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Süden haben die Reben und die Fruchtbäume aller i-irt durch die spät cingetretene ungewöhnlich starke Kälte sehr gelitten; der Schaden belauft sich jedenfalls ; auf mehrere Millionen. (K. Z.) ,

S ch w c i |. I

Zürich, 30. März. Gestern sind hier zwei weib­liche badische Flüchtlinge von Moskirch angckommen, welche vom Hofgericht des Seekreises wegen Hochver- raths zu 1 Jahr Zuchthaus verurtheilt worden sind. ' Gegen das Urtheil wurde appellirt, aber auf den Rath ihrerö Vertheidigers fanden die Verurtheilten für gut, das Resultat in der Schweiz abzuwarten.

I t a l L e o. I

Rom. Nach derConcordia" ist der frühere Ne- t daktcur des Journalsil Positivs", Msgr. Gazola, von dem Kardinal-Vikar Patrizi wegen seiner Angriffe ; gegen Pius IX. zur Zeit der Konstituante und der ' Republik zu lebenslänglichem Gefängniß ver- i urtheilt worden. ,

Dem Franenvercinzur Unterstütznug nothieidender Patrioten^ zu Wiesbaden,

am ersten Tage der w i e d e r g e w o n n e n c n F r e i h e i t.

Der erste Drang der Herzen:

Im Hauch der Freiheitsluft,

Nach langen Kerkerschmerzen,

Nach vielem Moderduft,

Gehört den edlen Frauen,

Die gutem Recht vertrauen.

Was Männer nicht vermögen,

Thun sie mit muth'ger Hand,

Ihr Wirken ist ein Segen,

Sie kennen keinenStand"!

Ein Hoch! den edlen Frauen,

Die Armer Herz erbauen.

Es kann kein Mund verkünden,

Was sie an uns gethan!

Heil Euch! die Engel finden,

Auf harter, rauher Bahn!

Ein Hoch! den edlen Frauen,

Die mild zum Elend schauen.

Im Namen und Auftrag meiner Leideusgenossen:

Georg Michel aus Idstein, Georg Maßmann aus i Geisenheim, Andreas Salzig aus Camp, Philipp Gorgus aus Wellmich, Valentin Hirdt aus Klein- schwalbach, Carl Neunerdt aus Niederlahnstein, Johann Schardt aus Griesheim, Gottfried Lenz | aus Wiesbaden, welche, nachdem sie längere Zeit wie ich in , den Casematten zu Rastadt fcsigchaltcn worden waren, und seit Beginn des Decembers vorigen Jahres im Criminalgefängniß zu Wiesbaden hatten einsitzen müs­sen, am heutigen Tags, außer aller gerichtlichen Ver­folgung gesetzt wurden, weil der Anklagesenat keine Gründe vorfand, eine Klage wegen Landesverrath zu erheben. Christian Ried aus Königstein.

Wiesbaden, den 3. April 1850.

Wiesbaden, 1. April.

I. Für die deut sch cn Flücht! inge in der Schweiz sind bei der Erpedition der Freien Zeitung bisher weiter eingegangen :

Von einem Ungenannten.....1 fl fr.

Von einer Gesellschaft im Johannisberg . 2 14 Von dem Volksleftvercin Löhnberg . . 4 . Sammlung, veranstaltet bei der Feier des 4. März Hofheim , . . . 17 38

H. A. (Friedrichsd'or)......9 52

Von O. B. und S. auf dem Dampfboot 1 -

35 st. 44 Uz

11. Nach Nr. 297 der Freien Zeitung vom vo­rigen Jahre betrug die Gesammteinnahme der; Erpe- ditioil der Fr. Z. an Geld für die Flüchtlinge in der Schweiz 1226 fl. und 39 fr. Hierzu kommen die tu Nr. 30 dieses Jahrgangs angezeigten 42 fl. und die 35 fl. 44 fr. der heutigen Nummer, jo daß der Ge- sammtbetrag 1304 fl. 23 fr. ausmacht.

Ueber die Verwendung, resp. Absendung lassen wir folgendes Schreiben folgen:

An

die Erpedition der Freien Zeitung, Hrn. Buchhändler Ritter zu Wiesbaden.

Wir bekennen, daß von der Erpedition der Freien Zeitung in Wiesbaden in sieben verschiedenen Sen­dungen :

1) 155 fl. 30 fr.

2) 244 40

3) 221 6

4) 339 20

5) 128 -

6) 128 -

7) 70 -

Summa 1276 fl. 36 fr.

an das früher hier bestandene Hülfs-Comite eingeseii- det worden sind, wovon selbiges 1068 fl. 36 fr. selbst verwendet, die übrigen 207 fl. aber an uns zur wei­teren Verwendung für hülfsbedürftige, deutsche, poli­tische Flüchtlinge abgegeben hat.

'Wir quittiren als Nachfolger des früheren Hülfs- Comites deßhalb hiermit über die Gesammtsnmme der Ein Tausend zwei Hundert fünf und siebenzig Gulden sechs und dreißig Kreuzer mit dem verbindlichsten Danke, empfehlen die dürftigen Flüchtlinge weiterer Berücksichtigung und unterzeichnen mit größter Hoch­achtung.

Zürich, den 14. März 1850.

Das Unterstützungs - Comite:

T z s ch i r n e r. U m b s ch e i d e n.

Ueber die Absendung der noch restirenden 28 fl. 47 fr. wird demnächst ebenfalls eine Bescheinigung mitgetheilt.

111. Ueber die in Nro. 30 erwähnten 14 Guldèn für die Kinder Kinkel's lassen wir folgende Beschei­nigung folgen:

Von der Erpedillon der Freien Zeitung in Wies­baden für die Familie Kinkel's ein versiegeltes Paket- chen mit angeblich VierzehnGuld en erhalten zu ha­ben, bescheinige hiermit. Frankfurt, 5. März 1850.

P. D. Löwenthal.

IV. U-cber die in Nro 30 und 46 angeführten 39 fl. 30 kr. für die flüchtigen deutschen Brüder in Craßburg folgt nachstehende Quittung:

An die Erpedition be: Freien Zeitung in Wiesbaden. Strasbourg, den 7. März 1850.

In Folge Ihres geehrten Schreibens vom 22. Fe­bruar I. J. zeige Ihnen den Empfang von 39 fl 39 fr. . ergeben st an. Ich danke Ihnen herzlich für unsere un­glücklichen flüchtigen Brüder. Fahrei: Sie fort Bür­ger, uns dann und wann mit einer Gabe zu erfreuen. Genehmigen Sie die Versicherungen unserer Hochach- , tung. Brudergrüße und Händedrücke.

i " Im Namen des Comitös zur Un'eostützung ! deutscher Flüchtlinge.

; Der Cassirer: Aug. Schneegans.

V. Der Empfang der an die Erpedition einge- . schickten Kleidungsstücke wird in nachstehendem Schre - j den bescheinigt:

Herrn H. Ritter, Buchhändler in Wiesbaden. Zürich, den 27, Dezember 1849.

Das uns durch Vermittlung des Herrn H. L. Kai­ser in Mainz übersandte Ballot Kleidungsstücke, gez. 11. R. -jf 6. Zürich, haben wir unterm 22. d. M. I erhalten. Indem wir Ihnen hiermit unsern vei bind- ; lichsten Dank dafür aussprechen, so wie auch allen De- I neu, welche ihre flüchtigen Brüder damit brachten, I zeichnen wir uns hochachtungsvoll und mit Ergebenheit Das Hülfskkomtt« für deutsche Flüchtlinge in der Schweiz.

Der Präsident Der Cassirer Der Aktuar Sülzig. in de st. Verhinder. E. Zi scher.

Hans Moser.

VI. Der goldne Ring, dessen in Nro. 297 Erwäh­nung geschieht, wird zum Besten eines Nassauischen Flüchtlings in der Schweiz I H, in Wiesbaden ver- : tverthet.

VII. Die in Num. 46 erwähnten 15 fl. für die : Kinder Carl Schappc r's von dem Frauerverein zu Idstein sind in Num. 45 der Westdeutschen Zeitung von Ferdinand Freiligrath als empfangen ange- . gezeigt, und die weiteren 5 Gulden von den Zeugen aus Dillenburg sind durch die Redaction Carl Schap- per zugestellt worden.

Vom Turnverein zu Limburg sind heute ferner

7 Gulden für die Kinder Carl Sch a pp er's einge- gangen. Die Redaction.

Wiesbaden, 4. April 1850. Von dem Frauen- Verein zu Idstein sind an den Verein zur Unter­stützung nothleidender Patrioten zu Wiesbaden eiugc- gangen: 12 Gulden.

Verantwortlicher Nedaktenr: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Norddeutsche freie Presse.

(.316) DieNorddeutsche freie Presse," redigirt von Theodor Olshausen und Otto Fock, erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, und wird mit den Morgenposten versandt.

Außer den politischen Nachrichten enthält fie ausführliche Handels- und SchifffahrtSberichte, sowie die Course von Staatspapieren und Actien.

Der vierteljährige Preis beträgt excl. Poüaufschlag 1% Thlr. preuß. Courant. Die Bestel­lungen für das nächste, mit dem 1 April beginnende Quartal bitten wir möglichst früh bei den resp. Postämtern zu machen.

Inserate finden durch dieNorddeutsche freie Presse," namentlich in Hamburg, den Herzogthü- mern Schleswig-Holstein, sowie in ganz Norddeutschland, die weiteste Verbreitung. Preis für den Raum einer Pelitzeile 3 ßl. oder 2 Sgr. 3 Pf.

Hamburg-Altona, im März 1850

Expedition derNorddeutschen freien Presse."

(309) Ich zeige hierdurch an, daß ich mich nach meinem Austritt aus denk Staats­dienste, worin ich fünf Jahre lang, theils an den Aemtern Dillenburg und Hachen­burg, theils an dem Hof- Und Appellationsgerichte zu Dillenburg angestellt war, als Rechtsanwalt dahier niedergelassen habe und die Besorgung von Rechts- und Verwaltungssachen im Herzogthum übernehme.

Weilburg, den 29. März 1850. D» RaM9 Rechtsanwalt.

(318) In der H. W. Ritterschen Buch­handlung in Wiesbaden ist zu haben:

Deutsches

SCHLACHT-LIED.

Uebertragung und Singweise

Marseillaise.

Ladenpreis: 6 kr. In Partieen 4 kr.

(322) Ein im Schreiben, Lesen, Rechnen ic. routinirter junger Mensch, wünscht unter an­nehmbaren Bedingungen eine Stelle. Näheres unter francirten Briefen in der Crped. d. Bl.

(323) In der Burgstraße Nro. 2, in der Nähe des RealgymnafiumS, kann ein Logis mit Kost für zwei Schüler abgegeben werden.

(319) Zum Einrahmen von Bildern, besonders in Gräcisten, empfiehlt sich

D. Pauli, Buchbinder. (Goldgaffe Nro. 20)

(320) Durch das Unglück, welches mich in dem langwierigen und' kostspieligen Kranken­lager meiner Frau betroffen hat, bin ich in eine sehr bedrängte Lage versetzt. Um mir in derselben eine Hülfe zukommen zu lassen, hat die verehrliche Theatercommission die Güte gehabt, mir eine Benefizvorstellung zu bewilligen, wofür ich hier meinen herzlichen Dank ausspreche. Die Theilnahme des ge­ehrten Publikums erlaube ich mir durch die Bitte um zahlreichen Besuch dieser Benefiz­vorstellung, zu welcher ich auf

Montag, den 8. April

Robert der Teufel, große Oper von Mey erbe er, gewählt habe, ergebenst in Anspruch zu nehmen.

f. Air seit »ei*.

(317) Ich zeige hiermit an, daß ich meine seitherige Wohnung bei Herrn Metzger Meyer verlassen und eine andere bei Herrn Bürstenfabrikant H or lach er in der Langgasse bezogen habe. Philipp Authmann, Schuhmachermeister.

w Wichtig für Auswanderer.

aRegelmässige Postschifffahrt

zwischen Antwerpen & Aew-York.

Abfahrt von Antwerpen am 1. und 15. jeden Monats.

Die Schiffe dieser Linie, wie: Luconia, Capitain Hamilton; Hector, CapitainPost; Victoria, Capitain Whatlington; Cotton Planier, Capitain Pratt u. s. w. sind alle als vorzügliche gekupferte Dreimaster erster Classe bekannt und werden von erfah­renen, menschenfreundlichen Capitainen geführt.

Denjenigen Auswanderern, welche im Anfang des Frühjahres ihre Reise antreten wollen, diene zur Anzeige, daß die

Victoria, Capitain Whatlington am 1. April,

Cotton Planier, Capitain Pratt am 15. April, erpedirt werden, und daß sie zur Sicherung ihrer Plätze sich frühzeitig an die Unterzeichneten und deren Agenten wenden müssen.

Außer obigen Schiffen erpediren wir auch mit Beginne des Frühjahres schöne amerika­nische Dreimaster

nach Kew-Orleans.

Nähere Auskunft über Preiße und Bedingungen ertheilen

Dr. Cr. Strecker JI./. klein Jos. Stock

in Mainz. in Bingen. in Creuznach.

Je J. Mühler in Wiesbaden, concessionirter Haupt-Agent.

Sowie die Agenten: Herr Bemkartt Ehrmann in Hattersheim; Herr Carl Lana in Ems; Amtsarmencassirer Maurer in Lang enschwalba ch; F. </.

Meckel in Herborn; W'ilheltn Wagner, Rechtspraktikant in St. Goarshausen.

Concesstonirte Haupt-Agentur zur Beförderung von Auswanderer.

(129) Der Unterzeichnete befördert monatlich 3 bis 4inal Auswanderer nach den verschiedenen Häfen Amerikas über Havre, Antwerpen, Rotterdam und Bremen zu den möglichst billigsten Preißen.

Wiesbaden im Februar 1850. Jt".7. Nathan auf dem Markt.

(166) Durch die H. W. Ritter'sche Buchhandlung in Wiesbaden ist zu beziehen:

Lebensbilder aus der deutfchen Nationalverfammlung von L. Schatte 1. Lief. Preis für 1. 3. Lief. 2 fl.

Memoiren vom März 1848 bis Juli 1849. Beitrag zur Geschichte der Wie­ner Revolution von Dr. A. Füster. 2 Bände 4 fl. 48 kr.

Gefchichte der Colonifation Amerika's von der Entdeckung an bis auf unsere Zeit von Dr. Fr. Kottenkamp. 1. B. 4 fl. 20 kr.

Druck und 8erlaß der ®. Ritter'sche« Buchdruckeret.