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he' Nationalgroßinuth ihnen' zu Hülfe kommen und ihnen eilauben, bessere Tage adzuwarten. Von diesem Geranken beseelt, eröffnen wir eine Subscription, welche, wir zweifeln nicht daran, von allen Freunden der Re­st iblik wohl ausgenommen wird. Wir stellen den Bci- t ag auf 25 Centimen, damit ein jeder GesinnungSste- neffe Theil nehmen kann. Es handelt sich darum, d es Lösegeld für den Volksgeist zu zahlen. Möge das g nze Volk sich an diesem Beireinngoalt durch ein p itrioth'dK^ Opfer hetheiliaen. Beiträge werden von a(Ln republikanischen Journalen der Stadt Paris und der Departements angenommen. Die Mitglieder des Centralkomite's. (Folgen Pie 'Unterschriften.)

Paris, 23. März. Heute Morgen wurde Or.,E. Dronke in seiner Wohnung verhaftet und nach der Polizeipräfektur angeführt. Die bei ihm vorgenom- mene Haussuchung ergab keine Resultate. Derselbe wird, wie man sagt, mit Geiisd'armen nach der Grenze gebracht. Wie man sagt, soll derselbe als Mitglied einer geheimen Gesellschaft, jedoch ohne Grund, denun» Z'rt worden sein. (W. Z.)

Paris, 24. März. (Mz. Ztg.) Seit der Wahl des 10. März beschäftigt man sich auf dem Stadthause eifrig damit, die Wählerlisten von den Unfähigen, welche früheren Prüfungen entgangen sind, zu purifi- ziren. Bis jetzt hat man jedoch erst gegen 10 Indi­viduen deswegen gerichtlich einschreiten können.

Die Presse betrachtet das Preßgesetz durch die Wahl der Kommissionsmitglieder als votirt und erkennt in dieser Regierungsvorlage eine provozirende Maßre­gel. Man will eine Schlackt, bemerkt sie, welche ,die Worte:Majorität" undMinorität" durch "Sieger" undBesiegte" ersetzt. «Man will eine Schlacht, welche den Buchstaben der Konstitution unter die Herrschaft des Belagerungszustandes beugt. Man will diese Schlacht,"je früher, desto besser, und der Grund wel­chen man scharfsinnig genug dafür angibt, ist dieser: Jedes Jahr entläßt die Armee 80,000 ausgediente Soldaten und ergänzt sich durch 80,000 Bauern, welche mehr oder weniger im Verdachte stehen, vom Sozialismus angesteckt zu sein. Aber dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen, weil das Volk weiß, daß es nur ruhig zuzsein braucht, um zu siegen.

Man versichert, daß bei Gelegenheit der Verifika­tion der Wahlen des Oberrheins eine stürmische De­batte losbrechen werde, indem die Montagne sich alle Mühe geben wolle, die Ungültigkeitserklärung derselben durchzusetzen.

Die Polizei hat die Sitzungen der Abgeordneten

tei Arbeiterassociationen aufgehoben, wogegen diese protestiren, da sie gesetzlich bevollmächtigt seien, ihre gemeinschaftlichen Handelsinteressen zu besprechen.

Die Estafette will wissen, daß im Ministerrath bc- schlossen worden sei, durch einen folgenden Gesetzen:- wurf die Preßvergkhen den ordentlichen Geschwornen * zu entziehen und einer Speeialjury zu übergeben.

Die gestrigen Berathungen in den Bureaux über den Preßgesetzentwurf sind so wichtig, daß wir noch- j mals darauf zurückkommen müssen, obgleich wir das , Resultat der Commisfionswahl bereits uutgelheilt ha- ' beu. Thiers sprach im Allgemeinen zu Gunsten des Gesetzes, doch meinte er, kein Gesetz könne ein Land retten. Wenn eine Regierung Fehler begehe, stürze sie trotz der besten Gesetze. Lamartine gab zu, daß eine Regierung jetzt der Unterstützung bedürfe, er wolle ihr daher nicht Rachsucht und Verletzung der Constitution vorwerfen. Allein der Gedanke, welcher die Regierung zu diesem Projekte dränge, sei gegen ihr Ziel gerichtet. Das Unheil des Landes bestehe in einem Traume, in einem Alp, einer augenblicklichen Geistesverwirrung, Die in der Unwissenheit begründet sei. Gegen diese helfe nur das Licht und die Diskussion. Jedes Gesetz, das dieselbe verhindere, begünstige die Finsterniß. Was ist die Presse, meine Herren? fuhr er fort. Sie ist der Strahl, den man nicht auffangen, die Luft, die man nicht einsperren kann, das unergreifbare Element, das jeder Hand entschlüpft, welche es zu halten wähnt. Sie ist die Macht, welche seit einem Jahrhundert die Welt bewegt und gestaltet, die uns zu dem gemacht hat, was wir sind, die ohne ihr Wissen die Republik begründet hat. Denn die Republik, was ist sie im Grunde anders, als das letzte Wort der Presse? Ca- vaignac erinnerte daran, daß er bewiesen habe, daß eine angegriffene Gesellschaft das Recht habe, sich zu vertheidigen. Aber der Druck sei eine Waffe und könne in einem Land, wie Frankretch, kein Prinzip einer Re­gierung sein. In der jetzigen Situation sehe er keinen Grund zur Verschärfung der Represfivgesetze, und er [ bedauere, daß die Regierung dem allgemeinen Stimm- ; recht diese Antwort ertheile.

Bei der Commissionswahl für das Preßgesetz wa­ren 261 für, 234 gegen. Majorität 27. Nicht ge­stimmt haben 150 Mitglieder.

Paris, 24. März. In einer großen Anzahl von Salons ist das Gerücht verbreitet und findet Glauben, daß derConstitutionel" von der ministeriellen Partei ' abtreten und eine gemäßigte oppositionelle Stellung ; nehmen werde; er würde eine Art Zwischenpartei zu ' bilden suchen.

Italien.

Neapel, 13. März. Vorgestern hatten zu Portiei auf Einladung des Kardinal - Pro-Staatssekretärs die Botschafter von Oesterreich, Frankreich, Spanien und Neapel sich zu einer Conferenz bei ihm versammelt, in welcher er denselben von dem Entschlusse des heiligen Vaterö zu seiner hemnadj fügen Rückkehr nach Rom of­fizielle Mittheilung machte, indem er zugleich dieselben Gründe dafür auseinandersetzte, welche der Papst selbst im Collegium der Cardinäle entwickelt hatte. Cardin. Antonelli drückte dabei zugleich die Ueberzeugung Sr. Heiligkeit aus, daß die Mächte, welche so wirksam zur Wiederherstellung seiner zeitlichen Gewalt mitgewirkt haben, auch ferner derselben ihren Beistand gewähren werden. Der Entschluß des heiligen Vaters fand ein- müthige Billigung. In Folge dieser Konferenz und ihres Ergebnisses machte dann gestern der Kardinal. Prostaatssekretär in einer Note dem gejammten diplo­matischen Korps Anzeige von dem definitiv gefaßten und also nun feststehenden Entschlusse des Papstes.

In dieser Note werden die Gründe entwickelt, wa- rum die Rückkehr so lange sich verzögert habe, und wie nun (durch das Anlehen) eine der Hauptschwie- rigkeiten entfernt, dem heiligen Vater die Mittel ge­geben seien, seinen Wünschen gemäß den Bedürfnissen des Staates Genüge zu leisten. Als Zeit der Rück­kehr werden die ersten Tage des April bezeichnet. Auch wird wiederholt die Ueberzeugung in der Note ausgesprochen, daß alle dem heiligen Stuhl befreun­deten Mächte auch ferner mit ihrem materiellen und moralischen Einflüsse dazu beitragen werden, den Papst in der Wiederherstellung der freien Ausübung seiner Autorität zu unterstützen, und nicht minder die Freiheit und Unabhängigkeit des Kirchenregiments si- cherzustellen, worin gleich eine Bedingung des Frie­dens von Europa liege. DaS einseitige Borschrei­ten des Turiner Ministeriums in Aufhebung der geist­lichen Gerichtsbarkeit, ohne vorgängige Verhandlung und Verständigung mit dem ^eiligen Stuhle hat den Papst veranlaßt, eine förmliche Protestation gegen das Vorschreiten der sardinischen Regierung dem "sardini­schen Geschäftsträger hier zu übergeben, welche zugleich auch an alle Bischöfe des Königreichs Sardinien ge­schickt worden ist.

So berichtet die liebenswürdige Neue Münchenerin

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

WeksNuLmachuKgeN.

(ns) MekamrLmüehrm§.

Donnerstag, den 1. April, Vormittags 9 Ubr anfangend, läßt Frau Wittwe L u.tz im'wanen habi« ihre Mobili .. M beut1 in Betten, Bettstellen, Schränke, Tischr, Sttihle, Bänke, Comode, Canapers, Spiegel, Vo»bängr, frann Küchengeräthschaften, eine Parthie Flaschen und Gläser-,'ferner einige Pferdekrivpen, mehrere Abweissteine, sowie einige Centner Heu und Stroh freiwillig gegen gleich baa-r Zahlung an den Meistbietenden versteigern.

Wiesbaden, den 15. März 1^50. Der Bürgermeister

Fischer.

Concessionirte Haupt-Agentur zur Beförderung von Auswanderer.

(129) Ter Unterzeichnete befördert monatlich .3 b's 4mal Auswanderer nach den verschiedenen Häfen Amerikas über Havre, Antwerpen, Rotterdam und Bremen zu den möglichst billigsten Preußen.

Wiesbaden im Februar 1850. F< f. Saffian auf dem Markt.

Niederländische

BIEBRICH, ROTTEROAM, EOABOÄ, vorläufig jeden

Montag. Wenstag, BSonnerstag und Samstag, Morgens b <> Uhr, nach allen Stationen des Rheins ohne Um zuladen.

Das Boot von Sonntag correspondirt mit dem jeden Dienstag von ROTTERDAM nach LONDON abgehenden Bata vier. Die Reise von Biebrich bis Rotterdam geschieht in Tage.

Nähere Auskunft ertheilen Der Agent

('«»< Herginnn »e A'. Sc statt Hitler (174) in Wiesbaden. in Biebrich.

Kesttagsordnung in den freien christlichen (resp, deutsch- (293) ' katholischen) Gemeinden.

Am Charfreitage, Vormittags 9% Uhr, Gottesdienst und Abendmahls­feier in T8 iesbadèn;

Am tTharfreitage, Nachmittags 2 Uhr, Gottesvienst in Mosbach;

Am 1- Ästertagè, Vormittags 9^ Uhr, Gottesvienst in Wiesbaden;

Am 1. Ostertäge, Nachmittags 3 Uhr in Idstein;

Am 2. Ostertage, Vormittags 9% Uhr, Gottesdienst und Abend­mahlsfeier in Diez;

sämmtliche Gottesdienste geleitet durch Prediger Graf. Dre Aeltesten.

(294) Vom nächsten Freitag an

vorzügliches Boek-Bier

bei Heinrich Jüngel.

l) Einladung zum Abonnement

auf die mit dem 1. April in L imburg an v.r Lahn erscheinenden

Glatter aus Nassau, Wochenschrift zur Besprechung der Zeitfragen auf dem Gebiete der Kirche und der Schule.

DieBlätter aus Nassau" werden für die vernünftige, natur- und zeitgemäße Gestal­tung unserer Kirchen- und Schulzustände zu wirken suchen; ste werden deßhalb rn. ruhiger, leiden- schaf^loser Sprache die einschlagenden Fragen zur Besprechung bringen und die diesen Gegenstand berührenden Tagesereignisse iniltheilen.

Der vierteljährige Abonnementspreis für wzchenlllch 1 Bogen in gr. 4° beträgt:

für Wiesbaden nnv Umgegend und für den für Limburg und Um gegen» bei der Re- Buchhandel durch WUH. Friedrich's

daktlvu in Limburg 1 fl. 12 fr. rh. Verlag I fl. 12 fr. rh. = i fl, C.-M.

= 20 Sgr.

Bei Versendung durch die Post tritt der gewöhnliche Postaufschlag hinzu. Inserate wer­den mit 3 fr. für die dreisvallige Petitzeile berechnet.

Bestellungen für Limburg und die Umgegend beliebe man direkt bei der Redaction in Limburg zu machen^ sowie auch Inserate an solche einznsenden.

Bestellungen für Wiesbaden wolle man an die Expedition: Wilhelm Friedrich's Verlag am Friedrichsplatz richten, sowie auch die Inserate.

Alle Bestellungen von Auswärts beliebe man bei der nächsten Postanstalt oder Buch­handlung zu machen. Der Hanpt-Post-Debit wird durch das Post-Amt in Wiesbaden stattssuden. Die Expedition und den Debit in den Gesammt-Buchhandel besorgt die Verlagshandlung.

VWlAeltn l'ricfirtest's Verlag am Friedrichsplatz in Wiesbaden.

(15) Durch die H. W. Ritter'sche Buchhaiidlung ist zu beziehen:

Ein Wort des Mechts

für alle

Neichsvexfasftrngs - Kampfer,

an die

deutschen Geschwornen

von Ludwig Simon von Trier.

Maddie Reichsgewalt zersasteu, das Vaterland mehr als je zerrissen sein, dennoch ist es eine gemeinsame deutsche Sache, daß nicht auch die Rechtsbegriffe untergeben." Ludwig Uh land. Broch. Preis 30 fr.

(290) Ein Gymnasiast kann bei einer achtbaren Familie Klost und Logis er­halten. Näheres in der Expedition d. Bl.

(227) Zwei Glaserker find bil­lig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.

(287) Ein zweijähriger Esel ist in dem Hof zu Sonnenberg zu verkaufen.

(ö2) Es sind Kapitalien in jeder Größe stets zu haben dnrch Friedrich Schauß in Wiesbaden, Marktplatz Nr. 12.

Druck und Verlag der C Ritter'sche« Buchbruckeret.