Straße von Mortara unter den Mauern von Novara aufgestellt.
Der linke Flügel unter Durando, zwei Brigaden, stübt sich auf eine ziemlich starke Stellung, La Bicocca.
'Das Centruin, unter Bès, drei Brigaden, lehnte sich an ein Gehöft, La Cittadella.
Der rechte Flügel, unter Perron, zwei Brigaden, an das Plateau von Corte Nuovo (Straße von Vercelli)
angelehnt. , ,
Zwei Nescrve-Corps, das eine von zwei Brigaden unter dem Herzog von Genua, das eine nach dem linken, das zweite von einer Brigade und den Garden, nach dem rechten Flügel zu aufgestellt, unter dem Herzog von Savoyen, jetzigen König.
Die Aufstellung der Oesterreicher ist nach ihrem Bulletin weniger klar.
Das zweite österreichische Corps unter d'Aspre griff den linken Flügel der Piemontesen zuerst an, während hinter ihm das dritte Corps unter Appel, sowie das Reserve- und das vierte Korps ausmarschirten. Es gelang den Oefterreichern, ihre Schlachtlinie vollständig zu entfalten und einen konzentrischen Angriff auf alle Punkte der piemontesischen Schlachtordnung zugleich mit solcher Uebermacht anszuführen, daß dadurch die Piemontesen erdrückt wurden.
Der Schlüssel der piemontesischen Stcllnng war tue Bicocca; hatten die Oesterreicher sich ihrer bemächtigt, so wurde das Centrum und der linke Flügel der Pie- montesen zwischen die (nicht befestigte) Stadt und den Kanal eingeschlossen und konnten entweder zersprengt oder gezwungen werden, die Waffen niederzulegen.
Auf den linken piemontesischen Flügel, dessen Hauptstütze die Bicocca war, richtete sich daher auch der Hauptangriff. Hier wurde mit großer Heftigkeit, jedoch lange ohne Resultat gekämpft.
- Das Centrum wurde ebeufalls sehr lebhaft ange- griffen. Die Citadelle wurde mehrere Male verloren, imb mehrere Male von Bes wiedergenommen.
Als die Oesterreicher sahen, daß sie hier auf einen zu starken Widerstand stießen, wendeten sie ihre Hauptstärke wieder gegen den piemontesischen linken Flügel. Die beiden piemontesischen Divisionen wurden auf die Bicocca zurückgeworfen und die Bicocca endlich selbst erstürmt. Der Herzog von Savoyen warf sich mit den Reserven auf die Oesterreicher; umsonst. Die Uebermacht der Kaiserlichen war zu groß, die Position war verloren, und damit die Schlacht entschieden. Der einzige Rückzug, der den Piemontesen übrig blieb, war der gegen die Alpen, nach Biella und Borgomanero.
Und diese, durch Verrath vorbereitete, und durch Uebermacht gewonnene Schlacht nennt die Kölnische Zeitung, die so lange nach einem Siege der Oester- reicher geschmachtet: „eine Schlacht, die in der Kriegsgeschichte für alle Zeiten glänzen wird (I), da der Sieg, den der alte Radetzky davon getragen hat, ein Resultat so geschickt kombinirter Bewegungen und so wahrhaft großartiger Tapferkeit ist, daß seit den Tagen des großen Schlachten-Dämons Napoleon nichts Aehnliches vorgekommen ist!!!"
Radetzky, oder vielmehr Heß, sein Generalstabschef, hat sein Komplott mit Ramorino ganz gut durchgeführt, wir geben es zu. Daß allerdings seit Grouchy's Verrath bei Waterloo eine so großartige Niederträchtigkeit wie die Namorino's nicht vorgekommen, ist auch wahr. Aber nicht mit dem „Schlachten-Dämon" (!) Napoleon, sondern mit Wellington gehört Radetzky in dieselbe Klasse: ihre Siege kosteten Beiden von jeher mehr baares Geld als Tapferkeit und Geschicklichkeit. (9?. Nh. Z)
Nationalversammlung zu Frankfurt.
198. Sitzung.
Gegen 3A 10 Uhr wird die Sitzung bei mäßig vollem Hanse vom Vicepräsidenten Kirch g eßner eröffnet. Dieser theilt nach Verlesung des Protocolls eine von der nach Berlin abgesandten Deputation eingesandte telegraphische Depesche mit)
Gesellschaften. Staatsbahnen sind 280 Meilen vorhanden: die Bahnen in Baiern, Hannover, Baden, Würtemberg, Braunschweig, Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel sind von den betreffenden Staaten gebaut. In Preußnu besteht noch keine Staatsbahn. Während Belgien und England ihre Eisenbahn-Netze vollendet haben und Deutschland binnen zwei Jahren ebenfalls an 1000 Meilen Schienenwege fertig haben wird, welche die Eisenbahn- Verbindung über ganz Deutschland ausdehnen, ist der Eisenbahn-Bau in Frankreich auffallend zurück. Man wird wohl nicht weit bei dem Ziele vorbcischießen, wenn man den Grund davon in der übergroßen Centralisation Frankreichs, in dem unnatürlichen Uebergewicht von Paris findet. Da der ganze Verkehr Frankreichs, sowohl der politische, als der künstlerische und wissenschaftliche, der Gewerbe- und Handels-Verkehr, sich theils in Paris concentirt, theils von Paris abhângt, so ist Paris der einzige Centralpunkt für Eisenbahnen in Frankreich; Eisenbahnen, die Aussicht auf Ertragsfähigkeit haben sollen, müssen in möglichst directer Beziehung zu Paris stehen. Natürlich erschwert das die Anlagen dieser Straßen ungemein. Anders in Deutschland. Hier wo der Verkehr jeder Art sich weit gleichmäßiger über das ganze Land vertheilt, sind die Eisenbahnen ganz einfach nach dem Bedürfnisse dieses Verkehres gebaut worden, und so ist ein umfangreiches Eisenbahn-Netz wie von selbst entstanden. Statt eines Knotenpunktes ist jede Stadt von Bedeutung (Köln, Hannover, Hamblirg, Berlin, Leip-
„Die Deputation ist nach empfangener Antwort Sr, Majestät des Königs sofort in Berathung getreten über das, was in Folge derselben ihr zu thun obliege. Sie | wird über das Ergebniß dieser Berathung spätestens morgen berichten. Die Deputation ist sich ihrer Pflicht und Beraniwortlichkeit gegen ihre Vollmachtsgeber vollständig bewußt;"
deren Schlußworte einiges Gelächter Hervorrufen.
Nach einigen Verkündigungen, worunter eine Reklamation M a l I y'S gegen die stenographischen Mittheilungen, welche anstatt seiner Erklärung bei der Kaiserwahl: „wählt nicht" die Worte: „stimmt nicht" enthalten (Gelächter), iuterpellirt Kreuzberg das Ministerium des Auswärtigen wegen dec Nèaßregeln , welche eS [ bei Gelegenheit des sardinisch-österreichischen Krieges zur Erhaltung Sildtyrols als deutsche Provinz für nöthig erachtet habe.
Reichsminister G ag er n erwidert darauf, die jüngsten Ereignisse hätten diese Interpellation bereits'beantwortet und allcMatz- regeln überflüssig gemacht, worauf er über den Stand des dänischdeutsches Krieges Folgendes mittheilt: Die Eentralgewalt habe nachdem sie vergebens versucht, von England als der vermittelnden Macht eine vorläufige Wiederherstellung des Status quo zu erlangen, die nöthigen Truppen aufgeboten und diese die in dem Waffenstillstand vorgesehenen Stellungen einnehmen lassen. Es sei zwar von der dänischen Regierung angeboten worden, die Feindseligkeiten nicht vor dem 3. April beginnen lassen zu wollen, wenn dem Marsch der deutschen Truppen Einhalt gethan wurde, allein die Eentralgewalt habe das abgelehut. Da übrigens die dänische Regierung ihre Bereitwilligkeit zum Frieden erklärt habe, so werde der Beginn der Feindseligkeiten von einem Angriff der Dünen abhängen. Deshalb habe auch der Commandant der Reichöarmee, der preußische General Prittwitz, Befehl erhallen, nicht anzu- g reifen, sondern sich auf den Verlheidigungskrieg zu beschränken.
An die Stelle der abgetretenen provisorischen Regierung für die Herzogthümer sei eine Statthalterschaft errichtet worden. Wer mit derselben bekleidet sei, wird nicht gesagt.
Grävell verliest hierauf eine Interpellation an den Ma- rineauSschuß, die Betreibung der Beiträge zur deutschen Flotte betreffend, aber mit so leiser Stimme, daß nur die Zunächstsitzenden ihn verstehen können.
Gevekoht erwidert darauf, der Marineausschuß habe seiner Zeit seine Schuldigkeit durch verschiedene Anträge an das Ministerium gethan, und schlägt vor, dem lctztern die Interpellation Gev.kohl'ö zu überweisen.
V i c eprüsid e nt verliest einen Antrag von Hofbauer und Genossen, die Antwort des Königs von Preußen sofort zur Berathung ziehen, und den darüber gefaßten Beschluß der Deputation in Berlin zur Vollziehung mitzutheilen, begleitet von den Motiven, daß die Deputation keinen weiteren Auftrag hat, als dem König die Nachricht der Wahl zu überbringen, und daß sie diesen Auftrag überschreite, wenn sie anderweitige Schritte vornehme. DaS Wort zur Begründung der Dringlichkeit wird abgelehnt; nachdem Eisenmann das Wort über die Geschäftsbehandlung nicht erhalten, will Vicepräsident darauf über die Dringlichkeit selbst abstimmen lassen, es erhebt sich Widerspruch: Waitz erscheint auf der Rednerbuhne, Lärm von der Linken, Vicepräsident ertheilt dennoch Waitz das Wort über die Ordnungsfrage und dieser erklärt in Bezug auf einen früheren Vorgang eine derartige zweite Abstimmung für unzulässig. Venedey widerspricht Waitz, Vicepräsident läßt abstimmen, ob über die Dringlichkeit abgestimmt werden soll; die Mehrheit erklärt sich dagegen. Vicepräsident will den Antrag an einen Ausschuß verweisen. Hofbauer protestirt dagegen und erklärt, daß wenn sein Antrag nicht auf die nächste Tagesordnung komme, er ihn zuruckziehe.
Unter steigender Unruhe sprachen noch Langerfeld und Simon von Trier, Hofbauer, Plathner, Somaruga, Raveaur, Waitz, Hartniann, Bogt, Heckscher, Schlösset, Beckerath, Nauwerk über die geschäftliche Behandlung dieses Antrags , worauf die Debatte geschlossen wird. Da man sich darin mehrfach darauf beruft, daß die Antwort des Königs noch nicht officietl mitgetheilt sei, will Boczek deshalb das Reichsniinisterium interpellireu , erhält aber dns Wort nicht. Präsident will über den Antrag Beckeraths, über Hofbauers Antrag, zur Tagesordnung uberzugehen, zuerst abstimmen lassen. Ueber die Zulässigkeit dieses Antrages nach der Geschäftsordnung entsteht eine längere Debatte, die endlich Hofbauer durch Zurückziehung seines Antrags abschneidet.
Ein Antrag R av e aur, die Kaiserdeputation von Berlin zu- rückznrufen, wird, da das Büreau über die einfache Abstimmung zweifelhaft bleibt, durch Stimmzettel mit 195 gegen 163 Stimmen für nicht dringlich erklärt.
N i cep r äsid ent verliest eine als dringlich bezeichnete Interpellation Simon's von Trier: Hat das Reichsministerium eine telegraphische Depesche über die Antwort des Königs von Preußen erhalten? und ist dasselbe gesonnen, diese der Versammlung mitzutheilen? Welcker will keine dringliche Interpellation gestatten, Gagern aber erklärt, nachdem er wegen dieser Frage sich und dem Ministerium allerlei Vorbehalte gemacht, daß er keine solche Depesche erhalten habe.
Ueber die Frage, wann die nächste Sillung zu halten sei, entsteht wieder erne neue Debatte, in deren Verlauf Bassermann der Linken vorwirst, sie wolle die Abwesenheit von 33 Mitgliedern der Gegenpartei benutzen, um ihre Ansichten durchzusetzen ; als man deshalb auf den Ordnungsruf anträgt, erklärt er, es sei dies nicht seine Ansicht, sondern er habe nur davor warnen wollen, man solle sich nicht den Schein dieser Absicht geben.
Der Antrag, Morgen, und der, nächsten Sonnabend Sitzung
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zig, Frankfurt, Wien) zu einem solchen Knotenpunkte geworden. Die Haupthäfen Deutschlands (mit Ausnahme von Lübeck und Danzig) sind mit den Hauptstädten des Binnenhandels durch Eisenbahnen verbunden. Die schiffbaren Flusse stehen gleichfalls in Verbindung durch Schienenwege mit Ausnahme der EmS und des Mosel. Die Verbindung deS Rheines mit der Donau im Süden, und die des Mains mit der Weser werden binnen zwei Jahren vollendet sein. Betrachtet man dies Alles zu- sammengenommeu, so läßt sich nicht verkennneu, daß daö deutsche Eisenbahn-Netz ein rühmliches Zeugniß der Thätigkeit und Energie, so wie deS Reichthums deS deutschen Volkes ist. K. Z.
zu halten, wird abgelehnt, die nächste Sitzung auf Mittwoch den 11. b. M. anberaumt.
Simon von Trier interpellirt nochmals, ob das Minifteri- ; um auf irgend einem offiziellen Wege Kenntniß von der Antwort des Königs von Preußen erhalten habe, der in den Zeitungen als telegraphische Depesche bezeichnet werde.
Nochmals werden über die Geschäftsordnung in Bezug auf dringliche Interpellationen verschiedene Meinungen anSgetanscht, worauf der Minister Gagern die Antwort gibt, es sei ihm diese telegraphische Depesche auf vertraulichem Wege durch den Bevollmächtigten der preußischen Regierung bei der Centralgewalt mit- getheilt worden.
Eine ebenfalls als dringlich bezeichnete Interpellation M a i- felds wird, bevor die Dringlichkeit zur Unterstützung gebracht wurde, von diesem wieder zurückgezogen.
Berger beantragt, auf die nächste Tagesordnung den Bericht der Kaiserdeputalion zu bringen.
Venedey spricht einiges von der Verpflichtung derer, welche die Verfassung unterschrieben, wie Männer für dieselbe zu stehen; worauf die Sitzung geschloffen und auf die nächste Tagesordnung ein Bericht über die Ansprüche der Spielbank zu Homburg und der Bericht über die Bernburgischen Verhältnisse gesetzt wird.
• (Reichst. Ztg)
Deutschland.
* Wiesbaden, 5. April. Der Verein zur Wahrung der Volksrechte hat beschlossen, folgende Adresse an die österreichischen Abgeordneten der deutschen Na- tionalversammlung 511 übersenden:
Habt Dank, Deutsche auS Oesterreich, für Euern festen Entschluß, bei der Nationalversammlung auszuharren bis an's Ende. Dieser Entschluß ^ist um so höher zu achten, als Eure Regierung selbst eine feindliche Stellung gegen die wahre Einheit und Freiheit des deutschen Volkes, gegen seine volksthümliche Nationalvertretung in einem Volkshause angenommen hat. Von der andern Seite ist die deutsche Freiheit und Einheit eben so sehr durch die erbkaiserlichc preußische Partei bedroht, die in ihrem blinden Eifer darauf ausgeht, Oesterreich aus dem Bunde auszustoßen, um ihre partikularistischen Zwecke desto sicherer zu erreichen. In diesen kritischen Momenten dürft Ihr Deutschland nicht verlassen, Euer Verbleiben allein kann vielleicht dasselbe vor einer schinachvollen Zersplitterung retten, kann vielleicht allein die Freiheit der deutschen Verfassung aufrecht erhalten. Eure Ehre uud Eure Vater- lstndsliebe bürgen uns dafür, daß Ihr unter keiner Bedingung das Feld räumen werdet.
Mit Indignation (können wir nur auf die Bemühungen Derjenigen blicken, welche darnach trachten, Euch aus der Nationalversammlung zu vertreiben und Euch zumuthen, die Rechte von 9 Millionen Deutschen bloßzustellen, Euer Vaterland 511 verleugnen, zu verrathen. Durch eine solche Zumuthung haben sie sich selbst gerichtet.
Noch können wir nicht umhin, unsere Mißbilligung über das Verhalten derjenigen Mitglieder der Linken auszusprechen, welche durch ihren Rückzug die Veranlassung zum Siege der Erbkaiserlichen gegeben haben. Denn nachdem die Hauptschlacht verloren, werden sie gegen den Kaiser die errungenen Positionen schwerlich behaupten können. — Wiesbaden, 4. April 1849.
München, 31. März. Dem „Nürnberger Korrespondenten" wird geschrieben: Der Eindruck der gestern hier eingetroffenen Nachricht von der Erwählung des Königs von Preußen zuin deutschen Kaiser macht sich bei dem politischen Publikum in bittern Bemerkungen über die Konsequenz und Weisheit der Frankfurter Versammlung Luft; im Volke selbst ist sie mit vollständiger Theilnahmlosigkeit oder mit ironischen Aeußerungen ausgenommen worden. Man würde dem bayerischen Volke Unrecht thun, wenn man diesen entschieden ausgesprochenen Widerwillen dem Partikula- rismus zuschreiben würde. Man hätte sich in Anbetracht der verwickelten Zustände in Oesterreich einer Erwählung des Königs von Preußen zum Reichsstatt- Halter auf eine Reihe von Jahren gewiß gefügt; aber man will von einem Erbkaiser gar nichts wissen, von einem deutschen Kaiser aber vor Allem erst Bürgschaften haben, daß er den Geist der neuen Zeit in großem Sinn erfaßt hat und den Einheitsdrang der Nation zu befriedigen versteht und aufrichtig bestrebt ist, — Bürgschaften, welche bis jetzt keine der Großmächte und Preußen eben so wenig als Oesterreich gegeben hat. Abgesehen von diesem Kardinalbedenken, dessen Geltendmachung sich für Bayern, als den größten der reindeutschen Staaten wohl geziemt, hat hier das terroristische Verfahren der „Kaiserlichen" gegen die österreichischen Vertreter aufs Aeußerste erbittert. Es läßt sich voraus sehen, daß, wenn auch unsere Negierung wollte, doch das Volk selbst eine Verewigung der- Scheidung von Oesterreich durch einen preußischen Erbkaiser nicht zugeben würde.
Luxemburg, 31. März. Unsere Kammer war, wie ich Ihnen letzthin berichtete auf den 29. d. Mts. zusammenberufen; sie hat eine Deputation nach dem Haag geschickt, welche den Eid des neuen Großherzogs auf die Verfassung empfangen und zugleich eine höchst interessante Adresse überreichen soll. Die auswärtigen Journale haben bisher ^ar keine Notiz von der lurem- burgischen Ständeversaimnluttg genommen; der eingetretene Regierungswechsel ist jedoch zu wichtig für uns, als daß wir unserer gesetzgebenden Gewalt nicht einige Aufmerksamkeit schenken sollten. Der verstorbene König Wilhelm II. war ein guter menschenfreundlicher Fürst; selten hat sich ein Armer oder Unglücklicher vergebens an ihn gewandt. Ehre seiner Asche!!! Möchten alle Fürsten, so lange cs deren gibt, ihm gleichen! — Sein Nachfolger Wilhelm III. ist am russischen Hofe erzogen