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Landesa n sschu ß" hat in jeder Beziehung die Ordnung aufrecht erhalten, das Privilegium der Anarchie läßt er den deutschenR eich s b e h ö rd e n," z. B. der fürstlich Thurn- und Taris'schen Post, welche Gepäck­sendungen nach Baden zurückhält. Der fürstliche Stan­desherr -benutzt sein feudales Monopol, um den Ver­kehr zu untergraben und das Eigenthum zu ver­letzen. (Denn zurückgehaltener Besitz ist baarer Verlust )

Wenn Baden Repressalien gebrauchen wollte, so würden wahrscheinlich die Thurn und Tariö'schenPoft- länder mehr dabei verlieren, als das bei weitem klei­nere Baden. Aber was machen sich die Herren des ancien-régirne aus dem Wohl und Wehe derUn- terthanen!" Vermuthlich wird die badische Regie­rung ihren Feinden den Ruhm einer kleinlichen Rach­sucht und eines niederträchtigen Wegelagerersystems überlassen. Wenn Jene behaupten, daß die Zustände in Baden augenblicklich keine Garantie der Sicherheit böten, so wäre die Frage an sie zu richten, ob hier etwa weniger Rechtssicherheit oder mehr Verwirrung und Kampf ist, als in Preußen zur Zeit der Contre- revolutiou des November, oder als in Oesterreich seit einem Jahre?!

DerStaatsrath Mathy" ist seinerDienste" ent­hoben worden.

Die Heidelberger Volkswehr (vereinigt mit einem Theile der Neckargemünder Gemarkung) besteht aus mehr als 4,100 Mann. (Karlsr. Z.)

Coblenz, 24. Mai. Die Truppenbewegungen aus dem Niederlande rheinaufwarts scheinen nun ihren Anfang zu nehmen. Heute nämlich treffen 2 Schwa­dronen des 7. Uhlanenregiments in Doppelmärschen von Deutz hier ein, welche daselbst durch das 7. Kü­rassierregiment ersetzt werden, und morgen und die folgenden Tage sollen das 2. Bataillon des 26. In­fanterieregiments sowie 2 Bataillone des 26. Land- wehrregiments von Köln hier ankommen. Wegen der in der letzten Zeit in hiesiger Nähe auf dem Fach­bacher Berge im Nassauischen abgelegenen Versamm­lung der diesseitigen Landwehrmäniier ist von dem kön. Inftruktionsamte zu Koblenz die Untersuchung einge­leitet und sind deßhalb bereits mehrere hiesige Eln- wohner dahin vorgelaben worden. (C. M.)

Köln, 24. Mai. Seit gestern sind die Köln-Min- I , .......... ,........

dener Eisenbahn und die Kölner und Düsseldorfer zeß gegen die am Barrikadenkampf Betheiligten ein- Dampfschissahrtsgesellschaft angewiesen worden, während -'--^ ^- ....... r.f.r.-^.. _ . -------

her nächsten 10 Tage fortwährend 3 Bahnzüge resp. Dampfschiffe zur Verfügung des Militärs zu stellen.

(West. D. Z.)

Ans Hannover meldet die Weser-Ztg., daß die Stimmung auf dem Harze sehr unruhig sei, nament­lich in und um Goslar und Osterode, von wo sich auch 1831 die Bewegung über das ganze Land ver­breitete. Die Harzer sind ausgezeichnete Schützen, welche mit Gewehren gut versehen sind; neuerdings haben sie auch viele Sensen zum Kriegsgebrauche her­gerichtet. In Osterode wurde am 14. bereits zu Geld­beiträgen für die Volksbewaffnung anfgcfordert und zu dem Zwecke ein Wehrausschuß ernannt. In Claus­thal war laut der Zeitung für Norddeutschland am 13. eine Volksversammlung, auf der 9000 Männer den Eid zur Vertheidigung der Reichsverfassung ab- legten. Ein protestantischer Pfarrer, der am 17. gegen diese gottlose Auflehnung eiferte, ward gezwungen, öf­fentliche Abbitte zu thun und am andern Tage er­klärte der Clausthaler Bergmanns- und Handwerker­verein durch öffentliche Blätter, daß sie sämmtlich die Kirche verlassen würden, sobald Pastor L. die Kanzel wieder betrete.

In Lüneburg ist im Klub (dem wohldenlenden Kasino) ein offener Kampf gegen Stüves Bild im Lesezimmer: man verlangt die Entfernung desselben, und darüber ist je^Lbie ganze Lüneburger Woylben- kendheit in zwei Feldlager gespalten. Von Bromer- vörde ans ist eine Adresse an die hannöverschen Reichs­tagsabgeordneten abgegangen, daß sie ihren Posten nicht verlassen, selbst wenn die Regierung sie abberu­fen würde. In Osteu, Basbeck u. s. w. wurden Miß­trauensvota gegen Stüve und Beschlusse für die Oia* tionalversammlung gefaßt. Das ganze Land ist in Gährung, nur der Centralpunkt fehlt: alles blickt auf Frankfurt und auf die Harzer Scharfschützen und Sen­senmänner.

Nürnberg, 23. Mai. Nicht blos das hiesige Li- nienregiment, die ganze Division hat Marschbereit­schaft.

In Breslau, wird in diesem Augenblick der Pro­

geleitet. Wie man hört, beabsichtigt der Staatsanwalt diese Barrikadenkämpfer wegenMeuchelmords" in Anklage zu ziehen, weil sie aus Verstecken und aus den Fenstern auf das Militär geschossen hätten.

(Westv. Ztg.)

Wien, 21. Mai. Vom Kriegsschauplätze sind die konfusesten Gerüchte in Umlauf. Aus Preßburg, wo beiher erwähnt, fürchterlich die Cholera herrscht, schreibt man uns von einer Schlappe, die Dembinski in Oberungarn durch die Russen erlitt. Die heute in Wien eingelangten Blättern berichten das Gegenthel, und noch andere, sonst wohlunterrichte Correspondein- ten schreiben: es sei zwischen Magyaren und Russen noch gar kein Treffen vorgefallen. Werde klug daraus wer kann.

Factisch dagegen ist, daß um Oedenburg die Magyaren erhebliche Vortheile über eine Abtheilung kaiserlicher Truppen errungen haben; den letzteren kam bereits von Preßburg her eine eilige Verstärkung zu. Bei Semlin haben die Magyaren unter Perczel mit den Serben Friedensunterhandlungen cinge- leitet. (N.O.Z.)

Fridericia wird fortwährend bombardirt. Am 18. Mai, 6 Uhr Abends, brannte bereits der ganze süd­liche Stadttheil. Die Insel Pilsen ist am 12. in Belagerungszustand erklärt worden.

FruchtpreLsc.

i nz, 25. Mai.

Preis.

Waizen, das Malter 200 Psd,

. . 9 fL 14 fr.

Korn, ditto

. . 5 fL 58 fr.

Gerste ditto

. 5 fl. fr.

Hafer ditto

. . 6 fl. 4 kr.

Spelz ditto

. . fl. fr.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

«

Bekanntmachungen.

(664)

Bekanntmachung.

Bei dem Herzoglichen Iten Regiment soll die Lieferung von 2100 Ellen % breitem grauem Manteltuch,

% grünem Tuch 1. Qualität,

schwarzem Tuch, rothem £ud),

gelbem Tuch,

Hosen-Lemwand, Hemden-Leinwand, Futter-Lemwand, Drill,

3400 490

140

4900 2800 4300

5500

70 176

170

208

27

21

1000 200

100

99

47

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Borden,

Verloosung der Erzeugnisse süddeutscher Ge- werbhallen.

(647) Die zu der in Darmstadt stattfindenden Verloosung aus der Nassaui- fcben Industries«?lle dahier gewählten Gegenstände sind^ticb in dem großen Eante des Theatergebäudes zur uueutgetdtichen Llnstcht ausgestellt.

Die unterzeichnete Commission gibt sich der Hoffnung hin, daß sich das Pub­likum zur Hebung des darniederliegenden Gewerbcftandes durch Ankauf von Loosen, welche in dem Ausftellungölocal im Theater sowohl als auch in der Industriehalle a / dulden

zu haben sind, recht lebhaft beteiligen wird.

Wiesbaden, 19. Mai 1849.

Die iBKleastelelialle-Oommission.

schmal- i r°mb°u-saMr-, getrommelte Hornisten-Borden, Dutzend große Knöpfe, kleine Knöpfe, Taillen-Knöpfe,

Stück Unteroffizier-Portepees, Paar lederne Handschuhe, wollene Handschuhe, 131 Stück Tornister,

2 Paar Hornquasten,

24 Stück Tambour-Bein-Leder

hn Submissionswege an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Lusttragende werden ihre genaueste Forderung spätestens bis zum

Donnerstag am 14. Jnni d. J. Vormittags Uhr schriftlich und verschlossen an den Verwaltungs -Rath des Herz. Iten Regiments mit der AufschriftSubmission auf die zu vergebende Tuch ?c.Lieferung" emsen- den und haben unbekannte Submittenten ein amtliches Attest beizufügen, daß sie eine Kaution im 5ten Theil des Werths der zu übernehmenden Lieferung leisten

ff

können.

Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur inländische Concurrenten zuge­lassen und daß alle Submissionen, welche später als zu dem angegebenen Termin eingehen, sowie Nachgebote nicht berücksichtigt werden.

Muster u. Bedingungen liegen bei dem Kleibungöoffi'cier dahier zur Einsicht offen.

Weilburg, den 24. Mai 1849.

Der Verwaltungsrath des 1ten Regiments.

Mahl- und Oelmühl-Verpachtung nebst dazu gehörigen Ländereien.

(660) Der Unterzeichnete befindet sich in dem Falle eine an der Aar, im Herzogtbum Nassau gelegene, vor zwei Jahren ganz neu hergerichtete Mühle nebst dazu gehörigen Ländereien, aus der Hano zu verpachten. Diese Mühle besteht:

a) aus einem schönen geräumigen Wohnhause,

b) aus 2 Mahlgängen,

Z aus 1 Roltgang,

<l) aus 1 Oelmühle,

e) aus 1 Backhaus mit Backstube,

0 aus 1 Scheune

8) aus 2 Ställen für 13 Stück Rindvieh und Pferde,

b) aus SchweinstäUcn,

und gehören zu derselben und liegen dicht an der Mühle in einem Stücke zusammen:

i) 10 Morgen 69 Ruthen 33 Lchuh Garten- und Ackerland mit Obstbäumen, und

k) 9 Morgen 10 Ruthen 3 Schuh ganz vorzügliche Wiesen.

Da die Mühte durch das Aarwasser betrieben wird; so fehlt cs derselben, selbst bei der trockendsten Witterung, nie an Wasser, und liegt die Mühle ganz in der Nähe von großen Orten.

Alle diejenigen, welche auf Pachtung dieser Mühle nebst Zubchörungcn reflectiren, be­lieben sich, da bu Heuernvte naht, baldigst schriftlich an mich zu wenden, und ihren Briefen einen Schein des betreffenden Herrn Bürgermeisters über Betragen und Kautionssähigkeit bei­zulegen, worauf ich den sich Meldenden die Pachtbedingungen mittheilen, sowie auch wegen Einsicht der Mühle sofort das Geeignete veranlassen werde.

Höchst am Main am 24. Mai 1849. Bauer, Verwalter.

(665)

Bekanntmachung

Donnerstag, den 28. Juni L J. Morgens 10 Uhr sollen auf dem Nathhause zu Nochern die zur Coucursmasse der Jakob Maus Eheleute aus der Nocherner Bach gehörige Mahlmühle nebst den dazu gehörigen Gülcrstücken in Nocherner und Lierschieder Gemarkung zum dritten Male ver- sleigerl; und der Zuschlag auf jedes Letztgebot definitiv ertheilt werden.

5t. Goarshausen den 24. Mai 1849.

. Herzgl. Nass. Landoberschultheißerei Franken seid v. c.

(663)

Turnersahnenweihe zu Camberg

(637) Bei Friedrich Fleischer in Leipzig ist soeben erschienen und in der Buchhandlung von H. W. Ritter in Wiesbaden zu haben:

Der deutsche Auswanderer

nach den

vereinigten Staaten von Nordamerika.

Ein Lehrbuch aus feinen Weg.

Nach eigner Anschauung und nach den neuesten Duellen zusammengestellt von

Alexander Ziegler.

24 Bogen. Preis 24 Ngr.

Ein wahres Lehrbuch für den Auswanderer, der i^chrs, was ihm auf seiner neuen Laufbahn zu wissen nöthig ist, darin vermissen wird. Eigne Anschauungen und Studien an Ort und Stelle werden stets den Vorzug vor Compilationen aus Büchern verdienen, und diese hat der durch seine Reisen bereits vortheilhast bekannte Verfasser hier gegeben.

Pfingstmontag, den 28. Mai 1849, wozu alle Turner und Turn- freunde höflichst einladet Der Vorstand ,

- Philipp Prinz, .Peter Cathrern, V ir Svrecher. Schristwart.

(656) Sonntag, den 27. Mai

Wiedereröffnung des Alleefaals.

L. Sclilicliters Wittwe.

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Druck und Lerlag der E. Ritter'schen Buchdruckerei.