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Stiren nicht vorkommt, da die Bildung von Frauen vereinen mr Förderung unloer Zwecke nach § 64 der Krrelsaiutsverwaltungsordnuu.q ausdrücklich begünstig werden soll unb da, wenn gegen d.e,e eine Art des CoUcctircns cingeschritten werden ^olUe dles nothwun via gegen alle andere Arten mit denselben Reckte ge- rAcPcn müßte, gegen CeUceten für die dcutichc^otte, ür für Missionssachen, für Gustav- tXineJür den Steiner Sombau

ganz ungehindert vor sich gehen. Qm ctaat der dâs Bereinswcscn völlig freigegeben hat und reffe Freiheit im §. 30 der Grundrechte feierlich g^antirt, muß'eben die Entwickelung und die -bhatigkel dieser V reine sich gefallen lassen, selbst aus Me Gefahr hm, d^s iniae unverbesserliche Stockph.l.ster sich da urch genirt fühlen und alle Augenblicke die Polizei zu Hulse ^^Soviel zur Erläuterung einer von derNass Allg." ungenau dargcstellten Thatsache, die bei all ihrer Un­bedeutenheit sogar in der geistesverwandtenDeutschen Zeitung" vom 6. Dezember ein Echo gefunden hat, und zur Steuer der Wahrheit!

Q Braubach, 8. Dez. Die Ständeversammlung von 1847 stellte bei Berathung des Milltaibudgets drn Antrag, die Garnisonocompagnie auf der Marr- bmg' aufzuheben, welchem Antrag nach den landiMu- dischcn Verhandlungen vom H). Mtbr. von der Ne- äimmg w ^i »â K" tcé Generalcommando s jedoch, beschloß der <-taati - ratb die genannte Compagnie in so lange, als jm Unterbringung der dort lagernden Pulvervorräthe eine andere Einrichtung nicht getroffen werden konnte, soct- bcsteben zu lassen. Demgemäß ward für 1848 und später auch für 1849, die Anforderung zur Unterhal­tung der Kompagnie an die Kammer gestellt, mit der Versicherung, daß ein Ersatz der abgehenden Mann­schaft nicht mehr stattfinden solle. Dieser Anforderung entsprach auch die Kammer, weil es im Interesse der Landessteuerkasse liege, das Institut vorläufig fortbe- flehen ui lassen.

Gegen diesen Beschluß und seine Ausführung wird kein Steuerpflichtiger etwas einzuwenden haben; ent­hält er aber nicht' eine grausame Härte gegen die an sich schon bedaucrnswcrthe Mannschaft? Bislang waren nur so viele Mann aus den Pensionärs, ober ou$ den armen alten Soldaten des Landes auf der Marrburg angenommen worden, als zum Dienste nö­thig waren - gewöhnlich 37 Mann. - Seit obigem Beschluß sind nun schon 9 gestorben, 8 sind dienstun­fähig geworden, so daß nur noch 20 Mann zu dem­selben Dienst übrig bleiben, wofür das General-Kom­mando 23 Mann Liniensoldaten verlangte. Von die­sen sind 6 über 40, 2 über 50, 7 über 55, 4 über 60 und einer über 70 Jahre alt; viele haben noch vom spanischen Kriege her offene Wunden, andere lei­den an beständigen Brustübeln und nur 7 sind noch zu einer Eivilversorgung tauglich. Diese alten, ab­gelebten und oft kränklichen Greise müssen jetzt jeden dritten Tag auf die Wache und bei oft 12 Grad Kälte stundenlang Nacht's unter dem Gewehre stehen.

Wer fühlt nicht Mitleid mit diesen verdienten Al­ten, die ihre Jugend und Gesundheit dem Dienste des Vaterlandes geopfert und nun ihr gebleichtes und haarloses Haupt dem Schnee, und ihre fleischlosen und morschen Knochen der Kälte aussetzen müssen?! Daß diese Alten, die hoch auf dieser Felsenspitze ihren ge­brechlichen Körper allen Witterungseinflüssen aussetzen, nicht immer gesund bleiben, daß mehrere zu gleicher Zeit erkranken können, und daß dadurch der Dienst für die Uebrigen noch erschwerter wird, sieht wohl Jeder leicht ein; weniger läßt sich aber begreifen, wie solch ein Kranker mit 4 kr. Zulage täglich leben kann, wenn er die gewöhnliche Kost nicht essen kann und darf. Hat es nicht der kranke Zuchthaussträfling weit besser, als der um's Vaterland verdiente alte Krie­ger?! Damit ist aber das Maaß der Härte noch nicht voll! Es befinden sich nämlich viele verheirathete Sol­daten mit Frau und Kindern hier; diesen war es im­mer gestattet, an freien Tagen sich etwas durch Tag­lohn für die Unterhaltung der Ihrigen zu verdienen, nun wird ihnen durch den vermehrten Dienst fast jeg­licher Erwerb geraubt, und sie müssen mit ihrer Fa­milie mit 9 kr. täglich leben, da sie begreiflicher Weise kein eignes Vermögen besitzen. Sind sie nicht alle zu einem langsamen Hungertod verurtheilt!? Wenn man die Marrburg, um die schöne Aussicht zu genießen, besucht, wird man auch ein Bild dieser abgemagerten,

gespeusterhaften Frauen und ihrer Würmchen erhalten. jtt eas eine aus den Gesetzen der Humanität gegrün­dete Versorgungsanstalt, wenn man in einem Alter, wo jeder Andere ausruhen kann, noch angestrengteren Dienst, als die Jugend thun muß, und wo der Vater noch den Kummer hat, die Seinigen durch Huiiger und Kummer erschöpft einem sich aber langsamen Bod entgegengehen zu sehen.

Das geschieht, damit dein ^taat etwa oOO fl. er­spart werden. Sollte sich nicht bei dem Militärbud- get anderweitig diese Kleinigkeit erübrigen lassen. Hof­fentlich genügt diese Andeutung um Regierung und Stande zur Aenderung dieser Härte zu veranlassen.

MepubLik Arâkreèch.

Paris, 8. Dezember. (Mz. Ztg.) Die Sucht nach Ruhm und Waffenehre ist und bleibt den Fran­zosen im höchsten Grade vor allen Nationen eigen und das Wörtchengloire ist ein wirklicher Galliciöm. Die Art und Weise, wie die Nachricht von der Er­stürmung der Oase Zaatcha von der Presse und in der Nationalversammlung ausgenommen wurde, ist ein neuer schlagender Beleg dafür. Die Zaatcha ist ein arabi­sches" Dörfchen in der Wüste Sahara mit einer männ­lichen Einwohnerschaft von etwa 1000 Individuen ge­wesen. Diese hatten sich wie einige andere Araber- stämme gegen die französische Herrschaft empört, und seit vielen Wochen belagerte sie General Herbillon. Trotzdem die Befestigung des Dorfes etwa von der Art war, wie die Befestigung, welche Campe seinen Robinson rings um seine Behausung auf der wüsten Insel anlegen läßt, mußte doch Herbillon allmälig Ver­stärkungen ' bis zu 11,000 Mann an sich ziehen. Die Franzosen erlitten große Verluste, obgleich die Araber keine andere Waffen hatten, als ihre langen Gewehre. Endlich gelang am 21. November die Eroberung der Zaatcha durch einen allgemeinen Sturm, wobei die Araber, 800 an der Zahl, bis auf den letzten Mann sich niedermachen ließen. Weder die Belagerung, wel­che länger dauerte, als die von Rom, noch die endliche Einnahme, wobei ein ganzer hcldemnüthiger Stamm, der für Leben, Familie und Heunath kämpfte, der Vertilgung anheiinfiel, sind geeignet, den nationalen Stolz zu erwecken. Und doch birseses Jubelgeschrei in der Nationalversammlung und selbst in der liberalen Presse! Kein Laut des Mitleids, des verletzten Hu­manitätsgefühls ertönte, als der Kriegsminister die Nicdermetzelung berichtete, aber ein allgemeines Bravo erscholl, als die Lüge von nur 30 gefallenen Franzosen aufgetischt wurde. Und der National scheute sich nicht zu sagen:Die Einnahme von Zaatcha ist eine glan­zende Waffenthat, es ist ein Ruhmestitel mehr für un­sere afrikanische Armee. Frankreich ist zufrieden und stolz darüber!"

Erst in der heutigen Sitzung der Nationalversamm- lung fand Savatier-Laroche bei der Begründung seines Antrags auf Abschaffung der Todesstrafe ein Wort des Tadels für dieses Betragen:

Habet Ihr nicht - so sagte er wie ich, eine äußerst peinliche, eine tief einschneidende Empfindung gehabt, als man Euch auf dieser Tribüne sagte, daß 800 Araber bis zu bem letzten Mann gelobtet wurden, weil sie ihr Vaterland, ihre Religion, ihre alte Ueber­lieferungen , die Asche ihrer Väter vertheidigten ! Ich gestehe Euch, daß ich in meinem ganzen Wesen erbebte, und daß ich fast erröte über diese angebliche Civili­sation, die sich durch solche Siege aufdrängt!"

Großbritannien.

London, 6. Dez. Der General-Adjutant Kossuth's, Aßboth, hat in den Londoner Blättern an den Heraus­geber- derTimes" ein Schreiben gerichtet, worin er Kossuth und die übrigen ungarischen Flüchtlinge gegen die unbegründeten Anschuldigungen, welche die Times verbreitet, vertheidigt. Er erklärt zu diesem Ende, daß Kossuth, nachdem er alle Gewalt in die Hände Görgey's niedergelegt, und am 13. September Arad verlassen, blos 1000 Dukaten besessen habe. Zu Ma- ria-radua seien Kossuth und die Flüchtlinge mit dem Finanzminister Duscher zusammengetroffen; letzterer habe 90 Centner Gold- und Silberbarren, im ungefähren Werthe von 5,000,000 Gulden, bei sich gehabt, und von Kossuth Instruktionen begehrt, was damit geschehen solle. Dieser habe aber den Schatz unberührt nach Arad zurückgesandt, damit er für öffentliche Zwecke benutzt werde, sich selbst aber damit begnügt, Duschck zu befehlen, von den ihm als Gouverneur zukommen­den GehaltSrückständen 5000 Gulden an seine Mutter

auszuzahlen. Diese Rückstände hatten damals ü 33,000 Gulden betragen; der Staat habe üb erd dem, ebenfalls unter den Flüchtlingen befindlich Grafen Casimir Batthyanyi, seit seiner Ernennu zum Minister, beinahe sein ganzes Gehalt verschall 42,000 Gulden ungerechnet, welche dieser aus P vatmittelu dem Finanzamte vorgestreckt. Die ungarifi Krone sei von einem Ausschuß des Reichstags vers gelt und dem verantwortlichen Minister, der für ib Sicherung pflichtmäßig Sorge getragen, überliefert wo den. Kostuth habe dieselbe nach seinem (des Schreiber besten Wissen, in seinem ganzen Leben nicma gesehen.

Diese Fakta verbürgt der Verfasser mit seine Ehrenworte und schließt sein Schreiben dann folgende maßen:

Mein Herr, ich bin Soldat, nicht Mann derF der, deßhalb bleibt mir nur übrig, Ihren anonyme Korrespondenten aufzufordern, mit seinem Namen offc hervorzutreten, damit ich ihn, Mann gegen Mann, seine falschen Verdächtigungen züchtigen kann. Je folge bei der Abfassung dieses Schreibens einem m' persönlichen Impuls, und die Veröffentlichung desselbe kann also kein Hinderniß abgeben, wenn der früher Gouverneur von Ungarn bei seiner Ankunft in Eng land, gegen Sie, als den verantwortlichen Verbreite solcher Verläumdungen, diejenigen gerichtlichen Schritt thut, welche er für gut hält, um jene vcrlaumderischei t Angriffe öffentlich au den Pranger zu stellen.

Ich bin re. Al er. Aßboth, Oberstlieutenant und. General - Adjutant - des Er-Gouverueurs von Ungarn.

London, 7. Dezember. (Westd. Ztg.) Das große politische Drama, welches kürzlich in der Hauptstadt Preußens verhandelt worden ist, wird fast von allen hiesigen Blättern mehr oder minder besprochen. Wäh­rend indeß einige, wie die Times, nur einen kurzen Abriß der Fakta Wiedergaben, widmenDaily-News" demselben eine größere Aufmerksamkeit. In ihrem letzten Leitartikel vergleicht sie die Verschiedenheit der politischen Prozesse Preußens in den Jahren 1819 und 1849. Sie sagen, das damalige geheime Verfahren würdeunschuldige Creaturen," wie Ohm und Göd- sche, ein weites Feld geboten und für die Regierung das gehoffte Resultat erwirkt haben, während die heutige Oeffentlichkeit jene bübische Anklage zertrüm­mert und mit Hohn in die bekannten Regionen zurück­weist, denen sie entstiegen. Die echt englischen Kern- ausdrücke, mit welchenDaily-News" bei dieser Ge­legenheit ^die Kreuzspinne und ihre Partei bezeichnen, erlassen Sie mir hier aufzuführen: Die Nennung der­selben durfte Sie wahrscheinlich in eine zarte Berüh­rung mit Herrn Ebermayer und Consorten bringen.

Die von Seiten Cobden's vorgeschlageneFree­hohl Land Society, deren Zweck dahin geht, größere Güter aus gemeinsamen Mitteln anzukanfèn und durch Zerstückelung derselben einer größeren Anzahl Staats­bürger das Stimmrecht für die Parlamentswahlen zu erwerben, und auf diese Weise nach und nach eine völlige Umgestaltung der bisherigen Feudal - Politik Englands zu erwirken, findet immer mehr Theilnahme; so wurde vorgestern von einem zahlreich besuchten Mee­ting in der Prince-Edward-Taverne einstimmig beschlos­sen, daß der angedeutete Weg der beste sei, die wahre Gesinnung des Landes zur Repräsentation zu bringen, und es wurde jedem Reformer zur Pflicht gemacht, die Verbreitung dieser Gesell,chaft zu befördern und sich ihrer Vortheile möglichst zu bedienen. Das seit einigen Tagen ziemlich verbreitete Gerücht, als ob Sir Robert Peel als Premier in ein Ministerium treten solle, das zur Hälfte aus Whigs und zur Hälfte aus gemäßigten Konservativen gebildet werden soll, scheint sich eben nur als solches' erweisen zu wollen; im Uebrigen ist ziemlich Ebbe in der hiesigen Politik, die bei der Ferienzeit der ParlamentShänser auch wohl noch eine Weile dauern dürfte. Die Cholera, die sich hier in der letzten Zeit so ziemlich ruhig verhalten, tritt hie und da in den Provinzen noch immer auf und fordert einzelne Opfer. Unserevielgeliebte" Königin Viktoria ist seit Kurzem dem Himmel um ci* nige Stufen näher gerückt; erschrecken Sie nicht, Ihre Majestät befindet sich in den besten, wenn auch nicht gerade in den bekannten interessanten Gesundheitsum­ständen, doch soll dieselbe künftighin in den betreffen­den Gebeten als geheiligte, und nicht wie bisher als gnädige Majestät dem Schutze Gottes einpfohlen werden.

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

GeküKiZLMachVKgeN.

Ä Her^nahen der Festzeit erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager von Bilderbüchern, Kinder- und Augendschrifteu für jedes Alter und ru den »er- schlkdensten Preisen, Atlanten, Vorschriften, Musikalien, Gesammt- und Miniatur­ausgaben der (Mauser und neueren Dichter in elegantester Ausstattuna Gebet- und Andachtsbüchern Taschenbüchern, Volkokalende, m und andern sich nr Festae- schenken eigufuden Werken, sowie einer großen Auswahl Kupferstichen, Litboaravbieu und Albumsblattern aufs Beste zu empfehlen und ein vcrehrliches Publiknu?zum gefälligen wjinl; meines Geschäftslokals ergebens einzuladen. Ebenso bin ich mit ^crgn'v bereit daS zur bequemeren Auswahl Gewünschte in Partbien in's Haus zu ,enden. 7

Wiesbaden, 12. December 1849. Wilhelm Roth^

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