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dessen Entfernung aus dem Kirchenstaate, ihre friedliche Bermittlung und für den Fall, daß es nothwendig werden sollte, ihr Heere anbot. Man fügt hinzu, das sardinische Cabinet habe nun an sämmtliche Mächte, welche N präsentanten in Turin haben, eine Pivtesta- tion gegen eine loche Intervention mit Ausschließung Sardiniens gerichtet. (F. I.)

Paris, 3. März. In der verflossenen Nacht wur« den Die Maigcfangknen von Vincennes nach Bourges geschafft, woselbst der Prozeß in vier Tagen beginnt. Um etwaigen Befreiungsgelüsten die Möglichkeit abzu- schneioen, waren von Vmc nnes bis zum Präfekturge- bäude und von dort bis zum Bahnhöfe der Central- bahn Truppenmassen ausgestellt.

Zwischen Ledru-RoUln und dem Ministerium ist es zum offenen Kampf g, kommen, der zwar nur auf dem Papiere, d. h. in den Zeitungen, gekämpft wird, aber immerhin mit einer Erbitterung und Parteileideuschast, die hinlänglich beweist, wie schroff und feindlich, auf Leben und Tod gerüstet, die Parteien einander gegen­über stehen. (O.-P.-A.-Z.)

Nachschrift.

Frankfurt, 4. März. In gutnuterrichteten Kreisen ist die Nachricht eingelaufen vvn dem Einrücken der Russen in Galizien in Folge eines Aufstandes der Polen in Krakau und Galizien, man spricht auch von einer Niederlage Windischkratz's. Man sagt sogar diese Nachrichten seien auf telegraphischem Wege über Beilin eingetroffen. Es muß doch etwas Wichtiges vorgesallen sein, denn die letzten Bmsenbe- richte von Wien sind sehr flau und schlecht, ebenso war die heutige Effektensozietät sehr herabgestimmt und die Kourse sehr gedrückt. Gestern Abend (3.) war großer Ministerrath (wie man sagt auf obige Nachrichten hin), welcher bis spät in die Nacht hinein dauerte. (N. D. Z.)

Frankfurt, 6. Ma^z. Due magyarische Correspon- denz der Breslauer Zeitung meldetAus Ungarn vom 27. Febr.", daß der Adjutant des Fürsten Wind.schgratz, Graf Erbach, gefangen sei und die kaiserliche Armee bei Arad eine große Niederlage erlitten habe. 360 Mann vom Regiment Leiningen sollen zu den Ungarn über­gegangen sein. Nach einer Rede Koffuths ^t sich der Hof in O.mütz ohne Wissen des Fürsten Windischgrätz zu Früdeuöuntei Handlungen herbrigelassen. Am 15. Febr. soll Bem den F.-M.-L. Puchner auss Haupt ge­schlagen und Hermannstadt mit Sturm genommen ha­ben. Die Russen sollen aus Siebtilburgm verschwunden, Windischgrätz am 26. Februar bei Jwakhaza geschlag.n worden und 2000 Kroaten zu den Ungarn üpergegan- gen sein.

Freiburg, 1. März. Das hiesige Hofgericht hat an die Gtichwvruen und Zeugen in dem Prozesse von Struve und Blind die Auffordeiung ergehen lassen, zur Eröffnung der Sitzungen in dies m Prozesse bis zum 20. März hier cinzutreffen.

Rom, 23. Febr. In der gestrigen Constituante bewegten sich die Debatten um Ferrara, eine Menge kriegerischer Vorschläge wurden gemacht; Sterbim er­klärte, vor Allem brauche man Geld. Der Minister Camprllo ist mit Mezzacapo und Z mhtccaü auch Fer­rara zu abgereist, der Oberbefehl über die do tigen Militärmittel ist dem General Ferrari gegeben, der Oberbefehl über die gegen Neapel zu dem General Garibaldi. Der Minister des Aeußern hat am 2l. ein Rundschreiben an das ganze diplomatische Corps erlas­sen, welches einen entschiedenen Protest dagegen enthält, daß die Oesterreichs in Ferrara einrückten, das päpst­liche Wappen wieder austichteten, undals Grund die­ser neuen Beleidigungen durch die kaiserlichen Heere das Nicht anführten, welches das Volk hatte, sich als Re­publik zu konstituiern." Von den jüngsten Dekreten der Regierung si-d die wichtigsten: die römische Bank wrd ermächtigt 1,300,000 Scudi Bankbillete zu emit-

tkren; 900,000 Scudi wird sie dem Schatz der Re­publik ohne Zinsen darlei-en, die anderen 400,000 zur Unterstützung für den Handel von Rom, Bo- logna und Ancona anlegen (21hm Februar). Die Pferde der sogenannten apostolischan Gärten und des Corps der sogenannten Adelsgarden werden für die hei­mische Altilleriebatcerie regnirirt (18. Febr.). Da dem Papst (al Pontefice) durch das Fundamcntaldek.ct der römischen Republik die freie Uebung seiner geistlichen Autorität zugesichert ist, so wird die provisorische Re­gierung für alles das sorgen, was zum passenden Dienst hierfür nöthig ist (18. Februar). Alle geistlichen Gü­ter des römischen StaatS (LD für Eigenthum der Re- publik erklärt: die römische Republik wird die Diener des Cultus gebührend (convenientemente) dotiren (21. Februar). Die römische Nationalversammlung erklärt, daß die ganze R publik solidarisch für alle die Schäden eiiisteht, welche das edle (generosa) Ferrara oder sonst eine andere römische Gegenddurch die Invasion des osteneichischen Unterdrückers dis gemeinsamen Vater­landes" (uustiiueo oppressoro della patria comune) erleiden könnte. Z )

Gaeta, 22. Febr. Sr k. k. Hoheit der Großhet-- zog von Toskana ist heute Vormittag halb 11 Uhr an Bord des Dampfbovts Porcupine in unfein Hafen an* gelangt. (A. Z.)

Fruchtpreise.

Diez, 2. März. Ir Preiß. 2r Preiß.

Rother Walzen .....14 fl. 44 kr. 15 fl. 15 fr.

Weißer Walzen , . . . . 13 fl. 20 kr. 14 fl. 10 fr.

Korn........8 fl. 34 kr. 8 fl. 47 kr.

Gerste . '......6 fl. 45 kr. 7 fl. kr.

Hafer .........4 fl. 45 kr. fl. kr.

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

^' Gdictawabung.

Nachdem über das Vermögen des Herrn Botenmeisters David Cron von Wiesbaden der Concursproceß erkannt worden ist, wird zur Anmeldung dinglicher und persönlicher Ansprüche an die Masse Termin auf

Dienstag, den 2 0. März L I.,

M orgens 8 Uhr, anberaumt, bei Vermeidung des Rechtsnachtheils des Ausschlusses.

Wiesbaden, den 6. Februar 1849.

Herzog!. Nassauisches Amt.

Winter.

Kapital-Anleihe.

(300) Die Stadtgemeinde Cronberg im Herzog!. Amt Königstein sucht ein Kapital von 9000 fl. aufzunehmen. Nähere Auskunft ertheilt

Der Bürgermeister

BIeichenbach.

Weinversteigerung in Lorch a. Rh.

(297) Montag den 12. März d. I.' unmittelbar nach der Versteigerung der gräfl. v. Giech'schen Weine, lassen unterzeichnete Bürger ihre eigenthümlich erzogenen Weine öffentlich freiwillig versteigern, und zwar

3 Stück 1846er, 1

6 Stück 1847er, porAer M.ine 2% Stück 1848er nebst i

2 Ohm rothen 1818er '

Die Versteigerung wird im Gasthaus zum Rheinischen Hof abgehalten.

Joh. Sahrholz. J. F. Preusig. P. I. Laguai.

Versteigerung.

(304) Mittwoch den 14. b. M., Morgens 10 Uhr, sollen zu Hof Schanferts, Amts Dietz, öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden:

200 Zentner Heu, 100 Malter Kartoffeln, 17 Malter Gerste, 17 Malter Korn, 3 Malter Saat-Wicken, Dietzer Maß, 3 Pferde, 3 tragbare Kühe und 1 Ziege, ferner, auf Credit bis Weihnachten b. I.:

1 in gutem Stande befindliche Droschke, 1 Paar Chaiscu-Geschirre und 1 Rcitsattel, an Hausgcräth:

Tische, Stühle, Schranke, Spiegel, 1 Sopha, 1 Standuhr, Bettladen u. s. w.

Die Gegenstände, welche gegen Haare Zahlung versteigert werden, können auch vorher unter der Hand abgegeben werden.

(197) Fliedner ^ Comp. in New-J)ork empfehlen allen deutschen Aus­wanderern, insbesondere den Cajüten- nnd Steerage-Passagieren, ihren neu eingerichteten Gasthof zum ^reenuich 11 «aase, Greenwich Straße Nr. 82, nahe am North River. Bei den vielen Prellereien, denen so manche deutsche Emigranten in den hiesigen Gasthöfen ansgesetzt sind, kann es Jenen nur erwünscht sein, nach einer langen, beschwerlichen Seereise einen soliden Gast­hof zu finden. Wir bitten über unsere Realität und gute Bedienung bei der uns schräg gegenüber stehenden Agentur der deutschen Gesellschaft Nro. 95 Erkundigung einzuziehen, nnd keinem Makler Gehör zu schenken, da wir solche nicht unterhaltn.

New-Jork, den 24. November 1848.

SU et tatet' 4* Comp.

Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer

nach

N v r d - A m ceika.

Unter specieller Aufsicht der französischen Regierung.

(186) Diese Gesellschaft, welche dem Auswanderer bte größte Sicherheit, verbunden mit den billigsten Preisen darbietet, befördert ihre Reisenden nur durch gut gekupferte, zweckmäßig eingerichtete Dreimaster-Schiffe erster Klaffe. Die Passagiere sind einer Rachfordcrung niemals unterworfen, und eben so wenig verweilen dieselben in einem See­

hafen länger als drei Tage; auch werden solche bis zu ihrem Einschiffungsort stets von einem Agenten begleitet, um nothigenfalls mit Rath und That an die Hand zu gehen.

Die Unterzeichneten schließen gültige und gerichtlich beglaubigte UeberfahrtS-Contracte ab, und geben im Uebrigen auf frankirte Briefe nähere Auskunft.

Der Ha upt-Agent:

Professor Muyer seil, zu Bockeuheim bei Frankfurt a. M.

Wilh. Helm, neue Kräme in Frankfurt a. M. Georg Brehl in Fulda.

K. W. Leipold in Gelnhausen. Peter Müller in Rettert bei Nastätten.

F. W. Geilhausen in Coblenz. Christ. Tellenbach in Cöln.

A. Hermens in Haffen bei Nees. Schulz & Seelhof in Luxemburg.

Verein zur Wahrung der Vosksreeèjte.

(301) Mittwoch, den 7. Marz, Abends 8 Uhr, Versammlung. Tagesordnung:

1) Wahl des Vorsitzenden und eines Schriftführers.

2) Berathung einer Adresse an die Nassauische Kammer.

(266 ) So eben ist erschienen und durch die Buchhandlungen von

M H- Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden zu beziehen nach-W stehendes Werklein , m

M welches wir nicht weiter empfehlen, sondern nur seine Adresse geben:

Dessen ivir Alle nur denken mit gerechtem Schmerz, Wollen wir uns hier bestreben, Eine Jahresgeschichte zu geben.

Solche ist

Geschrieben für Bürger, Bauer, Beamter, Soldat, Für Hofgeschmeise und Proletariat, Auf daß Jeder daran zu riechen hat.

Preis 12 Kreuzer.

M Zur G r inne r n u g W M an unsern M g selig verblichenen vierten März,K

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P9S) Anzeige.

Unterzeichnete beabsichtigt'mit Anfang des nächsten Schuljahres eine

Privat-Schule für Mädchen

zu gründen, in der, außer den Elementar- Gegenständen, das zu einer höhern weiblichen Bildung Erforderliche, wie: Geschichte, Geo­graphie, Literaturgeschichte., Naturlehre, die französische und englische.Sprache und Zeichnen gelehrt wird.

Das Schulgeld beträgt jährlich 36 fl., und wenn mehr als zwei Schwestern zu gleicher Zeit die Anstalt besuchen, wird Einer der Beitrag erlassen.

Eltern, welche mir ihre Kinder anver­trauen wollen, bitte ich, sich zeitig anzumelden.

C. Bernkardt,

Lehrerin an der Töchterschule.

(218) Fertige Schuhe sind stets vorräthig

Metzgergasse Nr. 10 iei J*/«. JLang.

(299) (gilt sehr guter Flügel (von Meyer) ist wegen Mangel an Naum billig (180 fl.) zu verkaufen in Wiesbaden. Bei wem, sagt die Expedition dieses Blatteè.

(278) Für 30,000 fl. Güterkaufschillinge werden im Ganzen oder getheilt zu kaufen gesucht durch Friedrich Schauß in Wies­baden, Marktplatz Nr. 12.

(271) Langgasse Nr. 24, der Stadt Mainz gegenüber, ist 1 Sälchen, 7 Schlaf­zimmer, 2 Mansarden, 1 Küche, Mitgebrauch der Waschküche, der Pumpe im Hof, des Gärtchens zum Waschttocknen, und Holz- stall, mit oder ohne Meubel zu vermiethen, und kann jeden Tag bezogen werden. Aus Verlangen kann diese Wohnung getheilt und so viel Stuben mit den sonstigen Bequemlich­keiten abgegeben werden, als der Miether wünscht.

Verlag von H. Fischer und C. Ritter. - Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerei.