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neuen Almanachs entnehmen wir folgende statistische Notizen: Die Bevölkerung der Hauptstadt theilt sich in zwei Klassen, Unterthanen der Pforte und Fremde. Erstere zerfallen wieder kn Muselmänner, unirte und nicht unirte Armenier, Griechen und Juden, im Ganzen 786,990 Seelen, letztere betragen die Anzahl von 14,000 Seelen, und bestehen aus 6,120 Hellenen, 1,983 Mal­tesern, und Ioniern, 2,581 Oesterreichern, 1,029 Fran­zosen, 926 Russen, 637 Persern, 405 Sardiniern, 247 Neapolitanern, 213 Toskanern, 210 Engländern, 182 Belgiern, 144 Preußen, 122 Schweden, 48 Spaniern, 47 Dänen, 35 Portugiesen, 27 Holländern und 24 Nordamerikanern. Unter Konstantinopel begreift man nicht nur die auf 7 Hügeln erbaute Stadt, sondern auch die Vorstädte Eyoub, Haskeni, Tatavla, Kassun Pacha, Pera, Galata, Tophana, Fonvoukli, Scutari ic., kurz, die zahlreichen Dörfer, welche die beiden Seiten des Bosporus von St. Stefano und Kadikeni bis ans schwarze Meer umschließen.

Portugal.

Lissabon, 17. Januar. (K.Z.) Die Pairskammer begann ihre Sitzung vom 14. mit Besprechung brr Antworts-Adreffe auf die Thronrede; bald jedoch rich­tete sich die Discussion ausschließlich gegen den Mini- ster-Prästoenten, den Grafen Thomar, der von den Grafen Taipa und Lavrävw, so wie von dem Marquis %::% aufs heftigste angegriffen wurde. Der Graf von Lüvradio schloß seine Piece mit folgenden Worten: Wir haben zu wählen zwischen der Kammer und dem Grafen Thomar, zwischen einer Person und einer Ein- riwtnng, zwischen dem Minister und dem Land." Der Graf von Taipa machte, nachdem er eine Uebersicht der verschiedenen Einkünfte des Grafen Thomar gege­ben und erklärt hatte, daß dieselben zur Deckung seiner ungeheuren Ausgaben durchaus nicht hinreichend seien,

felgenke Bemerkung:

tilge gehen nicht in Eng-

lanc vor und in derMorning Post", sondern hier­in Lissabon, in Gegenwart zahlreicher Zeugen, welche die Richtigkeit meiner Behauptungen kennen und sehen." Der Minister suchte sich am folgenden THe gegen die

verschiedenen Beschuldigungen zu rechtfertigen. Er be­gann seine Rede damit, daß er sagte, die Opposition habe ihre Pflichten niemals so vergessen, wie in dec gegenwärtigen Session.Diese Opposition", fuhr er fort,hat ein sehr bündiges und klares Programm. Dasselbe verlangt den Sturz des Minister-Präsidenten, oder eine Revolution, oder eine Vereinigung Portugals mit Spanien. Die Regierung muß also auf ihrer Hut sein und dem Uebel vorbeugen, ehe es zum Ausbruch kommt. Ich bin in dieser Kammer von den Mitglie­dern der Opposition mit einer unglaublichen Plumpheit, mit einer unerhörten Vernachlässigung als dessen, was die gute Sitte vorschreibt, behandelt worden, und doch hätte ich, wenigstens als Mitglied dieser Kammer, An­spruch darauf machen dürfen, imt ein wenig mehr Höf­lichkeit behandelt zu werden."

' Die Erwiederung des Grafen fiel gleichfalls ziem­lich scharf ans, indem er einigen seiner Gegner eben so schlimme Beschuldigungen, rote die gegen ihn vor­gebrachten, entgegen warf. Er las einen Journal-Ar­tikel vor, in welchem der Graf Taipa als bezahlter Polizeispion bezeichnet wurde und nannte die Behaup­tung des Marquis Loule, als habe er die Classe der Arbeiter beleidigt, eine infame Lüge. Unter dem Vor­geben zu großer Ermüdung schloß der Minister-Prsident seine Vertheidigungsrede für diesen Tag, erklärte jedoch, er werde wieder auf diese Diskussion zurückkommen, obgleich er überzeugt sei, daß der Staat nichts dabei zu gewinnen habe.

Tessin. Bekanntlich lebt in der Schweiz eine große Zahl solcher Wesen, die man Spione nennt, nicht nur, wie mancher Guthmüthige meint, um die sich hier aufhaltenden Flüchtlinge zu beaufsichtigen, sondern auch um über das Thun und Lassen der schweizerischen Be­hörden zu wachen und zu rapportiren. In Tessin wur­den schon mehrere entdeckt und polizeilich aus dem Lande gewiesen. Da sich nun diesen Aufpassern be­greiflicher Weise nicht immer Stoff zu interessanten Be­richten darbietet, so muß das ErfindungSgenie zu Hülfe

kommen; denn sie müssen doch ihren Brodherren den Beweis liefern, daß sie thätig sind und im Kothe ihres Berufes sich recht zn drehen wissen. Deshalb erfahren wir von Zeit zu Zeit so drollige Geschichten, an denen nicht ein wahres Wort ist. In diesem Sinne legt das tcssimsche Volk gewisse, besonders auffallende Punkte von Radetzky's letzter Note aus.

In Lugano heißen die Spione Trom­petenbläser. Ist einer entdeckt, so wird er den Stiefelputzern gezeigt, deren es auf dem Hauptplatze und unter den Bögen eine ziemliche Anzahl gibt und die mit einer kleinen Trompete versehen sind. Diese passen dann auf den Vogel, und begleiten ihn, wo ec sich nur hinbewegt, unter einem fürchterlichen Trom- petenlärm, so daß er unversehens zu einem seltsamen Spektakel vor allem Volk wird. Auf diese Weise wurde das Land, ohne Bemühungen von obrigkeitlicher Seite, bereits von manchem Ungeziefer der Art be­freit. (Berner Ztg.)

lieber die Aufenthaltsorte von Mitgliedern dec deutschen Nationalversammlung in der Schweiz erfahren wir Folgendes: Zu Bern befinden sich: Vogt, Löwe, Ludwig Simon, Hartmann, Reinstem und Wiesner; ferner von andern Flüchtlingen ^Nichtmitgliedern der Nationalversammlung) Hans Kudlich von Wien, Cas­pary von Berlin, Hausner aus Sachsen und Mayer von Eßlingen (mitFrau und Kindern);zu Thun: Nauwerk (mit Familie); in Zürich: Heinrich Simon, Titus, Rappard u. Hofbauer; in Rap­pe r s ch w y l: Becher; in Aarau: Schlöffel; in Solothurn: Thieme. (Sp. Z.)

F r u ch t p r e i f e.

Mainz, 1. Febr. 1850.

Waizen

per Malter 200 Pfd. . .

7 fl. 15 kr.

Korn

ditto . .

4 fl. 41 kr.

Gerste

ditto . .

4 fl. 26 kr.

Hafer-

ditto . .

5 fl. 46 kr.

Spelz

ditto . .

fl. kr.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

(81)

zwischen Eondon und iVew - ^orh.

Die Special-Agentur der einzigen regelmäßigen Postschiff-Linie befördert durch ihre 16 großen, schönen, dreimastigen, gekupferten, schnevsegelNden amerikanischen Postschiffe: Yorktown, Victoria, Independence, Hendrik Hudson, London, Marga­ret Evans, Switzerland, Devonshire, Sir Robert Peel, American Eagle, Prince Albert, Westminster, Gladiator, NorthumbcrlaNd, Wellington und Southamptön am 6., 13., 21. und 28. eines jeden Monats von London absegelnd, Auswanderer zu den bMgstcn Preißen. Das Nähere ertheilt auf portofreie Anfragen

Mainz, den 1. Februar 1850

6. M. JPaiilseii, Special-Agent, Rheinstraße, Colonnade Nro. 503 in Mainz.

Ferner die Agenten desselben: Herren Christoph Wagner in St. Goars­hausen, Gottfried Kraus in Biebrich.

(2)

Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer.

Der Zweck dieser Gesellschaft ist, bei der größtmöglichsten Sicherheit und den billigsten Preisen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu schützen und ihnen mit Rath und That beizustehen.

Die Abfahrten finden Statt:

Ueber Havre nach New-Dork viermal jeden Monat.

,, LoNdoU n » "

Antwerpen zweimal

Solide, zuverlässige Häuser, die gesonnen find, eine Agentur für obige Gesellschaft anzu­nehmen, belieben sich in frankirten Briefen an den Unterzeichneten zu wenden.

Der General - Agent

Professor Mayer sen. zn Bockeuheim bei Frankfurt a. M.

Frankfurt.

Cours der Staatspapiere.

Oesterreich

Preußen Bayern Würtemb.

Baden

Den 28. Januar 1850. Metalliques Obligationen

Wiener Bank-Actien..... 500 fl. Loose........

250 fl. Loose von 1839 .... Bethmännische Obligationen . . .

ff »

50 Thaler Prämren-Scherne . , . Staais-Schnld-Schcine â 105 . . Obligationen........ Bexbacher Eisenbahn-Actien . , . Obligationen ........

Obligationen........

Lotterie-Anlehen â 50 'fl. von 1840 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . , .

Cours der Wechsel. ________Den 28. Januar.

Arnslerdaiu ,' WO st Eri. . . Augsburg, Wo fl. Crt. . .

Bertin, 60 Thlr.....

Bremen, 50 Rihlr. in Louisd'or Hamburg, 100 Mrt. Bco. . .

Leipzig, 60 Thlr. . . . .

in der Messe . . . Londdn, 10 Livr. St. . . . Lyon, 200 Fr...... Paris, 200 Fr. ..... Mailand, 250 Lir. Austr. . ,

len, in zOr 100 fl. C.-M. .

Dis:outo.......

pCt.

5

4

3 2%

3 '

4

4-/2

3'4

4%

3%

5

3'/z

Kurze Sicht

Briefe 100%

105% 98%

105%

93%

107

Geld

120

90 106%

(86)

Sonntag, am 3. Februar

bei Heinrich Engel.

(1269) Bei Aug. Sorge in Osterode ist soeben erschienen und in der un* terzeichneten Buchhandlung vorräthig:

Allgemeiner und x immerwährender

auf jedes Jahr und jede Zeit anwendbar.

Für das deutsche Volk

herausgegeben, nach den besten Quellen bearbeitet, wie auch theils durch eigne Praxis bewährt gefunden und zum Wohle desselben an's Licht gestellt von

Carl Pauli.

Preis 54 Kreuzer.

H. W. Ritter'sche Buchhandlung in Wiesbaden.

Bei H. F. Grote in Arnsberg ist erschienen und in der H. W. Ritte rischen Buchhandlung in Wiesbaden zu haben:

Grundzüge

eines

deutschen

Von

J. D. H. Temme, König!. Preuß. Appellations - Gerichts -Director.

Schluß der Börse.

Den 28. Januar 1850.

pLt.

85% 85

75% 74 I 67 66%

50%, 50%'

44% I 44%

1241 *1236 1

96%

79%

89%

83

85 % 95%' 82%

100%

80 54% 33%

155 1 96'4

Darmstadt

Knrheffeu Nassau

Obligationen . .

Lotterie-Anlehen von 50 fl. , 25 fl. Loose...... Friedrich-Wilhelmè-Nordbahn 40 Thaler Loose bei Rothschild

3% 4

4%

4

Papier | 83% 89% 94% 73% 28% 45% 33

Geld

103%*

89 I 82%' 84% 95*% 81% 99% 79%

53'4

Frankfurt

Hollaild

Spanien Polen

327/? Sardinien

Zwei Monat

Briefe

Getd 100

87%

120%

Obligationen Obligationen ditto

Obligationen ditto ditto

bei Rothschild . 25 fl. Loose

von 1839 . .

von 1846 . .

Taunus-Eiseubahn-Attien â 250 Jutegr.-Obligationeü . . . Syudicats..... .

Innere Schuld neue Obligation Lotterie-Loose 300 .... ditto 500 ....

fl.

en

36 Fres Laufe bei Gebr. Bethmann

Gold- und Silber-SorteN

Neue Louisd'or , . . Friedrichsd'or .... Ducateu..... 20 Frauk-Stücke . . Holländische 10 fl. Stücke Englische Souvemins . Laublhaler .... Preußische Thaler . . 5 Franc-Thaler . . . Hochhaltiges Silber

5 3%

3 3% 3%

/ 2

%

3

84%

24%

79%

94%

89%

308

- 55%

29%

81% 33%.!'

83 89% 94% 73 28 45% 32% 102%

84% 24% 79

94 88%

306 55% 8'6% 29%

121

81 33

(52) Es sind Kapitalien in jeder Größe stets zu haben durch Friedrich Schauß in Wiesbaden, Marktplatz Nr. 1L

(97) Bei J. Ricker in Gießen ist erschie­nen und in allen Buchhandlungen zu habewt Schmid, Leopold, über die jüngste Mainzer Bischofswahl.

Ein Beitrag zur Kirchengerichte und prafti? scheu Theologie unserer Tage, bestehend in Aktenstücken und einigen wenigen Bemerkun­gen dazu. Preis: 24 kr.

(96) Mein -Hühnerhund, Lada, von weißer Farbe, braun gefleckt, von mittler Größe, noch nicht 1 Jahr alt, ist am 29. Januar d.

TL

kr.

11

9

5

9

10

12

1

2

24

6

52

40

37

1%

3

45

21%

32

(Frkf. 3.)

I meinem Hausmann auf dem Wege von Biebrich nach Wiesbaden in der Nähe des Ministeriums entlaufen. Derjenige, welcher ihn aufgefangen, wird gebeten, ihn in der goldnen Krone daselbst an Hofrath Krah gegen eine Belohnung abzugeben.

Bleidenstadt, den 1. Febr. 1850.

Äraf», Recevtur-Accesfiff.

Theater zu Wiesbaden.

Sonntag, den 3. Febr. Die drei Wahrzeichen, oder: Das Turnier zu Krvnstein, Ritter- schauspiel in 5 Abtheilungen von H ol- bein.

Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.