Fastenzeit 1851. Fünfter Abdruck. Preis 6 Kreuzer.

Offener Bries an Herrn Wilhelm Emmanuel Freiherrn von Ketteler, Bischof zu Mainz, von Christian Scholz, Kaufmann zu Mainz. Preis 4 Kreuzer. Der Ertrag ist zum Besten des Kirchenfonds der deutschkatholischen Gemeinde zu Mainz bestimmt.

Katholische Entgegnung ans die -entschkatholische Epistel des Herrn Christian Scholz, Kaufmann zu Mainz. Preis 3 Kreuzer?

(304) Soeben ist bei J. D. Sauerländer'S Verlag in Frankfurt erschienen und bei uns vorräthig:

Die Sieform der Volksschule.

Beantwortung der Frage:

Wie kann der Unterricht der Volksschule von der abstrakten Methode emanzipirt und für die Entwickelung der Gemüthskräfte fruchtbarer gemacht werden? von

»r. W. I. G. Curtman», Seminar-Director zu Friedberg.

: Preis 1 fl. 12 kr.

H. W. Ritter'sche Buchhandlung.

Verantwortlicher Herausgeber und Verleger E, Ritter. Druck der E. Ritlrr'schrn Buchdruckes!.