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nach Cha-tk- abgesrAfft. Der Dampfergafcon" ist «m 22. Mai von Nnv-OrleanS abgcfegelt. I« Car­denas ist eine ganze Abtheilung LauzierS, welche die Truppen deS Generals Lopez angriff, getödtet worden. Alle Fremden in der Havannah, Amerikaner ausgenom­men,Patten ihre Dienste gegen dieJnvasiogstruppen a»gc- boten. Der Gouverneur von Cardenas, welchen Lo­pez gefangen genommen hatte, war dorthin zniückgk- kehrt. Lopez war 16 Stunven lang im Besitze von Cardenas gewesen. Als die Truppen von Matanzas ankamen, besonn der Kampf. Die Amerikaner erlit­ten einen Verlust von 30 Todten und Verwundeten, die Spanier von 90150. Die Invasions-Truppen zogen sich, fortwährend kämpfend, zurück, bis sie den DampferCreole" erreichten, und segelten dann ab, hart verfolgt von dem DampferPizarro". Lieute­nant Jonas von Alabama gehörte zu den Verwunde­ten; er erhielt eine Kugel durch die rechte Seite. Er befindet sich in Key West. Ein anderer Brief erzählt, daß die Invasions-Truppen, als sie nur einige Schritte von dem Hause des Gouverneui's entfernt waren, mit einem Kugelregen von den Häusern herab, von den

Plätzen u. s. w. überschüttet wurden, welcher die Obri- ften Wheat und O'Harg, sowie eine Anzahl Leute, keinen jedoch tödlich, verwundete. Sie erwiederten das Feuer, und als die Schlacht beinahe eine Stunde ge­dauert hatte, erschien an dem Hause des Gouverneurs eine weiße Fahne. Als bald nachher die Spanier den Kampf erneuerten, zündeten die Angreifer das Haus an und zwangen den Gouverneur, sich mit seinem Staabe im Ganzen 100 Mann , welche sie in der Caserne unterbrachten zu ergeben. 150 Ge­fangene wurden aus dem Stadt-Gefängnisse befreit, und die Angreifer blieben ruhig im Besitze der Stadt bis zum Abende, ausgenommen Lopez und sein Stab, so wie Capitäil Logan von Kentucky mit 25 Mann, die sich an Bord desCreole" begaben. Als die Sa­chen so standen, erneuerten 200 Lauriers und Cavalle- risten (?) den Kampf, welcher beinahe eine Stunde dauerte, und tödttten und verwundeten 12 Mann der Invasions-Truppen, darunter Capita» Logan, welcher an Bord desCreole" starb. Die Spanier verloren ihre ganze Mannschaft, mit Ausnahme von 12, die Invasions-Truppe» zogen sich zurück und segelten ab.

Capitân Smith wurde leicht verwundet. Quartier­meister Seiras ist seitdem gestorben. Malor HawkinS von Kentucky ist leicht verwundet. Don General Lo- pez's Stabe wird Einer vermißt, ein Anderer ist ver­wundet. Befehle sind erlassen worden, alle Theilnch- mer an der Erpedition bei ihrer Landung zu verhaf­ten." Es scheint demnach, daß die Freubeuter nur sehr geringe Verluste erlitten haben. (K.Z.)

Amtliche Nachrichten.

Der Herzog hat den Oberlieutenant Gräser zum Hauptmann und den Lieutenant von Senft-Pilsach zum Oberlicutenant in der Artillerie ernannt.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

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B e k a n n t m a ch u n g e n.

Bekanntmachung.

Einem verehrlichen Publikmn zeige ich ergebenst an, daß ich als Vergolder dahier mein Geschäft eröffnet habe und empfehle mich mit allen in dieses Fach ciii- schlagenden Arbeiten. Zwölf Jahre lang habe ich als Vergolder und Geschäfts­führer der Wcrkstätte bei der Frau Wittwe Gräf zu Mainz vorgestanden, wo ich vielseitige Gelegenheit hatte, auch bedeutende Vergoldungsarbciten in Kirchen aus­zuführen, worüber mir die betreffenden Vorstände ihre volle Anerkenunng zu Theil haben komme» lassen; bitte daher, mich vorkvmmenden Falls auch bei solchen Ar- öeiten mit Aufträgen beehren zu wollen.

Wiesbaden, den 7. Juni 1850. I^ouès Hoch»

wohnhaft bei Frau Wittwe Riedel am Kranzplatz. Nr. 19.

(706)

Hotel KimmermasiBi

Der Unterzeichnete, bekannt als Wirthschaftspächter in diesigem CurhauS während der lctztvcrfloffenen 19 Jahre, beehrt sich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß er künftigen Sonntag den I 6. Juni seine Garten- und Caffcâ - Wirthschaft nebst Restauration in seinem in unmittelbarer Nähe der CurhauSaiiiagen befindlichem GasthausSfiotel Zim- merniaant eröffnen wird.

Zu zahlreichem Benutze einladend Wieobavcn, tun 12. Zum 1850.

J. G. Äim merm ?m m

Expedition (fobjets

de VISSi % »N & LOtföRËS.

A partir daujourdhui le Bureau de lagence de la société de Co- logllC â Visbade 86 charge dexpédier ü Londres de paquefs, cofires et asitres objets, qui sils puissent partir le lendeinaiii par le premier ba- teau, parviennent â Londres en 48 heu res.

Pour expedier des objets de Londres â Visbade on sadresse è t^ondres au bureau d'agence West Strand 450, ou King William Street cityNro. 65.

?*B. Les objets remis â l expedition ne doivent contenir ni argent,

(725) Meinen hiesigen Freunden und Bekannten, sowie dem auswärtigen ver- ehrlichkn Publlkum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich meine Wirthschaft in dem früher von Herrn Conditor Wenz bewohnten Local (Lang­gasse, Rheinischer Hof) eröffnet habe und lade zu recht zahlreichem Be­suche ein.

Wiesbaden den 14. Juni 1850.

H y m n 11 s

auf das von Nassau's Volksfreundlichkeit prosectirte landwirthschaftliche Wett-

ni lettres cachetées.

VISBADE, le 1. Juin. (722)

I A g e n t Charles Seyende eher.

(702) Sonntag den 16. Juni, Nachmittags von 3 Uhr anfangend

Seingerfest in Nèe-evfeLters

gtf deif von den Gesangvereinen der Umgegend.

(727) Es werden mehrere Einsteher ge­sucht. Zu erfragen bei P p. Mich. Lang, Langgasse Nr. 3.

Scheiben -Schietzen.

(724) Sonntag den 16. Juni I. J. wird auf dem neuen Goisberg bei Wiesbaden, doS zur Betheiligung an d<m Nerobergfest- Schießen vorerst erforderliche öffentliche Schei­benschießen aus freier.Hautz abgehalten, wozu hie Lusttragende von WieSbatzen, sowie der Umgegend eingeladen werden.

Wiesbaden, den 44. Juni 1850.

Die Schützen - A theilvytz deS FestvorstandeS.

(721) Ssâskohèerr.

©er Unterzeichnete läßt von heute an bis zum 18. d. M. best« Ruhrer Steinkohle» auS- laden.

Bicbrich den 13. Juni 1850.

J. Ä. ZcMtAneA.

(717) Nächsten Sonntag wird in der Stadt Frankfurt und in der weißen Taube Lagerbier aus dem Gis-Keller verzapft, wozu ergebenst einladet

JL S^^yler.

(720)

rennen.

Was rennt daS Volk, was wälzt sich dort Die langen Gaffen brausend fort? Slürzl Rhodus unter Fenersflammen? Er rettet geh im Sturm zusammen, Und manchen Ritter, hoch zu Roß, Gewahr id? aus dem Mensshentroß!"

Da zieh'» sie hin zum festlichen Turniere, Schon stampfet heiß des Rosses Huf;

Hoch wehen flatternde Paniere;

Zum Kämpfe tönt des Herolds Ruf.

Sagt, wcr vermag das Räthsel wohl zu deuten? Zum Glanze trüber Gegenwart

Die edlen Schatten längst verklungener Zeiten Wo neuen Geistern man entgegenharrt?

Doch »ein, das sind ja Kinder unsrer Tage, Sind Napan's Söhne wohl bekannt!

Der Bauer wendet seine Pflage Und kommt zu Ritterspiel gerannt!

Das souveräne Volk soll leben!" So tönt es ja von Mund zu Mund; Drom Bauer sollst Du Dich erheben Anf's Ritterroß in Ritterbund.

Frankfurt.

Cours der Staatspapiere.

Schluß der Börse.

De» 13. Juni 1850.

pTl. ]

Papier!

Geld i

Den 13. Juni 1850.

pEt.

Papier |

Geld

HcsterreiL Meialligucè Obligarioiieu ....

5

79

78%

Darmsravi Obligationen........

3%

83%

837»

4%

68

68%

4

90%

89%

4

017»

60%'

47.

96%

95%

,, y 1 » 1

3

46%

46%'

, Lotterie-Anlehen von 50 fl. , , .

75 %

747»

2b,

42%;

41%

25 fl. Loose........

27%

26%

Wiener Dank-Actien .....

3

1114 1

1009 1

Knrhesseil Fri etzrj ch-Wilhelms-Nordb ah n . .

4

41%

41V,

500 fl. Loose.......

148%'

148 '

40 Thaler Loose bei Rothschild . .

32%

32%

250 fl. L lse von 1839 .

94'-,!

94 1

Ragan Obligationen........

5

103%

1027,

Belhmännische Obligationen . . .

4

67

75%!

Obligationen bei Rothschild , . .

3%

84',.

84

47.

75%:

bitte 25 fl. Loose , . ,

24%

24%

Preußen 50 Thaler Prâmien-Scheine . , .

103 %1

Frankfurt Obligationen........

3

817,

Skaats-Schnld-Scheinc a 105 . .

3%

86%

86%-

bitte von 1839 ....

37.

95%

95

Bauern Obligationen........

3V,

84%

84 i

bitte von 1846 ....

3%

927»

92%

Bexbacher Eisenbahn-Aclien . . .

81%

80%

Taunuè-Eisenbahn-Aclien a 250 fl. .

288

286

Würtemb. Obligationen........

4%

97%

97

Holland Jntegr.-Obligatiouen .....

2%

56%

56

3%

82%

82%'

Syndikats.........

3%

87%

Baden Obligationen........

5

101

100'%

Spanien Innere Schuld neue Obligationen .

3

32%

32*4

3%

817»

80%

Polen Lotterie-Looje 300 ......

128%

Lotterie-An leben ä 50 fl. von 1840

53%

53'4

bitte 500 ......

81

80%

35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .

32%

! 31%

Sardinien 36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

33%

33%

NurVorwärts" ist des Volkes Ringen, Auf neue Formen steht sein Sinn; Drum Bauer lass' die Gelder springen, Ein neneS Fest ist Dein Gewinn!

Nicht länger ziemt sich's simpel zu berathen, Was frommt dem Bauer und der Landwirthschafk Nein, unser Volk, es fordert Thaten;

Drum Wettrennen und Gaukelspiel geschafft!

Nicht länger ziemt den Bullen und den Stiere» Der Kampfpreis und der Lorbeerkranz;

Der muß zuerst den Bauern zieren, Der siegreich bricht die beste Lanz.

Nicht ob der Acker reichlich trage, stiicht ob die Wiese grünt in Pracht, Nicht das ist unsere Lebensfrage, Nur, was das Volk recht lachen macht.

Laßt euch die Prar'S nur vom L tb«, Da lob ich mir die Theorie, Die weiß stets Nath jum Zeitvertrei-e, Und ihre Weisheit endigt nie.

DaS habt ihr ja erst jüngst gesehen An unsrem grossen Parlament, Wo Riesenthaten sind geschehen, Nur Theorien ohne End.

Drum Lanzenstechen, Pferderennen, DaS ist deS Fortschritts neuestes Ziel;

Die böse Welt mag's Unsinn nennen, Wenn'S dem Landwirth nur recht wohl gestel.

So sprach mit salbungsvollen Sippen

Jüngst mancher Pferde-Patriot: Doch andere platzten schier die Rippen, Als so parlirt der Idiot.

Doch horch! da schmettert die Trompete, ! Zum Tusch die Pauke dumpf erklingt;

Was gilt's, daß Hans, des Kampfes Wette, Den ersten Lorbeerkranz erringt?

O Wunder! seht den Haus dort liege», Am Ziel daS Roß mit stolzem Blick!

Der HanS, er wollte primus siegen Und bricht beinahe das Genick!

Wie lachten da zum losen Witze

Die Herrn und Damen in der Rund ;

Doch wie getroffen von dem Blitze, Die Bauern sperrten NaS und Mund.

Das machte die Befangenen stutzen, Sie glaubten baß sich angeführt; Drum solch' Erempel war von Nutze», Rasch wird der Gaul d'ranf heimgeführt.

Doch Einer nimmt das Wort für Alle, Er ruft es schäm- und zornentbrannt, '

Daß ringsum in der Gäste Schwall« Das Wort sein Echo fand.

Ihr Herrn spielt eure Narrenspoffe» Hübsch selber nur zu End!

Ihr braucht uns just nicht zu @eu offen, Ihr seid darin bekennt."

Cours der Wechsel-

Den 13. Juni.

Amsterdam, 100 fl. Erl. . . Augsburg, 100 fl. Crt. . . Berlin, 60 Thlr. .... Bremen, 50 Rthlr. in Louièd'or Hamburg, 100 Mrk. Bco. . . Leipzig, 60 Thlr.....

in der Messe , . , London, 10 Livr. St. , . . Lyon, 200 Fr...... Paris, 200 Fr..... Mailand, 250 Ltr. Austr. . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . Disconto.......

Kurze Sicht

Zwei Monat

Briete | Geld

Briefe

Geld

Gold- und Silber-Sorten.

fl.

fr.

99%

88V

105s/,

120%

94%

100

119%

103%

98%

120%

94%

99%

99%

120%

87«

2

Neue Louièd'or . . . Friedrichsd'or .... Ducaten ..... 20 Frank-Stücke . . Holländische 10 fl. Stücke Englische Souverainè , Laubthaler .... Preußische Thaler . .

5 Franc-Thaler . . , Hochhaltiges Silber ,

11

9

5

9

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12

1

2

24

Druck «ch Verlag de» t. Ritt»»'scheu Buchdruckern.

6

54

40

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4

45

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32

lFrkf.J.)

Wir wollen in den Acker reiten

Und euch bestell'» das liebe Brod;

Nicht länger woll'n wir Euch beneide» Um Eurer Weisheit Noth!

L-'eber mit dem Stier den Acker umgepflâg«t Und das Pflugshorn statt der Reitpeitsch in HU

Hand!

Da Schmarotzerpflanzen ausgerottet, Wo die Distel statt dem Lorbeer prangt!

Doch wenn erst Karneval wiederkehret

Und Poffenspiel Euch noch gefällt, Dann sei's in Gnaden euch gewähret, Nur unsre Zeit nicht, noch unser Geld!

*