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eine königliche Verordnung, welche das Milltälkinstcher- inßitut wieder (!!) entführt.

H! Heilbronn, 8. Nov. Durch den Nördlingen-Heil- bronner Omnibus erhalten wir heute die Nachricht, daß gestern in Nordligen drei Züge mit österreichischen < . ppen , worunter stch Kroaten bestnde» sollen, ein- geiroffen seien und die ganze Stadt vom Militär wimmle. Für' den Abend soll noch für 900 Mann Reiterei Quartirr bestellt worden sein. Ein Militär­zug bestand aus 64 Waggons mit 4 Lokomotiven.

Aus Bade», 10. November. Wie wir verneh­men, sagt dasMainzer Journal", ist die von dem Minister KlüVer mit Preußen mit Preußen abgeschlos­sene Mlitärroiivcnnon von unserer Regierung gekün­digt worden.

* In Mannheim, wie Ludwigshafen hieß es am 12., daß preußische Truppen von Kreuznach in An­marsch gegen die bairische Pfalz seien. Sicher ist, daß der seither in Kaiserslautern gelegene Truppentheil am Abend des 11. nach Germersheim abmarschirt ist. Das Einrücken der Preußen iiL die Pfalz scheint jedenfalls noch ein verfrühtes Gerücht, welches nur vorbesagt, was geschehen wird, wenn Preußen handle» will.

Wien, 6. November. (C. Bl a. B.) Die heutige Wiener Ztq." veröffentlicht einen Artikel, welcher eine große Sensation erregt hat. Manche sehen in ihm fast ein Kriegsmanifest. So viel ist gewiß, daß diesem Ar­tikel derWiener Ztg." lange Berathungen des Mi- uisterrathks vorangegangen sind. In Berlin tröstet man sich, daß Oesterreich auf die freien Conferenzen eiligeren werde, aber auch dieser Trost wird bald wie viele andere verschwinden. Oesterreich will den Bund und die Aufrechthaltung der Tractate, es hat nichts Anderes weder in Warschau noch in Berlin verspro- d'en und wird feine Commission und keine Conferenzen a n n e h m e n.

Der Fkldmarschall Fürst v. Windischgrätz ist sammt zahlreicher Dienerschaft hier durch über Graz nach Ita­lien gereist.

Wien, 8. Nov. (Köln. Ztg.) Wie Sie wissen werden, hatte Herr v. Rosenberg vor einigen Tagen entscheidende Depeschen aus Berlin überbracht, worin Preußen unter Voraussetzung der einzustellenden Rüstun­gen sich zu freien Conferenzen über die deutsche Frage bereit erklärte und der Erwiederung Oesterreichs ent­gegen sah. Dieselbe ist denn auch, und zwar in Form eines Ultimatums, erfolgt. Oesterreich will sich zu den freien Conferenzen herbeilaffen, wenn Preußen zn folgenden drei Bedingungen sich verpflichtet: 1) Binnen acht Tagen Knrheffen, und 2) binnen 6 Wochen Ham­burg und Baden zu räumen! 3) Förmlich und feier­lich der Union zu entsagen! Hr. v. Prokesch- Osten ist ermächtigt, für den Fall derNichterlaiigiing der gestellten Forderungen" seine Pässe zu verlangen.

Wien, 10. Nov (T. C. BI Gestern Abend traten vier schwere Cavallerieregimeiiter, welche zur schlesischen Armee stoßen sollen, ihren Marsch an. Grenzerbataillone Jassiren fast täglich auf der Nord- bahn nach Böhmen. Auf erhaltenen telegraphischen Befehl sind weitere Zuzüge aus der Militärgrenzc sistirt worden.

Italien.

Turin, 5. Nov. (Schwb. Merk.) Diesen Mittag wehten zwei kolossale grün-weiß-rvthe Fahnen, mit dem Kreuz von Savoyen in der Mitte, von den Balkönen der Paläste Madama und Carignano, beide von der Rationalgarde besetzt, auf die Gassen herunter, und verkündigten die Wiedereröffnung ver Kam­mern. Die Neichssenatorenkammer tagt im ersten, die Abgeordnetenkammer im zweiten Palast. Der Kö­nig hat 10, neue Reichssenatoren, deren Gesammtzahl aus 44 besteht, ernannt. Diese Herren gingen rasch ans Werk und begannen sogleich, nachdem ihr Präsi­dent Manno das Räderwerk wieder aufgezogen, Die Verhandlungen über ein neues Gesetz, die 'Rational­garde betreffend. Die Abgeordnetenkammer eröffnete Herr Demarchi. Sie war von 100 Mitgliedern besucht. Die Bevölkerung Turins hatte in die Logen und auf die öffentlichen Gallerten eine zahlreiche Schaar gelie­fert. Musterhafte Ordnung und Ruhe gab sich überall kund, und verdient das rücksichtsvolle höfliche Beneh­men der Rationalgardisteu gegen das Publikum ganz besondere Anerkennung. Bald nach der Eröffnung der Abgeordnetenkammer fanden sich auch sämmtliche Mini­ster ein, freundlich, herzlich und ohne steifes Ceremo- niell von allen Anwesenden begrüßt. Es herrscht all­gemein die Ansicht, daß das Ministerium auf keinen großen Widerstand stoßen wird, man will durchaus dem Auslande, welches über Sardinien so arg her­fällt, ein Bild der Mäßigung, der konstitutionellen Eintracht und der praktischen Fruchtbarkeit der Errun­genschaften von 1848 geben. Ein unbefangener Beur- theiler des Benehmens der Gesammt-Bevölkerung von Turin kann nicht umhin, über den Anstand, die Würde und die Ruhe, welche überall herrscht, in freudiges Erstaunen zu gerathen.

Republik Frankreich.

* Paris, 11. November. Die Nationalversamm­lung hat ihre Sitzungen wieder eröffnet. Die Quä­storen beantragten die Bewilligung des Gehalts für einen speziell nur von dem Bureau der Kammer ab­hängigen Polizeikommissär. Möglich, daß daraus ein Konflikt zwischen der Parlaments- und Exekutivgewalt entsteht. Veranlaßt wurde dieser Schritt durch die Enthüllungen über die Dir-Decembristen und den darüber entstandenen Streit zwischen Aon und Carlier. Ferner ist bereits von einem Antrag auf Revision des Wahl­gesetzes vom 31. Mai gestellt, der jedoch, von den

Legitimisten als zu früh betrachtet, schwerlich angenom­men wird.

La Presse" brachte heute eine aus frühern Schrif­ten Louis Napoleons zusammengestclltc republikanische Botschaft, welche dein Blatte die Konfiskation nach sich zog. Die echte Botschaft erfolgt erst morgen. Sie wird dem Vernehmen nach -sehr sanft und auf die Zustimmung der gemäßigten Majorität berechnet sein, und in Betreff der deutschen Händel die strengste Neu­tralität empfehlen. Heute ist jedoch die Rede von Auf­stellung eines Beobachtungskorps von 30,000 Mann an der Ostgrenze und von 20,000 Mann in den umliegenden Departements.

An der Börse große Schwankungen. 3pCt. 56, 90 (Baisse 30 C.); 5pCt. 91, 90 (Baisse 15 C.); Bankactien 2270 (Baisse l2Vz Fr.). Nach der Börse, 4 Uhr: 5Cpt. 91, 55. (London 9. Nov. 3pCt. Cons. 96%.)

Handels- und Börsennachrichten.

Frankfurt, 12. Nov. Die fortwährende Ungewiß­heit der Sachlage in Hinsicht der deutschen Angelegen­heiten, sowie Verkäufer hauptsächlich für auswärtige Aufträge, die sich am heutigen Markt zeigten, gaben der Börse ein flaueres Ansehen, und drückten größten- theils die Course Von österreichischen Effecten blieben 5pCt. Metall. 73 pCt., ^pCt. Metall. 63 pCt., Wienerbankaktien 1052, 1050 fl. 500 fl. Loose 145 pCt., 250 fl. Loose 91% pCt. Von den übrigen An­lehensloosen waren Kurhess. 40 Thlr. Loose 30% Thlr., Badische 35 fl. Loose 30% fl., Darmstädter 50 fl. Loose gefragter 74% fl. Süddeutsche Obligatio- waren mit weniger Ausnahme von diversen Sorten ziemlich fest im Cours.

Wien, 9. Nov. 5pCt. Metall. 91%; âpCt. 79%; 4pCt. 70%; Darlehen mit Verl. v. I. 1839 für 500 fl. 281 %; Actien der österreichischen Donau­dampfschifffahrt 500.

Bei der Expedition derFreien Zeitung" sind weiter folgende Unterstützungsgelder eingegangen:

I. Für die deutschen Flüchtlinge in London:

Bei einem Nachtessen in Geisenheim gesammelt durch die Redaktion des Rheingauer Volksboten 1 fl. 45 kr.

Von Frau Wittwe D......2 fl. 42 kr.

II. Für Lehrer Rühl zu Kamberg:

Von einigen Demokraten Qberlahnsteins und Brau­bachs, eigesandt durch Hrn. W. Jung in Braubach

3 fl. kr.

Von tif in S........ 30 fr.

III. Für Lehrer Kring in Höchstenbach:

Von -Ht in S........1 fl. kr.

Bekanntmachungen.

Regelmäßige Post- und Segelschifffahrt.

Das von mehreren deutschen Regierungen concessionirte Müreau zum Achutze der Auswanderer

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Für das Herzogthum Nassau suche ich einen soliden, thätigen, cautionsfähigen General-Agenten und für die verschiedenen Kreise solide Haupt-Agenten. Lusttragende wollen sich baldigst in frantirten Briefen an mich wenden. ^* H GeUlwweew.

Ankündigung und Einladung zur Subscription 1 auf (1384)

Heinrich Zsehokk.e s

Gesammelte Schriften.

Neue vermehrte Ausgabe.

Fünfzehn Bändchen in Taschenformat mit gefälligem Umschlags liefe fünfzehn Bândcheu zerfallen wieder in zwei Sammlungen, und zwar:

Erste Sammlung. (Bändchen 1 bis 10.)

Diese zehn Bändchen enthalten meiüentheils den Inhalt der bisherigen Ausgaben der Novellen, Erzählungen und Dichtungen in 10 Bändchen; sie bilden daher ein Ganzes, und werden, obschon während ihrem Erscheinen lieferungsweise berechnet, nicht einzeln abgegeben. Wer die erste Lieferung behält, macht sich zur Annahme aller zehn Bändchen ver­bindlich.

Zweite Sammlung. (Bändchen 11 bis 15.)

Der Inhalt dieser fünf Bändchen ist (außer einem Theil der Gedichte) bisher noch in keiner Sammel-Ausgabe erschienen; dieselben sind daher sowohl zu dieser neuen Ausgabe der Novellen, als auch zu den früher in gleichem Formate erschienenen 6., 7. und 8. Auflagen derselben als eine Fortsetzung zu betrachten, deren Anschaffung den Besitzern aller genannten Ausgaben nur an­genehm und willkommen sein kann.

Die fünf Bändchen auch dieser zweiten Sammlung werden, obschon lieferungsweise, sogleich nach vollendetem Druck ausgegeben, nicht getrennt, sondern wer das elfte Bändchen behält, macht sich ebenfalls zur Annahme deS zwölften bis fünfzehnten Bänd­chens verbindlich.

Die Ausstattung dieser neuen Ausgabe in dem beliebten Taschenformat, in welchem beinahe alle deutschen Klassiker erschienen sind, ist in Umschlag, Druck und beiden.Papiersorten eine schöne und gefällige.

Subscriptions - Preis: per Band 42 Kreuzer auf weißem Maschinenpapier.

Der SubscriptionS-Preis, wobei Baarzahlung verstanden ist, dauert bis Ende März 1851, nachher tritt ein erhöhter Ladenpreis ein.

Aarau. H. K. Sauerländer, Verlags - Buchhandlung.

In Wiesbaden nimmt die H. W. Rittepsche Buchhandlung Bestellungen an.

äs*» Für Auswanderer.

In Folge des von der Versammlung der Auswanderer am 3. d. M. zu Hofheim ge­faßten Beschlusses, am Sonntag den 17. November eine zweite Versammlung zu berufen, um einen Auswanderungs- und Colonisations-Verein zu begründen, wird solches hier­durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Wer diesem Verein beizutreten wünscht, sei es als Auswanderer selbst, sei cs um den Verein und seine Zwecke zu unterstützen, wird aufgefordert, sich an oben benanntem Tage, präcis 1 Uhr, in Kriftel, Amt Höchst, im Gasthofe zum Engel einzufinden, wo die Statuten des Vereins berathen werden sollen.

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Verantwortlicher Herausgeber und Verleger C. Ritter. Druck der E. Ritter'schen Buchdruckerei.