September 1849 vermessen 312,116,014 Acres, noch nicht vermessen 1,262,565,635 Acres; bis zum 30. Sept. 1849 waren zum Verkauf angeboten 291,970,979 Acres, verkauft 101,386,694 Acres; zur Errichtung und Erhaltung von Schulen wären übergeben oder angewiesen 11,199,973 Acres; zu inneren Verbesserungen 8,474,475; an Individuen und Gesellschaften 1,971,339 Acres; für Regiernngssstze 50,860; für militärische Dienste 10,987,445; reservirt für Salinen 422,325; für Indianer 3,400,725 Acres. Die Ge sammtsumme der Ländereien, über welche noch zu dis- poniren ist, beträgt 1,430,379,353 Acres Ich schließe hier einige Zahlen an, welche dein Bericht des Patentamtes von 1848 entnommen fine. Der jährliche
Werth des Welschkorns, welches in den Vereinigten Staaten gezogen wird/ beläuft sich auf die ungeheuere Summe von mehr als 344,000,000 Dollar, während der Brutto - Ertrag des Weizens nicht viel über 145,000,000 Dollars ausmacht. Von nachfolgenden
Produkten wurde in jenem Jahr gebaut oder gezogen
Pfund.
Tabak . 218,909,000 an Werth
Baumwolle 1,066,000,000 „ „
Reis . .
Zucker Seide Hopfen . Bienenwachs
Honig
Dollar.
8,756,360
74,620,000
3,575,985
13,750,000 800,000 140,697 165,809
2,368,475
119,199,500
275,000,000
400,000
1,566,301
789,525
23,685,750
Die Durchschnittspreise dieser Produkte waren: Tabak 4 Cents, Baumwolle 7 Cts., Reis 3 Cts., Zucker 5 Cts., Seide 2 Doll., Hopfen 9 Ets., Bienenwachs 21 Cts. und Honig 10 Cts. Die Menge des gewonnenen Molasses und Lurups wird zu 9 Mill. Gallonen angeschlagen, der zu 28* 2 Cts., 2,736,000 Doll, cm- trug. Wein wurden 500,000 Gallonen zu 1 Doll, für 500,000 Doll, gezogen. Der jährliche Werth der Viehweide wird zu 60,768,136 Doll, angeseot. Werth des Strohs, der Spreu re 100,000,000 Doll., des Düngers 60,000,000 Doll., des Obstes 9,071,130 Tv, der Gemüse 45,000,000 Doll.; Ertrag der Baumschulen 741,917 Doll.; Ertrag des Zuchtviehs 18 Mill. Dollars, von Metzgern verkauftes Fleisch 146,597,360 Doll.; Häute, Felle und Talg 20,000,000 Dollars; Rindvieh 4,401,407 Doll.; Pferde, Maulthiere und Esel 8,129,350 Doll.; Federvieh 11,680,512 Doll.; Eier 5,431,500 Doll.; Federn von lebendigen Gänsen 1,000,000 Doll.; Butter und Käse 42,238,758 Doll.; Milch 20,000,000 Doll. — Erzeugnisse der Wälder, mit Einschluß von Bauholz, Pelzwerk und Fellen 22,250,000 Doll.; Feuerholz 37,500,000 Doll.; Fischerei 17,581,339 Dollars. — Gewinn aus dem im Handel angelegten Kapital 24,000,000 Doll.; Werth der Fabrikate 550,000,000 Doll.; Ertrag der Bergwerke 75,000,000 Doll, (da ist kalifornisches Gold noch nicht mitgerechnet); Gewinn aus Bank- und Assekuranzanstalten 20,000,000 Doll.; Miethzins von Häusern und Land 50.000,000 Doll.; Gewinn aus verzinsten Darlehen 20,000,000 Doll.; Gewinn ans geleerten Geschäften und Handwerken 50,000,000 Doll. Die Gefammt-Erzeugnisse der Arbeit und des Capitals in den Vereinigten Staaten für das Jahr 1848 werden zu 2,323,564,765 Doll, angeschlagen. Wenn man den
Werth der verarbeiteten rohen Produkte, im Betrag i von 27,500,000 Doll., von obiger Summe abzieht, | weil derselbe bereits unter diesem Titel berechnet ist, ■ so bleiben 2,048,564,756 Doll, als der Gcsammtwerth ‘ der Erzeugnisse von Arbeit und Kapital in den Ver- ' einigten Staaten für 1848.
Die letzte Post aus Californien hat Nachrich- : ten gebracht, welche nicht wenig dazu beitragen werden, den mit dem Frühjahr beginnenden Strom der Auswanderung dorthin zu verstärken. Man hat jetzt das Gold auf seinen ursprünglichen Lagerstätten im Ouarzfels der Sierra Nevada entdeckt, und zwar in einer Fülle, die alle Erwartungen übertraf. Jeder Steamer bringt schon jetzt eine halbe bis 1 Mill, dieses Metalls. Der Einstuß solcher Goldmassen, die in den Handel kommen, wird schließlich doch eine Veränderung des Geldwerthes herbeiführen muffen. Dieselbe Post hat uns das Resultat der kalifornischen Wahlen in Senat und Gongreß mitgebracht, sowie die Volksabstimmung über die Verfassung. Die Wahlen sind demokratisch ausgefallen, und die Verfassung ist, wie erwartet, fast einstimmig angenommen worden. Der Preis der Arbeit in Californien ist noch fortwährend im Steigen. Die Zimmerleute hatten sich verbunden und die Arbeit eingestellt, weil sic den Tag- lobn von 15 Doll. zu niedrig fanden! Sie erhalten jetzt 17 Doll. In San Francisko erscheint eine Zeitung, die „Alta California". Diese Zeitung erscheint wöchentlich und kostet 12 Doll. das Jahr; sie nimmt Anzeigen von 10 Zeilen einmal auf für 6 Dollars und für jede Einrückung 3 Doll. Die Hälfte der ganzen Zeitung ist mit solchen Anzeigen gefüllt. Dabei kann eine Zeitung doch noch bestehen!
Während Kalifornien aufblüht, rückt die Zeit näher, die Kanada der Union zuführt. Die Partei der Anueratiouiften wächst dort mit jedem Tage, trotzdem, daß die Annerationsagitation von den Gerichten für Hochverrath erklärt ist. England macht gute Miene zum bösen Spiel: das dortige Cab in et soll mit dem letzten Steamer Instruktionen an den Gouverneur Lord Elgin gesandt haben, daß man den Ancrationsbesire- bungen freien Lauf lasse. Viel Freude hat England an dieser Besitzung nie erlebt und nebenbei hat sie der Schatzkammer zu London jährlich l’/2 Million Doll, gekostet.
Die Aufnahme Kanada's in die Union würde den Schwerpunkt der Vereinigten Staaten für immer nach dem Norden werfen. Es kann daher nicht auffallen, wenn wir im Lager der südlichen Politiker eine große Thätigkeit und die Wiederaufnahme der Kuba frag c erblicken. Junta Promovedora de los intereses po- lilicos de Cuba, aus Kubanern bestehend, hat sich zu Washington gebildet. Zweigjunta's haben sich hier und in den Hauptstädten des Südens und Südwestens con- stituirt. Die Junta hat^die offenbare Absicht, Kuba zu revolutioniren, von Spanien abzureißen und der Union zuzuführen. Die Häupter der südlichen Staaten unterstützen das Unternehmen. Man hört sogar von freiwilligen Compagnien, die im Süden unter irgend einem Vorwand gebildet werden sollen, um im i entscheidenden Augenblicke mit Waffen und Mannschaft । den Aufstand dort zu unterstützen. Auch auf einige neuen Provinzen von Nordmeriko hat der Süden neuer- !
dl'ngs seine Augen gerichtet. Alles dieses geschieht auf eine Weise, die cs der Vereinigten Staaten-Negierung diesmal unmöglich machen wird einzuschreiten. Der Kampf zwischen Norden und Süden schiebt so die Grenzen der ungeheuern Republik immer weiter hinaus.
Die Einwanderung war im Hafen von New-Aork in den letzten Wochen wieder stark. Die Gesammt- zahl der Einwanderer betrug im Jahre 1848 189,176, im vergangenen Jahre bis zum 4. Dezember 230,433, also 41,257 mehr. Dazu mögen noch im December gekommen sein 5000, also im Ganzen 46,257 mehr als im Jahre 1818. Rechnet man dazu die Einwanderung in den zahlreichen anderen atlantischen Häfen und in Kalifornien, so mag der Gesammtbetrag der neuen Völkerwanderung im verflossenen Jahre nicht weit von 400,000 Menschen entfernt fein. Was unsere deutschen Landsleute betrifft ; so sind, laut dem Berichte der deutschen Gesellschaft, im Jahre 1849 hier755,740 Deutsche angenommen, im Jahre 1848 52,620, im Jahre 1847 70,735; die deutsche Einwanderung hat also nicht wesentlich zugenommen. Unter den zuletzt Angekommenen befinden sich einige Schiffe aus Havre mit Flüchtlingen aus der Schweiz. Die hiesigen deutschen Einwohner entwickeln eine rühmliche Thätigkeit, um die ankommenden Freiheitskämpfer zu nuterstntzeu. Besonders ist hier der Frauenverein und der Social-Neformvercin zu nennen. Von bekannten Namen neu Angekommener erwähne ich Brentano und Wesendonck. Manchen alten berliner Bekannten habe ich auch hier wieder gefunden. Eine Anzahl Männer hat sich verbunden, um eine große Organisation des deutschen Elements in den Vereinigten Staaten zur Unterstützung Aller, welche durch den Kampf für Volksrechte in Europa oder hier leiden, sowie zur Erhaltung und Verbreitung deutscher Bildung in Nordamerika zu schaffen. Doch hierüber das nächste Mal. (-Kat. Ztg.)
Für die durch die Ueberschwemmung des Rheins beschädigten nassauischen Ortschaften sind bei dem Vorstände des Vereins zur Wahrung der Volksrcchtc 79 fl. 57 kr. ciugegangen, welche bereits an den Ort ihrer Bestimmung abgegangen sind, und werden weitere Beiträge von gedachtem Vorstände freundlichst entgcgen- genommen.
Allenfalls gewünscht werdende Quittungen über eingeschickte Beiträge können durch den Vereins-Cassirer, Hrn. Carl Habel, bezogen werden.
Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Volksrechte.
F r u ch 1 p r e i s e.
Mainz, 15. Febr. 1850.
Waizen
per Malter 200 Pfd. . . .
7
fl. 217fr.
Korn
ditto . . .
4
fl. 57 fr.
Gerste
ditto . . .
4
fl. 27 fr.
Hafer
ditto ' ...
5
fl. 24 fr.
Spelz
ditto . . •
——
fl. — fr.
Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.
Bekanntmachungen.
gf<* Lilionese. "^A
(Für den Erfolg wird garantirl.) ,
(140) Sommersprossen, sowie Leberflecken und schmutzige Farben in der Haut, welche dem Gesicht ein widerliches Ansehen geben, verlieren sich durch die Anwen. dung unseres Lilioncscn-Wassers, auch gewinnt die Haut an Zartheit und Weiße, sodaß sie wie bei Kindern von 5—6 Jahren das Aussehen bekommt. Auch benimmt es die sogenannten Finnen und Mitesser. Dieses Mittel ist bereits von vielen Medicinal-Behörden geprüft und als vorzüglich zum äußerlichen Gebrauch empfohlen worden. Nach Verlauf von 14 Tagen ist alle Wirkung geschehen. Die Fabrik steht für den Erfolg und macht-sich verbindlich, im entgegengesetzten Falle den Betrag zurückzuzahlen. Der Preiß ist pro Flasche 1 Thlr. _Die Niederlage für Wiesbaden ist bei Herrn L. Seibert in der Langgasse.
Kothe H' Comp. in Cöln am Rhein.
(134) Bei F. A. Brockhaus in Leipzig ist erschienen und in der H. W. Ritter- schen Buchhandlung in Wiesbaden zu haben: •
Warum hat die Revolution in England gesiegt?
Betrachtungen
über die
Geschichte der Revolution in England
von
Guizot.
Ans dem Französischen.
P r e i s : 36 k r.
Verfteigerungs - Anzeige.
(119) Mittwoch, den 20. Februar, Morgens 9 Uhr, und nöthigcnfalls bie darauffolgenden Tage, laßt Hr. 8. Komps zu Elarenthal bei Wuobaden nachstehende Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteiger t ___, r
40 Stück Rindvieh, als Mast- und Zugochsen, Kühe, Rinder und (unge Fasselochsen (Schweitzer Ra^e.)
1 Paar schwarz-braun? Pferde, 8 Jahre alt, (fehlerfrei.)
Alârgeräthschaften, als: I Säemaschine, (in der königi baier. Muster-Wirthschaft Schleißh. verfertigt.) 1 eiserne Rmg- Walze. 3 Jniterschnew-Maschinen. Pflüge. Eggen. Walzen. 7 Fuhrwagen. 3 Karren.
Pferdegeschirr. Eselsgeschirr. 1 ganz neuer Reitsattel. Schllttenschellen und 1 Schütten.
Korn. Gerste und Hafer. Heu und Lpreu. Dtckwurz.
2 Putzmühlen. 1 Sepfelmühle. 2 Keltern. Fäßer. 1 Mehlkasten. 1 Waschmange. Mistbettfenster. ,
Kleider und Küchenschränke. Kanapee Gestndebetten.
1 große Chaise mit Glaöverveck. 1 Wägelchen (Brack) zum ein- und zweispännig Fahren, auß der Höchster Wagonfabrik.
Hacken. Kärste. Ketten und anderes mehr.____________________________________
Concessionirtë Haupt-Agentur zur Beförderung von'
Auswanderer.
(134) Der Unterzeichnete sucht Agenten für St. Goarssausen, Ems, Limburg, Hachenburg, Idstein und Höchst für den Verein zur Beförderung deutscher Auswanderer nnd bittet Lusttragende sich sofort an ihn zu wenden.
•Z. J. Mohler, Haupt-Agent für das Herzogthnm Nassau.
Verkauf eines mechanischen Holzschneidewerks.
(135) Sine Pariser Fourmcrschneidmaschine im besten Stande, ist mit allem Zubehör billig zu verkaufen. Obere Friedrichstraße Nr. 25.
3 fl. Belohnung
für ein am 14. d. M. von der katholischen Kirche bis in den Adler verlorenes gesticktes, mit Spitzen besetztes Schnupftuch. Abzugeben: Wilhelmstraße Nro. 15 bei Dr. Spieß. (138)
(136) . Zwei qualisicirte Schieferdecker können gleich in Arbeit treten bei Heinrich Ahrle in Bad-Ems.
(141) Alle Sorten Schuhe und Pantoffeln sind zu billigen Preißen zu haben bei Ph. Ijung, Metzgergaste Nr. 10.
(137) Mehrere ausgediente Männer suchen Militäreinstände. Näheres bei der Erped. d. Bl.
(129) Der Unterzeichnete befördert monatlich 3 bis 4mal Auswanderer nach den verschiedenen Häfen Amerikas über Havre, Antwerpen, Rotterdam und Bremen zu den möglichst billigsten Preißen.
Wiesbaden im Februar 1850. Nathan ans dem Markt.
(139) Ein battistleinencs Taschentuch mit ächten Brabanterspitzen besetzt, mit den Buchstaben Ä. Ä. in gothischer Schrift gezeichnet, ist verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, solches in der Erped. d. Vl. abzugeben.
(142) In einer Apotheke des Herzog, thums kaun zu Ostern ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann als Lehrling ausgenommen werden und neben der praktischen Anleitung einen tüchtigen theoretischen Unterricht in den pharmaceutischen Wissenschaften erhalten. Das Nähere durch die Buchhandlung von C. KP. Jitreidel in Wiesbaden.
(52) Es sind Kapitalien in jeder Größe stets zu haben durch Friedrich Schauß in Wiesbaden, Marktplatz Nr. 12.
Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.