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wVrfadjn Bczichung als auf MlisicrsPukn hiudeuten. IhcHanptvorzug ist der, daß sie ganz und gar von der @ r i fH id,seit emanzipirl si ud und zwar ist dies 11 iib t nur bei den Hotieren poI y tca- niscden Sedulen, sondern auch schon bei be-n G e w. r l' c' ch u I e u d k r § a 11, w e 1 ch e V o n 1215; i ä 1 rig ( N Krr o e II besucht werden. Der Orts- geistlicht ist höchstens als Ncbeulchrcc beigezogen, u.n wöchentlich einige Neligionsslunde» zu ertheilen. Jede technische Anstalt Dayernö hat einen technisch gebildeten Rector. Einen Geistlichen, der feinem Bildungsgänge gemäß aller technischen Kenntnisse und Fertigkeiten er­mangelt, an die Spitze einer technischen Anstalt setzen, heißt nichts anderes, als diese von vorn herein zu einer gewöhnlichen Elementarschule stempeln. Der In- spector will natürlich nicht beständig an seine Unzu­länglichkeit erinnert sein, und erstickt daher alles das im Keime, was die Schule, der er vorsteht, über das Niveau einer gewöhnlichen Volksschule erheben könnte. An jeder technischen Anstalt unseres Landes wird jähr­lich durch einen NegierungScommissär eine Prüfung abgehalten, nach derselben in einer Conferenz der Zn- stand der Schule besprochen, das Protokoll von ^imt« Uchen Lehrern unterzeichnet, und jedem gestattet, seine speziellen Bemerkungen beizufugen. Dieses Protokoll bildet dann die Grundlage uilb Beilage zu dem Be­richt, welchen der Prünlngscommissär der Regierung einfenbet. Welch gewaltiger Contra st zwischen diesem Verfahren und dem in manchem andern Lande, wo der geistlicheSchulherr" im stillen Kämmerlein und lediglich der Eingebung des Augenblickes folgend seinen Bericht entwirft, der dann der Regierung für die Zu­kunft von Lehrern maßgebend ist, die zu beurtheilen der Schulinspector in Folge mangelnder Kenntnisse sich gar nicht anmaßen sollte. Einen großen Theil der. technischen Schulen inspizirte Ministenalrath Hermann am Ende des Schuljahres selbst; er bemühte sich, jeden Lehrer persönlich kennen zu lernen und junge Talente für das technische Schulwesen heranzuziehen. Das technische Lehrpersonal wird daher die Rcactivirung Hermanns freudig begrüßen Die au der kur- hessischen Gränze ausgestellten Puppen sollen, sicherem Vernehmen nach, nicht zum Eunucken in jenes Land, sondern nur zum Schutze Bayerns an die Grenze ge­schickt worden sein.

Prag, 10. Sept. (AngSb. Allg. Ztg.) Das war ein falscher Prophet der den Beginn der goldnen Zeit auf das Jahr 1850 sey setzte; Eine recht crgmcktiche Zeit, nicht bloß in Politik! Betrachten wir unser Land: Brande, Cholera, Katoyeliauie'. Dw Cholera herrscht jetzt besonders stark im Zitschâr und Pardn- bitzer Kreise; um nur ein Beispiel zu erwayneu: sie Bevölkerung des Stäbchens Rowensko wurde von ihr beinahe bccimirt; im Westen hat sie bereits die höchste Höhe des Erzgebirgs erstiegen; die Kartoffelfäule zeigt sich besonders im Zitschiner Kreise, im Gebirge und in der Ebene.

Wien, 11. Sept. Der Lloyd bespricht heute die Mißhandlung des Generals Haman. Grace die Leute, we.che es mit dem General gut meinte i, lät- ten i^rc Mißbilligungen über diese Rundreise schon im, re geäußert. Der Wiener Geschäftsbericht hatte zw.it mih^iieiit, de Banrbehordeu patten vom Mi- Nisierium eie schriftliche Ve>ncherung erpalien, daß die Baut tnuii:g vor den Angnj,eu der Preise geschützt werden soue. Der heutigeLwyc" bringt aber wie­der einen iirtücl, woxn wohl in etivaS innigerem Ton, aber doch nur Scharfe der Bank ihre alte Siiiide vorgehalten wird, daß sieeen Staat übervorlheckt habe und jetzt arger als je übervortheile."

Wien, 12. Sept. (Nat.-Z.) Gestern erzählte man in wohlunterrichteten Kressen, der dänische außecordent- ltche Geschäftsträger Pechlin sei beim Fürsten Schwar- zenberg gewesen, um mit diesem über die Deârmirung Holsteins Liuckchräche zu nehmen. Furg Schwarzenberg soll erklärt haben, die Desinnungen Oesterreichs könn­ten seit der Unterzeichnung des Londoner Protokolls nicht zweiselhaft sei»; Oesterreich wolle die Integrität des dänischen Reiches, doch bevor es weitere Schritte thun könne, müsse Dänemark erklären, in welchem Verhältnisse es in Zukunft zu Deutichlano stehen wolle, es müsse vorzüglich genau sormuilren, welche Bezu> Hungen es mit seinem Gesamnustaate zu einem oster» reichisc^deutschen Zollverein treten würde.

Triest, 9. Sept. (Augsb. Allg. Ztg.) Mit dem heute elngetroffenen Dampfschiff aus der Levante ist auch Frau Louise v. Ruttkay, geborne Kossuth, die Schwester des magyarischen Gouverneurs, hier ein­getroffen. Sie hatte ihrem Bruoer seine drei Kinder nach Klutahia gebracht, nuv war an Bord cines fran­zösischen Dampfers nach Athen gekommen, wo sie die Quarantäne durchwachte, und dann hierher reiste.

S ch l e s w i g - H o l st e i n.

* Auch die Landesversammlung scheint in ihrer Majorität mit Blindheit geschlagen zu sein. Sie will ! nicht begreifen, daß das eigene Volk und die auswär- - tigen Stämme sich nur dann wahrhaft und ganz an 1 dem Kampfe beteiligen werden, wenn er im Li amen der Freiheit geführt wird, im Namen der ganzen ungeteilten Volköfeecheit. Trotz der beredten Motivi- liingen der Abgeordneten Lafaurie und Claussen wurde die Dringlichkeit der Anträge auf allgemeines Wahlrecht und auf Einrichtung von Schwurgerichten für Verbrechen, welche Zuchthaus und Festungsstrafen nach sich ziehen, nicht anerkannt Major Wyne- ken, UlUerchef im Generalstabe, hat seinen Abschied eingereacht und erhalten. Ihm, dem Abgetretenen, wer­den nun alle reaktionären Schritte des Generalstabes ausschließlich zur Last gelegt, ihm, dem gewesenen Unterlief- Er wâr bekanntlich die rechte Hand Wil­li sc ns und die Linke sollte nie wissen, was die Rechte theil L Weiß doch Herr von Willissen immer ganz genau die Stelle aussindig zu machen, die der Feind

mit Ueber macht besetzt hält. Die letzten Gefechte bestätigen wiederum dieses sein Feldherrntalent. Obei st v. Gerhardt heißt cs, habe einen Gueril­lakrieg eingeleitet, der den Dänen viel Leute koste bei dem aber die Unserigen noch keinen Mann verlo­ren hätten. Nur schade, daß diesesKleinkrie­ge, s" Talent sich so post fee um entwickelt.

MeMbèi? Krcritkrcich

Packs, 12. Septbr. (N.D.Z.) Wie ich Ihnen schon vor einigen Tagen mittyeilte, steht die Gesellschaft deszehnten Deeenibers" unter russischem Einfluß und erhält bedeuteni e Geldmittel von dem Kaiser von Ruß­land. Zur Bestätigung dieser Nachricht kann ich Iy- nen heute mittheileii, daß der General Piar, der Prä­sident dieser Gesellschaft ist, von dein Heil. Nicolaus den St. Annenordcn in Diamanten nebst einer ansehn­lichen Summe Geldes für die seiner russischen Maje­stät geleisteten Dienste aller Art erhalten hat. Beit.s war von einem eigenhändigen Briefe des Kaisers be­gleitet.

w Paris, 15. September. Privaibriefe aus Nom rersichcru jetzt auf das Bestimmteste, daß am 12. in Nom die neuen organischen Gesetze proklamier werden würden; dennoch glaubt hier noch sein Mensch daran. Die Lücken in der französischen Besatzung in Rom sind durch eine neue Truppeusendung etwa 1000 Mann, die derVuuban" in Civita-Lecchia aus Land setzte, aungefüllt worden. Zu Piemont entwickelt sich nun auch in den Prvvinzialräthen eine heftige Bewegung zur kirchlichen Reform. Mehre dieser Provinzralcouseils haben mit starker Majorität den Wunsch beschlossen, der Staat solle die Kirchcugüter eiiiziehcn.

* Paris, 16. September. Noch immer herrscht in den Blättern mit Ausnahme der bonapartistischen ein Schrei des Unwillens über die Scenen bei der Rückkehr des Präsidenten. Es sind Personen mit Mes­serstichen verwundet worden, weil sie nichtVive Na­poleon! initschreien wollten. Die Dir-Dezembristen haben gerufen:Vive PEmpereur! Aux Tuile- ries! und Carliers Leute, die sonst überall thätig sind, rührten sich nicht. DerNational" fordert jetzt auf, daß jeder sich selber Recht verschasse, da die Be­hörden dem Unfug des Gesindels nicht steuern zu dürfen schienen. Die Elysec-Blätter machen die Sache dadurch noch ärger, daß sie notorische Thatsachen ableugnen oder als unbedeutend hiiistellen.

Die Dir-Decembristen sammeln jetzt Unterschriften zu einer Petition, worin sie fordern: 1) Revision der Verfassung; 2) Präsidentschaft auf 10 Jahre für Louis Napoleon Bonaparte; 3- eine Civilliste von 6 Millionen; 4) als Prasideutemvohuung die TuiUcrien. - In Pernambuco soll der französische Konsul in'Folge von heftigen Zerwürfnissen mit der brasilischen Regie­rung seine Flagge eingezogen und seine Landsleute unter den Schutz des englischen Konsulats gestellt haben.

Bekannt m a ch u n g e n.

Der Set sauf der febfe zur Ausipiciung S>k aus der diesjährigen Gewcrbc-Ausfte.lniig angefauften Gegenstände wud Samstag den 21. d. Mts. geschlossen.

Die zur Berioesuiig tefttminten Geßcnstanve find ooai nächsten Lvnücrstag an im Local der Ausstellung zur unlNtgUdiichcii Ansicht besonders jufanunenjefttöt.

Wiesbaden, den. September 1850.

(1179) Die Gewerbe - Nussiellungö-Kontmissivn.

Einladung zur Anpflanzung von Maulbeer- bäumen für die Seivenzucht.

Zweijährige ausgesuchte, schöne Maulbcerpflanzcn von der dreitolält'rigen Sorte der Morus moretti können zu dem sehr billigen Preis von 3 fl. 30 fr. für Hundert Stuck bezogen werden und werden zu diesem Preis dem Pflanzer frei übs-iicfert. Geringere Bestellungen, als zu 50 Stück, können nicht berücksichtigt werden. Dagegen werden dreijährige Pflanzen, das Stuck zu G tr., in beliebiger Anzahl abgegeben. Adresse: Manda für Sei tonbau zu Wiesbaden.

Der Vorstand der Gesellschaft für Förderung der Seiden- zucht im Herzvgthum Nassau.

U BB i EA JZ«

Conccssivnirtc Dcussch-Englisch-Amcrikanis^ Gesellschaft zur Beförderung von

A » s wabi ikreria aaaeh Aeherika über Rotterdam und Liverpool.

NeZel'müs^iHe WöehenLLèche PaäcL ^Kchifffahrt auf den ganz neuen, zum Zweck der AnSwanderer-Beforberuiig eigens eingerichteten Nords,Amerikanischen Schiffen der ISSteek Stier Oomgbssiy in .¥e^~Wttrk.

Diese Reise-Gelegenheit ist die beste; sie ist die schnellste und ficherste.

Neue

Deutsche Zeitung.

Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues vierteljähriges Abonnement auf dieNeue Deutsche Zeitung." Die Tendenz derselben ist bekannt und bleibt unver­brüchlich dieselbe, die sozial-demokratische. Sie wird täglich Nachmittags auSgegeben; Sonntags erscheint jedoch nur eine Beilage und zwar Morgens. Ein Feuilleton bespricht die Erscheinungen in Kunst unb Literatur.

Die Postämter sämmtlicher deutschen Staateu nehme» Bestellungen an. Im ganzen Fürstlich Thurn- und Taxiü'schen Postverwallungsbezirk einschließlich Württem­berg und Hohenzollern kostet das Blatt vierteljährig 2 fL 30 kr. rh.; in den übrigen deut­schen Staaten einschließlich der österreichischen Kronländer vierteljährig 2 fl. 49 fr. Einige Staaten erheben noch außerdem einen geringen Stempel.

Für Frankreich, Spanien k. nehmen Bestellungen auf: G. A. Alexandre, 28 Brandgaffe in Straßburg; derselbe in Paris, 23 rue Notre Dame de Nazareth; für England, Amerika rc. P. A. Delizy & Comp., 13 Regent Street, Pall Mall in London.

Frankfurt a. M, im September 1850.

Expedition der Neuen Deutschen Zeitung.

(1063) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vonäihig:

Die Phisiognomie -Gunbewitts in den Kriegsjahren 1848 und 1849.

Von Chr. Wollesen, Hauptprebiger in Broucker. Preis: 27 Kieuzcr.

Ueberfahrts-Preis von Mainz oder Biebrich bis New-Bork: Für einen Erwachsenen................fl. 68. ein Kind van ein bis 12 Jahren.............. 54.

In diesem Preis ist einbegriffen:

a) Der ganze Seeproviant, (Schiffsbrod, Reis, Mehl, 12 Pfund Fleisch k.)

b) Freies Logis und Berkostigung in Liverpool, von bet Ankunft daselbst bis zur Abreise, im eigenen deutschen Gasthause der Union.

c) Kostenfreie Beförderung von zwei Zeuture Gepäck für einen Erwachsenen und eines Zentners für ein Kind.

d) Alle Leistungen der Amerikanischen Gesellschaft bei Ankunft der Passagiere in New-Ner h (stehe das Nähere in meinem Prospekte.) tJcde Expedition wird von einem in meinen Diensten stehenden Conductenr bis Liverpool begleitet.) tW'iWixeim lieegea*

in Frankfurt a. M. und Mainz.

Agenten im Herzogthum Nassaa: Herren Gebrtitlcr SSIces in Biebrich und Wiesbaden, General-Agenten; Herr Varl Streicher? Goldarbeiter in Limburg n. b. Labn ; Herr Bürgermeister Schtiug in Wiedselters; Herr «Philipp fSstaffier in Bamberg; Herr C. A. «ielor in O b e r l a h n st e i ii; Herr Varl Schneide? in Weilburg. (1137)

Durch die H. W. Ritter'sche Buchhandlung in Wicöbadcn ist zu beziehen: Australien und seine Kolonien, Süd-Australien, Austealia, Felir rc. Ein

Handbuch für deutsche Auswanderer von F. K. Haßkarl. Preist fl. 48 kr.

(1180) Ich suche für meinen Sohn, welcher am 10. November vorigen Jahres conscribirt und auf den 30. September d. J. eingerufen wurde, einen Einsteher. Wer bis dahin ein­treten will und kann, beliebe sich an mich zu wenden

Eschhofen, den 15. Septeinber 1850.

Sirentsr, Bürgermeister.

0(1121) In einer Amtsstadt des Her- zogthums Nassau ist ein gut rentiren- bes Wohnhaus, worin eine Gast- Wirthschaft mit dem besten Erfolg be­trieben wird und welches sich auch zu jedem andern Geschäft und Fabrik eignen würde, un­ter annehmbaren Bedingungen zu verkauft». Näheres in der Erped. d. Bl.

Vcrantwc tlicher Herausgeber und Verleger C. Ritter. Druck b« C. Ritter'schen Buchdruckerei.