§en 136 einen au£cr»ibcuth’d)èii Cndit von 325,407 Fr. 60 Cent, für Crimmalgerichtskoften, nnb beginnt die Berathung des Budgets deS Krlegsnninsscnmns. Herr Matthieu (Dromè) hält ein Heer von Viermal- hunderttansend Mann für überflüssig General Gram- mont glaubt, das sicherste Mittel, die öffentliche Rude tu erhalten und zugleich eine Verminderung deS Heeres erzielen zu können, sei, den Sitz der Regierung von Paris nach einem andern Ort zu verlegen, unter Leute, die noch missen, was Achtung vor der Regie- rung sei,
Paris, 28. April, Abends 8 Uhr. Die Wahlen gingen in der größten Rude vor sich.
Ein Artikel im heutigen „Wapotron" vergleicht die gegenwärtige Epoche mit jener, wo Bonaparte die Gc- schâftslcitung übernahm, und deutet darauf hin, man müsse hent zu Tage eben so verfahren, um die Gesellschaft vor Anarchie zu retten.
Der Belagerungs-Zustand von Livorno ist aufgehoben worden.
Die 5 proe. Rente wurde heute bei Tortoni zu 89 F. 70 C. notirt. (K. Z.)
Assiscirvcrhandlttn,;crr zu ISicSba&eii
Sèkuuter Prozeß
Anklage g e g e n A u d r e a s K l c i n und Heinrich Freimuth von Geisenheim, wegen Münz- v e r b r e ch c n s.
$ Wiesbaden , 30 April. Andreas Klein, 27 Jahre alt, Leinweber von Gewerbe und Hemrich Freimuth, 29 Jahre alt, Schreiner von Gewerbe, sind angeklagt, daß sie im Einverständnisse mit dem Falschmünzer, dessen Gehülfen oder dessen Begünstigern, nach vorheriger Verabredung hierzu, falsche Eingnldenstücke, theils Bairischen Geprags mit der Jahreszahl 1841, theils Frankurtcr Geprags mit der Jahreszahl 1847, als Geld dadurch verbreitet haben, daß sie an 21 verschiedene Personen beiläufig 26 einzelne Einguldenstücke verausgabten; 'e v e n t u e I l: daß beide wissentlich falsche Einguldenstücke, theils Bairischen Geprags mit der Jahreszahl 1841, theils Frankfurter GepragS mit der Jahreszahl 1847, an sich gebracht und hiervon nach vorheriger Verabredung hierzu gemeinschaftlich und gewerbsmäßig als acht verausgabten.
Klein will das Geld gefunden und es nicht für mlsch gehalten haben. Da er Freimuth Geld schul big gewesen, so habe er es mit diesem ausgegeben, um ihm seine Schuld abzutragen. Aehnliches behauptet Freimuth. Die Verausgabung wird nicht geläugnet, wohl aber, daß sie gewußt, es sei falsch gewesen.
(Schluß folgt.)
An die Redaktion der „Freien Zeitung" dahier.
Die vereheliche Redaktion wird um gefällige Bescheinigung ersucht, daß die Unterzeichneten den in Nro. 90 erschienenen Artikel „^É Von der Lahn, über den Straßen- und Wasserbau in Nassau", weder verfaßt noch ein,gesendet habe. Hochachtungsvoll
Wiesbaden, den 22. April 1850.
Bertr am. Wiegand.
Wird der Wahrheit gemäß bescheinigt.
Die Redaktion.
Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.
Bekanntmachungen.
Goldminen von Califormen.
@6 d» G-f-aich-f«, COMPAGNIE DE LA SEINE ET DU SACRAMENTO. ,„ m™ i-
1^^°""' Abfahrt von 100 Arbeitern, am 1 51e» Mai. Ank-», -m
Diese Gesellschaft, constituirt zu einem Kapital von 2,000,000 Franken , in 200,000 Actien zu 10 Frs. sau porteur) getheilt, wird unter den Zuspielen eines Sicberbeits Ausschusses geriet, der aus folgenden Personen zusammengesetzt ist: Marquis D" ARGENT, Präsident; der Chevalier MAC-SHEEY, Vice-Präsident ; Graf von DIENNE; Graf DAG ARD und Herr MALCOR.
Vermittelst eines Einsatzes von 900 Frs. in die Kasse der Compagnie wird der Arbeiter Actionär für ,eine gleiche Summe, und, bestreitet die Gesellschaft die Kosten der Ucberfahrt, der Lebensmittel und Wohnung. — Die Beneftcieu des Unternehmens werden folgendermaßen vertheilt: 40^ für die Arbeiter; 40^ für die Actionäre und 20^ für die Gestion. — Wegen der Subscriptionen von Actien und der Arbeiter-Contrakte wende man sich an die Direction der Compagnie de la Seine et du Sacramento. Paris 18, Rue Mazagran. Alle der Gesellschaft zufließende Gelder werden sofort bei der Banque de France deponirt. — NB. Die Compagnie wünscht in den verschiedenen Städten Deutschlands repräsentirt zu sein. (Briefe frei.) 7 (431)
Verein zur Wahrung der Vokksrechte.
(448) Sitzung Mittwoch den 1. Mai, Abends 8 Uhr im 9terothal Tagesordnung: Bericht der aus den drei Vereinen niedergesetzten Commission.
Die Mitglieder werden dringend gebeten, sich zahlreich einzufinden.
Der Vorstand.
“58) Stadt-Theater zu Wiesbaden
Donnerstag, den 2. May Dorstellnng der Academie lebender Bilder, unter Direction des Quirin Müller in 3 Abtheilungen. Programm: 1. Ulisses schützt sich gegen den Zauber der Eirze. 2. Das Mädchen mit der Taube, die SchmelterlingSfângerin, Studium der Natur, Merkur, Borghesische Fechter. 3. Herkules macht die Ama^onen-Königin gefangen. 4. 5. 6. Kain und Abel. 7. Die Grazien mit dem Blumcn-Korbe. 8. Die Bachantinnen ihren Panther tränkend. 9. BachuS und Nereide. 10. Bachus und Hebe, nach der Antik und Thorwaldfen. 11. Der Zug des Eilens. 12. Die verlassene Ariadne. 13. Hero und Leander. 14. Galathea und Venus. 15. Die Nvmphen, die Wasserträgerin, der Fischerjnnge. 16. Diana verstößt die Nymphe Calisto. 17. Der Ocean. — Cayerikröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr, Ende 9 Uhr.
Das Ungars i e d.
Ju der H. W. Ritter'schen Buchhandlung ist zu haben:
Dem Heldenvolk im Ungarland re.
Gedicht von C. Schnauss er. Musik von H. I. Vincent.
Preis: 18 Kreuzer. (461)
ichtig für Auswanderer
(247) wie
Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer.
Der Zweck dieser Gesellschaft ist, bei der größtmöglichsten Sicherheit und den billigsten Preisen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu schützen und ihnen mit Rath und That beizustehen.
Die Abfahrten finden Statt: ,
jede Woche nach New-Avrk und am 30. März, 15. und 30. April nach New-Orleans.
Jeder Transport wird von einem soliden erfahrenen Conducteur bis in den Seehafen be- fliestet.
Preis der Ueberfahrt im Monat März und April l von Frankfurt, Mainz, Biebrich Bingen oder Coblen; bis New-Dorkr
Ueber Antwerpen............öl ff.
„ Havre per Postschiff ......... 63 „
„ Liperpool mit vollständiger Verköstigung . . 70 „
Kopfgeld und freier Transport von 2 Centner Reisegepäck find in diesem billigen Preis ein- Gegriffen.
Prospekte und alle mögliche Auskunft werden auf frankirte Briefe bereitwillig ertheilt von Professor Mayer sen., General-Agent
in Bockenheim, bei Frankfurt a/M.
Zur Nachricht!
In den nächsten Tagen wird erscheinen: Allgemeines Nassauisches Schulblatt.
Unter Leitung
(455) des Herzoglichen Schul - Collegiums in Wiesbaden.
Die ersten 4 Nummern sollen zusammen ausgegeben und an alle Schulen des Herzog- thums durch das Postamt in Wiesbaden versandt werden.
Wiesbaden, den 29. April 1850.
Expedition des Allgemeinen Nassauischen Schulblatts.
Concessionirte Haupt-Agentur für das Herzogthum
Nassau zur Beförderung von Auswanderern.
(328) Der unterzeichnete Hauptagent erpedirt monatlich 4mal Auswanderer nach den Häfen Amerikas über Havre und Antwerpen zu möglichst billigen Preisen.
Wiesbaden, im April 1850. €'««P«r Baw, Langgaffe.
Nachricht sür.Auswanderer nach Amerika.
Concessionrrte «Haupt - Aaeutur.
(456) Der unterzeichnete Haupt-Agent befördert Passagiere monatlich 3 bis 4mal über Antwerpen nach Den verschiedenem Häfen Amcrika's unter Zusicherung der reellsten Bedienung. Ems im Mai. A. Btâlsch.
(453) Meudt. Ich hann schonS immer so vcl dovon gehürt, datet Zeoem Anen, frei ständ- uch in die Zechinger drucke ze losse, do dachi' ich, weil mer hei ze Meudt Zcittinger lese thäte, dattet recht en billig wär, wenn anncre Dörfer, Städt' und Hanner uch erführe, wat ofent Kerchspel e Gleck witterfohre iS.
Nämlich Die Herre Missionärre worre hei! Mer hürte net awcr schonS, dat se uch bei oâ käme thäte, aS sc noch ze Momdauer worre; darüwcr sein nau die angrenzende Kärchspeller neidisch, verstürra, weil se Db net hen kämme.
Jo, ich Tann Ich net genog erzähle, wat die Herre bei für Wunner bewirkt Hann. Et kom e Mensche, picl zesoiiiine, bei Menschegedenke murret uch net su sch.i Hep gehalle.
Bahl murre Praiichter uf Dem Kerchhvf gehalle, bahl nomme Die Herre die Weiber, die S.chulkinner, die junge Mârracha, die Borsch, und zeletzt die Männa afgefonnert en der Kârch zesamme und Hille Die StandcSprättigte, mu alles dren für fom, — jo, wenn ich mich net lchâmc thät, satt ich uch Datt noch, Dann ich maS, su ZeittiugSleser sei immer neuscherrig.
Nau Hann awer de arme Marrachu vet mengte Kreitz ( se solle net Nii bei de Musik gihn, uch in ka Wirtshaus, un Durft narre 4 Woche mit anen: Borsch freie, un zworsch am Tag dann solle se sich verheirathe oder net. Rau so'n awer die Märracha unner sich, wie ma at fu hort: och! wie biS Dau su geckig, wem, jo Die 4 Woche rem fein, kämmt at wirrer e annerer Borsch, do dorfste jo uch wirrer 4 Woche mit freie, datt iS jo dann de seimig nit
Die junge Borsch, et wor zworsch uch Die verheirathete Männer fürgehalle worre, spickelirte nach ümer en Sün, Die se nett kannte, matt wohl der Herr Missionärr domet sollt gemant Hann. Do hattenet dann hei von Die Landgänger aner klar außenanner gesetzt, dat seimig Sün uch führ stärk in Holland unner die junge Leute betriwe wär. Da--nau wußten set uf amol. Ich muß gestühn, ich selmersch sannt Dat uch noch nit, wer hat hei sein Lebtag von fu Eppes gehürt oder gedacht. Man konnt awersch fihn, dat die Herre sihr geleert worre, dann sie verstanne Alles.
Uch sinn hei bei die Versammlinger 5 Unglücker fürgesalle: Amol schlue sich die Weiwer in der Kärch, dat die Haar fluhe; det aniiermol würd' ’ner Frau d'r Finger zerbroche und noch n' Frau würd' gedreckt, Datt se zu freuh niederkam; enner Mannsperson murre die Nürre im Leif und zwei Rippe kaput gedreckt, wodurch seimiger annere Tags gestorwe is.
Die Wirthe Hann uch ihre Dappe gekricht, do seimiger anner aus Schümcrich, ase bei ae» beicht hat, sich annere TagS uch gleich ersaft hat.
Geste mol acht, wat sich hei noch drauS entflieht, wat noch Unglücker passire Werre, fu gewiß wie zwamol zwa vier is.
Nan Hann mer uche grüß Missionskreutz gestellt kriegt, wer dabei bette thut, dem is sieben- jähriger Ablaß der wunde gewärrt Die Wirthe Hann aber uch dabei viel Nutze gehabt Welcher d'r Hauptwilth ze Meudt is, hott de ümer 100 Gülle gelüßt, e bezieht awer uch be Wein in grüße Quantitäte. — Uch die Krämern Hann viel für Nusekränz gelüst.
Mer Henn zworsch sihr viel an d'r Feldarwet versaimt, awersch die Wirthe wollte doch, dat se noch hei gebliwe wäre. Die Herre sei nau fort, Hann awersch 3 Bübercher hei von Die Dörfer mitgenomme, die uch dat seimige werde solle und Haun versprochc, bet anner Johr wirrer ze komme. Ein Berger daselbst.
CUKSAAL ZU W1ESIBAWES.
Nächsten Sonntag den 5. Mai b. Js. wird der Cursaal zu Wiesbaden eröffnet. Der unterzeichnete neue Pächter des hiesigen KurhauscS^erlaubt sich damit die ergebene Anzeige zu verbinden, daß von diesem Tage an daselbst täglich table d liöte um 1 Uhr Mittags stattfmdet und er in den auf’6 Geschmackvollste neu müblirten RestaurationS- und Weinsälen alles Mögliche anfbieten wird, durch vorzügliche Speisen und rein gehaltene Weine, sowie reelle Bedieniing, die gerechten Wünsche eines hochverehrten Publikums zu befriedigen, und ladet deshalb zu recht zahlreichem Zuspruch höflichst ein. (459)
Wiesbaden, den 30. April 1850.Fr. Siwensing.
(457) , A11|loalCee
Bei herannahender Saison und Eröffnung des Kursaals wären die Herren Actionäre, die sonst Nutzenziehende, doch schuldig: die Spaziergänge im Innern des Kursaals nicht blos als Verschönerung dieses Gebäudes, sondern zur Sicherheit der Besuchenden die herumfahrenden zerbrochenen Steinquater, wenn nicht neu machen, doch mehr in Ordnung zu halten.
Wiesbaden, den 29. April 1850. _______________Einige Badgäste. (460) Vom 1. Mai an ist ächtes Bockbier im Gasthaus „zum Schiff" zu haben.
Bockbier
wird vom 1. Mai an in der „Stadt Frankfurt" und in der „Weißen Taube" verzapft.
Wiesbaden, den 28. April 1850.
(445) A. Kögler.
(433) Bei Bäcker Berger ist fortwährend trockene frische Kunsthefo per Pfund 28 kr. zu haben.
Druck u* Verlag der T, Ritter'sche« Buchdruckerei»