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Straße vom Schlosse hei ausgetreten. Starke Patrouil­len durchzogen die Stadt und jagten das Volk ausein­ander, wobei mehrere Personen verwundet und zwei mit dem Bajonette niedergestochen wurden. - Einmal hat man sogar blind gefeuert. Zahlreiche Bei Haftungen haben stattgefuiiden. Das Mlitair blieb die ganze Nacht unter Gewehr unD bivnakirte auf der Straße. Die Nacht verging indeß ruhig; was h Ute geschieht, läßt sich schwerlich vorauösehen, da die Erbitterung gegen­seitig sehr groß ist. Vielleicht wird Gott ein größeres Unglück verhüten, und ein Aufstand wäre nur ein Un­glück für uns. (A. O.-Ztg.)

Frankreich.

Paris, 1. März. Die Nationalve, samwlung be­schäftigte sich in ihrer heutigen Sitzung mit der dritten und letzten Berathung des organischen Gesetzes über den Staatsrath. Der Minister der öffentlichen Ai bei­ten brachte einen Gesetzentwurf ein für Ausbeutung der Eisenbahn von Versailles nach Chartres für Rechnung des Sraats. Diese wichtige Linie wird im nächsten Monate dem öffentlichen Verkehre übergeben werden können.

DerNational" versichert, die französische Regie­rung habe die Verzichtleistnng auf die Insel Taiti be­schlossen. Es meint diffes Blatt, es sei wohl idiese Concession von Eng'and verlangt oder doch gewünscht worden. (Fr. I.)

Paris, 1. März. Man versichert, die Herren La­crosse, Tracy und Buffet hätten ihre Portefeuilles nie. dergelegt, in Folge der Meinungsverschiedenheit, in welche sie mit der Majorität des Ministeriums in Bezug auf die römische Frage gerathen sind. Der Präsident der Republik soll sich entschieden zn Gunsten der Majorität des Kabinets, welche auf eine Intervention Frankreichs zu Gunsten des Papstes dringt, erklärt haben. (F. I.)

Italien.

Aus Rom 21. Febi uar berichtet ein Korrespondent derA. A. Ztg.", es sei gewiß, daß der Kaiser von Rußland in einem ehrerbietigen und dienstwilligen Briefe Hülfe an Menschen und Geld angeboten habe.

Rom, 22. Febr. Eine Depesche H.n. Mayrs, des Präsidenten der Provi: z Frosinone, meldet, daß eine Heersäule von 10,000 Neapolitanern in San Germano, am Fuße des Monte Cassino, angekommen war, und daß g'eichzeitig eine Colonne von 7000 Mann mit 16 Kanonen unter dem Oberbefehl Zucchi's vorrückte; end­lich haben in der Nähe von Terrackna 1500 neapoli­tanische Reiter mit 40 Kanonen ein Lager bezogen. Alles deutet auf eine sehr nahe bevorstehende Invasion von Süden her. Diesen Truppen wird die römische Regierung in der Gränzproviirz ein Corps von 78000 Mann mit einer Feldbalterie entgegenstellen können. Die Triumvirn haben eine Bekanntmachung erlassen, um das Volk zu den Waffen zu rufen. Gestern Abend war die konstituirende Versammlung in höchster Auf­regung: man hatte vorgeschlagen, einen Dictator zu er- nennen, allein der Vorschlag ging nicht durch. Die Versammlung bildete sich in einen geheimen Ausschuß.

(A. Z)

Florenz. An allen Straßenecken liest man :Geld! und Waffen! Bringt sie der Regierung, ehe sie Euch die blutige Hand des Kroaten nimmt." Die wohlha­benden Bürger, die in Florenz ihren beständigen Wohn­sitz und sich jetzt von dort ohne wichtigen, alsbald zu rechtfertigenden G und entfernt haben, weiden aufge- fordeit, binnen 3 Tagen in die Stadt zurückkchren, widrigenfalls man ihnen nach Ablauf dieser Z it eine tägliche Steuer auslegen wird. Es ist ein Wohlfahrts­ausschuß ernannt, der über jeden Angriff gegen das Leben und Eigenthum der Bürger , sowie über jeden kontrerevolutionären Versuch sogleich kriegerechtlich ab- urtheilen soll. Leopow hat sich nach de Laugier'S gänzlich gescheitertem Reaktionöversuch nach Gaeta ein- geschifft.

Rom, 22. Febr. Endlich sind die Jnterventions- gerüchte zur Gewißheit geworden. Gist-rn Abend er- Ichien folgende Proklamation, die wegen ihrer Fassung aufb,wahrt zu werden verdient:Römer! Das Ge- bitt der Republik ist von den unversöhnlichen Feinden Italiens verletzt worden. Die Oesterreicher haben den Po überschritten und bedrohen Ferrara. Unter den Vorwänden, welche sie für diese Occuption vorbringen, befindet sich die Proklamation der republikanischen Re­

gierung bei uns. Oesterreich, gedrängt von der Revo­lution im Innern, zitternd wegen der ungarischen Siege, versucht einen verzweifelten Schlag in der Erwartung, daß die Italiener noch mißpellig unter sich seien, wenn es darum sich handelt, den gemeinsamen Feind zu be­kämpfen. Thaten werden das Gegentheil beweisen. Unsere Sache ist die italienische Sache, und diese In­vasion wird nur dazu dienen, zu zeigen, wie groß bei allen Völkern ber Halbinsel die Liebe zu unserer Un­abhängigkeit ist. Daö edle (generoso) Volk Bo- logna's und der Romagnen, welches die Österreicher verjagte, als noch auf uns das Joch der priesterlichen Kaste lastete, wird jetzt mit noch größerer Heftigkeit und Energie sich bethätigen. Der republikanische Geist verdoppelt die Kräfte des Armes und der Sinne. Stark durch den allgemeinsten Beifall der Völker, hat die Re­gierung der Republik schon Maßregeln ergriffen, die in den äußersten Momenten immer die Staaten von der Knechtschaft und der Schande retteten. Der Kriegs- minister reist nach Bologna, und von allen Punkten werden die Linientruppen, die mobilisirte Bürgergaide und die Freiwilligen herbeicilen, um den Feind zurück­zudrängen. Toscana wird seine Soldaten mit den unfrigen vereinigen, Genua wird nicht gleichgültig ver­härten. Seine Nachrichten aus Piemont verbürgen, daß die Majorität des Parlaments in diesem König­reiche bereit ist, unsere Republik anzuerkennen. In die­sen lfeieilichen Tagen wird die Nationalversammlung des Volkes würdig sein, welches fr hierher sandte, nnd wir werden einen Aufruf erlassen an alle, die in ganz Italien Liebe zuin Vaterlande fühlen. Das Glück konnte uns fein angenehmeres Geschenk machen, als uns die Gelegenheit bieten, zu zeigen, daß die Republik für uns nicht ein leerer Name sein kann. I der Anschlag und jeder Angriff unserer innern und äußern Feinde war für uns ein Anlaß zum Triumph. Diese letzte That wird den Sieg vollständig machen, und die Republik wird glorreicher erstehen nach der Schlacht und nach der Verjaguug des verhaßten Fremden. C. Armellini, A. Salliceti, M. Montecchi." (O.-P.-A.-Z.)

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

BeEsKnImaehungesr.

Bekamitmaehuisg.

(243) Die Lieferung der für die Herzogs. Brigade erforderlichen, aus lackirtem Filz mit Messing -Garnirung bestehenden Helme, soll im Submissionswege ver­geben werden.

Lieferungslustige werden hierdurch eingeladen, das auf dem diesseitigen Bureau befindliche Modell einzusehen, die Bedingungen zu erfahren und dann ihre For­derungen bis längstens den 15. März a. c. verschlossen an die unterzeichnete Behörde einzureichen und auf der AdresseSubmission auf die Lieferung von Helmen" zu bemerken.

Später eingehende Offerten können nicht berücksichtigt werben.

Wiesbaden, den 22. Februar 1849.

Herzogl. Nass. General-Commando.

«7°) Turnverein.

Dienstag den 6. März findet eine außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins im Saale des Nerothals Statt, wozu die Mitglieder dringend eingeladen werden. £

Tagesordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes.

Der Vorstand.

w' Neuer Turuvereiu.

Außerordentliche Generalversammlung Dieilstag den 6. März im Nonneuhof.

Der Vorstand.

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Grosse Mo hüten -W erstet^erwsi^

in dem

Gasthaus zum Allee-Saal zu Wiesbaden.

(295) Der Unterzeichnete läßt Donnerstags den 2. März l. I. und an den folgenden Tagen, Morgens 9 Uhr anfangend, wegen Wohnortsveränderung freiwillig die ihm eigenthümlich zustehenden Mobilien aller Arten, bestehend in Silber, Kupfer, Blech, Eis.nwaaren und Küchcngeräthschaftc», einen großen Comptoirpult mit Aufsatz, Leinengeräth und viele und gute Betten, Comoden, Tische, Canapecs, Caunitzcn re. gegen gleich baare Zahlung versteigern. Alle Gegenstände sind im besten Zustand erhalten.

Mittwoch den 28. März, Morgens 9 Uhr, zur öffentlichen Versteigerung:

1 Zulast 1845er, l'Ä Stück 1846er, 3 Stück 2 Zulast 1817er,

3 Zu la st 1848er,

Eltviller, eigenes Wachsthum.

Der Ceatralverein für Auswanderung

(M0)1 zu Köln und Düsseldorf.

Im Monat März cxpcdircn

wir von Bremen ab vorzügliche, gekupferte Drcimastcrschiffe

erster Klage; und zwar: nach New - Park am

1.

März.

Schiff Hermine, Kapitän

Volkmar.

ff

15.

ff

ff

Caroline,

Naschen.

nach New-Orleans

1.

fl

fl

Wichelhaufen

Warnken.

15.

ff

ff

Amerika,

Gätjen.

ff

31.

ff

ff

Jtzsteiu u. Welker,

Bastl.

nach Baltimore

1.

ff

unbekannt.

15.

Albert,

Reichel.

nach Galveston

15.

V

ff

Matador,

Ballecr.

ff

31.

ff

ff

Francisca,

Heydorn.

Köln und Düsseldorf, den 22. Februar 1849.

Der Central-Verein für Auswanderung:

CH. Framery. I. A. Röder. L. Spiegelthal.

In Bezug auf Vorstehendes mache ich bekannt, daß die NeberfahrtSverträge nach Vorschrift des NescriptS Herzogl. Landcs-Regiernng vom 17. Januar 1849 ausgefertigt und amtlich beglau­bigt werden. Die Abfahrt geschieht von Biebrich, Bingen und Koblenz.

Wiesbaden, im Februar 1849.

F. VF. liäsebier^ concessiom'rter Hauptagent für das Herzogthum Nassau.

Nähere Auskunft ertheilen die Herren H. Schlachter, Diez.

P. I. Hammerschlag,ZLimbnrg.

H. Reincwald, Kirberg.

Joh. Rapp, Rüdesheim.

L. Ebertz, Idstein.

Peter Heil, Nastätten.

F. J. Zinco, Dillenburg.

Bürgermeister Heeß, Königstein.

M (266) So eben ist erschienen und durch die Buchhandlungen von W

H. Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden zu beziehen nach- M

8 stehendes Werklein, D

welches wir nicht weiter empfehlen, A

sondern nur seine Adresse geben:

fonbern nur feine Aorepe geven:

5 Zur Erinnerung U

S an unfern W

I selig verblichenen vierten März, F

8 Dessen wir Alle nur denken mit gerechtem Schmerz, W

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Wellen wir uns.hier bestreben,

Eine Jahresgeschichte zu geben.

Solche ist

Geschrieben für Bürger, Bauer, Beamter, Soldat, Für Hofgeschmeise und Proletariat, Auf daß Jeder daran zu riechen hat.

fcaeatsaesra

(247) Emmenthaler Schweizer- $, pr. Pfund 20 fr., bei

Carl Cramer.

Lehrling-Gesuch

für ein Material- und Colonial- waaren-Geschäst.

(289) Es wird nur auf einen jungen Mann roflectirt, der das Progymnasium oder die Realschule durchgemacht hat, und in diesem Fache und besonders im Betragen gutes Zeug­niß besitzt und von guter Familie ist. Lehr­geld wird keines beansprucht. Kost und Woh­nung erhält der Lehrling gegen billige Ver­gütung im Hause. Näheres durch die Ex­pedition dieses Blattes.

(293) Es wird ein Einsteher gesucht. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.

N

(294) fl. 8000, fl. 6000, st. 3600, fl. 1000 sind gegen doppelt gerichtliche Sicherheit in die Nähe von Wiesbaden zu verleihen durch Friedr. Schauß, Marktplatz Nr. 12 in Wiesbaden._____________________

(292) Zwei neue Hobelbänke und verschie­denes anderes Werkzeug, wobei zwei Dutzend Schraubenzwingen, sind zu verkaufen bei G. Erk el auf der ersten Mühle.

(291) Unterzeichnete macht hierdurch die er­gebene Anzeige, daß bei ihr von jetzt an fort­während Strohhüte geändert und ge­waschen werden: Zugleich empfiehlt dieselbe ihr Lager von neuen Strohhüten aller Art und zu den billigsten Preisen.

Elise Hüser.

(290) Eine vollständige Laden-Einrichtung ist billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes.

Verlag von H. Fischer und C. Ritter. Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerei.