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1) Die LandeShgnk hat im 2. Semester 1849 wieder begonnen, Darlehen durch Anuitäten tilgbar zu verwilligen.

Der Zinsfuß solcher Darlehen ist durch die Bekanntmachung vom 14 Dez. 1849 mit Rücksicht auf die damaligen Verhältniße auf 4% % festgesetzt worden.

2) Die aus der Landesbank an Handel- und Gewerbtreibende auf kürzere Zeit erfolgten Vorschüsse und KreditverwlUiguiigen betrugen am Schlüsse des Jahres 1849

211,306 fl. 27 fr. sind also durch Ab- und Zugänge seit dem DJuli v. I. um

beiläufig 2600 fl. gestiegen. Diese Summe steht bei

210 Debenten aus. Hievon gehen ab die von Han­delsleuten in laufender Rechnung bei der Handelsbank angelegten ............ . . 23,249 fl. 37 kr.

und es ergibt sich demnach die in der obigen Nachweise sub.

pos. 2 als Aktiv-Saldo aufgeführte Summe von . 188,056 fi. 50 fr.

Aii den zur Erleichterung des Verkehrs für das Handel treibende Publikum von der Landesbank seit dem 1. April v. Z. eröffneten Geschäften, welche bis zum Schlüsse des Jahres in Einnahme auf 48,865 fl. 17 fr. und in Ausgabe auf 32,768 fl. 48 fr. sich belaufen haben, hat sich bisher nur eine verhältniß- mäßig geringe BeMilignng gezeigt.

Im Interesse des Publikums finden wir es angemessen, folgende Andeutun­gen in Beziehung auf diesen Geschäftszweig zu geben.

Der Verkehr der Landesbank mit Handeltreibenden erstreckt sich

\ A. auf Creditgewährungen und

B. auf Annahme von Geldern,

beides in laufender verzinslicher Abrechnung.

Während

unter A. bei Creditgewährungen über die Sicherstellung, welche nach den Vor­schriften des §. 10 der durch das Verordnungsblatt veröffentlichten Dienst­instruktion für die Landesbank zu leisten ist, eine vorherige Vereinbarung nöthig erscheint, reicht für das Geschäft,

unter B eine einfache Anmeldung bei der Landesbankdirektion zur Eröffnung einer laufenden Rechnung hin.

Hinsichtlich dieses (Geschäftsbetriebs gelten noch folgende Besiimmungeu:

a) Einzahlungen können bei jeder der Herzoglichen Recepturen geleistet werden, ,

b) ebenso können der Landesbank Wechsel, welche an einem Receptursitze zahlbar sind, zum Jncasso übergeben werden,

c) in den halbjährigen Conto-Current-Abschlüffen werden die Zinsen, wenn sich ein Saldo der Zinszahlen zu Gunsten der Landesbank ergibt, zu 5%, gegentheiligknfalls aber zu 4% berechnet,

d) die Landesbank nimmt außerdem in laufender verzinslicher Abrechnung i,4% Provision von den bezogenen Summen in Anspruch,

e) über das Guthaben bei der Landesbank kann zu jeder Zeit verfügt werden,

f) die Conto-Current-Derechnungen werden mit dem Schluffe eines jeden Kalendèrhalbjahres abgeschlossen und ») bfe Correspondenz zwischen der Landesbank und den Interessenten wird " in direkter Weise, d. h. ohne Vermittelung der Herzoglichen Recepturen geführt.

3) Die Regulirung der Comptabilität hinsichtlich der den zehntpflichtigen Gutsbesitzern nach dem §. 8 des Zehntablösungsgesetzes an der Ende 1847 ver­bliebenen Schuld abzuschreibcnden 7/25 der aus der Landes-Credit-Casse aufgenom- menen Zehntablösungs-Capitalien konnte, nachdem die Ablösungs-Cataster nach den gesetzlichen Vorschriften durchgängig umgearbeitet worden waren, erst im Ok­tober v. I. erfolgen.

Zur Berichtigung der in öffentlichen Blättern über verspätete Bekanntmachung der Resultate der Landesbank-Verwaltung ausgesprochenen Ansicht muß noch darauf aufmerksam gemacht werden, daß wegen des genauen Zusammenhangs der Landesbank mit den übrigen Landescassen und insbesondere mit sämmtlichen Recep­turen ein, alle Geschäftszweige derselben umfassender Rechnungsabschluß nicht unmittelbar mit dem Schluffe eines jeden Semesters, sondern erst nach Eingang der Spezialabrechnungen erfolgen kann.

Wiesbaden, den 8. Februar 1849. Herzoglich Nassauische Landesbank-Direktion.

--------------------- Reuter. vdt. Neuendorff.

Der Lehrer Link von Laubach ist zum Lehrer in Merzhausen, der Lehrer- Göbel in Weiperfelden zum Lehrer in Laubach und der Lehrvikar Reichel in Merzhausen zum Lehrvikar in Weiperfelden ernannt worden.

Als nothwendige Folge hiervon muß es zunächst betrachtet werden, daß aus dem Jahr 1849 die bedeutende Summe an Annuitäten-Rückständen von 301,007 ft. 48 kr. in das Jahr 1850 übergegangen ist.

4) Außer dem unter 5 der Nachweise aufgeführten Guthaben der Landes­bank bei Herzoglicher Staatskasse von.......1,910,810 fl. 23 fr. haben der Landesbank zur Disposition gestanden die am Schluffe des Jahres vorhanden gewesenen Vorräthe der Centralfonds, sowie die in schwebender Abrechnung stehen­den Einnahmeposten, mit zusammen ....... 506,183 fl. 18 fr.

Die hieraus erwachsende Summe von .... bestand:

A. in geleisteten Vorschüssen a. an die Landessteuerkasse für den laufenden Dienst b. an die Landessteuerkaffe weiter für Bauten:

an dem Irrenhause .... 249,282 fl. 14 kr.

an dem Freihafen zu Biebrich . 200,784 fl. 31 fr.

an der Lahn ...... 523,718 fl. 21 kr.

c. zur Regulirung des Kur- und oberrheinischen Kreis- schuldknwesens............

d. Activ-Saldi bei dem Eentralfonds ......

B. in Cassenvorrath: als Casse- Capital und zur Bestreitung der Quartalsausgaben bei der Herzog!. Staatskasse und in den Recepturcassen a. an Lanbescreditkassen-Scheincn 257,830 fl. kr.

b. baar........ 283,027 fl. 54 kr.

2,416,993 fl. 41 fr.

498,034 fl. 50 fr.

973,785 fl. 6 fr.

240,885 fl. 9 fr.

163,430 fL 42 fr.

540,857 fl. 54 fr.

2,416,993 fl. 41 fr.

5) Gewinn aus dem Geschäftsbetrieb: ,

In der Bekanntmachung vom 8. Februar 1849 war nachgewiesen, daß die Lan­desbank für 1848 an Zinsen gegen 78,000 fl. entbehrt hatte, wodurch sich eine Mehrausgabe an Zinsen von 41,051 fl. 30 kr. und eine Verminderung des ans 1847 übergegangenen Gewinns von 104,923 fl. 42 fr.

auf................. 58,196 fl. 8 fr.

ergab.

Dadurch, daß nun die Comptabilität rücksichtlich der Ablösungs-Capitalien für 1848 regulirt worden ist, hat sich bis zum Schluffe des Jahres 1849 eine weitere

Mehreinnahme an Zinsen ergeben von...... 154,217 fl. 1 kr.

Hiezu kommen noch:

Ersatz für fehlende Zinscoupons von eingelösten Partial- Obligationen des Landes-Credit-Casse-Anlehens ... 42 ft. fr.

Mehreinnahme aus den Conti über Grundkigenthum an Renten ..... 61 fl. 56 kr. über Provision.......... 498 fl. 44 fr.

213,015 fl. 49 fr.

Dagegen fallen diesem Rechnungsabschnitte zur Last;

für eingelöste falsche Landes-

Creditcasse-Scheine .... 17 fl. kr.

für nachträglich erbrachte Cou­pons von früher aufgerechneten Partial-Obligationen ... 24 fl. 30 fr.

wonach sich am Schluffe des Jahres 1849 verblei­

bender Gewinn von......... 212,974 fl. 19 Tr.

Herausstellt, welcher hauptsächlich aus der Benutzung der Landescreditcassen-Scheine hervorgegangen ist.

Dem provisorischen Lehrgehilfen Schramm zu Elz ist die dasige erste Lehrgehilfenstelle definitiv übertragen worden.

Weksuntmachungeu.

(15) Soeben ist wieder angekommen und durch die H. W. Ritter'sche Buch­handlung zu beziehen:

Giu WDLt des MeHts

für alle

Neichsverfassnngs - Kämpfer,

an die deutschen Geschwornen von Ludwig S i m 0 n von Trier.

Mag die Reichsgemall zerfallen, das Vaterland mehr als je zerrissen sein, dennoch ist es eine gemeinsame deutsche Sache, daß nicht auch die Rechtsbcgrisse untergehen." Lubw.ig Nhland. Broch. Preis 30 fr.

Bei H. F. Grote in Arnsberg ist erschienen und in der H. W. Ritter'schen

Buchhandlung in Wiesbaden zu haben:

Grundzüge eines

deutschen Strafverfahrens.

Von

I. D. H. Temme,

Königl. Preuß. Appellations-Gerichts-Director.

flM Die israelitische Cultus- Gemeinde Nassau und Dausenau sucht ei'nen Re- litziUoslehrer und Vorsänger. Reflek- tirende hierauf, haben sich portofrei an Un­terzeichneten zu wenden. L»v Hirsch, Vorsteher.

Markt zu Wiesbaden.

Donnerstag, den 14. Februar 1850.

Durchschnittspreiße:

1 A. Butter .... 19 kr.

25 Stück Eier.... 40 kr.

In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist erschienen und jH haben:

Verhandlung der Anklage

gegen

Redacteur Julius Oppermann, Buchhändlergehilfen Christ. Lim Harth und Buchhändlerlehrling Friedrich Frauenholz zu Wiesbaden,

wegen

Aufforderung zu hochverräterischen Handlungen und Beleidigung des Königs von Preußen

vor den Assisen zu Wresöaden

am 23. und 24. October 1849.

Groß Octavsormat 5 Hz Bogen stark, broschirt 21 kr.

Für die deutschen Flüchtlinge in der Schweiz. (120) Vor Kurzem ist in Frankfurt erschienen:

Die deutsche MMtee-

Lied für eine Singstimme mit Piano-Forte- und Guitarrebegleitung. Gedicht von C. H. Schnauffer. Componirt von H. I. Vincent und H. Neeb, mit einer Titelvignette von H. Knaus (aus Wiesbaden.)

Preiß eines Eremplars 36 kr. rh. Eremplare liegen auf in der Ritter- schen und Roth'schen Buchhandlung und bei Kaufmann Käsebier.

Der ganze Ertrag ist für die armen hilfsbedürftigen Flüchtlinge bestimmt.

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Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.