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Man neun,' bereits dieHamburger NaffrichM / die Deutsche" ,VrvS lauer",toppger Allg." und Lre Wcser-Zutuug". DieKöln. jtg." schrieb neulich: , Oesterreich steht wieder aus der Schwelle des Deopotis- mus!" Heute verbifiert sie dies dahin :Es hat die Schwelle bereits überschritten! Vogue la galière!

SchIes »ig - Holstei«.

* Die schleswig-holsteinischen Kanonenböte haben sich nach eine-n Gefechte mit demGenfer" und derFlora" von den friesischen Inseln zurückstehen müssen, sodaß Liese Inseln jetzt auch in der Gewalt ter Dänen sind, welche dieselben mit 6 Kanonenböten und 3 KanvuenjoUeu oku- yirtett.

In der Schlußberathung am 18. Sept. über Modi- fieationcn des chuShebungsgesitzes wurde von der Lanves- versammlung der Claussen'sche Antrag über die Wehr- pfllchtigkeit ter 18jährigen Mannschaft mit geringen Ver­änderungen angenommen.

Die Cholera ist, laut demHainb. Corresp.", auf der bei Alfen stativnirtcii russischen Flotte ausgcbrochcn und dänische Aerzte sind von Kopenhagen requirirt worden, um der Krankheit Einhalt zu thun. Sie soU auch in Flensburg st in.

I t a l i e «.

* Aus dem Kirchenstaate erhalten wir täglich neue Belege, wie weit die alte Pfaffenwirthschaft unter dem Schutze des Papstes bereits wieder gediehen ist, Der genueserGeniere u-crcantile" bringt ein Dokument, worin der Papst die Redakteurs des Icsuitenblattes L' Univers" belobt, daß sie sich im Gehorsam dem päpstlichen Ansehen gefügt, von Rom Tadel oder Be­willigung ihres Benehmens erwartet hätten. Sie wer­denberedte Vertheidiger und Vorkämpfer für die apostolischen Gerechtsame" genannt und schließlich nur ermahnt, ihren Feuereifer zu mäßigen, wenn dieß nach der Meinung des Pariser Erzbischofs der heiligen Sache auch nur einigermaßen nachtheilig seyn könnte. Das Schreibeil nähme also die Redacteure in Schutz, und tröstete sie freundlich über die Rüge des Erzbischofs. Ueber die Zustände im Kirchenstaate bringt dieOst- ! deutsche Post" und dieÄugsb. AUgeiu, Zeitung" aus - dem Privatschreiben eines k. t Offiziers folgende Schul- ' dernng:Man ist in der Stadt Bologna kaum seines Lebens sicher, man begegnet Gesichtern, aus deren Augen tausend Dolche sprühen. Die römischen Delegationen, besonders die Straßen von hier nach Ferrara "und An­cona, zwischen Imola und Forli, sind mit Raubgesin­del besäet. Man weiß nicht, ist der Räuber ein Grand Signor, ein Bauer oder ein Lump. Die mit Raub verübten Gräuel scenen überschreiten zede Phantasie. Ein garzes Iagerbataillon ip zu Raubercommautos aufge­löst. Gestern wurden sechzehn solcher Kerle erschossen, j und sechzehn zu 20-, 10-, 5 und Lsährigem schwerem i

Kerker, ein 13jähriger^ Bube zu" 3 Jahr Zuchthaus, zehn auf die Goleeren verurtheilt. Der Eilwagen von Ferrara hieher wurde Mittags 12 Uhr ganz ausge- raubt, vierzehn Personen verloren Alles. Man sagt, der Eilwagen soll 19,000 Scudi römische Gelder ent- halten haben. Raub, Mord, Anzucht sind die Gräuel des Tags. Und dieser tiefe unheilvolle Krebs liegt nicht allein in der Nation. Als die Regierung un­sicher war, entfloh sie, jetzt wo sie durch Franzosen und Oesterreicher sich sicher weiß, ist sie gegen jede billige Eoncession taub. Die arme Elaste ohne Ver­dienst, der Reiche, der Vernünftige gekränkt, beleidigt, bis zum uuvertilgbarcn Haß aufgestachelt, da nur der Geistliche zu Stellen und Würden gelangen kann das bildet den Stoff zur Revolution. So lange der römische Staat von Franzosen und Oesterreichern besetzt ist, kann keine Rede von einer Revolution sein, der erste Schritt, den wir hinaus thun, ist das allgemeine Zeichen der Revolution."

* Eine Correspondenz desEvennement" berichtet, daß ganz Calabrien im Aufstande begriffen und es be­reits zu heftigen Kämpfen »gekommen sei. Die Ha- feustavt Cotrono werde von einer königlichen Fregatte bombarbirt; in Nuastro, wo es zu einem Gefechte zwischen Iniurgenten und Negierungstruppen gekom­men, seien 23 Gensd'armen, 4 Soldaten der Muni- cipalgarde und mehrere Beamte fusiUirt worden, nach­dem das Volk durch den Terrorismus der Regierung so mißhandelt worden, daß in dieser kleinen Stadt allein von der Militärbehörde über 900 Haftbefehle ausgefertigt worden waren. Näheres fehlt noch.

Nepublik FranLreich.

^Paris, 21. Sept. Es herrscht die tiefste Stille in der Politik; auch die Blätter sind ohne alles Jntereffe. Ueber die sardinischen Vorfälle herrscht noch die größte Ungewißheit. Die Regierung in Turin soll mehre wich­tige Depeschen erhalten haben, über welche sie jedoch das tiefste Geheimniß beobachtet. Nach derplemvntesischen Zeuuug" wären die Gerüchte über den Ausstand bei Ver- haftung des Erzbischofs in Cagliari üb.rtrieben; andere Nachrichten besagen jedoch das Gegentheil.

Börse: Keine Geschäfte. 3Cpt. 58, 00 (Baisse 10 C ); 5Cpt. blieben auf 93, 60; Bankaktien 2310 (Hauffe 5 Fres.).

Verschiedenes.

Wiesbaden, 20. September. Warum gibt die Tannuv-Eisenbahn zum Besten des Publikums wie zum Beilen der Aetionäre, nicht die Telegraphencommunication gleich andern Eisenbahnen zwischen Wiesbaden, Mainz UNV Frankfurt Im nach dem Zwecke, zu welcher derlei

für die Wohlfahrt der Menschen entstandene Cvmmnni, cativnömiitcl ins Leben getreten sind? Ist hierin viels . leicht eben ein solches Princip vorhanden, wie es im Anfänge bei ter Zeichnung zu den Aktien rc. rc. nur ' zum Besten weniger Anccrlrsrmr vorhanden war? Einem i Fabrikanten aus Gienen war während der Frankfurter ; He rost nn ffe sein Waarenlager leer geworden. Er wände : sich an die Telegraphenlinic in Frankfurt zur Mittheilung i hiervon nach Gießen gegen Abend; des andern Mittags war sein Lager mit seinen Fabrikartikcln febim wieder gefüllt und er zahlte hierfür 1 fl. Gebühr für die De­pesche. Wie lange wird es in dieser Gegend noch dauern, wo Deutschland um alles gekommen, bis die Menschheit zn ihrer menschliche Gerechtsame gelangen wird!

Mit dem 1. Oktober soll die linunterbrochenc Ver­bindung sämmtlicher txntfd'cn Telcgraphenlicnien endlich erfolgen , jsv daß man von Aachen oder Stettin direkt mit Triest korrespondiren kann und zwar für Depeschen bis zu 20 Worten sehr wohlfeil. Auch die Telegraphen- verbinvnng mit Belgien (Lerviers als gemeinschaftliche Grenzstation) soll am 1. Oct. erfolgen. So wird we­nigstens derAugsb. Allg. Zig." geschrieben.

^ Einer einzigen nordamerikanifchen Telcgraphenge- lellschaft gehören jetzt schon 1000 Meilen. Die Linie geht Lurch Ohio, Indiana und Illinois. Die Gesellschaft macht gute Geschäfte.

Dem Vernehmen nach haben sich die Direktionen der verschievenen norddeutschen Eisenbahnen nach dem Beispiele der süvdeutschen geeinigt, vom 1. Januar f. J. an den bisherigen freien Transport von 50 Pfund Passagiergepäck aufzuheben und den Reisenden nur das zur Aufnahme in die Waggons zu gestatten, was die übrigen Passagiere nicht behinderte

* In Erfurt, in dieFriedensstadt", in welche Buben kamen, um neue Sekten zu stiften", wie Dom- dechant Würschmidt sich bei der Debatte zu äußern be­liebte, haben die weisen Väter der Stadt das Gesuch dcutschkatholifchen Gemeinte um Ucberlaffung des Rath. Haussaales mit allen gegen zwei Stimmen abgclehnt! Auch eine schöne Gegend!

F r « ch t p r e i f e.

Diez, 19. Sept. lr. Preis. 2r. Preis.

Rother Waizeu.....14 ff. 25 fr. 13 ff. 42 fr. Weißer Walzen .....14 ff. 5 fr. 13 fl. 30 fr. Korn.........11 ff. 40 fr. 10 ff. 10 kr.

Gerste........8 ff. fr. 7 ff. 40 fr.

Hafer ......1 . & ff. 35 fr. fl. kr.

Erbsen.......- ff. fr.

Bekanntmachungen.

01853 Edictalladuttg.

Den Concurs über das Vermögen des Friedrich Krämer und denen Eh.frau Mana Katharine, geb. Trog von Bechtheim betr.

Nachdem das Concurserkenntniß des »n- terz'ichncten Justiz-Amtes vom 6. April I J. durch Erkenntniß des Herzogl, Hof- und Appel- laticnsgerich:s vom 27. August l. J. bestätigt und somit rechtskräftt,g geworden ist, so wird zur Anmeldung dinglicher und persönlicher Ansprüche an die ConcurSmassc der Friedrich Krämers Eheleute von Bechtheim Termin auf Mittwoch den 30. Oktober l. I.,

Morgens 9 Uhr, dahier an beraumt, bei Vermeidung des Rcchtè- uachtheilö des ohne werteres Dekret eintreten- d.eii Ausschlusses von der vorhandenen Masse.

Wehen, den 9. September 1850.

Herzoglich Nassauisches Justiz-Amt.

Appel.

«197) Edictalladung.

Nach eingetrctcner Rechtskraft deS den Concurs über das Vermögen des Markus Usinger und dessen Ehefrau Katharine, geb. Thoma von Ruppertshain, erkennenden Ur­theils vom 27. v. M. wird zur Anmeldung dinglicher und persönlicher Ansprüche Tagfahrt auf Mittwoch den 16. Oktober l. I.,

Morgens 9 Uhr, bei Vermeidung des von Rechtswegen ein» tretenden Ausschlusses von der vorhandenen Concursmasse anberaumt.

Königstein, den 9. September 1850.

Herzoglich Nassauisches Justiz-Amt.

I c ck c l u.

(1201) Bei H. Barth in der Knchgaffe ist eine vollständige Laden-Einrichtung billig zu verkaufen, auch ist der Laden nebst Logis stünd­lich zu veriiiiethen.

01951 Einladung zum Abonnement

auf die

Mainzer Zeitung.

Mit Anfang des nächsten Rionats beginnt ein neues Abonnement auf die Mainzer Zeitung Die Interessen, welche ffe bis jetzt vertrat, werden auch ferner eine entschiedene Vertheidigerin in ihr finben. Die Sache res Volkes bleibt die ihrige.

Bestellungen bei allen Postämtern Deutschlands (für Frankreich bei G. A. Alexandre in Strasburg, Brandgaffe Nro. 28, und bei demselben in Paris, rue Ndtre-Damé de Nazareth 23) bitten wir möglichst bald zu machen, weil nur bei rechtzeitigem Eintreffen der Bestellung in Mainz auf vollständige Exemplare gerechnet werden kaun.

- Der vierteljährige PränumerationSpreis beträgt für Mainz 2 Gulden. Im Großherzogthum Hessen, der Provinz Hanau, in Nassau, Hessen-Homburg und Frankfurt erlassen die Postämter daS B . tt zu 2 fl. 30 kr. vierteljährig, während in entfernteren Gegenden der Postaufschlag sich ver- hâitnißmâßig erhöht.

Ankündigungen werde!» mit 4 Kreuzer für die vielspaltige Petitzeile ober deren Raum berechnet. WMainz, im September 1850. Die 0xpedition der Mainzer Zeitung.

11 1 Abonnements - Einladung.

Die Hanauer Zeitung, welche bisher stets für^die Sache des Volkes gesprochen, wird auch fortan denselben Werz gehen, und um so mehr für F,eihe>t, Wahrheit und Recht zu sümpfen sich berufen fühlen, als gerade in der Gegenwart die Feinde des Volkes und der deutschen Napo- naleinheit riickfichtstoser als je auftreten.

Die Blätter der Vergangenheit und Gegeiltvart, als Beilage zur Hanauer Zeitung, liefern des Mannichfaltigen viel in Erzählungen, Biographien, historischen und andern wiffenscha.ft- iicheri, sowie auch belletristischen Aufsätzen und Gedichten.

Für Insertion, die durch die große Verbreitung der Hanauer Zeitung von Erfolg sind, wird »er Zeile ans gewöhnlicher Schrift 4 fr. berechnet.

Man abonnirt bei allen löblichen Postämtern. Der halbjährige Preis ist 2 Thlr. 4% Sgr.,. b weit daâ Blatt durch die Tburn- und Taris'sche Post erpedirt wird. Neu hir.zngehende Abon- . entea erhalten vom Tage der Bestellung an die Nummern bis 1 Oktober b. I. gratis.

Hanau, im September 1850. Die Redaction der Hanauer Zeitung.

Geborne, Proclamirte, Getraute und Gestorbene in der Stadt Wiesbaden.

Geboren: Am 18/ August dem Herzogl. Probater Friedrich August Neuendorff ein Sohn, N Karl Friedrich Eberhard. Am 26. August dem Schneidermeister Georg Adam Frick, B. zu Marxheim, ein Sohn, N. Joseph Clemen» Karl. Am 27. August dem h. B. und Staats-Caffen-Pcdell Philipp Christian Felser ein Sohn, N. Wilhelm Ludwig, Am 3, September dem h. B. u. Flurschützen Philipp Daniel Momberger Zwillinge: 1) ein Sohn, N. August Jacob; 2) eine Tochter, N. Anne Margarethe Elisabethe. Am 15. September dem H. B. u. Metzgcrmcistcr Cornelius Blumenschein eine todtgeborne Tochter.

Proclamirt: Der Herzog!. Ministerial-Accesstst Adolf Hermann Karl Ludwig Wilhelm Grimm, ehl. leb. Sohn des Herzogl. Decans Friedrich Wilhelm Grimm zu Diez, und Pauline Linz, ehl. led. Tochter des Herzog!. Landoberschultheisen Stephan Joseph Linz.

Gestorben: Am 13. September Marie Karoline, dcö Feldwebels Philipp Haus Tochter, alt 1 I. 9 M. 24 T. Am 16. Septbr. Jacob, des h. B. u. Lithographen Jacob Zingel Sohn, alt 1 I. 2 M. 27. T. Am 16. Septbr. Karoline, des H. B. u. Kutschers Martin Dietz Tochter, alt 2 I. 2 M. 26 T Am 17. Septbr. Philipp Jacob Ulrici, alt 76 J. 2 M. 27 T. Am 18. Septbr. Anne Marie Sngelmann aus Neudorf, alt 20 J. Am 18. Septbr. Philipp Jacob Wilhelm Adolf, des H. B. it. Kaufmanns Johann Georg Reinhard Schmidt Sohn, alt 1 I. 8 M. 29 T. Am 18. Septbr. Klothilde Wilhelmine Elisabethe, des H. B. u Fuhrmanns Christian Heinrich Höhner Tochter, alt 14 I. 8 M. 13 T. Am 20. Septbr. der Herzog!. Blblolheksecretär Johann Phiüpp Zimmermann, alt 54 I. 1 M. 19 T. Am 20. Septbr. Anne Elisabethe, geb. Weprauch, des Blaufärbers Christian Baumann zu Idstein Wittwe, alt 73 J. 28 T.

Die ans ber diesjährigen Gewerbeausstellung zur Verloosung anögewählten Gegenstände bleiben noch während dieser Woche zur unentgeltlichen Ansicht ausgestellt und sind fortwährend Loose im Lokal der Ausstellung und bei Hrn. I Haas zu beziehen.

Wiesbaden, den 23. September 1850.

(1206) Die Gewerbe - AuSstellungs Eommission.

Hilferuf an alle Menschenfreunde

Ein großes Unglück ist am 17. d. M. in Elz, Herzog!. Naff. Amts Hadamar, geschehen. Mittags 12 Uhr brach Feuer aus und griff, vom Winde begünstigt, so rasch um sich, daß in eini­gen Stunden 52 Wohnhäuser, 25 Scheunen, 74 Viehsiälle und 4 Holzremisen abbrannten. Da­durch sind 340 Personen obdachlos geworden; Viele haben alle ihre Habseligkeiten verloren und nur das, was sie auf dem Leibe trugen, gerettet. Feldfrüchte, Hen, Grummet rc. sind ein Raub der Flammen geworden. Das Elend ist unbeschreiblich, die Noth furchtbar, schreiend, und der Winter vor der Thüre. Unser Hilferuf ergeht an Euch, ihr Menschenfreunde, nah und ferne, eilet und helfet, soviel Ihr könnt und womit ihr könnt. Kommet Euren unglücklichen Brüdern nicht allein, mit Geld, sondern anch mit Lebensmitteln, Kleidungsstücken, Saatfrncht, Fütterung, Stroh it. f. w. zu Hilfe. Die geringste Gabe nehmen wir dankbar entgegen unb versprechen die' gewissenhafteste Vertheilung. Der Ausschuß zur Unterstützung der Abgebrannten:

Reiserth, Pfarrer. Aruold, Bürgermeister, Monno, Lehrer.. Braun, Weimer, Müller, Göbel, Gemeinderäthe. Anton Schneider. Konrad Faust. Georg Berneiser. Philipp (1209) ____________________________Bausch. Arnold, Wirth. _

(1187) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vorrätig;

Dev Traum Görgetss,

Ein Bild in groß Folio.

Preis: 24 Kreuzer.

Der Reinertrag ist zmn Besten der ungarischen Fliichtlinge bestimmt.

Verantwortlicher Herausgeber und Verleger C. Ritter. Druck der C. Ritter'schen Buchdruckern.