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fertigung einer Anzahl Lafetten zur Montirung der zur Amirung und Bundesfestungen Ulm und Rastatt nöthigen Geschütze übernommen hat. Die Fertigung geschieht auf „Rechnung des Bundes" und wurde die Hauptzeughausdirektion zur Herstellung der übernommenen Stückzahl bereits angewiesen.
f. I Wien, 11. Februar. (N. O.-Ztg.) Kaum ist eine Thorheit der Stadtkommandantur beseitigt, schon be- geht sie eine neue. Diese vorsorgliche Behörde hat gefunden, daß sich die gestrichenen Couplets, sowie Die durch den Belagerungszustand erstickten Witze unserer Komiker zu den Harfenisten und Bänkelsängern geflüchtet haben. Sie mag aber nicht leiden, daß die Ohren der Wiener beleidigt werden und hat demgemäß eine „H a r f e n ist e n o r d u u n g" gefertigt.
Wien, 12. Febr. Nach Erlaß des Kriegsmnustcriwns wird von heute ab der Ankauf von Cavallcrie- N n d allen sonstigen Dementen vollständig eingestellt.
Wien , 12. Febr. (Schl. Ztg.) 9?id)t nur nach Italien, sondern auch nach Böhmen gehen fortwährend kleinere Truppenabthcilungeu. Die letzter» nehmen ihre Richtung nach Drag, wo, wie man hört, noch die Reserve der für Schleswig-Holstein bestimmten Armee liegt.
Galizien.
Brody, 5. Febr. (Lloyd.) Gestern Abends sind hier große Streifungen nach Militärfähigen (ä la Rußland!) vorgenommen werden, und es ist kaum ein Haus von den Nach- und Durchsuchungen verschont geblieben. Viele Personen wurden ohne Rücksicht auf Stand und Stellung anfgcgriffcn, und gleich in ein schlechtes, dunstiges und feuchtes Lokal, überfüllt von allerlei Individuen, gesperrt, selbst Jene nicht beachtend, welche die Certisicate ihrer Militärbefreiung bei sich trugen. Während der Wachtmeister der Gens- darmerit, die bei dieser Streifung der Polizei assistirte, bestrebt war, menschenfreundlich die Ucbergrisse der subalternen Polizeibeamten zu paralisiren oder zu mildern, verfuhren die mit der letzten Streifung beauftragten Polizei-Agenten, welche sonst die Heimischen unserer Stadt kennen, mit einer schonungslosen Rücksichtslosigkeit. Man hat sich in dieser Angelegenheit auch an das hohe Landespräfidium in Lemberg gewendet, und wir hoffen, daß von dort Abhülfe (?) kommen werde.
P v l e it.
Krakan, 6. Februar. (Olm. Bl.) Den aus Polen zu uns herüberschwimmenden Briefen und Nachrichten zufolge ist unter den in diesem Lande concen- trirten Truppenmasieu dieser Tage eine regsamere Bewegung zu ersehen. Zwischen Czenstochowa und Wie- lün befinden sich bedeutende Streitkräfte mit 160 Kanonen. Alle Dörfer der ehemaligen Krakauer Woiwodschaft sind mit Infanterie besetzt und auf der für Rußland so wichtigen Linie von Breszesc litewski bis Kalisch sind, mag man dagegen cinwenden, was man Will, über 200,000 Mann versammelt.
Schweiz.
Aus der Schweiz, 8. Februar. In Bern ist eine Anzahl Falschwerber in zwei Instanzen freigesprochen und ihnen sogar Entschädigung zuerkannt worden (!!). Als Grund wird angeführt, es gebe kein Strafgesetz gegen die Werberei. Die radikalen Organe erwiedern darauf mit Recht, daß die ältere Gesetzgebung Patente als Bedingung des Werbegcschäfts fordert und daß durch das Werbverbot des Bundes jedes Werbpatcut erloschen sei.
Bern, 10. Februar. Aus „intimer Quelle" meldet der „Fränk. Kurrier", daß, sollten die verbündeten Mächte irgend welche Angriffe auf die Unabhängkeit der Schweiz machen, dieselbe sogleich an die verbündete n o r d a in e r i k a n i s ch e Republik K a- perb riese aus stellen wird.
Zürich, 13. Febr. Die Regierung hat auf die bundesräthliche Einladung der Stände, sich gemäß Art. 9 und 10 der Bundesverfassung des direkten Verkehrs mit auswärtigen Regierungen und fremden Gesandten zu enthalten, erwiedert, sie werde es sich zur Pflicht machen, den enthaltenen Weisungen nachzukommen.
Tessin. Laut einer Tessiner Korrespondenz der Tribune sollen 3000 Mann Schweizer für den Papst angcworbcn werden.
Z t a l i e rr.
K Turin , 10 Febr. Siccardi's Eutlafsungsgesuch ist angenommen; Sclopis hat dessen Annahme abgetchnt; wahrscheinlich wird den Senator Massa-Saluzzo das erledigte Portefeuille übernehmen.
Rom, 7. Februar. Die Bande des Passatore wird jetzt von päpstlichen und österreichischen Truppen ernstlich verfolgt und hat ihre Richtung nach der Baffa- Romagna genommen.
Mepubli? Urarrkesieh.
Paris, 1-1. Febr. (Köln. Z.) So kurz und wenig sagend auch die Erklärung Lord Palmecston's in dec Flüchtlings-Angelegenheit erscheinen mochte, bin ich doch in der Lage, Ihnen aus den zuverlässigsten Quellen die Thatsache zu bestätigen, daß englischerseits Manches zu Gunsten Koguth'ö und seiner Leidensgefährten versucht wurde. Aus einem Schreiben des Generals Wysocki, das ich selber gelesen, geht hervor, daß Oesterreich selbst die Hoffnung aufgibt, die Jnternirten in Koutahia so lange in Kleinasien zu behalten, als es für dasselbe wünschenswerth sein möchte. Wenigstens haben hochgestellte Türken die Jnternirten darauf vorbereitet, daß schon in der nächsten Zeit ein österreichischer Agent bei ihnen erscheinen dürfte, um mit ihnen über die Bedingungen ihrer Freilassung zu unterhandeln. Nachdem, was Wysocki schreibt, würde Oesterreich von den ungarischen und polnischen Flüchtlingen verlangen, daß dieselben sich verpflichten, von Konstantinopel vi- rect nach Amerika zu gehen und würde den militärischen Mitgliedern der Emigration versprochen werden, daß Oesterreich für sie sich verwenden wolle, um ihnen Dienste im brasilianischen Heere zu verschaffen. Zugleich sah ich eine Copie eines Briefes, welchen General Bem unmittelbar vor seinem Tode durch den Ea- pitain Tabaczynski an den General Wysocki schreiben ließ. In diesem Schreiben fordert Bem seinen Landsmann auf, die Mißverständnisse der Vergangenheit zu vergessen, und bittet ihn, auf dem Wege, den er ein- gèschlagcn , zu beharren. „Unglückliches Polen", so ruft er aus, „ich kann dir nicht mehr dienen, aber dein Heil wird nicht lange ausbleiben und cs wird dir durch die Demokratie werden!" Bem erklärt, daß er nur im Sinne der Demokratie gehandelt und nur für deren Interesse so wir so wie für das gleichartige Interesse seines Vaterlandrs in Ungarn gekämpft habe. Ein anderes Schreiben Bem's übermittelte Major Fiala an Kossuth. Bem nimmt vom Er-Gouverneur Ungarns in rührenden Ausdrücken Abschied und sühnte sich auch mit diesem aus. Er hegte bekanntlich einige Zeit Groll gegen Kossuth, daß er seine Macht in die Hände Gör- gey's niedergelegt hatte. Der Sterbende räth zur Ei» nigkeit und prophezeit die Unabhängigkeit Ungarns und Polens schon in einer nahen Zukunft.
Zu der Niederlage des frommen Mont al ein bert als Redner in der Dotationsfrage ist eine andere gekommen. Augenzeugen berichten folgende Scene aus dem Salle des Conferences: Moutalembect näherte sich andern Tags seinem „Freund" Thiers und bot J^m mit derselben Freundlichkeit wie früher die Hand. Sein „Freund" Thiers, anstatt sie anzuüchmen, trat kalt einen Schritt zurück, worauf Ersterer, das Lächerliche dieses Auftritts vor einigen 50 Zeugen fühlend, Thiers frug, warum er ihm die Hand verweigere. Thiers antwortete sofort: Wenn Sie es durchaus wissen wollen, ich habe es noch nicht vergessen, daß Sie gestern von
meiner Handlungsweise in einer unwürdigen Weise (d’une facon indécente) gesprochen haben. „Mein Herr, ich weiß nicht, wie ich dies. . . —" „Neh- inen Sie es, wie Sie wollen", erwiederte Thiers und drehte ihm den Rücken zu. Die christliche Demuth des frommen Mannes ist wohl noch nicht empfindlicher auf die Probe gestellt worden. Die Journale machen außerdem bittere Bemerkungen über den von Moutalembect in seiner Rede ausgestellten Gnindsatz: „Was möglich ist, ist legitim." Der Chef der ultramontanen Partei hat mit diesem Glaubensbekenntniß gar hart an einen bekannten jesuitischen Lehrsatz angestreift und der geistlichen Moral damit von dec Tribüne herab ein arges Dementi gegeben.
^ Paris, 15. Februar. Louis Bonaparte hat Taft genug , auch die Art von Natioualsubskription , welche im „Paps" unter der Firma: „Ankauf der Domäne Malmaison" eröffnet war, sich zu verbitten. Die Dö- tationsfrage ist also als abgemacht zu betrachten. Die Politik ruht. In der National-Versammlung wurde heute die Fortsetzung des Hypothekengefetzes sehr matt weiter diskutirt und dann beschlossen, in dèn ersten Tagen der nächsten Woche keine-öffentliche Sitzung zu halten, um in den Bureaux, das Kommunal- und Dcpartementalgesetz, über das es zu heftigen Erörte-- rungen kommen Durste, desto reiJichec berathen ztr können. — Am 24. Februar will der e e it dem Vernehmen nach eine beschränkte Amnestie n lassen. — In südfranzösische Blättern, welche aUerkiugo st ick an jesuitischen Jntpiratioucn leiden, werden die neuen Verhaftungen in. Neapel und Rom dadurch motivirt, daß die Untersuchungen wegen des Lyoner Komplots auf eine weitverzweigte Verschwörung geführt hätten, wobei es sich um ein Attentat gegen den König Ferdinand und den Papst gehandelt hatte. Aber, bemerkt ein konservatives Blatt sehr richtig dazu, die absolutistischen Organe Italiens, die so überèilig in Kon- spicatiousentdeckungen sind) haben diese Gerüchte zuerst gebracht, und dies ist Grund genug, daran stark zu zweiflen! — Die neuesten Nachrichten aus Marseille melden den Abgang neuer Truppenvcrstärkungen nach Rom, nebst der Absicht der französischen Regierung, die französische Armee in Rom wieder auf den Kriegsfuß zu bringen. Man fragt sich verwundert, ob diese Verstärkungen aus Mißtrauen gegen die Vermehrung der österreichischen Armee in der Lombardei oder zur Mitwirkuilg gegen Sardinien bestimmt sind?
An der Börse wollte man heute mit Bestimmtheit wissen, daß es zu keinen andern Maßregeln, alS diplomatischen gegen Schweiz und Neuenburg kommen werde, da Frankreich' in dieser Beziehung sich zu keinen gemeinsamen Zwangsmaßregeln hergcben werde. Die Fonds stiegen: 3pCt. 50, 10 (Haussee 35 C.); 5pCt. 96, 65 (Hausse 10 C); neue 5pCt. 96, 60 (Hausse 10 Cent.).
Großbritannien.
London, 13. Febr. Die vertagte Debatte über Lord John Ruffell's Bill in Betreff der geistlichen Titel ist gestern im Unterbaust wieder ausgenommen, sse- doch noch nicht zu Ende geführt worden. Von den Pkklitenführern sprach wiederum keiner. Ucberhaupt bot die Verhandlung wenig neue Seiten dar. Lord John hob nochmals mit Nachdruck hervor, wie es nach dem in Europa geltenden öffentlichen Rechte gesetzwidrig sei, in irgend einem Lande ohne Einwilligung. des Landes Herrn ein Bisthum zu errichten.
Pater G a v az ; i's sechste Predigt im Concertsaale von Princeß' Theatre „ü b e r das kanonische Recht und päpstliche Usurpationen" hatte ein noch zahlreicheres und glänzenderes Publikum als eine seiner bisherigen Vorlesungen. Man bemerkte unter den Anwesenden viele Parlamentsmitglieder und eins große Anzahl vornehmer Damen. Gavazzi fesselte sein Publikum zwei Stunden lang und wurde stellenweise von einem in England unerhörten Applaus unterbrochen
machen? Ach nein, dazu ist nicht Platz. Wie Häringe werden ihrer hundert und noch mehrere in den engen Raum des von zwei'Pferden gezogenen Canalboots zusammengedrängt. Die Fahrt geht so langsam, daß die Passagiere oft Stunden lang neben dem Canal her zu Fuße gehen. Lebensmittel erhalten sie auch nicht, nicht einmal Feuer, um sich warmen Kaffee zu bereiten. Eine öftere Einkehr in den Wirthshäusern am Wege würde zu viel kosten. So müssen denn die Meisten von Wasser, Brod und allenfalls Speck die ganze Zeit sich nähren. Ob sic krank sind, ob sie niedergeschlagen, verzagt und fast verzweifelt in dumpfem Brüten da sitzen: wer fragt darnach? — Ach, könnte man alle Thränen sammeln, die auf diesem unglückseligen Canal geflossen sind: cs möchte wohl ein Caualboot eine ziemliche Strecke fahren können in diesem Thräucnstrom! Das Boot stößt endlich in Buffalo ans Land, und für die meisten Einwandcrer schlägt hier die Stunde der Erlösung von ihren Leiden. Sie setzen sich auf ein Dampfboot, das sie über die Seen trägt. Nur die trübe Erinnerung bleibt, verbunden mit einer ciupfind- lichen Lücke im Beutel und einer Schwächung der Gesundheit durch ausgcstandenen Hunger und Kummer. Für Manche aber reichen die Nachwirkungen des in Ncw-Nork abgeschlossenen Reise - Coiitracts noch über Buffalo hinaus. Sie wollen vielleicht nach Cincinnati Aber statt daß sie mit der Eisenbahn von Sandusky auS Hinreisen könnten, packt man sie in Erie oder Cleve
land wieder auf ein Canalboot, wo der frühere Jammer von vorn anfängt.
Fragl Jemand: Was ist denn die Ursache davon, daß diese Passage Bureaux so darüber aus sind, die Einwanderer auf den Canal zu sch ckeu? Ja, bei Beförderung auf dem Canal haben sie dem Ergeinhümer des Boots nur 50 Cents per Kopf zu zahlen, während sie sich 100 bis 300 Cents per Kopf von Ecu Einwanderern zahlen lassen, und die bedeutende, betrügerisch erpreßte Uebersracht noch dazu! Dies Judas-Geld ist's, wofür sie ihre Mitmenschen in Noth und Jammer verkaufen ! (Auf der Eisenbahn von Albany nach Buffalo ist dagegen der stehende Preis 5 Dollars. Ücnn bewilligt zwar die Eisenbahn Dirrelam den Mäklern für jeden Einwanderer 25 bis 50 Cents, allein, das ist ihnen nicht genug!)
Wie ist diesem ungeheuren Uebel abzuh.lseu? — Am 11. April 1848 erließ die Gesetzgebung des Staates Neio - Nark ein Gesetz , das eine durchgreifende Abhülfe bewirken sollte. Als es hrrauskani, freuten sich alle Freunde der armen Einwanderer. Auch ich freute mich damals. Aber, ach! der Betrug wird seitdem in noch größerem Maßstabe getrieben und in noch schlimmerer Weise. Ich liebe es nicht, diejenigen zu tadeln, die in Amt und Würden stehen. Aber. ich erlaube mir, we- knigstens die Frage auszuwerfeu: Warum sind die Bestimmungen jenes Gesetzes nicht alle ausgeführl worden? — Das Gesetz verordnet, nur Männer von anerkannt sittlichem und rechtlichem Charakter sollten einen Erlanbniß- oder
Gewerbe-Schein als Mäkler ei halten. Warum haben denn so Viele diesen Schein erhalten, die ein Schandfleck der menschlichen Gesellschaft sind? — Das Gesetz ermächtigt ferner die Eliiwanderungs-Commissarien, einen Dock eigens für das Landen der Einwanderer- schiffe zu bestimmen und Niemanden hinzu zu lassen, als wer im Auftrage der Commissäre, ohne eigenes Interesse, den Einwanderern Rath und Anleitung gibt. Ich frage: Sollte nicht jedes Opfer gebracht und jedes im Wege stehende Hinderniß überwunden werden, damit ein solcher Dock beschafft werde? Laßt die Ein- wandererschiffe landen, ohne daß irgend ein Mäkler au Bord kommen darf. Laßt, sobald sie gelandet sind, wirkliche Beamte zu ihnen treten, die in der That von anerkannter Redlichkeit sind und in verschiedenen Sprachen dem Einwanderer jede nöthige Auskunft ertheilen. Hat er dann sich entschlossen, welche Reise- Gelegenheit er benutzen will, so mögen jene Beamte, wenn er's begehrt, ihm einen Begleiter mitgebcn, der dafür sorgt, daß beim Abschlusse eines Reisekontraktes er nicht betrogen wird.
Würden diese Vorkehrungen mit Sorgfalt und Strenge ausgeführt, so würde dem schreienden Unrecht, das an den Gestaden unseres freien Landes gegen diese Fremdlinge begangen wird, endlich ein Ende gemacht werden.