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Wenn das Me.chsmimstenum firne Erlaße tn einen gelegte Geschäftsordnung angenommen und die von

Kloak wirst, so mag es sich nrcht wundern wenn es sie Unruh empfohlene verworfen. Freilich wll die Kelckäfts-

beschmuzt heiauszreht. Wenn die R gierung stark wer- Ordnung nur für 4 Wochen gelten; aber sie wird auch

den, wenn sie das Zutrauen des Volkes gewinnen will, in diesen 4 Wochen schon hinlänglich schaden - denn ihre

wenn es ihr wahrhaft, um die feisinnige Ausführung I charakteristische Eigenschaft ist bie^ daß sie Jnttrpellatio- der Verfassung zu thun ist, so darf sie sich nicht ein- neu und dringlichen Anträgen alle nur erdenklichen

Schwierigkeiten in den Weg legt. Trotz dieser ersten Niederlage glaube ich doch noch, daß die Linke die Ma­jorität haben wird. Deutsche Versammlungen müssen erst warm werden!

seitig auf Seiten einer Parchei stellen, denn dieß muß nothwendiger Weise ihre Stellung über kurz oder lang untergraben.

O Nassau, 26. Febr. Am heutigen ist folgende Adresse an die Ständekammer vom hiesigen Bürgerverein ab- gegangen:

Da bei hoher Ständekammer in Bälde die Fest­setzung der Civilliste erfolgen wird, so unterlassen wir nicht, hierüber auch unsre Ansichten mitzutheilen, was wir Pflicht eines jeden Bürgers halten, der Theil nimmt an ber zukünftigen Gestaltung des Vaterlandes und. für doppelte Pflicht bei einer in das materielle und politische Wohl so tief eingreifenden Sache. Herzogliche Landesregierung hat bekanntlich 350,000 fl. Civilliste gefordert, so haß die ganze Ausgabe für den Hof mit Witthum und Appanagen, Pensionen und Leibreten eine halbe Million betragen würde, und hat zur Beschöni­gung einer so hohen Forderung die Größe und Einträg­lichkeit der dem Lande überlassenen Domänen angegeben. Diese Schlußfolgerung ist offenbar falsch, da unser Herzog ohne Rückhalt die Domänen zu Landes- eigenthum erklärt hat, deßhalb ar ch nicht mehr die Rede von der Größe derselben bei Festsetzung der Civil­liste sein kann, zumal da das Volk bei der jedenfalls sinkenden Einnahme aus Holz und Früchten zu seiner Märzerrungenschaft noch 100,000 fl. hinzufügen könnte, um die geforderte Summe aufzubringen. Also nicht der Zustand der Domäne, sondern der des Landes muß in Betracht gezogen werden, wenn eine allen Inte­ressen entsprechende Civilliste festgesetzt werden soll. Wir finden aber, daß eine halbe Million den 4. Theil und noch mehr des Staatseinkommens in Anspruch nehmen würde, während Louis Philipp den 60. Theil, die Kö­nigin von England den 30. Theil der gejammten Staatseinnahmen bezieht resp, bezog. Wir sehen frei­lich ein, daß solche Verhältnisse auf ein kleines Land keine Anwendung finden können, daß letztere sich grö­ßere Opfer aufeilegen muß, um den anständigen Unter­halt seines Fürstenhauses aufzubringen, allein der 4. Theil aller Staatseinnahmen würde offenbar zu viel für das ohnehin schon so sehr verarmte Herzogthum fein, würde die Ursache werden, daß dasselbe einer noch größeren Verarmung mit Riesenschritten entgegeneilte.

Ww erwähnten jedoch vorhin, daß nicht blos das materielle, jondern auch bas politische Wohl unsers Va­terlandes auf dem Spiel sei bei Festsetzung der Civil­liste, und müssen deßhalb behaupten, daß selbst, wenn die finanzielle Lage des Landes eine höhere Summe er­laubte, dieselbe dennoch im Interesse der Freiheit nicht gegeben werden dürfte. Denn die Zeiten sind vorbei, wo die Fürsten durch orientalischen Lurus, durch eine Unzahl goldbeborderter Lakaien, durch einen gefüllten Marstall u. s. w. dem Volk imponirten, und durch die Strahlen einer solchen Sonne denselben göttliche Ver­ehrung abzwangen. Wir glauben, daß jetzt die Zeiten gekommen sind, wo die Fürsten nur durch Volks- und freiheitsfreundliche Gesinnung durch ernstliche Theilnahme an den Regierungsgeschäften, durch mehr bürgerliche Lebensart und Hofhaltung, durch weises Verwenden des Ueberschusses nicht zu unverdienten Gratifikationen und Leibrenten an Hofdiener und Begünstigte, ferner durch Ausübung des schönsten Vorrechts des Reichthums durch Unterstützung der Armen bedrängten, durch Be- schützung der Künste und Wissenschaften sich wahre Liebe und Verehrung der Bürger erwerben können. Dann werden auch die Günstlinge, die bisher sich zwischen Fürst und Volk drängten, und Erster» zu mancher frei­heitsfeindlichen Handlung bewogen, das Feld räumen, denn nur auf krankem, der Fäulniß und Vmvrsuug nahem Boden gedeihen Schmarotzerpflanzen, dann wer­den auch die Fürsten, wenn die sie umgebende Atmos­phäre nicht mehr durch einen trüben Dunstkreis erfüllt ist, in alle Verhältnisse klarer schauen, dann erst wer­den sie in Wahrheit Finsten, d. h. die Esten des Vol­kes sein, dann nur werden sie wieder gut macheu kön­nen, was sie durch hundertjährige Versäumniß verder­ben, dann nur werden Unzählige wieder mit ihnen auS- gejohnt werden, die jetzt in ihnen den Urquell Es Uebels erblicken. Also sowohl im Interesse der Fürsten, wie dem der Völker keine zu hohen Civilliste»! Wir glauben daher, daß die für unsern Herzog die Summe von 150,000 fl. in feint in Falle übersteigen dürfe, und Wittchum so wie Appanagen im Verhältniß zu dieser Summe herabgesetzt werden müssen.

Frankfurt, 1. März. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung ließ der Abgeordnete Zitz sei­nen Austritt ans derselben anzeigen.

Frankfurt, 2. März. Es ist gestern Ab^no von den drei Fraktionen der Linken, dem Donnersberg, dem deutschen Hofe und der Westendhall, sowie von einigen

sogenanntenSirand.aufern Linken gegründet worden.

" ein vereinigter Klubb der Der Konsolidation der Kai-

ßri avren gegenüber thut eine geschlossene Stellung

Noth.

Berlin, 28. Fbruar.

In der heutigen Sitzung , der zweiten Kammer war die Debatte über die Ge- Herzog oder de» Ministern, deren Sitzungszimmer sich schaftsordnung an der Tagesordnung, und die Luke | im Schlosse befindet, Schutz zu suchen, fänden jedoch hat eine N.ederlage erlitten. Mit einer Majorität von : die Thore desselben bereits geschlossen und mußten un- 21 Stimmen wurde die von Viebahn und Kons, vor- verrichteter Sache wieder abziehen, da der Herzog ver-

Berlin, 1. März. Die Nachwahlen zur zweiten Kammer in Berlin haben folgendes Resultat gegeben:

Im ersten Wahlbezirk ist unter 422 Stimmenden Heinrich Simon mit 272 Stimmen gewählt wor­den. Beckerath hatte 147, Paalzow 43 Stimmen;

im dritten Wahlbezirk ist

Ziegler aus Brandenburg mit 217 Stimmen Reuter aus Johannisburg mit 209 Stimmen gewählt.

Als Gegenkandidat hatte Beckerath 62 Stimmen; auch Wrangel und Freiligrath erhielten hier jeder 1 Stimme.

im vierten Wahlbezirk ist

Jung mit 148 unter 284 Stimmen gewählt.

Bruno Bauer hatte 90, Minister Camphausen 46 St. Hier mußte eine engere Wahl vorgenommen weiden.

Graf Schwerin betrug sich in der 5. Abtheilung gegen den Abgeordneten Stein dergestalt, daß der Prä­sident Grabow ihn zur Ordnung rufen mußte. Eben- fah sah sich in einer andern Abtheilung ein Mitglied der Linken veranlaßt, dem Herr» Stadt!ichter Stolle Knigge's Umgang mit de» Menschen" anzuempfeblen. In derselben Abtheilung versagte die conservatwe Ma­jorität der Minorität sofort das Korreferat.

Berlin, 1. März. Die zweite Kammer hält heute keine Sitzungen, da die Kommissionen sich mit den Wahlprüfungen beschäftigen.

Ein hiesiger Bürger F. Danchelt fordert mittelst Cirkulars die hiesigen Einwohner auf, sich bei der Be­gründung einer Handelsgesellschaft nach Kalifornien zu betheiligen. Er schlagt das zusammenzuschießende Ka­pital auf 100,000 Thlr. an, welches durch 1000 Aktien 5 100 Thlrn. aufgebracht werden soll. Wie wir hören, haben schon Zeichnungen stattgesunben ähnliche Pläne beräth auch die hiesige HandeisgeseUschaft Teutonia, in welcher es dabei aber jüngst zwischen einigen Börsen- Matadoren zu sehr lebhaften Erörterungen kam, indem Einer dem Andern vorhielt, daß es nicht auf eine Cr- ploitirung Kaliforniens, sondern der hiesige» Theilneh­mer abgesehen zu sein scheine.

Die OppojuiviiSmitglieder der zweiten Kammer kom­men nun jeden Abend in der Conversationshalle zu­sammen. Es ist der Antrag gestellt, jedoch noch nuyt entschieden, wöchentlich 3 Sitzungen in diesem Lokal zu halten, zu welchem auch das Publikum Zutritt haben solle. ' (N. Nh. Z.)

Köln, 3. März Die magyarische Correspoudenz der Bresl. Ztg. erzählt aus Debreczin:

Die magyarischen Truppen haben in der letzten Zeit häufige Waffenübungen gehabt, namentlich große Schlachtmanöver im Feuer, wobei Frau Kossuth stets in einem sechsspännigen Wagen erschien und durch Freundlichkeit und Lob den Muth der Soldaten zu span­nen suchte. Kossuth's Gemahlin ist jedenfalls eine sel­tene Frau, voll Ehrgeiz und Vaterlandsliebe, die gern alle Gefahren mit ihrem Gatten theilt, und es war eine der plumpsten Verläumdunge», welche die österrei­chische Partei von vornherein auszustreuen suchte, um die ungarischen Patrioten zu entmutigen und miß­trauisch zu machen, als sie verkündigte, Kossuth habe feine Frau sammt Familie bereits nach Hamburg geschickt, um ihm nach Nordamerika voraiizueilen."-

Altenburg, 27. Febr. Gestern Nachmittag war die hiesige Stadt leider wiederum der Schauplatz höchst be­dauerlicher Ercesse. Einige SchneioergeseUen hatten an die Thüre ihrer Wohnung das Wort:Republik" ge­schrieben. Mehre königl. sächsi che Soldaten stellten sich mit blanker Waffe vor jener Thür auf und hieben, als der eine der Schneider-gesellen der Thür öffnete, auf den­selben dermaßen ein, daß er schwer verletzt wurde. Hier­auf entspann sich zwischen de» mit Bügeleisen und Stemmhölzern bewaffneten Schneidergesellen und den Soldaten einen Kampf, bei welchem einer der Erstere»

einen Hieb über den Leib, einer der Letzteren aber einen glfahilichen Wurf mit einem Bügeleisen an den Kopf e! hielt. Der in diesem Hause wohnende Seilermeister Kreil will, von diesem Tumult aufgeschreckt, nachsehen, was passive, und eilt die Treppe hinauf. Auf dersel­be» kommen ihm die Soldaten lärmend entgegen und hauen, nachdem er nur die Worte:Meine Herren, was ist denn das?" zu ihnen gesprochen, dermaßen auf ihn ein, daß er, an Kopf, Schulter und einer Hand sch ver verletzt, besimrungölos zu Boden stürzt. Auch mehrere Nachbarn, die herbeigeeilt sind, weiden mißhan- , delt und zum Theil ebenfalls verletzte Begreiflicherweise verbreitete sich dieser Vo'sall im Nu durch die Stadt, welche dadurch in die größte Aufregung versetzt ward. Die neugewählten Stadtverordneten, zu derselbe» Stunde I zu ihrer Konstituirung auf das Sinternd berufen, be­gaben sich in corpore nach dem Sch, um beim

\ 5 ^' Sie begaben sich darauf zu den Ministern S Än ^H deren Vermittelung wenigstens so viel, daß bie durch Allarmsignal auf dem Markte zu- fammengrjogenen Soldaten kurz darauf wieder rurück- SWn wurden und nur einige Kompagnien wegen bm ® '" bfr Nacht beisammen blie- ben. Die Stadtverordneten beschlossen sväter no* eine

Wen, darin die Vorfälle des Tages wadrbei^aewei, darzustellen und die Kammern zu ersuchen kick für W'uniafle SurMMung t« sächsisch,» ^mMn aus Altenburg energisch zu verwenden. Die berichteten Vor­fälle st'hen leider nicht ganz vereinzelt da. sD. A. Z )

H H $ a r N.

Pesth, 23. Febr. Das hier schon gestern ver^ breitete Gerücht, Dembinski siehe bei ^at'- van (7 Meile» von Pesth), scheint sich heute $ii bestätigen.

Zu den Neuigkeiten des heutigen Vormittags ge­hört e;n Treffen bei Szolnok, wo die Kaiserlichen her dem daselbst von ihnen besetzten Brückenköpfe» des linke» Tb ißuftrö von einer große» Abtheilung Hon- veds p'otzilch überfallen wurden. Die Stadt Gyön- ryös, die durchaus nicht frei davon ist, an der Ge­fangennahme des Obersten Gr. ^oiu.cnccoli sich be­teiligt zu haben, wurde ein Brandsteuer von 50,000 gl. auferlegt, von welcher Summe sie bis jetzt noch nicht die Hälfte entrichtet hat. Auch die Pesther Juden- gemeirde soll im Sinne der in den letzten Tagen er­lassene» Proklamation, da zwei Mitglieder aus i^rcr Mitte soeben des fortgesetzten Verkehrs mit den Theilen be W'ßt wurden, zur Leistung des in jenem Aktenstücke st'pulliten Strafgeldes von 40,000 Fl. ungehalten werden.

Sollte sich die vorstehende Nachricht bestätigen so unterliegt k inem Zweifel, daß Görgey seine Ver­bindung mit Dembinski bewerkstelligt hat, trotzdem der O. K. sich aus Pesth melden ließ: 'Nach den letzten Berichten befindet sich Görgey in Kaschau, von den Generalen Schlick, Götz und Jablonovsky enge einge- schlossen, und kann nur jene Bewegungen machen, die man ihm zu machen erlaubt, um ihn noch besser einm- schließeii." Dasselbe Blatt sch eibt: Guyon, der magyarische Brigadecommandat hat bei Kaschau 25 Wagen voll Verwundete gehabt. Görgey, Guyo-', und Klapka sollen zusammen 26,000 Mann stark sein. Unter diesen befinden sich 1 Bataillon Grenadiere, 1 Bataillon Este- Jnfanterie, 2 Bataillone Wasa und 2 Regimenter Husaren, mit 30 Kanonen und 12 Haubitze» und einer Unzahl von Wagen, beladen mit Tuch, Leinwand, Ge­wehren, Kotzen, Leder L«beiismi!teln und 400,000 fl. in Gold und Silber.

Aus Siebenbürgen meldet die magyarische Ko-re- spondent (Br. Z.), daß nicht 10, sondern 20,000 Rus­sen in Siebenbürgen stehen und ungeni t am Kampfe gegen die Magyaren und Szekler Theil nehmen. Trotz­dem sollen die Szekler schon wieder die Offensive er­griffen haben, die Aluta bei Marienburg passt t und Heldsdorf bei Keo stadt besetzt haben. In Wien fehlen übrigens seit mehrere^ en Tagen wieder die siebenbürgi- schen Posten. In Beziehung der russischen Interven­tion schreibt die Breslauer Zeitungaus Ungarn":

Der Einmarsch der Russen in Siebenbürgen hat nicht nur bei Ungarn, sondern auch bei Oesterreichern eine unendliche Erbitterung hervorgebracht, zumal es schon seit mehreren Wochen kein Geheimniß mehr ist, daß erstere unter der Bedingung ihre!fe angeboten haben, daß O sterreich die Genehmigung zu der von den Russen längst beabsichtigten Einverleibung der Do­nau -Fürstenthümer mit «Rußland ertheilt. Diese Ge­nehmigung ist vollständig erfolgt."

Dolen.

Krakau, 26. Febr. (Unruhen). Unsere Mr. hältnisse gehalten sich hier immer düsterer. Die durch die angesagte Rekrutirung hervorgeruser.c Gähruug hat gestern zu bedauerlichen Vorfälle Anlaß gegeben. Ich will Ihnen den ganzen Hergang der Sache e-zählen, damit Sie ein richtiges Bild von derselben be­kommen. Eine Rekrutirung von sechstauseud Mann aus bem Gebiet von Krakau ist die Veranlassung zur Vorbereitung eines bewaffnete» Widerstandes eben so seitens der Städter wie auch der Bauern gewesen. Ueberall auf dein Lande sah man seit langer Zeit schon Sensen grade schmieden und hörte Drohungen gegen die O'streicher fallen. Es ist sogar an einzelnen Orten zu argen Ercessen gekommen. Indessen ging die Re­gierung von ihrem Vorhaben nicht ab und die Rekru­tirung sollte heute stattfinden. Die Gährung nahm aber zu, und der 26. war allgemein als der Tag des Auf­standes bezeichnet. Die Regierung, wahrscheinlich mit Rücksicht auf ihre geringen militärischen Kräfte, hat aber keine Schlacht wagen wollen, und es ist eine Prok­lamation erschienen, welche verkündet, daß die Rekruti- rung in eine frehv Hiße Anwerbung umgewaueelt sei; erst wenn auf diese Weise die nöthige Anzahl der Re­kruten nicht zusammen gebracht werden könnte, würde man Zwangsmittel anwe den. Dieses Letztere, so wie Verhaftungen auf bem Lande und in der Stadt selbst, war allerdings nicht geeignet die Gemüther zu beruhigen. Man reqiiirirte M litair und es sind hier in Folge dessen Ulanen und etwas Infanterie e-n- gerückt. Daö Volk empfing die Truppen mit Pfeifen nab Zischen. Darauf ist das 'ganze Militair auf die