Ungarn.
3WMW hat P« beseM lass-». Die Stadt ist öde denn die männliche B-vâung >st ant Koffuth gepgen. Dieser liest bei fr™« Mnen- enre Pr°»a. mândn zurück in der 'S W: »Edle Bewohner Bnda- 'l'citli’S verbal, et Euch ruhig und neutral! leonunt Euern Feinden, den Oesterreichern, gastlich entgegen, steckt schwarzgelbe Fahnen aus, damit dein Herzen des Landes' der aufopferndsten aller Hauptstädte der Welt kein Leides geschehe. Wir müssen Euch verlasse», da wir unsere Streitkräfte hier nicht entwickeln können. Seid getrost; in einigen Monden begrüße ich wieder die theure Hauptstadt. Ich habe cs gelobt und ich werde Wort halten. Bevor ich, theure Brüder, Abschied nehme, habe ich gesorgt, daß Euch Noth nich drückt und daß an Lebensmitteln kein Mangel sei. Lebet^ wohl auf Widersehen!" — Verordnung Nr. 1.: Ich befehle hiermit, daß alle Getreive-Vorräthe, die in den vale- roi'schen und ulmanischen Magazinen aufgezeichnet sind, an jeden Bürger der e-chwesterstädte von 1—20 Metzen zu dem Preise von 4 Fl. Münze zu verkaufen. Verordnung Nr. 2.: Um dem Mangel au kleiner Scheidemünze abzuhelfen, hat die Regierung eine Hypotheke von 50,000 Fl. Münze dem Handelsstande übergeben, daß diese Drei- und Sechs-Kreuzer-Noten ausgeben solle; doch diese haben nur drei Monate zu gelten, da sich die Sachen nach Ablauf dieser Zeit anders gestalten werden, und die Regierung ihr Silber- und Kupfergeld, das sie in Maßen besitzt, auszugeben im Stande sein wird. Auf 6000 Wagen wurden dann alle Heeres- bedürfnisse, darunter 40,000 Gewehre, fortgeführt.
(Köln. Ztg.)
Wien, 16. Juli, Abends 6 Uhr. (K. Z.) Durch besondere Vergünstigung kommen diese Zeilen noch auf die Post. Es ist verläßlich: Bein hat den Theiß - Uebergang bei Titi fvrcirt. Der Banns ist geschlagen. Gr räumte alle seine Positionen. Teme S var wird övm- bardirt. Arad iß in den Händen der Ungarn. P e t e r w a r d e i n ist entsetzt. Der Ban soll mit den Trümmern seiner Armee bis Semlin geflohen sein. Den Ungarn steht der Weg nach Slavonien offen.
Republik Frankreich.
Paris, 18. Juli. (Mz. Z.) Der Moniteur enthält eine ehrenvolle Erwähnung von 41 Nationalgardisteu der 6. Legion, die sich den 13. Juni ausgezeichnet hatten. — Pius IX. hat dem General Oudinot in Folge der Uebersendung der Schlüssel eines Thores von Rom einen Dankbrief übersendet. Er nennt den von den Franzosen erfochtenen Sieg einen gegen die Feinde der Gesellschaft. (!!) — Den 15. Juli trat der neue Postsatz in Wirksamkeit. Ein Brief nach Belgien kostet 8 Sous, einer nach Spanien 10 Sous. — Die spanische Regierung hat zwei Telegraphenlinien von Madrid nach Bayonne und Perpignan errichten lassen. Zwei andere nach Andalusien und Galizien sind im Vorschlag. — Die Madrider Polizei hat eine Falschmünzergesellschaft mit 2,500,000 Realen falschen P a p i e rg e l d e s ergriffen.
Paris, 18. Juli. (Mz. Z.) In den Journalen zeigt sich jetzt eine gewisse Leere. Die zu besprechenden Gegenstände sind es nicht, die fehlen, sondern die Männer, die geneigt sind, als Sachverständige ihre Stndien so zu sagen in Kleinmünze umzusetzen. Die Debats gehörten früher zu den Zeitungen, welche sich durch ihre Form sowohl, als durch die Gediegenheit der Behandlung gleich sehr auszeichneten. Jetzt sind sie gedankenlos. Der National kämpft pro domo. Die Rettung der republikanischen Form geht ihm über
Alles. Die eigentliche Hauptfrage, die Abhülfe der I jetzigen Krisis durch ein völlige Umgestaltung des Finanzwesens, wird nur obenhin berührt. Giradin ist stets beschäftigt, Widersprüche der jetzigen Staatsmänner nachzuweisen. Nebenbei bemüht er sich, darzuthun, daß eine unumschränkte 1jährigeHerrschaft eines Dreimänner- Ministeriums die beste sei. Jedes Jahr sollen seiner Meinung nach die Kammern auf drei Monate znsam- mentreten, um das Budget zu bewilligen oder zu verwerfen, je nach dem das Ministerium ihr Zutrauen hat oder nicht. Von der übrigen Presse ist nicht viel zu sagen. Der Siecle wird nur seines Feuilletons wegen gelesen. Die beiden Hanptvertrer des Sozialismus, Proudhon und Louis Blanc, geben der Tagespresse keine Nahrung. Die eigentliche demokratische Presse ist todt.
Paris, 18. Juli. General Lamorciere soll in besonderer Gunst bei dem Großfürsten Eonstantin von Rußland stehen, den er mit der größten Aufmerksamkeit empfangen, als dieser Prinz auf seiner Reise an der nordafrikanischen Küste Oran besuchte, dessen Gouverneur General Lamoricier zu der damaligen Zeit war. —
Herr Munoz, Herzog von Rianzares, Gemahl der Königin Christine, von Spanien, ist in Paris angekommen. Seine Reise soll jedoch nur die Regelung von Privatgeschäften bezwecken.
Das französische Cabinet hat die Bedingungen, die neuerdings behufs eines Arrangements zwischen dem Diktator Rosas und der Republik Monteviedo in Vorschlag gebracht worden waren, zurückgewiesen. Es soll nun eine neue Erpedition gegen Buenos-Ayres unternommen werden. Wie es heißt, siod bereits bedeutende Rüstungen zu diesem Zwecke in Brest und Cherbourg angeordnet worden.
S eh w e i z.
Bern, 16. Juli. (Köln. Z.) Nachdem der zur Berühmtheit gelangte L euen-Pr ozeß vom luzernischen Criminalgecicht am 5. und 6. d. noch einmal an das Verpör-Amt zuruckgewiesen worden, hat er endlicham 13. das Urtheil das Licht der Welt erblickt; nach ihm sind Alt-Ober: letzter Bühler und Troller, beide unter dem Siegwarrßchen Gerichte zum Tode verurtheilt, nun von aller schuld und Strafe gänzlich freigesprochen, und der Bruder des Hingerichteten I. Müller (der Staats-Anwalt beantragte gegen ihn 24jährige Ketten- strafe, als Den inteUeemeüen Urheber des Mordes), mit schwerem Verdacht von der Instanz entlassen.
Bern. (N. Zürch. Ztg.) Die Verpflegung und Ueberwachung der Flüchtlinge geschieht möglichst auf militärischem Fuß; die Einkaseruirten stehen unter den Militärgesetzen und jede größere Abtheilung ist unter die Aussicht eines bernischen Offiziers gestellt. Bei den Duudcsbehörden soll dahin gewirkt werden, daß die Verpflegungskosten der Flüchtlinge per Mann ungefähr zu vier Batzen täglich vergütet werden. Den 15. dieses Monats Velief sich die Zahl der im Kanton Bern beherbergten Flüchtlinge auf 1126 Mann, vertheilt auf Bern, Langenthal, Burgdorf, Fraubrunen, Thun, Neuenstadt. Dazu können nach der Berner- Ztg. noch 2 300 gerechnet werden, die einzeln über- getreten sind und nicht auf dem offiziellen Etat stehen. Unter den Flüchtlingen befinden sich auch 34 aus Italien desertirte ungarische Husaren, zu deren Unterstützung die Berner-Ztg. auffordert, „damit sie nicht Hunger und Mangel leiden, nachdem man kaum vor wenigen Tagen die Sympathie für die wackere Nation auf so glänzende Weise beurkundet habe; den schönen Worten solge ein geringes Opfer."
Auch sind Noten nach Frankreich und Deutschland abgegangen, um bei dem ersteren Aufnahme und Durch
reise, bei dem andern Ertheilung von Amnestie für die Flüchtlinge zu erzielen.
Aus der Schweiz', 17. Juli. (K. Z.) So eben theilt man mir mit, daß der preußischeGesandte von Bern abgereis't sei. Es erscheint nun das fernere Verhältniß zwischen der Schwei; und Preußen ziemlich klar, und die Rüstungen, die hier allenthalben getroffen werden, beweisen, daß die Schweiz einen Angriff befürchtet.
Zürich, 18. Juli. (Z. Z.) Die Verpflegung der Flüchtlinge wird auf militärischem Fuß betrieben. Die Zahl derjenigen, die in Arbeit treten, wird immer größer. Selbst nach Graubünden sind Arbeiter geholt worden. Die Gemeinde Horgen hat freiwillig einige Dreißig Flüchtlinge verlangt.
Basel, 18. Juli. Gestern wurden 150 Flüchtlinge den Rhein hinab in ihre Heimath nach Rheinbaiern zurückinstradirt. Im Ganzen aber scheinen die Unterhandlungen über die Heimkehr der Flüchtlinge noch zu keinem Ziel gekommen zu sein.
Nachdem beim Anrücken der Preußen zur Vermeidung aller Kollisionen die Gränze durch Strohwische abgesteckt worden, setzte sich das eidgenössische Brigade- commando wegen gegenseitiger Aufrechthaltung der Ordnung an der Gränze mit dem in Lörrach komman- direnden preußischen General v. Webern in Verbindung. In Folge dessen kam gestern der Adjutant des prenß. Generals mit einigen Offizieren verschiedener Waffengattungen in unsere Stadt, um das Nähere mit dem Hru. eidgenoss. Obersten kurz zu besprechen. Nachmittags verfügte sich sodann dieser Letztere mit einigen Stabsoffizieren ins preußische Hauptquartier Lörrach. Solche gegenseitige militärische Besuche haben einzig zum Zwecke, den Gräuzverkehr zu regeln und es ist somit zu wünschen, daß man sich bei ähnlichen Fällen nicht zu Demonstrationen hinreißen lasse. (Schw. N.-Z )
Glarus , 14. Juli. (Schw. N. Z.) Gestern Abend langte auch hier ein Trupp von 2 1 2 deutschen Freiheitskämpfern an; sie wurden sofort ms Schützenhaus untergebracht. Die uns zugetheilte Mannschaft besteht aus jungen, rüstigen Infanteristen; die Leute sind mit der ihnen zu Theil gewordenen Behandlung, sowie auch das hiesige Publikum mit dem stillen, ordentlichen Betragen der Flüchtlinge zufrieden.
Aufruf.
Ueber 3000 Kämpfer des BolkSheereS find in der Schweiz ohne Mittel und ohne Arbeit. Es wäre schmachvoll für das deutsche Volk, wenn es den Schweizern allein die Sorge für die Erhaltung dieser Braven überließe.
Die demokratische Parthei wird, wir zweifeln nicht daran, ihre Pflicht thun.
Die Expedition dieses Blattes erklärt ßch bereit, Gaben in Empfang zu nehmen, und an das Haupt-Comite in Zürich zu befördern.
Wiesbaden, 21. Juli 1S49.
Die Redaction.
Den Bericht über die Sitzung des Landtags vom 21. l. Mts. werden wir in einer Beilage, welche hier in Wiesbaden morgen den 22., Nachmittags 5 Uhr, abgeholt werden kann, geben.
Verantwortliche Reouktcu' : I Oppermann.
Bekanntmachungen.
Kekanntmachung.
Das Gasthaus zum Engel, nebst Oeconomiegebäuden und einem Gemüsegarten von 96 Ruthen, der Leonhard Anthes Wittwe Erben zu Hattersheim sollen auf freiwilliges Anstehen wegen eingelegten Nachgebots nochmals Donnerstag den 2. August d. I., Morgens IO Uhr auf dem Rathhause zu Hattersheim öffentlich versteigert werden mit dem Anfügcn, daß Nachgebote
nicht mehr angenommen werden. Höchst den 19. Juli 1849.
H. N. Landoberschultheiscrei.
Pets ch.____________
^ GeKanutmachung.
Donnerstag de» 26. b. M., Morgens 9 Uhr kommen im Hause der Frau Buchhalter Roth Wittwe dahier, Kirchgasse Nr 29, zur Versteigerung:
3 große Ladcn-Glasschränke und 4 Ausstell-Glaskästen, 1 Kanapee mit 6 Stühlen, 1 tannene Kommode, 1 Sparherd mit 3 Einsatzkröppen, 1 gebrauchte Hausthüre, eine große Parthie noch neuer Blumenscherben, einige Obstleitern, eine fliegende Bogelhege und Bogclskafige aller Art u. s. w.
An demselben Tage, Nachmittags 3 Uhr: Verschiedene Scidcnzcugc, Etuis mit und ohne Stickerei, Stickmuster, Bänder, Spitzen, Blumen, Perlen u. dergl. Artikel.
Wiesbaden den 21. Juli 1849.
Der Bürgermeister
Fischer.
Haupt-Agentur für Auswanderer.
(849) Die Herzoglich - Nassauische Landesregierung hat mir die Concession ertheilt, eine Haupt-Agentur zum Schutze der Auswanderer in Verbindung mit Herrn F-'. O*. GleiQJMtMSfn in Coblenz, auf hiesigem Platze zu errichten Zudem ich dieses zur öffentlichen Kenntniß bringe, bemerke zugleich, daß es stets mein Bestreben sein wirv, durch billige und reelle Bedienung mir das Vertrauen aller Derer zu erwerben, welche sich meiner Agentur bedienen werden und daß durch die von der Landesregierung geforderten und von mir gestellten Caution jeder hinlänglich gesichert ist.
Zcdcn Monat werden mehrere gekupferte Dreimaster-Schiffe erster Classe nach den verschiedenen Häfen Amerikas erpedirt, die Auswanderer durch einen Agenten begleitet und die Ueberfahrtspreise mit Inbegriff des Kopfgeldes billigst gestellt. Zur Bequemlichkeit der Auswanderer werden in verschiedenen Theilen des Hcrzogthums solide Unteragenten bestellt und wollen darauf reflectirende , sich deshalb an mich wenden.
Limburg im Juli 1849. »^. BEtegd»
Central-Vercin für Auswanderung conftituirt mit Genehmigung und unter dein Schutze einer hohen Staatsregierung. (795) Wir erpebiren vorzügliche gekupferte Dreimasterschiffe erster Classe:
von Antwerpen nach New-Aork am 10, 2a. und 30. jed. Mon.
- HE I p-rD-mpL'b^ i ""* R-W.S--I am S., 15. u. 25. l-d.M°».
„ Rotterdam nach New-Jork am 5., 15. und 25. jeden Monats,
„ Bremen nach New-Jork, Baltimore und Philadelphia am 1. u. 15. jed. Mon.,
„ „ nach New-Orleans am 15. August,
„ „ nach Galveston in Texas am 15. September,
„ Hamburg nach New-Jork am 1. und 15 jeden Monats.
Die Preiße sind auf ’s billigste von den verschiedenen Sammelplätzen ab, inclusive aller Beförderungskosten und des amerikanischen Kopfgeldes gestellt Der Prospectus, somit nähere Auskunft sind in unserem Geschäftslokale, Fricdrich-Wilhelmstraße Nro 6 und 8, sowie bei unsern sämmtlichen Agenten zn haben.
Köln im Juni 1849. Der Centralverein für Auswanderung:
J. .-S. ftö’rlw. i/ir. freiery. 1. S^strgelthrrf.
Unter Bezugnahme auf das Vorstchcude, erklären sich zur Abschließung von Ueberfahrt- Verträgen bereit
Wiesbaden und Biebrich am 1 Juli 1849.
f. ffS* Afüe&trr, ^« Dief/f-H buch ,
in Wiesbaden. in Biebrich.
Nähere Auskunft ertheilen die Herren H. Schlachter in Diez, P. I. Hammerschlag in Limburg, H. Reinewald in Kirberg, L. Ebertz in Idstein und Peter Heil in Nastätten.
(840) Das Gasthaus zum goldenen Schwanen ist anderweit zu vermieten. Näheres bei
£fi^ Wittwe im Schwanen.
(834) Eine Sorte 6/4 breite weiße schleßische Leinwand verkaufe ich von heute an im Stück, die Elle 5 15 kr. zum Fabrikpreis gegen gleich baare Zahlung.
Louis Schröder.
(846) Meinen Freunden und Bekannten diene zur Nachricht, daß ich von heute an mein Kurzwaarengeschäft eröffnet habe. Alle in dieses Fach eiuschlagenden Artikel sind zum billigsten Preise bei mir zu haben. Zugleich bringe ich mein Steinkohlenlager in empfehlende Erinnerung. féluard Abler, ______________________Nerostraße Nr. 38.
(848) fL 12,000, welche auch getheilt werden können, sind auf doppelte Sicherheit durch Mackler Wolf auszuleihen.
Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.