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larität hat Bereycr heute den pintrng gestellt, daß die beLumten von der provisorischen Regierung dckrctirtcu 45 Zusatzcentimes binnen vier Jahren zurückgezahlt werden solle», doch wie? Durch Wieder­einführung der Saljstener und Erhöhung des Eingangs­zolls von ausländischem Salze. Dieser Antrag ist nichts als eine politische Reclaine, eine Charlatanerie, welche große Heiterkeit erregte und schwerlich den erwarteten Erfolg bei dendummen Bauern" haben wird. Mit solchen Komö­dien führen die Legitimisten das Volk wahrlich nicht hiuters Licht. Mit derFusion" ist es nichts. Die Debats", wie derConstitutioniiel" bringen ein Ma­nifest, worin erklärt wird, das Hans Orleans treibe außerhalb Frankreichs keine Politik. Viele Offiziere der Rationalgarde haben bereits den Entschluß gefaßt, anr 25. März ihre Entlassung zu nehmen: zu Wahlen muß es also kommen. Börse ohne Geschäfte.

T u r f e i.

ÄuS Bosnien, 28. Febr. (Dtschc. Reichsz.) Die ganze Kcama (Tückisch. Croatieu) ist neuerdings und, wie man bis jetzt hört, mit größerer Heftigkeit als im letzten Herbste, aufgestanden. Man weiß nichts Be- iiimmtcs über die Anzahl der Insurgenten, sie theilten sich in drei Theilen, wovon der eine nach Livno, der andere gegen die Posaviim und der letzte gegen Daica und stravnik vordringt. Mustafa Pascha Melemendsi, welcher von Tusla aus mit 2000 Mann Infanterie gegen die Kraina aufbrach, bekam in Duboi den Be­fehl , nach Travnik zu marschieren, die gleiche Ordre traf in Zrpce den Cavattenegeneral Arab Mehmed Pascha.

LZerfchiedenes.

Die Vorbereitungen zur Ausstellung i n L o u d o n, gehen rüstig vorwärts. Im Glaspalaste zeigt bereits die Seite, welche der Ausstellung der Güter frem­der Völker zugewiesen ist, genau die Abtheilungen, welche vom Aussührungs-Comite denselben nach Maß­gabe des verlangten Raums zugewiesen sind. Jede Nation erhält einen mit einer Bretterwand provisorisch umgebenen Flächenraum und ein verhältnißmäßiges Stück auf der Gallerie, welche mit dem Namen des Landis bezeichntt sind. Diese Abtheilungen sind mit Thüren versehen, welche verschlossen werden können, um die Agenten der einzelnen Länder in den Stand zu setzen, ihre Güter in vollständiger Absonderung wohl zu verwahren. Es versteht sich von selbst, daß diese Brette, wände vor Eröffnung der Ausstellung wegge- nommen werden, um einen freien Wandel durch die Haiipigänge zu gewähren, deren einer ganz längs der Wand des Gebäudes gehen wird, während drei andere es der Länge nach durchschneiden ; in jeder Sektion von 24 Fuß Weite werden dagegen Krcuzpassage» in die Hauptgänge leiten. Das Hauptkomite ist ganz außerordentlich in Anspruch genommen, und wer eine Auskunft bedarf, hat seine liebe Noth, sie zu bekommen, denn sein Geschäft ist so überaus groß, daß eS keinen

Augenblick Zeit hat, um sich nur in Unterredungen mit fremden Agenten einzulassem Klagen, daß man sich nicht gehörig unterrichten könne, treffen das Co- mitü nicht ohne Grund, denn es fehlt nicht nur an Leuten in den Bureaux, sondern besonders an solchen, die genügende Auskunft über eine solche Masse von wichtigen Gegenständen geben können, welche den Frem­den zu wissen nöthig sind. Die sämmtlichen Agenten fremder Länder sind daher zusammengetreten und ver­einigen sich wöchentlich einmal, um Fragen, die die allgemeinen Interessen des Auslandes betreffen, zu be­sprechen und solche in einer Adresse der K. Kommission vorzulegen. Es sind bis jetzt Agenten von Frankreich, Belgien, Preußen und ZoUvereinöstaaten, «Sachsen, Oestreich, Rußland, Sardinien, Toskana, Spanien, Portugal, Schweiz, Württemberg hier anwesend, welche sämmtlich auch schon Gütersendungen bekomme» haben; von keinem der Länder sind jedoch, so viel be­kannt, dieselben vollständig hier eingeliefert, und Nach- sendungen werden immer noch erwartet. Der Einlie- ferungstermin ist somit bis zum 31. d. verschoben worden. In Betreff der Einlaßkarten werden wohl die Erwartungen der meisten Aussteller des Kon­tinents getäuscht werden, da nicht eine einzige freie Eintrittskarte anSgegeben werden soll; man erzählt sich selbst, daß die Königin und Prinz Albert sich Season tickets (Karten für die ganze Ausstellung) gekauft haben. Diese Karten kosten 3 Pf. 3 Sh. (3 Guineen oder 37 ft 48 fr.) für Herren, 2 Pf. 2 Sh. (2 Guineen oder 25 fl. 12 fr.) für Frauen und gewähren dem Besitzer den Vortheil, zu jeder Zeit während der ganzen Dauer der Ausstellung selbige zu besuchen; auch ist nur diesen Abonnenten der Zutritt am ersten Tage gestattet. Am zweiten und dritten Tage sollen Billets 1 Pfd. St. (12 fl), am vierten Tage (5 Mai) 5 Sh. (3 fl.) kosten, welche am 22. Tage (26 Mai) auf 1 Sh. (36 fr.) herabgesetzt werden soll; vom 26 Mai an sollen die Preise seyn: Montag, Dienstag, Mitt­woch, Donnerstag 1 Sh. (36 fr.), Freitag 2 Sh. 6 Pc. (1 fl. 30 fr.), Samstag 5 Sh. (3 fl.) Die Abonn.-Billete sind auf den Namen des Besitzers aus­gestellt und können nur von ihm benutzt werden. Da selbst Agenten und offizielle Berichterstatter rc. Hier Entrëe bezahlen solle», so haben die Kommissäre der verschiedenen Staaten ein Memorial eingereicht, diesen wenigstens freien Eintritt zu gestatten. Antwort ist bis jetzt nicht erfolgt.

E i n g e s e n d e t.

AuS dem Wèrsthal. Nach dem großen Brand- unglück zu Kirberg traten theilnehmende Menschen nah und fern auf, selbst ohne den Aufruf zur Hülfe und steuerten Geld und Geldeswerth, um den erlittenen Ver­lust zu entschädigen und die Noth zu stillen.

Alle sendeten ihre Gaben nach Kirberg theils an den Vorstand theils an das sich bald darauf gebildete Hilfs-Comitc und setzten das Vertrauen in diese beide, es werde gleichmäßig die Verluste nach Maaß­gabe der Beiträge den Brandbeschädigten vergüten.

Alle gaben um den Verlust an Mobiliar- und Le­

bensbedürfnisse für Menschen und Vieh damit zu decken als Vergütung für die Gebäude, die assecurirt, be­stand ja die Brandkasse.

Bei der Größe der Gaben ist es fast möglich die ganze Verluste zu decken; indessen tritt, wie bisher sich schon bestätigt hat, ein unrichtiges Vertheilungs- Princip auf. Bei der Hertheilung der Naturalien hat man Leute, die gar nichts oder weniges im Brande verloren denjenigen gleichgestellt, die gegen diese das Zehnfache und mehr verloren. Jetzt bei Austheilung der Geldgaben will man Vermögendere rücksetzen, Ar­ine» mehr geben, als sie früher hatten, Andere ganz ausschließen und Leuten geben, die gar nichts verloren habe».

Welche Folgen dies hat, wird wohl erlebt werden; die Beiträge bei künftigem Unglück der Art verringern sich, da die Vermögenden sich bei solcher Verwendung vom Geben ausschließe», die Armen geben nichts und können nichts geben, unter diesen finden sich jedoch immer stets solche die ihre Lage verbessern möchten, denen ist das Anstecken der Gebäude nicht unwillkom­men, sondern erwünscht somit ist es auch ein Hervor» rufen der Brände.

Das Comite wird aufgefordert, die Absicht der Geberdie Gaben nach Maaßgabe des wirk­lichen Verlustes bei in Brande an Mobiliar und Lebensmittel für Menschen und Vieh ausschließend die Gebäude und allen andertt Rücksichten", zu erfüllen, und jedem Arinen und Reichest gleich verhältnißmäßigen Beitrag zuzuwenden.

Mehrere Geber.

Amtliche Nachrichten.

Der Kreisamtsaccessist Müsset zu Nüdesheim ist zum Kreisamtssekretär daselbst ernannt, der JustizamtS- accessist Vietor zu St. Goarshausen als Accessist an das Kreisamt zu Nüdesheim, der Justizamtsaccessisi Schwab zu Idstein als Accessist an das Kreisamt daselbst und der Hofgerichtsaccessist Ammann zv Wiesbaden als Accessist an daS Kreisamt zu Hadamar versetzt worden.

Geld-Sorten nach dem Frankfurter Cour« vom 13. März 1851.

Reue Souisb'or......

Pistolen........

ditto Preuß. ...... Holl. 10 fl. Stücke . . . . Rand-Ducaten...... 20 Frankenstücke . . . . _ Engl. Sovereigns..... Gold al Marco . . . . . Preuß. Thaler ...... 5 Franken-Thaler . . . , .

Hochhaltig Silber . . . . -

ff-

Ir.

10

55

9

36%

9

57 V.

9

47 V.

5

38

S

25

11

51

879

1

45%

2

21%

24

27

besanntm

a ch 11 11 g e ii.

Bekanntmachung.

(276) Die unterzeichnete Behörde gibt die nachverzeichneten Materialien und fertigen Stücke in Lieferung. Die betreffenden Geschäftsleute werden hiervon mit dem ausdrücklichen Bemer­

ken in Kenntniß gefetzt, daß nur solche Sub­mittenten Berücksichtigung finden, welche dahier in Person oder durch schriftlich Bevollmächtigte Einsicht von den Mustern und den aufgelegten Lieferungsbedingungen genommen haben.

Vergeben werden:

A. wollene Tücher, eireat

2950 Ellen % breites

3260

3900 ..

160

1060

40 "

300

graues Manteltuch, Tuch zu Bein­kleidern,

grünes Tuch ir Qual., schwarzes Tuch Ir

carmoisinrotheS Tuch, ponceaurotheS Tuch.

B. Leinene Stoffe, eireat

9160 Ellen l j breite hänfene Futterleinen, 16600 I breiter Drill,

1740 ^ I breite ungebleichte wergene

Leinwand,

9500 $ Leinwand zu Beinkleidern,

12960 5V; Hemden,

613 4 ,. weißflâchsene Leinwand,

10970 } weißhänfene

2435 5 ordinärer grauer Zwillich.

C. Weberarbeiten.

197 Stück einpersönige wollene Bettdecken, 1670 Paar wollene Socken, 1840 Handschuhe.

». Säcklerarbeit.

127 Paar wildlederne Handschuhe.

E. Gelbgießer- resp. Gürtlerarbeit.

116 Dutzend gelbe Taillenknöpfe,

1147 große Rockknöpfe,

400 kleine

F. Posamentirarbeiten.

98 Ellen breite goldene UnterofsizierSborden,

454 schmale

195 dergl. Hornistenborden,

1040 gelbwollene breite DistinctionSborden,

102 dergl. schmale

1 Stück goldene Portepees,

172 wollene für Infanterie,

5 Pioniere,

14 Feuerwerker,

<- Gerberarbeit.

45 Stück schwarze Kalbfelle.

H. Sattlerarbeit.

858 Stück Helme,

24 lederne Portepeo's,

48 Beinleder für Tambour,

13 Säbelkuppel mit Schwuugriemen,

6 tuchene Mantelsäcke,

8 lederne

814 Bajonetscheiden,

230 Futterale zu Beilen und Aerten,

58 dergleichen umzuändern.

I. Spenglerarbeit.

32 Stück Feldkeffel.

K. Büchscnmacherarbeit.

1000 Stück Schraubenzieher.

Schließlich wird bemerkt, daß nach dem 31, Mârz c. keine Submissionen mehr angenommen werden.

Wiesbaden, den 14. März 1851.

Herzogt. Nass. VerwaltungS- Commission.

(277) Wiesbadener^heater.

Abonnement suspendu.

Samstag den 1 5. März 1851 Zum Sechsten Mal:

Der Prophet, große Oper in 5 Acten von Scribe, übersetzt von Rellstcib. Musik von Meyerbeer.

Mit neuen Dekorationen und Costüms.

Centrat^ Verein sirr AusrvanderunS

zu Köln und Düsseldorf. (275)

Wir haben von dem Hause I. C. Godeffroy & Sohn in Hamburg, die General-Agentur für deren regelmäßige Paket- und Paffa^ierschcfffahrß nach Australien, Chile und Calisornien übernommen.

ES fahren, nach Port-Adelaide 8» Sidney!

am 1. April daS Schiff Sophia, Capt. Wilken;

nach Valdavia, Valparaiso und San Frauzisko:

am 5. April daS Schiff Pictorta, Capt. Meyer.

Wegen näherer Auskunft über Preise und Bedingungen, sowie zum Abschluß von Ver­trägen beliebe man sich an unser Central-Bureau, Friedrich-Wilhelm-Straße Nro. 68, oder an unsere Herren Agenten zu wenden.

Köln, im Februar 1851.

Unter Bezugnahme auf das Vorstehende erkläre ich mich zur Abschließung von Ueberfahrts- Verträgen nach allen Häfen Amerlkas rc. bereit.

Wiesbaden, im März 1851. F. IV. SLaesebiev,

concessionirter Haupt-Agent.

(278) Deutschkatholischer Gottesdienst Sonntag den 16. März, Vor­mittags halb 10 Uhr, geleitet durch den Prediger Hrn. Dr. Duller.

UNION.

Reisegelegenheit ua^ Amevika.

Abfahrt von Mannheim & Mainz: über Liverpool jeden Mittwoch, Havre, monatlich 3 Mal.

Pünktlichkeit in den Erpeditionen, b'Uige Preise und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten, werden diese Reisegelegenheit auch ferner empfehlen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Agenten.

In Biebrich und Wiesbaden Gebrüder Blees, als General-Agenten für Nassau;

Kirberg Jacob Seher; in Oberlahnstein C. A. Bietor;

Limburg Carl Streicher; Wied-Selters Bürgermeister Schnttg;

Weilburg Carl Schneider; Eamberg Ph. Bouffier.

(269) Bei Iacob Zorn in der Mainzer­straße ohnweit des Bahnhofes in Biebrich ist der zweite und dritte Stock, anständig möblirt, zu vermiethen, sowie auch ohne- bel, bis zu dem l. April zu beziehen

(22) Von heute an können Bestellungen auf schönes buchenes Scheitholz in Klafter, halbe und viertel, buchene Wellen bei Kauf, mann Jos. Ämiai d gemacht werden.

Don wegen des Carnevals! (273) Der anonymen Briefschreiberin meinen herzlichsten Dank für die wohlgemeinte und noch rechtzeitige Warnung. Zu näherer Anfklärung bin ich gerne erbötig, wenn mir eine genaue Adresse mitgetheilt wird.

Diez. Nro. 3.

Verantwortlicher Herausgeber und Verleger C. Ritter. Druck der C. Ritter'schen Buchbinderei.