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jeder dieser Anträge wird wenigstens zwei Parteien gegen sich haben, und so werden sie alle drei getrennt verworfen werden, während sie nach der ursprünglichen Fassung des Napoleon Bonaparte'schen Antrages zu­sammen würden verworfen worden sein. Das ist dcr ganze Unterschied.

DasJournal des Debats" und derCourier francais" theilen Correspondenzen aus Konstantinopel vom 19. Sept, mit, nach welchen die diplomatische Verwicklung in Betreff der ungarischen und polnischen Flüchtlinge einem Arrangement bereit ganz nahe wäre; der russische Gesandte Hr. von Titoff hätte nach der Abreise des Hrn. v. Raziwill Eröffnungen gemacht, welche einem Verzichte auf das Auslieferungsbegehren so ziemlich gleichkamen. Man glaubt allgemein, daß das russische und österreichische Cabinet sich zufrieden geben werden, wenn der Divan die Ausweisung jener Flüchtlinge aus dem türkischen Gebiete verfügt.

Großbritannien.

London, 26. September. sC o l o n i a l - A n g e l e- gen hetten.j Der Spectator enthält folgende Bemer­kungen über die Colonial-Angelegenheiten:Die Co­lonien sind immer noch in einem aufgeregten Zustande. Wir haben wenig Nachrichten aus Britisch-Amerika. Kanada ist vor der Hand ruhig, aber die Separati- sten-Partei gewinnt Boden und hat schon ihr eigenes Drgan, den Canadian Independent. Westindien ist immer noch von der Erpedition aus den Vereinigten Staaten nach Cuba bedroht, und dem Plane, der für das Programm derselben gilt, fehlte es nicht an Wahr­scheinlichkeit. Auf der Insel soll eine zahlreiche Par­tei sein, welche der spanischen Herrschaft abgeneigt ist; die Erpedition wird aus Synipathisireuden bestehen, welche auf den sofortigen Anschluß dieser Partei rech­nen; eine provisorische Regierung wird ernannt und die Insel als unabhängige Republik proelamirt, mit einem Worte, es soll dasselbe Spiel wie mit Teras wiederholt werden. Das Cap ist in einem Zustand allgemeinen passiven Widerstandes gegen die Central- Regierung, um den Gouverneur zu zwingen, Lord Grey's Befehl, Sträflinge in der Colouie aufzunehmen, nicht zu gehorchen. Einsichtige Politiker sahen so et­was voraus, nur daß die vollständige Uebereinstim­mung unter den Cap-Bewohnern alle Erwartung über­steigt. Sie weigern sich, der Regierung Beistand un­ter der Form von Credit, Handels -Contracten oder amtlicher Mitwirkung zu geben; sie haben sich verei­

nigt, über die Regierung eine Art politisches Inter­dikt auszusprechen. Die persönlichen Opfer, welche diese nationale Verschwörung fordern muß, sind un­geheuer; der Geist der Ordnung, der Aufopferung, der Organisation zeigen Eigenschaften, welche die Co. lonisteu zu dem am leichtesten zu regierenden Volk aufEeden hätten machen müssen, wenn sie gut regiert worden wären, jetzt erhöhen diese Eigenschaften die Ge­fährlichkeit des Widerstandes. Es giebt hierländes Leute, welche die Angelegenheit für wenig wichtig hal­ten, weil im Grunde nur wenig Verbrecher und zwar nicht von der schlechten Sorte nach dein Cap depor­tier werden sollten; aber die Bewohner des Caps be­trachten diesen Versuch des Colonial-Amtes, vier Klas­sen von Verbrechern, irländische Nebelleu, gebesserte junge Leute, Militär-und gewöhnliche Sträflinge elu- zuführen, als Anzeichen eines festen Vorsatzes, die Heiligkeit der bisher unverletzten Colonie zu verletzen; und diesem Vorsatze leisten sie von vorn herein Wider­stand. Andere meinen, das Cap sei keine sehr wichtige Colonie. Aber wir bringen in Erinnerung, daß das Cap, wenn auch unbedeutend als Colonie, seine ei­genthümliche sociale Organisation von militärischer Art hat, so daß die Colonie wesentlich offensiver Sta­tur ist. Wenn wir sie daher freigeben, wird sie die Eroberung bald mit einer Macht vereinigen. Seit wir die Colonie erworben haben, haben sich unsere Besitzungen in Ostindien, Australien und Neuseeland unermeßlich ausgedehnt, und was würde man wohl in den Besitzungen der ehrenwerthen ostindischen Com­pagnie östlich vom Cap sagen, wenn wir diesen Schlüs­sel des Südmeeres aufgäben

London, 3. Oktober. Alls Irland bestätigt sich das Mißrathen der Kartosfelerndte von allen Seite». Das unglückliche Land geht einem neuen schrecklichen Winter entgegen.

M m e r t J â

Das PaquetbootNiagara" hat Nachrichten über ernste Mißhelligkeiten, die zwischen dem Ministerium in Washington und dem französischen Geschäftsträger ausgebrochen sind, mitgebracht. DieDail-News" sagt darüber:

Zwischen der französischen und der amerikanischen Negierung ist ein ernster Streit ausgebrochen. Der französische Gesandte in Washington muß wohl einen groben Brief an das amerikanische Cabinet geschrieben

haben, in Betreff der von Frankreich gefarderten, sich auf zwei Millionen Dollars belaufenden Entschädi­gungssumme für bei dem Kriege von Meriko erlittene Verluste. Die amerikanische Regierung soll sich in Paris über die Fassung dieses Briefes beklagt^haben, worauf das Pariser Cabinet geantwortet hätte, daß es seinem Gesandten beipflichten müsse. Darauf hat das Cabinet von Washingtons dem französischen Ge- saildten seine Passe eingesandt."

Die PariserPresse" macht hierzu folgende Notiz: Die französische Regierung forderte für den unsern Landsleuten durch den merikanischen Krieg zugefügten Schaden eine Enschädigung. Da diese Forderung in Washington auf Schwierigkeiten stieß, so beauftragte die Regierung ihren Gelchäftsträger, der amerikanischen Regierung anzukündigen, daß sie sich genöthigt sahe, die beanspruchte Entschädigungs-Summe an der noch nicht verfallenen Jahresrate der 25 Millionen, die wir den Vereinigten Staaten schuldest, in Abzug zu bringen. Uebrigens stimmen alle Versionen über die­sen Gegenstand darin überein, daß der von unserm Gesandten geschriebene Brief in sehr unpassenden Aus­drücken verfaßt war; aber wir meinen bestimmt zu wissen, daß die französische Regierung, ohne sich ihrer Ansprüche zur Sache selbst zu begeben, die Art und Weise deren Vertretung durchaus mißbilligt hat. Daß das Cabinet von Washington unserm Gesandten seine Pässe gesandt haben soll, scheint ungenau.

Der bisherige französische Gesandte in Turin, Sain de Boisle-Comte ist in gleicher Eigenschaft nach Was­hington bestimmt. Demnach würde der jetzige fran­zösische Gesandte Guillaume Teil Poussin doch wenig­stens von seiner Regierung abberufen sein, wenn es nach derPresse" nicht wahr ist, daß ihm die Pässe gesandt sind. (W. ZI

Druckfehler-Berichtigung.

In der 2ten Spalte des gestrigen Leitartikels ist tn den Zeilen 3, 5 und 6 von oben statt sie cs, und in der Zeile 12 von oben statt ihm i hr zu lesen. In der 2ten Zeile derselben Spalte muß statt Regiment Königthumgelesen werden

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

(1116) Die in der Generalversammlung vom 11. Mai d. J. bestimmte zweite Generalversammlung pr. 1849 soll nach Beschluß des Vorstandes am Montag den 22. Oct. d. J. zn Diez abgehalten werden.

Zur Tagesordnung kommen:

1) Besprechung über die Durchführung der rembirten Statuten und über mög­lichste Erweiterung der Wirksamkeit des Vereins.

2) Berathung über die Veranstaltung einer zweiten allgemeinen Ausstellung von Nassauischen Gewerbserzeugnissen.

3) Allgemeine Besprechung über die Einführung einer Gewerbeordnung und über die dabei erforderliche Gewerbsgesetzgebung.

4) Sonstige gewerbliche Vorträge und etwa eingebrachte besondere Anträge, Die Versammlung wird Vormittags 10 Uhr im Locale des Gasthauses p?w Hof von Holland dahier ihren Anfang nehmen.

Bei dem besonderen Interesse, welches diese Erste außerhalb Wiesbaden statl- findende Generalversammlung für die nützlichen Bestrebungen des Vereins bieten wird, erlaube ich mir zu einem vorzugsweise zahlreichen Besuche derselben einzuladen.

Diez den 6. Oct. 1849.

Für den Vorstand:

Der Vice-Director des Vereins:

Nachricht für Auswanderer nach Nord-Amerika.

Die «Herzoglich dk^fsaNtsche Äandesregiernng

hat auf den Grund gesetzlich bestimmter und ihr geleisteten Garantie Die Unterzeichneten zu Haupt-Agenten für das Herzogthum Nassau für den gewerbmäßigcn Bttueb der Ver- nttttlung des Traneports von Äuswandernden bestätigt und Diese Verfügung durch das Jntel- Ugcuzblatt Nr. 24 vom 15. Ium l. I nicht allein zur öffentlichen Kenntniß gebracht, sondern auch insonderheit Die Nassauischen Staatsangehörigen, welche zum Zweck der Auswanderung Ueberfahrtsvertrâgc abschUeßen wollen, darauf anfinertmm gemacht, daß es ihrem Interesse entspricht, sich deßfalls an Die im Herzog« hum coneelsi.n rten Agenturen zu wenden.

Personen, welche nach Amerika auszuwandern gesonnen sind, können nunmehr mit aller Sicherheit für Die Erfüllung contraetmäßig nugeganHener Verbindlichkeiten dahier eingeschrieben und mit ihnen liebcrfahrtsvertragc abgeschlossen weiden.

Die Ueberfahrtskosien sind cic_ billigsten bei monatlich mehrmal wiederholten Gelegen­heit zur Abreise mit den Paquetschiffen über Havre oder über Di Otter Da m.

Nähere Auskunft ertheilen auf mündliche oder post freie schriftliche Auflagen mit großer Bereitwilligkeit

Wiesbaden und Biebrich im Juni 1849.

F». MWKG Sohi, Nw^lmss Setuai&tder,

Haupt- A st e II t H a tl p t - Agen t

% Wiesbaden. in Biebrich. (773)

(1036) In der:» Haufe der H. BZ. Netter 'scheu Buchhandlung ist der initiiere Stock zu vermieten und kann sogleich bezogen werden.

Frankfurt._______________ ^^lvs v

er Staatspapiere. ____________________

1 « nctober 1819.

Schl pEl.

der Boise.

Papier! Gelb

Lift meid)

ff

ff Preußen

Bayern

Wlrrtemb.

Baden

Den 8. Dewbcr isin. _________ Metalliques Obligationen .... ff " ....

ff " ....

ff ," '

Wiener Bayk-Actien.....

250 fl. Loose von 1839 .... Bethmannische Obligationen . . .

50 Thaler Prämien-Schelnc . . . Staats-Schnld-Schcine â 105 . .

Obligationen.......

Ludwia-KaWl-Aetien mcl. d. v. C. Bexbacher Eisenbghn-Actien . . . Obligationen........

Obligationen........

Lotterie-Anlehen a 50 fl. von 1810 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .

Pm. 1

5

4

3

2%

3

4

47*

3 74 3%

4%

3%

5

3%

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107 % 74%' 81%

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97 % 80

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Darmstadt

Kurhessen

Nassau

Frankfurt

Holland

Spanien

Polen

Sardinien

Obligatiouen........

Loltcri'e-Aulcheü von 50 fl. . . . 25 fl. Loose........ Friedrich-Wilhelms-Nordbahn . .

40 Thaler Loose bei Rothschild . .

Obligationen........

Obligationen bei Rothschild . . .

Ditto 25 fl. Loose . .

Obligationen........

Ditto von 1839 ....

Ditto von 1846 ....

Taunuö-Eisenbahn-Acticn a 250 fl. .

Jnlegr.-Obiigaliouen.....

Syndicats.........

Sintere Schuld neue Obligationen .

Ardoins incl. 14 Eoup.....

Lotterie-Loose 300 ......

Ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Belbmann

3. 2 1

4

5

3/9

3'/* 374

3% 3'

4

8 9/2 90% 1 73% 1 27 %l 48 1

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25% 81.

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83 9,% 73% 27'% 47%

347 h

101% 83% 25-/4

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54 84

I 27

I

1 109

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Eours der Wechsel. Den 8. Dctobcr.

Amsterdam, ioo fl. Erl. . . . Augsburg, 10.) fl, Crt, . , . Berlin, 60 Tble. ..... Bremen, 50 Rthlr, in Vonisd'or. Hamburg, 100 Mrk. Bco. . . . Leipzig, 60 Thlr. _. ...

in der Mege .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 200 Fr. .....

Mailand, 250 Lir. Austr . . . Wien, in 20r 100 fl, C.-M. . . Disconto......

Kurze Briefe " 100% 120

98% 88

114%

Gicht

Geld

100%

119%

105% 98%

105%

12172 95% 95%

lll/e

Zwei Briefe

Monat Geld 99%

121

Gold- und Silbcr-Sorieii.

...........................

Ducaten..............

Holländische 10 fl. Stücke........

Englische Souvcrains..........

Laubthaler .............

Hochhaltiges Silber ..........

Geruig-mittelhaltigcs Silber........

. Rilwdruckerci.

fl.

11

9

5

9

10

12

1

24

(Frk

fr.

6 58'4 39

. 37% 1%

3

45

30

(1114) 1566 fl. liegen gegen erste Hypo­thek aufFcldguter zum Ausleihen bereit. Zu erfragen bei H. Schot!) in B.ebrich.

(1115) Bei Ph. Lind auf dem Nömcrberg ßto. 1 sind auserlesene rothe und gelbe Kar- loffeln zu haben pr. Malter 1 fl. 30 kr.

(10G9) Der Unterzeichnete beehrt sich hier­mit anzuzeigen, daß er sich vom 1 Oetober 1849 an mit der Vertretung von Partheien in Paoeeßsachen ic. an hiesig cm Amte , sowie an allen Aemtern des Herzvgthums Nassau, beschäftigt.

Ich werde mir die prompte und genaue Besorgung aller mir aufgetragenen Sachen angelegen sein lassen

Usingen im September 1819

G. W. Dienstbach.

(1104) Emige Gymnasiasten können bei e uer achtbaren Familie Kost und Logis nebst Wasch gegen billige Vergütung erhalten

Das Nähere in der Expedition b. 31.

Cigarren- Arbeiter»

( 1113* In einer Fabrik am Rhein werden 20-25 Eigarren-Arbeiter gesucht. Näheres bei F. W. Käsebier in Wiesbaden.

i 103 Zw End ounterz.ichneter beehre mich mni anzi zeig n, daß ich meine bisherige Wohn >ng verla seit und eine andere in der Metzg rgasse bei Hrn. B rgmann No. 18 be­zogen habe. Ich ersuche - es halb ein verehrtes Publi um i ich ferner n it Ihren werthge­schätzt !i Au ragen zu be bren

Heinrich Bitter, Korscttcnmachcr.