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mag diese sowohl an Ort? und Stelle/ als au$jim Zimmer, mit Bezug auf den erwähnten Plan, der sich damals noch den örtlichen Verhältnissen anpassen ließ, . was jetzt nicht mehr der Fall ist nutgearbeitet haben; cs lassen sich indessen hieraus durchaus keine Folgerungen für daS Projekt ziehen, da sich die Ber­liner Commission, wohl aus Bescheidenheit, nicht über die einzelnen Anlagen wird ausgelassen, unü blos sich überzeugt haben wird, ob eine SchissbarnuHnng über­haupt möglich sei.

Wie mit diesem hydrotechnischen Plan, so ergeht es leider mit manchen andern technischen Arbeiten am Baukolleg; im Gallopp sollen die Pläne gefertigt und ausgeführt werden; wer aber bekümmert sich darum, ob mit Ausführung deS Planes auch wirklich der be- absichtigte Zweck erreicht werde?

Was nun schließlich jenevor Kurzem in Nassau aufgefrischten, den Straßenbau betreffenden, verderb­lichen, in den Nachbarstaaten längst vermoderten Grund­sätze" wir verstehen darunter, Herr Corresp., die Instruktion für die Bezirks »Weginspektoren anbe­langt, so werden wir solche demnächst einer besonderen Betrachtung unterziehen, um unserem Gegner die Ueber­zeugung beizubringen, daß wir nichtwie der Blinde von der Farbe" gesprochen haben.

DeutfchlKvK

Wiesbaden. Bei den am 22. d. M. beginnen­den Assisen für das 11. Quartal 1850 kommen nach der N. A. Z. vor den Assisenhof in Wiesbaden fol­gende Anklagen, soweit die Termine schon festgesetzt sind, zur Verhandlung: 1) den 22. April, gegen Wilhelm Blum von Frankfurt, wegen ausgezeichne­ten DiebstahlS; 2) den 23 u. 24. April, gegen G. Schreiber und A. Gruber von Nicderjosbach, we­gen Münzverbxechcn; 3) den 25. April, gegen Jo­hann Kurtz von Weilmünster, wegen Nothzucht; 4) den 26. April, gegen Joh. Christ. Balthasar Adam Bullmann von Idstein, wegen ausgezeichneten Dieb­stahls; 5) den 27. April, gegen Heinrich Stippler von Hofheim, wegen Fälschung; 6) den 29. April, gegen Philipp Mai von Scheuern, wegen Fälschung; 7; den 30. April und 1. Mai, gegen Andreas Klein und Heinrich Freimuth von Geisenheim, wegen Münzverbrechen; 8) den 2., 3. u. 4. Mai, gegen Carl Balzer von Ems, wegen Mordversuchs; 9) den 6. u. 7. Mai, gegen Christoph Schütz 11., Jo­seph Bertram in Aßmannshausen, wegen Meineid, und gegen Johann Mäckel von da, wegen Verlei­tung zum Meineid; 10) den 8. Mai, gegen Johan­nes Sprato von Schmitten, wegen versuchten aus­gezeichneten Diebstahls; 11) den 10. und 11. Mai, zeichneten Diebstahls; iS^ten 13. und 14. Mai, gegen Carl Joseph Erlenbach von Caub, wegen TodschlagS; gegen Balthasar Rück von Nastätten, wegen Meineids und gegen diesen, Joh. Baptist Ba­ckes und Georg Vogel von Caub, wegen Theilnahme an einem Raufhandel; 13) den 15. Mai, gegen Joh. Felsenthal von Odenbech, wegen Kindesaussetzung; 14) den 16. Mai, gegen Katharine Prickel von Weilburg, wegen KiudeSmord; 15) den 17. Mai, ge­gen Peter Traband von Nied und Johann Joseph Noll von Sindlingen, wegen ausgezeichneten Dieb­stahls; 16) den 18. Mai, gegen Johann S ch n e id er von Nastätten, wegen versuchter Tödtung.

-4- Aus dem Wâlzkübel.Schweig Natan! du beweißt, was du widerlegen willst!" sagte der Sul­tan zum Juden Natan. So müssen wir auch dem Verfasser und den Unterzeichnern der Erklärung in Nr. 86 der Nass. Allg. gegen unseren früheren Arti­kel sagen: Ihr beweißt, was ihr widerlegen wollt! Abgesehen davon, daß Thatsachen zugestanden, nur etwas gedrechselt werden; abgesehen davon, daß die

glauben? Der Deusche, der sich doch jedenfalls für uii» als seine Landsleute hätte iuterefftmt müssen, schien uns noch in diesem Fall den meisten Glauben zu ver­dienen und wir schritten, ich möchte fast sagen, rüstiger vorwärts, da wir nun ein bestimmtes Ziel hatten dem wir zustrcbtcn, denn bis jetzt wußten wir eigentlich nur, daß wir nördlich wollten, ob aber an diesen oder jenen Ort, schien dem Zufall überlasten zu sein.

Wir lagerten nicht weit von der Mündung des Puba, und beabfid tigten am nächsten Tag, etwa 20 engt. Meilen von dort entfernt, den Featherriver zu kreuzen, um die zwischen diesem und dem Sacramento liegenden Berge zu erreichen, in denen sich die Neadingsminen befinden sollten. Bis dahin blieben wir fortwährend dicht am Ufer des Featherriver.

An diesem Tag, Donnerstag den 1. Nov., trafen wir die ersten, von Indianer bewohnten Dörfer an. Die Stämme an diesem Fluß bauen sich halb in dem Grund stehende, etwa sechs bis acht Fuß aber darüber hinausragende Erdhütten, in der Form, wie eS die Mandan-Indianer in Nordamerika thun , aber nicht so luftig und selbst zierlich, sondern mehr stark und plump, ihrem Zweck aber vollkommen entsprechend. Der Ein­gang ist so niedrig, daß die Bewohner der Hütten in dieselben hineinkriechen müssen. Das Gestell derselben ist ziemlich fest von Holz gebaut, dicht mit Erde bedeckt,, und nur an der einen Seite, ziemlich in der Mitte, ein Luftabzug, für den Ranch gelassen. Eigenthümlich sehen

Erklärung Thatsachen wenigstens theilweise eingesteht, von denen wir gar nicht gesagt, wo sie vorgefallen: verräth die veraltete Manier aller Welt den Maßstab ihres Denkens, ihrer Meinung, vorschreibeu, über alle Bewegungen der Geister den Staab brechen zu wollen, den Urheber der Erklärung. Welch' ein Despotis­mus, spricht aus dem Machwerk? Was vor Allem zu bewundern, ist der Umstand, daß Gemeinde- räthe Anschuldigungen gegen einen Mann bescheinigen, den ein Anderen als den muthmaßlichen Verfasser des angezogenen Artikels aufgcfaßt hat. Können sie das Alles wissen? Ja, diese Gemeinderäthe bescheinigen einen Vorfall, der zwischen dem Pfarrer und einem Bürger vorgefallen sein soll, den sie also ans eigener Wahrnehmung nicht wissen konnten. Hat sich hier nicht der Verfasser verrathen? Zudem ist die Berich­tigung eine Unwahrheit. Die Berichtigung sagt, zu Ronge'S" Zeiten habe der Herr Pfarrer dem Neffen des Lehrers Rühl in Cainberg gelegentlich gesagt, das Frankfurter Journal sei ein Lügenblatt. Aber nicht gelegentlich sagte der Herr Pfarrer zum Schwager, nicht Neffen, deS LehrerS Rühl, solches, sondern er ließ denselben zu sich bieten und drohte mit Strafe, wenn dieser daS Frankfurter Journal fort lesen würde, Was soll überhaupt diese Verwandschaft in der Ent­gegnung? Wie wollen die übrigen Theile der Er­klärung nicht weiter betrachten; denn die moralische Entrüstung zwingt uns, das ganze Bild zu verdecken.

Schade, daß die Nass. Allg. nicht sehr verbreitet ist, damit diese Unterzeichnung weiter bekannt würde. Diese Bescheinigung wirft ein Licht auf den Charakter, auf den Zustand des Menschen unter gewissen Einflüssen.

Unser Artikel hat also neue Verfolgung und Ver­dächtigung eines Lehrers hervorgerufen. Doch das Musterten der Wunde führt zur Heilung.

Mainz, 16. April. Noch einmal müssen wir be­richten: Mohr ist frei! Aber nicht blos freigespro- chen, um durch eine abermalige Nichtigkeitserklärung des Herrn Schalk von Neuem festgesetzt zu werden, sondern diesmal freigelassen. Der Kassationshof hat mit anerkennenswerther Schnelle sein Urtheil ge­fällt und den Ausspruch der Anklagekammer bestätigt. Da nun gegen die höchste Instanz keine Einwendung mehr möglich war, so wurde der schwergeprüfte Greis heute Mittag aus seiner Haft entlassen. Welche Freude diese Nachricht in unserer Stadt hervorrief, wird jeder ermessen, der die Verehrung und Achtung kennt, welche dem Namen Mohr allgemein gezollt wird. Daß einige Wenige diese Freude nicht theilen werden, ist ebenso natürlich, als für Mohr ehrend! (M. Z.)

Frankfurt. Einer Angabe der Karlsr. Z. zufolge kleine Aenderung vorgehen, daß der bairische Bevoll­mächtigte Generalmajor v. Xylander (auf deutsch Holzmann) in dieselbe eintreten werde. Der Name paßt gut zu dem Holzweg, auf dem sich die ganze Angelegenheit befindet. Auch versichern östreichische Stimmen mit dem bittersten Tone von der Welt, die östreichischen Kommissäre in Frankfurt wünschen nichts sehnlicher als den Eintritt eines dritten Elements in die ewige Stimmgleichheit. .Ob aber Preußen zugeben wird, daß der entscheidende Votant gerade ein Baier sei, das glaub' ein Anderer. Da wären es immer 5 schwarzgelbe Stimmen gegen 4 schwarzweiße, ein heitres Seitenstück gegen das Begehren Preußens, das den engeren Bundesrath mit 17 gegen 10 bese­tzen möchte.

Hanau, 15. April. (Prozeß Auerswald- LichnowSky.) Die Eröffnung der Verhandlungen wurde heute durch das Ausbleiben eines Geschwornen lange verzögert und ist durch die nöthig gewordene Substitution nur noch ein Ersatzmann vorhanden, was in einer voraussichtlich etwa noch lOtägigen Verhand-

diese Hütten aber durch etwa zehn Fuß hohe cylinder- förmige Flechtwerke aus, die, etwa vier Fuß im Durch­messer , dazu dienen den Wintervorrath an gedörrten Eicheln für die verschiedenen Hütten zu halten und zu bewahren. Wir fanden denn auch vor den Eingängen eine Menge von Squaws, die neben ganzen Haufen von Eicheln kauerten, mit den weißen Zähnen die durch daS Feuer gehärteten Schalen knackten, und die Frucht dann, ohne sie weiter zu berühren, in den Schvoß auf eine ausgkbreilkte Decke fallen ließen, die Schale aber bei Seite warfen. Sie zeigten dabei in dieser gerade nicht appetitlichen Behandlungsart, eine solche Fertigkeit und selbst Sauberkeit, daß ich selber nicht den mindesten An­stand genommen haben würde, davon zu essen. Die Kleidung der Frauen bestand einzig und allein in einer um die Schultern gehangenen wollenen Decke, während sie um die Hüften noch einen dickten Binsen schürz trugen. Die Männer gingen dagegen desto verschiedener. Ein­zelne, eine Art Sckmuck im Haar abgerechnet, total nackt, andere in Decken geschlagen, andere sogar auf das wärmste und vortrefflichste in gute, europäische Wintertracht gekleidet, mit wollener Hose und Hemd, bunter Wste, rother Schärpe und Mütze.

Ihre Nationalzierrathcn scheinen sehr einfacher Art zu sein Männer wie Frauen haben die Ohren durch­löchert, und tragen entweder ein rundes Stück Holz oder zierlich gearbeitete Federspuhlen und Federn darin. Tâttowirt haben sie und zwc.r blau, meistens nur das

lttilg leicht zu folgenschweren Verwickelungen führen könnte. Der zuerst vernommene Zeuge ist Schuh­macher Schwab von Bergen, welcher in der Vorun­tersuchung den P. Ludwig als denjenigen erkannt hatte, der auf Auerswald den ersten und auf Lichnowsky den zweiten Schuß abgefeuert hatte. Heute erzählt er noch außerdem, daß er auch Schüsse Lichn owsky'S auf das Volk am Thore gesehen habe, dagegen seine frühere Rekognition des Angeschuldigten theilweife zu­rücknehmen müsse. So lange man über die Ent­fernung aller schädlichen Einflüsse aus der Vorunter­suchung noch nicht beruhigt ist, kann ein solches Ver­fahren auch keine Garantie für Ermittelung der Wahr­heit bieten. Bei der Fragestellung von Seiten der Vertheidiger beleidigte Herr P fl ü g e r seine. Kollegen, indem er ihnen Mangel an Eifer für ihre Klienten vorwarf. Coster, Braubach und Lobenstein verwahrten fich aber kräftig gegen diese Invektive, indem sie die allgemein empfundene Wahrheit aussprachen, daß in Bezug auf den Eifer und die genügende Erfüllung der Defensionspflicht Niemand größerer Nachsicht bedürfe als Herr Pflüger selbst, der weder Geschäftsgewandt­heit noch vollständige Nechtskenntnisse besitze. Rühl aus Homburg versichert, derjenige, welcher sich der Tödtung Anerswald'S, zu welcher Zeuge nicht mehr selbst gekommen war, berühmte, habe auch ein bon-mot darauf zu machen versucht. Als der Schuldige, wel­cher in der Personalbeschreibung durchaus nicht auf den fraglichen Angeschuldigten paßt, wird Georg nur deßhalb vermuthet, weil dieser Name (Vor- oder Zu­name?) mehrmals gegen den Thäter, einenjungen Turner", gebraucht wurde. Die folgenden Zeugen­aussagen deS W. Röder von Bockenheim sind vor­züglich gegen Ludwig gerichtet, welchen der Vorige auch zeitweife für jenen jungen Turner hielt. Der Angeklagte soll von der Haide gekommen sein und einen Karabiner mit den Worten emporgehalten haben mit dem Dinge kann man Wunder thun!" Was da­mit eigentlich gemeint gewesen, weiß Zeuge nicht, er: schließt nur aus verschiedenen Entgegnungen Anderer darauf, daß es sich um dir Erschießung Auerswalds gehandelt habe.

Die Nachmittagsitzung bringt zunächst von Seite des Hrn. Pflüger auSGesundheitsrücksichten" die Bitte nm einen Offizialanwalt für seinen Klienten, welche von legerm unterstützt und vom Hofe gewährt wird. Alsdann nehmen die Verhöre wieder ihren Anfang. Die Gëneralbeichte gegen Georg und Lud­wig bezüglich der Ermordung Lichnowsky'S hat offen­bar ein gewisser Heinrich Weber, Schuhmachergeselle von Bocken heim, 22 Jahre alt, abgelegt. Sie er­streckt sich über alle möglichen Details und ist bewun­derungswürdig, wenn man den Menschen selbst betrach­tet, der ein Bursche von r' ' ~

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schwachem ffiptftn s-i , , - -erebralkongestlonc» gelitten dân will. Heute leugnet er Alles, und man erfahrt mündlich gar nichts von ihm. - Die Vor- lesung des Protokolls ist zwar an sich interessant, aber wenig lebbast und überzeugend, die Verhöre selbst tragen etwas Gemachtes an sich. Der Schluß der VoAesung, derselben erzeugt Nachforschungen über die Geisteskräfte des Zeugen zur Zeit der Vernehmuna. Wie wenn er ein Narr wäre?! Da diese Befürch­tung sich nicht bestätigt, so wird Zeuge, als des Mein- eids verdächtig, verhaftet. - Ein zweiter Zeuge der sich auch über Terrorismus und schwächliche Gesund­heit beklagt, fällt vor der Versammlung in Krämpfe Auch durch eine Pause von 10 Minuten wird seine Fassung nicht soweit hergestellt, daß mit seiner Ver- nehmung fortgefahren werden kann. Die Verhand­lungen sind durch derartige Umstände sehr ermüdend.

(N. D. Ztg.)

Zweibrücken, 13. April. Obschon die Untersu­chungen in unserm logenannten Monsterprozeß nun be­reits nenn Monate dauern, und man allgemein glaubte daß dieselben in jüngster Zeit endlich beendigt worden

Kinn mit schmalen von den Lippen niederwärts laufen, den Stressen. Ihre Farbe ist ganz wie die der nord- amerikanischen Stämme, kupfcrbrau» mit langen schwar­zen Haaren, auch trifft man unter ihnen einzelne wirk­lich jchöne Gestalten. Die Nkäuner tragen noch eine Art Nadel in den Haaren, mit Federn und Perlen ver­ziert, doch scheint das mehr eine Art Auszeichnung zu sein, ich konnte wenigstens keinen von ihnen veranlassen, mir solchen, selbst den einfachsten Schmuck für eine ganze Handvoll der schönsten Glascorallen zu überlassen. Als Geld benutzen sie eine Art rund geschnittener Muschel, die in der Mitte durchbohrt ist, und von ihnen um den Hals getragen wird.

Ackerbau treiben sie gar nicht; Fischfang und Jagd, wie die Frm1)t der Eichen, die in größer Anzahl an den Flüssen wachsen, liefern ihnen allein ihre Nahrung, den- noch sind sie nicht ungeschickt in einzelnen Arbeiten. Be­sonders fertigen sie Körbe auf höchst zierliche und gc. schmackvolle Art und so fest an, daß sie zu Wasserge­fäßen benutzt werden, und in der That auch nicht einen Tropfen hindurchlassen: Auch die Bögen der Jäger sind auf das geschmackvollste geschnitten und verziert, werden aber auch von ihnen sehr hoch geachtet und nur selten, dann aber auch um sehr hohen Preis verkauft. Schieß­waffen führen sie nur höchst selten; ich hörte sogar, daß es von der amerikanischen Negierung verboten sei, ihnen solche zu verkaufen, weiß aber nicht, ob das vielleicht nur ein bloses Gerücht ist. (Forts, folgt.)