pertrktunâ eine 8üne: tenn bis Nationalversammlung i hätte nm dru Mu.» d-S passiven Wiverstandks m einem Augenblicke, wo bereits die Kroaten Wien geplündert und gestaudrechtet hatten. Und die tzf( Nt-ste der deutschen Nationalversammlung, die der ein,t Lie SvuveâiM der * »erkund-., di-, Rev° utt-u anerfannt hatte, vor der sich mächtige Fürsten gebeugt, hat ein" kleiner würtembergischer Minister vertagt; Preußens König möchte Herr sein ist es theilwefte
daneben eristirt ein Reichsverwe,er, daneben eine Neichsregentschaft, daneben endlich der ultramontane Bund Daierns und Oesterreichs —
„Deutschland, du zerrissen Herz, Das zu Ende bald geschlagen." —--
Wie der dürstende nach einem Tranke, so haben wir nach Freiheit gelechzt, und man hat uns geantwortet mit Bajonneten und Kanonen; wir haben gelechzt nach Brod, und man hat uns einen Stein gereicht. Rauchende Schutthaufen, Thränen des Volks um seine Gefallenen, ausgehungerte Gesichter und ver- stümmeltc Leichen bezeichnen die Pfade, die sich der Mann zu seinem neuen Zion bereitet. Deutschland „wälzt sich auf seinem Schmerzenslager."---
Schluß folgt
Der Kampf gegen Baden.
Frankfurt, 4. Juni. Mittags. (N. D.Z.) Ueber die weiteren Vorfälle auf dem Kriegsschauplätze hören wir heute nur Gerüchte. Es soll am 2. ein hartnäckiges Gefecht bei Kehl stattgefunden haben, nach dessen Beendigung der Prinz von Preußen die Stadt erst habe besetzen können. General Peucker soll bei Oberkirch auf hartnäckigen Widerstand gestoßen sein. Der „Niederrhein. Kurier" meldet unter dem 3., daß die Preußen erst nach einem blutigen Kampfe die Stoll- hofer Linien bewältigt hätten, und daß im Augenblick, wo er zur Presse ginge, eine heftige Schlacht bei Offenburg stattfinde, welches die „D. Z." der Kürze wegen schon am 2. von den Preußen besetzen ließ. Aber das Alles sind Gerüchte; nur scheint eS sicher, daß die „zersprengten Insurgenten" auch uoch diesseits der Kinzig von Neuem gekämpft haben.
Es scheint, als ob man dem Peucker'schen Korps bei Gernsbach zu wenig Mannschaft entgegen gestellt hätte; so konnte sie die ausgedehnte Linie nicht gehörig vertheidigen. Darin stimmen alle Berichte überein, daß sich die Abtheilungen der Volkswehr in Gernsbach, wie in Oenau mit der heldenmüthigsten Tapferkeit geschlagen haben. In Oenau hielten etwa 150 pfälzische Soldaten, die wegen „Langsamkeit der hessischen Truppen im Vordringen" nicht gefangen wurden, die Marschkolonne fast den ganzen Vormittag auf; dadurch bestätigt sich unsere Behauptung, daß Peucker mit seinem Gros bis dahin auf dem rechten Murgufer marschirt sein müsse. Hier hat er den Fluß wahrscheinlich überschritten und ein Korps über Selbach nach Baden detachirt. Der Paß von Ebernstein- fünfen ernsterer Empfang; es gibt dort viel „Bösgesinnte" und die gute Presse begreift gar nicht, warum, „da es doch ganz gegen das Interesse der Leute ist." In Oos fand sich schon wieder Widerstand; die Mecklenburger verloren dort sogar ein Geschütz, welches die Freischärler mit den Händen fortzogen, und erschossen laut dem „Fr. I." dafür einen jungen gefangenen Frei- schaaren-Hauptmann am Wege!! Nach der „D. Z." haben das 2. Nassauische und Hohenzollern -Lichten- steinische Bataillon in Oos geplündert, statt das Geschütz zu decken und sind am 1. zur Strafe nach Karlsruhe geschickt. Man merkt es dieser „D. Z " schon sehr au, daß ihre Koryphäen sich in Gotha unbedingt Preußen unterworfen haben. Sie weiß nicht Worte genug zu finden, um den „bis zur Bestialität der Kaffern durch stete Trunkenheit gesunkenen Zustand der badischen Soldaten" zu schildern, die sich trotzdem wie Helden schlagen; sie erzählt von ihrer „fürchterlichen Grausamkeit gegen Feind und Freund", von
der sonst Niemand etwas weiß, um damit den Wunsch einzuleiten, daß Preußens Schutz gegen das eigene Militär ein dauernder sein möge. „Man begegnet in Karlsruhe den: überraschenden Verlangen, ganz preußisch zu werden; die Karlsruher können den Augenblick des Gerichts über die schuldigsten Häupter nicht erwarten." O, über diese gemäßigten, friedliebenden, honetten Bürger!
Der Seekreis ist in Kriegszustand erklärt; es werden Kriegssteuern ausgeschrieben; das zweite Aufgebot wird mobil gemacht; von Konstanz sollen 82,000 fl. verlangt werden. Allgemeines, anhaltendes Geheul voll tiefer Indignation! Welche Frechheit, das Geld zur Wahrung der Freiheit im Lande nehmen zu wollen! Welcher Terrorismus, die Renitenz und die Wühlerei der reaktionären Bourgeois und Pfaffen in Lörrach, Schopfheim re. energisch zu unterdrücken! Und nun hat gar Schlöffel, der furchtbare Kriegscommissär, den Wein von Staufenberg, der dem Großherzog persönlich gehört und so sehr von ihm geliebt wird, zur Erquickung des Volksheeres abführen lassen. Es ist entsetzlich, alle Bande der Gesittung sind zerissen Der Wein, der den Landesvater nach seinen Bemühungen für das Wohl des Volkes erquicken und erheitern sollte, netzt jetzt die Kehlen rebellischer, vom Kampfe müder Freischärler! Die Welt muß untergehen; solche Gräuel kann die Fürsehung nicht mehr dulden.
Ueber Straßburg erfährt man, daß am 1. Juli die fürstlichen Truppen mit dem badischen Volksheer bei Stollhafen zusammengetroffen seien. Dies letztere mußte natürlich der Uebermacht weichen und setzte seinen Rückzug nach Offenburg fort. Hier soll es nun am 3. zu einer Schlacht gekommen sein, deren Ausgang zwar noch nicht bekannt, aber leicht zu errathen ist. Was vermöget die wenigen, wenn auch noch so sehr begeisterten Helden gegen einen vielleicht zehnfach überlegenen Feind, dem außerdem noch alle nur denkbaren Hülfsmittel zu Gebote stehen, an denan cs jenen durchaus fehlt? Der Tapferkeit der Volkstruppen läßt sogar der Feind Gerechtigkeit widerfahren. „Es läßt sich nicht läugnen," sagt sogar die Frankf. Ztg., „daß sich die Insurgenten mit großer Tapferkeit und verzweifeltem Muthe schlagen; fast jeder Schritt, der gethan wird, um sie zurückzudrängen, muß mit Blut erkauft werden und die Verluste der Angreifer sind meistens sehr bedeutend, da die Insurgenten den Vortheil haben, in gedeckten Stellungen den Angriff ab- warten zu können. Bei Kuppenheim verlor das 7. Landwehrbataillon durch eine einzige Decharge 40 Mann." —
Ein Theil der fürstlichen Truppen, namentlich Mecklenburger, sollen durch den württembergischen Schwarzwald über Donaueschingen den Badensern in den Rücken fallen. Wenn diese wachsam sind, so möchte es indessen leicht sein, diesen Angriff wenigstens abzu- wehren. — Der Deutschen Zeitung zufolge soll Ml'e- ; roslawski den Oberbefehl niedergelegt haben. — Kehl ■ ist wirklich von demjenigen Theile der fürstlichen Trup- ■ pen, welche längs des Rheines hin marschiren, am 2. i besetzt worden — Rastatt hatte am 3. Morgens noch I nicht kapitulirt. Bezüglich der Belagerungsoperationen theilen wir nachfolgende offizielle Bekanntmachung mit, welche am 3. Abends in Karlsruhe veröffentlicht wor- : den ist.
„Die Festung Rastatt ist von den k. Preuß. Truppen vollständig cernirt Die Führer der Aufständischen wurden gestern durch einen k. preuß. Offizier aus dem Hauptquartier des Herrn Generallieutenants Grafen v. d. Gröben zu Kuppenheim zur Uebergabe des Platzes aufgefordert, ertheilten aber eine abschlägige Antwort. Der kommandirende General hat nun eine Aufforderung an die Besatzung und Einwohnerschaft von Rastatt erlassen, die Festung auf Gnade und Ungnade mit Bedenkzeit von 24 Stunden zu übergeben und die Gefangenen auf freien Fuß zu stellen, widrigenfalls
die äußerste Gewalt gegen die Festung und Stadt, die bei der vollständigen (ferninnig nicht die geringste Hülfe von auswärts zu hoffen habe, sofort in Anwendung werde gebracht werden. Diese Aufforderung wurde in gedruckten Ercmvlaren verbreitet, und man sieht daher in kürzester Frist einer Entscheidung in dieser Beziehung entgegen. Mittlerweile sind die Operationen gegen das Oberland rasch vorangeschritten; das Hauptquartier Sr. k. H. des Prinzen von Preußen soll gestern in Offenburg gewesen sein. Derjenige Theil des Korps, welcher die Rheinstraße verfolgte, ist bereits gestern um 12 Uhr Mittags in Kehl eingerückt. Der größte Theils des Korps der „Reichsarmee" ist durch das Würtembergische nach dem Seekreis aufgc- brochen und wird von dort aus auch Truppen bis in die Gegend von Lörrach senden. Karlsruhe, 3 Juli 1849. Großh. badisches Ministerium des Innern. v. M a r sch a l l."
Die Besatzung von Rastatt soll entschlossen sein, sich auf das Aeußerste zu vertheidige». Ein Sturm Seitens der fürstlichen Truppen möchte sehr bedenklich sein und großes Blutvergießen veranlassen. Zu bemerken ist auch, duß sich viele gefangene preußische Offiziere in Rastatt befinden, welche die Besatzung benutzen kann, um wenigstens günstige Kapitnlationsbe- dingnngen zu erzwingen, da die gefangenen Offiziere wohl schwerlich Lust haben werden, die Rolle eines Regulus zu spielen. — Willich, der frühere preußische Lieutenant, ist Festuugskommandaut. (Mz. Z.)
Gestern, am 4., war Rasttag für die Operationsarmee und heute gedenkt die Avantgarde des Peucker- schen Corps in Freiburg einzurückeu. Die Revolutious- behördeu unb die Führer des Volks unb des Volksheeres haben nicht nur diese Stadt, sondern auch den deutschen Boden bereits verlassen, unter ihnen auch Mieroslawsky und Mitglieder der deuischen Neichsregentschaft, wie Raveaur, Vogt und Schüler.
(O.P.A.Z.)
® e n t f £& I e 0 >.
# Wiesbaden, 5. Juli. Die nassauische Kreuz- zeitung frohlockt in ihrer gestrigen Nummer sehr über das günstige Resultat, welches die Partei der Schlaf- mützen und Tagschreiber bei den Ürwahlen für den Kreisbezirksrath erzielt habe. Die blaugelbe Kreuzzeitung schreibt das günstige Resultat den lebhaften Bemühungen des deutschen Verein zu und in der That haben sich auch einige deutsche Gemeinderäthe — während sie bie Bürger eines Dtstrikts/Zm "dbn Unva (; I cn für den Krcisrath ein luden — nicht entblödet, außer ihrer Einladung noch „fertige Wählerlisten" an Mann zu bringen, und mit Recht ist ein solches Verfahren der Gemeiudcräthe von dem Ge- meiuderath Georg Thon in der letzten Sitzung des Gemeiuderaths einem wolverdienten Tadel unterzogen worden.
Das nassauische allgemeine Reaktiönchen sollte übrigens doch, wenn es die Resultate der Wahlen mit- theilen will, sich etwas genauer, als es geschehen zu sein scheint, informiren und seine im gottesfürchtigen König vergnügten Leser nicht etwa mit einem „soll" abspeisen. „Das Verhältniß der Kandidaten unserer Partei zu denen der demokratischen soll sich wie 112 zu 32 stellen" — schreibt das nassauische Reaktiönchen.
Das Verhältniß ist aber gleichwohl ein anderes, wie wir aus zuverlässiger Quelle in Erfahrung gebracht haben und zwar folgendes; von 142 Wahlmännern, welche am l.Juli gewählt wurden, gehören 55 der demokratischen Partei an und wurden solche von dem hiesigen Verein zur Wahrung der Volksrechte als Kandidaten ausgestellt; 13 sind ohne ausgeprägte Parteifarbe und 74 sind Zöglinge und Schützlinge des bekannten Wiesbadener patriotischen Vereins/ bei dessen Nennung Jever an Wiege und Schlaf denkt, welchen wir übrigens um keinen Preis kränken wollen, sinte-
Ja, dort lag vor Kurzem noch ein wohlgebautes Dorf von mehr als 300 Häusern, jetzt steht nur der Kirchthurm wie ein riesiges Grabmal ob den langen Reiben von Sdmttlmgchi!
Die Bewohner der vereinzelten ungarischen Colonie Döbeljac hatten sich, obwohl rings von serbischen Ortschaften und wohlbewährten Lagern cingeschlosscn und von jeder magyarischen Hülfe abgefeimtsten , mit Hülfe einer zurückgebliebenen Besatzung von etwa achtzig Husaren und 2 Kanonen lange nicht ergeben wollen, ja sie beunruhigten noch die benachbarten Orte durch Ausfälle Kuicaniu, der ihren Heldenmut!) offen bewunderte, ließ sie dreimal durch Parlamentäre anffordern, ihre sämmtlichen Waffen abzugcbcn, mehr wolle er von ihnen nicht verlangen, von jedem Kriegsbeitrag sollen sie befreit bleiben ; dabei stellte er ihnen das Nutzlose ihres tollkühnen Widerstandes lebhaft vor, garamirte ihnen Sprache und Nationalität — Allein die Männer von Döbelac gaben nicht nach, sie reizten die Serben nach wie vor durch Ausfälle, fingen mehrere serbische Couriere auf, ja, sic schossen sogar auf Kuüauin's dritten Parlamentär. Nun brach Kuicaniu auf, nahm Döbeljac mit Sturm und seine Sebaaren steckten das Dorf in Brand.
Wir passirten außer mehreren serbischen Dörfern und der Brandstätte eines magyarischen noch ein slowakisches und ein wallachisches Dorf, Kovacia, und Usdin; letzteres war zu einem Drittel zusammengebrannt, übrigens weniger gut gebaut und minder reinlich als das slowakische, aber
die schwarzäugigen,_ vollbusiigen Wallachinnen in ihrer höchst eigenthümlichen Nationaltracht, bei der dle rothe Farbe und altitialischer Zuschnitt vorherrscht, gefielen uns dafür weit besser, als die hageren Slovakinncu in ihren blauen und braunen Tuchkitteln. Vor Tomasevac war auf der Straße ein geschäftiges Leben: Wagen mit Proviant und Munition und Schaareu von Weibern und Kindern, die ihre Angehörigen im Lager besuchten und denselben sonntägliche Leckerbissen zutrugen, stafsirtcn den sonst öden und monotonen Weg. Tomasevac ist ein weitläufiges, nettes und reinliches Dorf; die Häuser in langen Zeilen aneinander gereiht, mit blendend weißen, der Straße zugckehrttn Giebeln, mit seltsam geschnitzten First- und Schornsteinzieräthen, bunt bemalten Thüren und grell gefärbten Jalousien. Das ganze Dorf wimmelte von Soldaten, denn drei Divisionen des Pancevaer Grenz- regiments hatten hier ihr Standquartier. Eine bunte Sammlung von Costümen und Trachten! Außer den Chargen trugen nur Wenige die vollkommene Uniform ihres Corps: braunen Rock mit hellblauen Aufschlägen und weißen Litzen, blaue enganliegende Beinkleider mit schwarzgelben Schnüren und ungarischem Knopf, Halbstiefel. schwarzes Riemzeug, gewöhnliche Czakos oder- blaue Lagermützen. — Die Andern hatten entweder graue Soldatenmäntel über ihre gewöhnliche Haustracht, oder waren bis auf die blaue Uniformhose ganz bäuerlich gc- I kleidet, in breitkrämpigen Hüten und braunen Loden- i mäntcln (Gunja.) Wieder Andere hatten gar trotz der
warmen Jahreszeit große Schafspelze, das Rauhe herausgekehrt, und mächtige Pelzmützen, aus weißem Schafs- fell; diese waren von dem Contingncut, welches die wal- lachischen Ansiedlungen aus den von den Serben occu- pirten Theilen der Banater Miiilärgrcnze gestellt hatten.
Am Ausgange des Dorfes stießen wir auf die eigentlichen Lagerwachen. Ein Schnnrrpvstcn stand, das Gewehr bei Fuß hart am letzten Hause — im rothen offenen kurzärmlichen Jäckchen, das die langen Aermcl und Schöße seines grünen llntcrkleidcs und die zierliel'e Brnstst^ckerci seiner schwarzseidenen bis hinauf zugeknöpften W> sie deutlich sehen ließ, ar hatte blaue weite Hosen an, den Fetz- mit blauen Seidenfranzen über beide Ohren zngczogen, über den Rücken hing der eine lange Zipfel eines groben grauen Lodcutuches, der zweite um seinen Waffengürtel drappirt, doch so, daß sich die Pistolen und Handzar mit der größten Leichtigkeit herausziehen ließen.
I
(Fortsetzung folgt.)