Einzelbild herunterladen
 

Republik!" Dann theilte der Minister mit, daß in der Provinz Terra di Lavoro und in den Abruzzen die Republik proklamirt worden sei, und die Soldaten mit dem Volke fraternistrt hätten. Es sind dies be­kanntlich die dem römischen Gebiet zunächstliegenden neapolitanischen Distrikte.

Palermo, 31. März. Der 29. März, der Tag, an dem der Waffenstillstand zu Ende ging, war ein Tag des Jubels und der Freude. Die Schanzarbeiten werden mit erstaunlicher Energie unter Theilnahme der gejammten Bevölkerung fortgesetzt. Es herrscht überhaupt eine Einstimmigkeit, eine Entschiedenheit, ein gemeinsam alle Klassen umfassender Enthusiasmus, daß Palermo in dieser Hinsicht gewiß die erste Stadt Eu­ropas genannt werden kann. Alle Eingänge der Stadt sind verschanzt, mit Ausnahme der 4 Hauptthore. Nie­mand wird mit Waffen hereingelassen. Der Posten der Nationalgarde nimmt die Waffen dem Einpassiren- deu ab, der sie dann bei seiner Rückkehr wieder cm- pfängt. Die Admiräle Parker und Baudiu sind fort; bloß eine englische Fregatte und ein Linienschiff, so wie eine französische Dampffregatte, sind hier zurückgeblieben. Aus Marseille ist die von der provisorischen Regie- rung angekaufte Dampffregatte Vcchis, jetztIudepen- deuza" genannt und ein zweiter Dämpfer mit Trup- pen, Munition re. hier eingetroffen. Diese Verstär­kung hat große Freude hcrvorgerufcn. Nach telegra­phischen Berichten haben sich die Neapolitaner aus mehrern Plätzen in der Nähe von Milazzo und Me- siana zurückgezogen. Ein Treffen hat bis jetzt nicht stattgefunden.,

K r s N k r e ich.

Paris, 12. April. Gestern Abend verbreitete sich das Gerücht, der Präsident Bonaparte habe den Hals gebrochen. DerMoniteur" beruhigt die Bevölkerung hierüber durch folgenden Artikel:Während seiner ge­wöhnlichen Promenade im Gehölz von Boulogne stieß dem Präsidenten ein leichter Unfall zu. Sein Pferd glitt im raschen Fluge auf dem beweglichen Boden

aus und stürzte mit ihm nieder. Glücklicherweise trug der Präsident keine Verletzung davon; er erhob sich sofort, bestieg das Pferd wieder und kehrte auf ihm in das Elysee zurück." (Mainz. Ztg.)

Paris, 12. April. Der MarseillerNouvelliste" hat Nachrichten ans Genua bis zum Abend des 7. Der General de la Marmora war noch nicht im Besitze der ganzen Stadt. Im Augenblicke, wo das DampfbootAlerandrie", welches diese Nachricht nach Marseille gebracht hat, von Genua abging, ver­breitete sich das Gerücht, daß 2J00 Lombarden auf der toskanischen Heerstraße in diese Stadt eingerückt und noch 4000 daselbst erwartet seien.

Mit dem Packetbootla Ville de Marseille" sind indeß in Marseille , wie man von dort berich­tet, noch neuere Mittheilungen aus Genua einge- troffen. Sie melden, wie es heißt, daß Genua sich aus Gnade und Ungnade ergeben hat und sofort von der Division des Generals de la Marmora besetzt worden ist. Die genuesische Deputation war von ihrer Sendung an den König von Sardinien nach Genua zurückgekehrt, ohne irgend Erfolg gehabt zu haben, der König hatte sich geweigert, den Waffenstillstand anzu­erkennen und zu verlängern; er verlangte, daß sich die Stadt ohne Bedingung ergebe. Mit derVille de Marseille" sind über 250 genuesische Flüchtlinge nach Frankreich gekommen; unter den Passagieren die­ses Schiffes befand sich auch Herr Montanelli, einer der Hauptanstister des toskanischen Aufstandes und der Triuinvirn von Florenz. Nach einigen Schreiben ist er als Flüchtling nach Frankreich gekommen; nach an­dern ist er mit einer außerordentlichen Mission an die französische Negierung beauftragt.

Paris, 13. April. Die Regierung hat heute durch telegraphische Depesche die Nachricht von der am 10. d. erfolgten Uebergabe G e n u a' s erhalten; die Trup­pen des Königs von Sardinien sollten am Tage dar­auf ihren Einzug daselbst halten.

Die Unterhandlungen zwischen Oesterreich und Sar­dinien nehmen, wie verlautet, einen raschen Fortgang.

Alles läßt annehmen, daß ein definitiver Friedensver­trag ganz in Kurzem unterzeichnet werden wird, was einen weiteren Kongreß unnötig machen würde. Die Politik Sardiniens ist ganz geändert. Die beiden Re­gierungen haben in höflicher Weise und mit lebhaften Freundschaftsversichcrungen die Intervention Frankreichs und die Englands abgelehnt. Der Friedensvertrag wird eine vollständige Amnestie für die Lombarden stipu- liren, sowie das Naturalisationsrecht in Sardinien für Diejenigen, welche davon würden Gebrauch machen wollen.

Herr Proudhon hat sich nunmehr auf flüchtigen Fuß gemacht. Er hat sich nach Belgien begeben. In einem Schreiben an einen seiner Freunde the.lt er mit, er beabsichtige, sich nach den Vereinigten Staaten von Amerika zu begeben und daselbst tine französische Druckerei zu errichten; er werde seine Gläubiger nicht vergessen.

(Fr. I.)

Erklärung.

Die unterzeichneten Mitglieder des Gemeinderaths fühlen sich verpflichtet, die öffentliche Erklärung abzu­geben, daß der in der Freien Zeitung No. 84 enthal­tene und -+- Ems 5. April gezeichnete Artikel ein fn jeder Hinsicht verleumderisch-lügenhafter ge­nannt zu werden verdient.

Eine weitere Berichtigung dieses, nur seinen Ver­fasser, Niemanden sonst infamirenden Dokumentes, Hal- tenrsie unter ihrer Würde.

Bad-Eins, 13. April 1849.

Dresler, Bürgermeister. Philipp Pfeifer. Anton Minor. W. I. Balzer. P. Wen­denius. I. Dresler. C. Baumann. H. Göbel. PH. Rosenbach. Chr. Balzer. Chr. Lotz. Gottsr. Groß. Carl Ebener.

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Mobilien - Versteigerung.

Freitag den 20. April d. I., Morgens 9 Uhr, läßt Frau Zitz Wittwe dahier in ihrer Wohnung im Ritter, Sounenberger Thor Nro. 2 ihre fast noch ganz neue und im besten Zustande befindliche Mobilien aller Arten, bestehend in mehreren Sopha mit Stühlen, Commoden, Tische, Spiegel, Sessel, Schränke, Wasch- und Nachttische, mehrere vollständige Betten, nußbaumeneu und tannenen Bettstellen, Vorhänge aller Arten, Teppiche, Kupfer, Zinn, Leinen-, Weiß- und Äüchengeräthe gegen gleich baare- Zahlung versteigern.

<E) Bei Unterzeichnetem können noch 4050 Arbei­ter, welche Militairkleider fertigen wollen, auf längere Zeit arbeit erhalten. Jedoch muß Zeder derselben mit einem befriedigenden Zeugnisse seines Ortsvorstandes versehen sein.

C. Grüter, Regimentsschneider.

(454) ^cii^itiffc über die Heil­kraft und Wirksamkeit der weltbekannten und berühmten G o l d b e r g e r'schen KatsdL König!. allcriiöhst pri- vikgidcii Galvauo-electri- schen Rheumatismus-Ket­

ten , von denen das Geschäfts -Bureau 'von Herrn barl Leyeuvecker in Wiesbaden stets ächt und unverfälscht zu den feftßeftcUtcu Fabrikpreisen Lager hält.

Z e n g n i s s e.

Daß ich von der Anwendung der Goldbcrgcr'schcn Rhcumatismus-Kcttcn bei nervö­sem Herzklopfen, nervösen und rheumaüschen Gesichts- und Zahnschmerzen, bei den hartnäckig­sten sogenannten alten Kalendern alter Blessuren einen guten, und oft sogar augenblicklichen Erfolg beobachtet habe, bescheinige ich hiermit der Wahrheit gemäß.

Wolmirstedt, den 23. März 1848. Der Kgl. Krcisphysikus Dr. Gusteck.

Die galvano-clectrischcu Ketten von Goldberger zeigen sich in Verbindung mit dem gleichzeitig dabei angewcudctcn Verfahren bei chronischen Rheumatismen nützlich.

Leipzig, den 16. Juni 1848. Meditinal-Rath Dr. Claris,

Professor der innern Klinik an der Universität zu Leipzig.

Der Wahrheit gemäß bescheinige ich hiermit, daß meine Frau, welche seit Jahren öfters und anhaltend an heftigen rheumatischen Zahnlcidcn und Reißen in den Ohren litt, seit dem Monat April d. I., wo sie eine G oldb erger'sche galvauo-clectrischc Rheumatismus-Kette der stärksten Sorte anlegte, nach wenigen Stunden von dieser Plage befreit wurde. Bei fortge­setztem Gebrauche ist sic bis jetzt von der Plage verschont geblieben.

Greussen, den 15. Oktober 1848. Klingonstein, Schiffs-Capitain.

Daß die galvano-cleetrischen Ketten des Herrn J. T. Goldberger in Tarnowitz allen mit Giebt, Rheumatismus, auch mit nervösen Leideu Behafteten sehr zu empfehlen sind, bezeuge ich hiermit, da ich im Verlauf dieses Jahres mehrere sehr günstige Resultate der An­wendung dieser Ketten zu beobachten Gelegenheit hatte.

Budw eiß in Böhmen, den 22 Dez. 1848. Dr. S. Haas, zweiter Stadtarzt.

Ew. Mohlgcboren beehre ich mich anzuzeigen, daß sich kurz nach dem Gebrauch der von Ihnen erhaltenen Gold berge r'schen galvano-cleetrischen Kelten die Gesichts-, Zahn- und Ohrenschmerzen, woran ich während der Dauer des verwicheucn Winters in einem hohen Grade gelitten habe, fast völlig verloren haben. Drostinn Freifrau von Dincklage.

Malgarten in Hannover, den 1G. April 1848.

Mit dem innigsten Danke bezeuge ich dem Herrn Commissionär Karl Leyendecker, Besitzer der Goldbergcr'schcn Rheumatismus-Ketten, daß meine Frau durch den Gebrauch einer solchen Kette nach wenigen Tagen von dem heftigen Kopfgichte und Mattigkeiten aller Glieder ganz befreit wurde, und fühle mich deßhalb gedrungen, diese schnelle und heilsame Wirksamkeit den leidenden Menschen bestens zu empfehlen.

Wiesbaden, den 28. Februar 1849. Martin Reinhardt, Musiker.

Könègl Lnrdèn. 3« Fres. Loose.

^455) Haupttreffer: fl. 40,000, fl. 11,000, - fl. 2000 rc.

Ziehung den 1. Mai 1849.

Loose billigst bei Mermaam Strauss.

Wiesbaden, den 16. April 1849.

(422) Knußmänn'siche künstliche Blutegel privilegirt in Frankreich, Oesterreich , Bayern, Rußland rc. sind in dem Haupt­depot bei Herrn C. L. A. Mahr in Biebrich a. Rh. billigst zu haben.

Briefe und Gelder werden franco erbeten.

0. M 88ussmasm.

(305) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung sind folgende Brochüren zu den beigesetzten Preißen zu haben:

G e s e tz

über die

Verwaltung der öffentlichen Armenpflege

nebst

Instruction

für die Gemeinderäthe zur Vollziehung desselben im Herzogthum Nassau.

Octavfvrmat. b r o cl>. Preis 6 Kreuzer.

Instruktion

für die Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderaths

im

Herzogthum Nassau.

Duodezformat, brow. Preis 12 Kreuzer.

Die G e M § iU d e - D T V u N N g

für das

Hev^ogtkum Nassau.

Nebst Ordnung für die Wahlen des Bürgermeisters, der Gemeinderäthe und des Bürgerausschusses.

Duodezformat, brosch. Preis 9 fr.

Die Wechsel-Ordnung

nebst Wechselproccß -Ordmmz für das Hcr;»gtkum Nassau.

Duodezformat. broch. Preis 12 fr.

g^ Diese vier Brochüren werden, zusammen genommen, zu dem Preis von 30 kr. abgegeben.

Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.