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Mr außerordentlichen Sitzung zusammenberufen wurde, Wüju Nadowitz von Potsdam kam, um zu präsidiren. ; Dinge von Wichtigkeit liegen vor; welche, sagt dieLith. gor. nicht; doch wird die Uniouskrisis wohl der Ge- , Zustand gewesen sein. Man muß sich jetzt nothwendig zu etwas entschließen.

Breslau, 23. August. (N. O. Ztg.) Das Wal- : d e ck'sche Echrengesch e n k mußte heute Vormittag | wirklich aus dem Schaufenster genommen werde». Es j erschienen nämlich ein Polizei - Kommissarius und ein , GciiSd'arm und verlangten die Wegnahme mit der j Drohung, sie würden es im Falle der Weigerung selbst , entfernen. Der Gehülfe des Herrn Jackwitz gab | endlich nach, daß bei der gewaltsamen Wegnahme leicht ; ein Theil des Werkes beschädigt werden konnte. So i steht nun das Geschenk in dem Atelier des Hrn. Jack­witz, wo sich noch zahlreiche Besucher einsinden.

* In Schwerin sollten am 26. August die Wah­len für die neu zu berufende erste gesetzgebende Lan- : vesversammlung beginnen; statt dessen erschien am 23. i eine Verordnung, durch welche die Wahlen bis auf; Weiteres abbestellt werden.

§ Leipzig, 26. August. Werden Sie es für mög­lich halten, daß dieDeutsche All. Ztg." mit Beschlag belegt werden konnte? Und doch ist es geschehen. Noch unerhörter aber ist die Veranlassung. Die Ne­gierung hatte Abschaffung des Kalenderstempels bean­tragt, die Stände aber haben die Beibehaltung be­schlossen. Darüber ruft dieD. All. Ztg." aus: Vater vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun!" Der Magistrat ko»siszirt dieses Ausrufs wegen die Nummer. Und was thut dieD. Allg. Z."? Sic mentet sich an die höhere Instanz. Ganz gut. Aber wie motivirt sie dies? Es sei in dem Artikel nur ein Tadel über einen Kamm erbe sch lu ß ent- gesprochcu, der gegen die Ansicht des Ministeriums ausgesprochen worden sei. Also beansprucht sich die Tn Allg. Ztg." nur das Recht des Tadels über die der Regierung mißliebige Beschlüsse.

Ansbach, 24. August. (N. C.) So eben ist der frühere Nedalteur desFreien Staatsbürgers," Joseph Heidenreich von Mutterstadt, augcklagt des Vergehens der Amtschrdnbeleidigung, verübt durch Mißbrauch der Presse, von den Geschwornen freigesprochen worden.

w München, 25. August. Eine neue Verwicklung droht!? Neulich wurden das Musikkorps des 2. bairi­schen Jägerbataillons auf einerKunstreise" (die Kunst geht nach Brot" hieß es auch hier) in Coblenz ange­halten. Dies soll jetzt (ä Mainz) zu einer diplo­matischen Verhandlung zwischen München und Berlin Anlaß geben, behauptet das Fr. J. ohne Angabe der Quelle.

München, 25. August. (A. A. Z.) König Otto von Griechenland ist am 24. in Triest glücklich gelan­det und setzt heute seine Reise über Salzburg nach Bayern fort. Wir dürfen dessen Ankunft in München, wie ich höre bis zum 20. d. erwarten. Die Zeit seiner Anwesenheit in Bayern soll auf zwei Monate vorläu­fig bestimmt sein'

^ Wien, 22. August. Wir sind außer Sorge wegen der Beilegung der Zwistigkeiten zwischen unse­rem und dem preußischen Kabinett! (Beiläufig möchte ich die deutschen Politiker bitten, nicht zu sagen: zwischen Oesterreich und Preußen! Denn die Völker sind nicht uneins, sie sollen es nur schei­nen; die Kabinete sind einig und sie wollen nur nicht eher den Schein haben, bevor sie die Völker nicht uneins wissen.) Wir sind außerSorge, sage ich, denn nachstertagS kommt Graf Nesselrode hierher und wird Alles ausgleichen, was noch uneben ist. Schon zieht unsere Offizielle, dieWiener Zeitung", merklich die Hörner ein; sie reizt Preußen nicht mehr so schonungs­los, da das Kabinet seinen Zweck vollkommen erreicht hat: Preußen in der öffentlichen Meinung der deut­

wendige Folgerungen aus dem Grundgesetz der menschlichen Frei­heit, daß das Bedürfniß, sie zu verkündigen, das Dasein des Despotismus oder die frische Erinnerung an denselben voraussetzt. Die Gesellschaft ist verpflichtet, für das Auskommen aller ihrer Mitglieder zu sorgen, sei es nun, daß sie ihnen Arbeit verschafft, oder daß sie den Arbeitsunfähigen Eriftenzmittel sichert. Die unentbehrlichsten Hülfsmittel für denjenigen, dem das Nöthigste fehlt, sind eine Schuld dessen, der lleberfluß hat. Das Gesetz hat die Art der Abtragung dieser Schuld zu bestimmen. Die Bür­ger, deren Einkünfte nicht das zur Bestreitung ihres lliiterhaltes Nöthige übersteigen, sitid nicht verpflichtet, zu den öffentlichen Aus. gaben beantragen: die Anderen müssen dieselben in gesteigertem Verhältniß, je nach dem Betrag ihres Verinögens, übernehmen sprogressioe Einkommensteuer). Die Gesellschaft muß mit allen ihren Kräften die Fortschritte der allgemeinen Bildung befördern und den Unterricht allen Bürger» zugänglich machen. Das Volk ist souverän; die Regierung ist sein Werk und fein Eigen­thum , die Beamten sind seine Diener. Das Volk kann seine Regierung beliebig ändern und seine Bevollmächtige» abberufen.

DaS Gesetz ist der freie und feierliche Ausdruck des Volks- willeiis. Das Gesetz muß für alle gleich sein. Das Gesetz kann nur verbieten, was dem Gemeinwohl schädlich ist, und nur gebieten , was demselben nützt. I» jedem freien Staate muß daS Gesetz hauptsächlich die öffentliche und persönliche Freiheit gegen die Gewalt der Regierenden sicher stellen. Jede Einrichtung, welche nicht das Volk als gut und die Be­hörden als bestechlich voraussetzt, ist fehlerhaft. Kein Theil des Volks kann die Macht des ganzen Volks auSüben; aber der Wunsch, den er ansspricht, muß beachtet werden als der Wunsch eines Theiles des Volkes, welcher zum allgemeinen Willen beizu- tragen hat. Jede Abtheilung des versammelten Souveräns muß das Recht haben, ihren Willen mit vollständiger Freiheit auszu- sprechen; sie ist dnrchans unabhängig von allen Behörden und befugt , ihre Berathungen selbstständig zu ordnen und zn über­wachen. Alle Bürger sind zu allen Aemtern zulässig, ohne einen

schen Klein- und europäischen Großstaaten so zu rui- nireu, daß sein früher so großer und von unserem Staatskanzler nie ohne Neid gesehener moralischer Ein­fluß für viele Jahre vernichtet ist. Graf Nesselrode, ; der gewandte russische Diplomat wird jetzt sein:Sie volo! Sic jubeo!" (So will ich's! So befehl ich's!) bringen und dann werden Sie sehen, daß wieder ein Herz und eine Seligkeit zwischen hier und Berlin herrscht. Daß die Ausgleichung wegen der Mainzer Frage durch ein Schiedsgericht nur eine Formula- rität ist, wobei Preußen gegenüber nicht einmal be­sondere Rücksicht genommen wird, (oder soll ich lieber sagen: wobei Preußen nicht einmal besondere Rücksicht i in Anspruch nimmt!) können Sie aus dem Umstande ; schließen, daß erstens Oesterreich Baiern, in diesem Punkte sein anderes Ich (alter ego) ernannt und zweitens Preußen demselben Oldenburg seine Zustim­mung gegeben hat, dessen Agent Hofmarschall Graf Nokoldy seit Kurzem hier weilt, um die Adhäsion seines Hofes zur Politik des hiesigen Kabinetts aus- i zudrücke». Das hiesige Kabinet hat also beide Schieds­richter von vorn herein für sich; wenn Preußen da- ; her Concessionen gemacht werden, so sind dies reine ! Geschenke, wofür das preußische Kabinet sich durch ' Aufgeben der Union wird dankbar erweisen müssen. Das Merkwürdigste bei diesen Merkwürdigkeiten ist endlich der Umstand, daß Herr v. Nadowitz einen so starken Nachdruck auf das Recht zur Union legt, das doch nur aus der Revolution abzuleiten wäre, welche die preußische Regierung ja doch nicht anerkennen will. Fürst Schwarzenberg antwortet darauf nun gleichfalls mit dem Rechtsboden, um dessenwillen er von der Reaktivirung des Bundestags nicht lassen könne.

Oesterreich hat das Parlament beschickt und es redet i noch vom alten Rechtsboden; Preußen hat dasselbe Par­lament in Acht und Aberacht gethan und es beansprucht ein Recht auf die Konsequenzen der Revolution! Sollte man wirklich so blind sein, diese beiderseitigen Wider­sprüche nicht zu sehen? Nicht doch, man will die Völ­ker blos blind machen, und die ganze Noth besteht nur darin, daß dies seine fatalen Schwierigkeiten hat. So­gar unsere sonst doch so arglosen Wiener sehen das deutlich und härmen sich daher weit mehr um die ar­men Schleswig-Holsteiner, als um die diplomatischen Spiegelfechtereien über-Recht und Rechtsboden.

* Am «Semmering ist die bewaffnete Macht gegen 300 Eisenbahnarbeiter, welche Lohnerhöhung ver­langten, mit dein Bajonuete eingeschritten. Wie viele Verwundungen erfolgt sind, verlautet nicht, wohl aber die Verhaftung mehrererHauptradelsführer", wie das Neuigk.-Bur. sich auszudrücken beliebt. Es wüthet un­ter den armen Menschen seit Wochen die Cholera. Sie scheinen daher, um sich der Seuche wegen besser bekö­stigen und kleiden zu können, so hartnäckig auf Lohn­erhöhung bestanden zu haben. Die besser gestellten Maurer und Zimmerleute betheiligten sich nicht bei der Bewegung.

Wien, 22. August. (S. M.) Man spricht in den bestunterrichteten Kreisen von einer nahen Verein­barung Oesterreichs und Preußens mit den Mächten des Londoner Protokolls. Es sollen hierbei die Rechte des deutschen Bundes ihre Würdigung erhalten und die Erbfolge an Oldenburg übergehen.

Wien. sAngsb. Allg. Ztg.) Heute 23. August fand des Morgens in der Privat-JrrengWalt des Dr. Görgen I in Obetdöbling die Leichenöffnung Lenau's statt. Es : zeigte sich Gchirnatrvphie; als die nächste Todesursache ' aber wurde ein Luugenbrand erkannt. Die Gchirmnasse 1 wog 2 Pfund 8 Unzen 3 Drachmen, die vorhandene ' Flüssigkeit daS Gewicht von 9 llnzen 3% Drachmen.

1 Wem fallen bei dieser Leichenöffnung nicht des Dichters eigene Worte ein:

Wenn diese Leiche lachen konnte, traun! Z " Sie würde plötzlich ein Gelächter schlagen, Daß wir sie so zerschneiden und beschaun, Daß wir oie Todten um das Leben fragen.

andern Unterschied, als den der Tugenden und der Talente, ohne einen andern Rechtsanspruch, als das Vertrauen des Volks. Alle Bürger haben ein igleiches Recht, zur Ernnenung der Be­vollmächtigte» des Volkes und zur Bildung der Gesetze beizutragen. Jeder Bürger muß gewissenhaft der Obrigkeit und ihren Agenten gehorchen, wenn sie die Organe oder die Vollzieher des Gesetzes sind. Der Widerstand gegen die Unterdrückung folgt nothwendig aus den allgemeinen Menschenrechten. Der ganze Gesellschafts­körper ist unterdrückt, wenn ein einziges seiner Glieder unterdrückt wird. Jedes Glied ist unterdrückt, wenn der Körper unterdrückt wird.

Wenn die Regierung die Rechte des Volkes verletzt, so ist Empörung das heiligste Recht und die unumgängliche Pflicht für das Volk und für alle seine Theile. Wenn einem Bürger der Schutz der Gesellschaft mangelt, fo tritt er in den Naturzustand zurück, selbst alle seine Rechte zu vertheidige». In beiden Fällen ist der sogenanntegesetzliche Widerstand" gegen die Unter­drückung nur der spitzfindigste Kunstgriff und die schlaueste MaSke der Reaction. Die Menschen aller Völker sind Bruder, und die verschiedenen Völker sollen sich gegenseitig nach Kräften unter­stütze», wie Bürger eines Staates. Wer eine Nation unter­drückt, ist der Feind aller Nationen. Diejenigen, welche ein Volk bekriegen, um die Fortschritte der Freiheit zu hemmen und die Rechte der Menschen zu vernichten, muffen überall verfolgt werde», nicht wie gewöhnliche Feinde, sondern wie Meuchelniör- ' der und rebellische Räuber. Die Aristokraten, die Tyrannen, wer sie auch fein mögen, sind Sclaven , welche sich gegen den ; Herrn der Erde, genannt Menschengeschlecht, und gegen den Ge- I setzgeber der Welt, genannt Natur, empört haben."

(Fortsetzung folgt.)

Mein Freund, das plumpe Messer tappt vergebens Verlaffne» Spuren nach des flücht'gen Lebens.

Längst ist das scheue Wild auf und davon;

Es setzte flüchtig durch den Ackeron,

Drin sich den, Jäger seine Spur verloren.

Vor der Section wurde von dem Bildhauer Hirsch- Häuter eine Gypsmaske von dem Todten, der freilich völ­lig unkenntlich wätr, genommen; wichtiger für die Wissen­schaft sonnte der gleichzeitig genommene Abguss des Schädels werden. Morgen (Sastrstag den 24.) findet die Einsegnung der Leiche in der Kirche in Oberdöbling und dann die Beerdigung in Weidling nächst dem Stifte Klosterneuburg statt.

Sch seswig-Holstein.

$ Immer besser! Die O.-P.-A.-Ztg. ist naiv ge­nug, durch ihre» Rendsburger Korrespondenten gradezu aussprechen zu lassen, daß die Hofsteinische Armee bei keiner neuen Schlacht aufs Spiel gesetzt werden dürfe, weil sie geschont werden müsse, da fie bei den Frie- densunterhandlnngen mit Dänemarkvon nicht gerin­gem Gewicht" sein werde. Also blos zum Beigewichte an der Diplomatenuhr sollen die Truppen dienen? Die O.P.A.Z. predigt übrigens heute Frieden um je­den Preis,denn dauert dieser Krieg noch lange fort, so werden beide Länder so gründlich ruinirt, daß fie diele Jahre daran zu tragen haben, bevor die ersten schwersten Wunden nur einigermaßen vernarbt sind." Sehr wahr! Fluch den Männern, welche mit einem tüchtigen Volksstamme nur spielen wollten, um ih­rer Eitelkeit zu frönen und welche, als der Ernst an sie herantrat, wie die Schulbuben, die ihre Lektion nicht gelernt haben, dastchen und greinen. Zum küh­nen Kampfe zu feig, zum Diplomatisiren zu dumm, verdienen sie die Verachtung, welche das Ausland ih­nen zeigt, vollständig. Ein Theil des holsteinischen Heeres ist^bis an die äußerste Linie bei Brakendorf und Ascheffel vorgegangen, doch er kommt zu keinem wirklich ernst gemeintem Schlagen. Willisen spielt übrigens den Nadowitz so vortrefflich, daß er Ehre davon hat und es ihm demnächst auch an Orden nicht fehlen kann. Am 24. fand bei dem Gute Altenhof in der Nähe von.Eckernförde ein Vorpostengefecht statt. Die Dänen waren auf Requisition. Das 2. schleswig- holsteinische Jägerkorps machte mehrere Gefangene, darunter einen verwundeten dänischen Ofsizicr. Es versteht sich von selbst, daß alle solche Kleinthateu ohne die geringste Bedeutung für das Kriegsgeschick sind'

* Die Statthalterschaft gibt sich die undankbare Mühe, in ihren Blättern immer noch die Cholera zu einercholeraähnlichen" Krankheit zu stempeln. Daß die echte Cholera dort vorhanden, beweisen die Todes­fälle mehrerer Offiziere, die man eben nicht so leicht verheimlichen konnte, darunter der des Lieutenant von Klugen vom Frankfurter Linienbataillou, den das Fr. I. meldet.Wie jetzt häufig das Bestreben ausartet, Zuzug nach Holstein zu werben, davon liefert heute das Fr. I. einen köstlichen Beleg. In demselben wird uiiter Anderem behauptet, die schleswig-holsteinische Sache seidie einzige, in der das'nach Einheit ringende Deutschland (soll wohl heissen: Gotha!) den Einigungspunkt finden zu können und suchen zu wollen schien." (!) In derselben Altonaer Kor. des Fr. I. wird behauptet, daßnamentlich die politische Gesin­nung nie einen Grund zur Abweisung gegeben habe." Sich so selber wider bessere Ueberzeugung auf den Mund schlagen, kann wohl nur das Fr. I., das ein Privilegium der Gedankenlosigkeit zu haben scheint.

Die Aufnahmekommissiou in Altona hat jeNt, wo cs viel zu spät und also überflüssig ist, beschlossen, daß jetzt auch nichtgediente Mannschaften aus deutschen Staa­ten ausgenommen werden sollen, jedoch nurgegen genügende Ausweise." Man bietet auch 10 Thlr. Reisevergütung an.

MeprrvLLk Frankreich.

w Paris, 25. August. Emil von Girardin hat in derPresse" als Frucht seiner Beobachtung einen Ar­tikel über die Lage Deutschlands ^veröffentlicht, der mit seinem Geschwätz auf dem Friedenskongresse auszusöhnen geeignet ist.Wir haben," lautet das inhaltschwere Prognostikon , das Girardin dem kranken Deutschland- stellt,einen wahrhaften Widerwillen zu überwinden gehabt, indem wir uns'mit der gegenwärtigen Lage Deutschlands und dessen Angelegenheiten bcschäftigcu. Es gibt in der That nichts Traurigeres, nichts Demo- ralisirendcres, als diese Lage! Unterdrückte Völker, nachdem man ihnen auf die niedrigste Weise geschmei­chelt hatte, Regierungen ohne Scham, ohne Achtung für gegebene Versprechen, für eingegaugene Verpflich­tungen , ber, Aufschwung einer ganzen Nation erstickt und an dessen Stelle der selbstsüchtige Zwist zweier Mächte, welche von 1850 zu 1815 zurückgreifen: das ist die gegenwärtige Geschichte Deutschlauds. Ein sol­ches Schauspiel ist.geeignet, die Seele zu erdrücken, nicht zu entflammen. Die Freiheit, der Fortschritt, alle großen Interessen der Menschheit haben nichts zu hoffen von den Streitigkeiten Oesterreichs und PSußeus. Wer auch siegen mag, sei es Oesterreich, sei cs Preu­ßen, sie werden von dem Einen, wie von dem Ande geopfert und auf eine Zeitlang bei Seite geschoben Aber, heißt es dann weiter: ihr Tag wird wieverikoineu Im Hinblick auf Deutschlands Künftige Genesung legt Girardin die Sonde in die eiternden Wunden.

-"-Paris, 26. August. Auf dem weiteren Ver­laufe seiner dornenvollen Tour scheint der Präsident hellere Sonnenblicke erlebt zu haben, wenigstens wurde