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Die Lage der Fabrik-Bezirke ist ebenfalls ermutigender als eine beträchtliche Zeit hindurch der Fall war.

Es ist auch wohlthuend für mich zu gewahren, daß der Stand des Einkommens in fortschreitender Besse­rung begriffen ist.

Ich habe jedoch zu beklagen, daß ein abermaliges Mißrathen der Kartoffelernte in einigen Theilen von Irland sehr herbe Noth verursacht hat.

Die Wirksamkeit der Gesetze zur Unterstützung der Armen in Irland wird ein angemessener Gegenstand Ihrer Untersuchung sein; und jede Maßregel, wodurch jene Gesetze wohlthätig verbessert werden können und die Lage des Volkes zu bessern ist, werden meine herz­liche Zustimmung empfangen.

Mit Stolz und Dankbarkeit erwähne ich des loya­len Geistes meines Volkes und j ne Hingebung an un­sere Institutionen, welche dasselbe während eines Zeit­raumes commercieller Schwierigkeit, mangelhafter Lebens­mittel-Erzeugung und politischer Umwälzung erzeugt hat.

Ich rechne auf den Schutz des allmächtigen Gottes für Begünstigung unseres ferneren Foitschreitens und ich vertraue, daß Sie mir beistehen werden bei Aufrecht­haltung des auf den Grundsätzen der Freiheit und Ge­rechtigkeit begründeten GebâudeS der Verfassung."

Italien.

Die Wahllisten für den Bezirk der Stadt Roiu ent­hielten 50,000 Wahler, davon sollen 13,000, nach an­deren Angaben 18,000 gestimmt haben.

Der römische Adel und der Clerus haben sich bis auf einige Ausnahmen der Theilnahme enthalten. Nur die Fürsten Piombino und Ca­nino haben gewählt. Der Geldprinz Torlonia hatte am Tage vorher die Stadt verlassen. Am Abend durfte ein Festzug nicht fehlen. Man schleppte die Wahlurnen im Triumph durch den erleuchteten Corso, Musik vor­auf, Soldaten, Civica umher. So wurden sie aufs Capitol gebracht, wo auch die italienische Constituante sich vereinigen soll Die Nachrichten aus den Provin­zen lauten nicht so gut. In Bologna stellten sich von 75,000 Wählern nur 7000, meist Militär. Die österreichischen Truppen bedrohen immer mehr Venedig. Radetzky z-eht fast alle seine Truppen nach Mantna hin zusammen. In Mailand ist nur eine kleine Gar­nison geblieben, dagegen wird ein stark befestigtes Lager bei Cremona bezogen, um die linke Seite der Abdalinie zu decken. Es scheint, Radetzky will dadurch die Ope­rationen gegen die Lagunenstadt decken, und in Brüssel auftreten mit einem fait accompli, dem Sturze Vc- ludigs. (K. 3 )

Frankre èH.

Paris, 2. Februar. Changarnier besichtigte heute, von einem Detachement Lanciers gefolgt. die Lage inner­halb der Stadt, um sich vom Geiste der Truppen zu überzeugen.

Die heutige Sitzung der Nationalversammlung war ohne besonderes Interesse. Auf der Tagesordnung wa­rne mehrere Cieditbewilligungen. Der Justizam schuß berichtet in seiner Sitzung über die gegen das Mini­sterium eingebrachten Klage. Von den 24 Mitglieder dieses Ausschuss s sprachen sich zwanzig gegen und nur Einer für d«e Anklage aus. Dieselbe wird mithin er- olglos bleiben.

Nachnchten aus Toulon vom 26 melden daß der Gesanotichaftssekrctär Hr. Latour d'Auverane mit wichtigen Depeschen des französischen Gesandten bum japste, Hin. d'Hnicourt, und des Commandeurs der Flotte des Mittelmeers, Vize-Admiral Baudin von Gaeta angekommen ist. Schon sind spanische Truppen in Gaeta gelandet, um abwechstlud mit den neapolita- "Nchen den Dienst zum Schutze des Papstes zu versehen. Man legt in Gaeta die französischen Rüstungen in sehr entgegensetzter Weise aus. (Tr.Z )

Kmetts a.

New-Pork, 13. Januar. Wie wohlfeil die Cen­tralregierung der Vereinigten Freistaaten ist, zeigt jedes Jahr die Botschaft des Präsidenten. Das weiß außer­dem Jeder, der nur entfernt von den Verhältnissen der Union hat reden hören. Es frägt sich aber, wie es mit den Kosten der 30 Einzelregierungen bestellt ist; ob nicht, wenn man diese hinzurechnet, die republikanische Regierungoform am Ende denn doch nicht auch hoch genug zu stehen komme?

Um hierüber jeden Zweifel zu beseitigen, braucht man blos die ojsieieUen R-ch.'nschaflsbenchte der Präsi­denten der einzelnen Staaten neben einander zu legen und die Gesammtsumme herauszuziehen. Es ergiebt sich bei dieser Arbeit, daß sämmtliche VerwaltuiigS-'vder Regierungskosten tu den 30 Republiken der Union jähr- h^ nicht mehr betragen, als 5,062,310 Dollars) oder (7,154,786 Thir. Pr. Ctz), d. h. nicht mehr als etwa zwä gutgepflegte deutscheLaubesvater" dem deutschen Volke jährlich zu stehen kommen.

Während allein die geliebten und theuern deutschen Fürsten mit ihren nächsten Hofschranzen jährlich nicht weniger als 45 Mill. Thir. aus den Taschen der ge­treuen Unterthanen hinunterschlucken, bedarf die über 12 Mal so große Union diese Verbindung von 30 R- publiken noch lange nicht jene Summe, um so­wohl alle Kosten der Centralregierung, wie die der 30 Emzelregierungen, in allen Zweigen der Verwaltung vollständig zu decken.

Daher das große Erstaunen der deutschen Einwan­derer, die es in der ersten Zeit ihres Hierseins kaum glauben wollen, daß der Mensch eigentlich nicht ganz zum Steuerzahlen geboren sei, woran man doch in Deutschland als an das erste Gebot von Jugend aus gewöhnt wird. Erst allmalig finden sie sich darein und werden gerade deshalb, weil sie so viele Jahre lang .die Aussaugungskunst in Deutschland gründlich erduldet haben, um so festere Republikaner. *

In den nvrdamerikanlscheu Freistaaten werden die Ausgaben, trotz der ungemein steigenden Bevölkerung, jährlich vermindert. (Unsere christlich-germanischen Lan­desväter werden über solche unhistorische Steuer Vermin­derung waiblich lachen, da ihre Minister jedes Jahr das Budget anznschwelleu, keinesfalls aber zu verringern wissen.)

In Deutschland wird von den Regierungsmännern gerade das Anwachsen der Bevölkerung als Grund für das Anwachsen der Ausgaben angeführ. Wir müßten da, sollte dieser monarchische Grundsatz hier in der Re- publick jur Anwendung kommen, die Ausgaben jährlich zunehmen, da sich die Bevölkerung keines Landes auf der Welt so rasch vermehrt, als die der nordamerikani- schen Union. Nun findet gerade das Gegentheil statt.

Ungeachtet der unglaublich anwachsenden SeelenzahlZver- den überall die Ausgaben und die ohnehin so geringen Steuern noch mehr verringert. Sehr bitter für die Lobpreiste der Monarchie! Es bleibt ihnen-nur übrig, die ungeheure monarchische Steuerlast mit dem unbezahl­baren Glücke zu entschuldigen, daß'dafürâdiegetreuen Unterthanen" von Hosschranzen, Krautjunkern, schlepp- säbeligen Söldlingen und Beamten-Henschwärmen aller Art inalträtirt, gemaßregelt, ausgezogen, niedergekolbt und allergnädigst befußtrittet werden. (N. R. Z.)

Nachschrift.

Schleswig, 31. Jan. Die Landesversammlung hat heute ein einstimmiges Votum gegen jeden Versuch, die Herzogthnmer zu trennen, abgegeben. Nach dem Berichte des wegen der Friedenöverhandlungen nieder- gesetzten Ausschusses (Berichterstatter Dr. Lorenzen) ward eine Adresse an den Reichöverweser fe flossen, Deren Inhalt in Kürze folgender ist. Ein Friede auf Grund­lage einer Trennung der Herzogthümer werde das ganze Land gegen sich haben, weil ein solcher gerade das vor­nehmste seiner Rechte, um dessen Willen der Krieg be- gonen und vom deut, chen Bunde unterstützt wurde, ver­letzen würde.Wir würden es nicht geschehn! lassen, daß ein Friede abgeschlossen werde, der uns den Preis unseaes Kampfes nimmt und uns gerade in diejenige Lage bringt, die wir durch den Krieg verhindern woll­ten! Gewiß, dies wild nimmermehr geschehen." Kein ehrenhafter Mann in den Herzogthümern würde zur Ausführung eines solchen Friedens die Hand bieten; das deutsche Reich müßte feine Waffen gegen die Her­zogthümer kehren, wollte es Schleswigs Trennung von Holstein durchsetzen. Einen annehmbaren Frieden wird das Land möglichst erleichtern, im andern Falle aber lieber mit allen Opfern sich für die Erneuerung'.des Krieges rüsten. Die Adresse erklärt, daß sie nur in der Einverleibung Schleswigs in das deutsche Reich eine Gewähr für die Zukunft erblicken könne. An die gemeinsame Regiernng hat die Versammlung die Auf­forderung gestellt, ainen besonderen Bevollmächtigten der Herzogthämer an den Ort der Friedensunterhandlungen abzusenden. Die Landesversammlung trägt außerdem darauf an,daß mit aller Anstrengung die ausgedehntesten Rüstungen vorgenomme!n werden mögen; und indem sie im Voraus ihre Bereit­willigkeit ausspricht, jede zu diesem Behufe erforderliche Summe zu bewilligen, ersucht sie die gemeinsame Re­gierung , balothunlichst über die Deckung des Mehrbe­darfs der Versammlung Vorschläge machen zu wollen." (O.-P.-A.-Z.)

Frachtpreise.

Diez, 1. Febr. Ir Preiß. 2r Preiß.

Nother Waizetl.....14 ft. 20 fr. 14 ff. 50 fr. Weißer Waizen , . .. . 13 ft. 20 fr. 13 ft. 40 fr. Koru ........ 8 ft. 20 fr. 8 fl. 40 fr. Gerste . *......6 ft. 40 fr. 7 fl. kr. Hafer .........4 ft. 30 fr. fl. fr.

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

(150);1 Regelmäßige

Packet- JL Schifffahrt

zwischen Antwerpen und Monats, für Cajüten-

New-Bork, am 1. und Zwischendeck - Passagiere.

Am 1. März 1849 das anicrikauische gekupferte Dreimaster -Schiff Luconia, von 650 Tonnen, Capitän Hamilton. Am 15. März 1849 das amerikanische gekupferte Drei­master-Schiff Hector, von 700 Tonnen, Capitän Post.

Letzteres Schiff hat eine zweite Cajnte im Hause auf dem Verdeck.

Näheres über die Preise der Plätze ertheilt das allgemeine GeschästSbureau von

Carl Leyendecker in Wiesbaden.

Joh. Fr. Meckel in Hcrbon.

Dr. G Strecker in Main z.

Ant. Jos. Klein in Bingen.

Jos. Stock in C;reuznach.

Strecker, Klein u. Stock in Antwerpen.

Ättëft

über die Wirksamkeit und Heilkraft der rühmlichst bekannten Gold- b e r g e r'schen Galvano - clectrifdwi Rheumatismus - Ketten, von denen Carl Leyen deck er's Geschäftsbureau in Wiesbaden stets zu den Fabrikpreisen Lager hält.

(149) Seit einigen Tagen lesen wir in unsern Blättern verschiedene Bescheinigungen über die Heilkraft der Goldberger'schen galvano-elektrischen Rheumatismus-Ketten, wovon Herr Commissionär Carl Leyendecker in Wiesbaden das Depot hält. Diese zeigten jedoch immerhin an, daß sic in so und so viel Zeit dem Leidenden geholfen haben; über die Heilkraft wäre also überflüssig, noch Mehreres mitzutheilcn, indem diese durch so viele sprechende Beweise längst erwiesen sind. Ich kann jedoch nicht übergehen, die so auffallende, schnelle Wirkung dieser Ketten, die dieselben bei meiner Frau erwiesen , dem Publikum mitzu- thetlen. Meine Frau ist schon seit längerer Zeit mit einem Kopfgichte behaftet, welches sich periodisch einstcllte; in dem Augenblicke, als die so grenzenlosen Schmerzen sich einstelltcn, legte man ihr eine galvanische Kette nm den Hals, und binnen einer Stunde war sie gänzlich von ihren Schmerzen befreit, und konnte die ganze Nacht ruhig schlafen. Dieses bescheinigt

Wiesbaden, den 15. Januar 1849.

N Wolff, Gemeinderathsmitglicd.

^ AnkiindigUttsZ

der am nächsten 28. Februar stattfindenden Hauptziehung des Großh. Badischen Ansehens

von 14 Millionen Gulden,

wobei die betreffenden Nummern alle ohne Ausnahme gewinnen müssen.

Die Hauptprämien dieses Anlehens sind:

14 Gewinne jeder von fl. 50,000

54 40,000

12 35,000

23 15,000

2 12,000

55 10,000

ferner fl. 5000, 4900, 4000, 2000, 1000, 250 u. s. w., der geringste

Gewinn ist fl. 42.

Für obige Ziehung gültige Loose n fl. 1. 30 kr. sind gegen Francocmsen- dung der Einlage nebst 4 kr. Einschreibgebühr, direkt zu haben bei dem unter­fertigten ' _

Comptoir ^"^'

Markt Nro. 46 in Frankfurt a. M.

Bemerkung. Bei llcbcriiahme von 6 Loosen wird ein Frei lo oo buvi >gt^__

awj X Ji t n ü e r H tt

Den Mitgliedern des Turnvereins wird hierdurch bekannt gemacht, daß die

Turnübungen u. s. w. auf folgende Tage festgesetzt worden juid .,

Montag und Donnerstag: Gesangproben.

Dienstag und Freitag: Riegenturnen.

Mittwoch: Fechtübungen und , Samstag: Gesellige Unterhaltung, sowie Eröffnung des Fragekastens.

Der Beginn für jede dieser Abtheilungen ist Abends 8 Uhr- Wiesbaden, den 27. Januar 1849. Der Vorstand.

(152) Frische Cabliau sind so eben angekommen bei

Joh. PH. Rapp.

(147) Die vierte Vorlesung über den Gesichtssinn halte ich Montag den 5. Februar im A ler, Abends von 78 Uhr.

«» itgen.

(151) Eine perfekte Köchin kann so­gleich eine Stelle erhalten durch das t.'e- schäflsbureau von (5arl Leyendecker in -vws- baden.

Offene Stelle.

(144) Ein gewandter junger Mann, der sich bei einer Land -Oberschultheißerei ausge- bildet hat und nicht zu hohe Ansprüche macht, kann dauernd beschäftigt werden. Nur inner­halb 8 Tagen erfolgende Anmeldungen können berücksichtigt werden. Wo? sagt die Erpedi- tion dieser Blätter.

(131) Ein Sechs-Octav Tasel-Klavier ist sehr bil­lig zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses iiBlattcs.

^ .^ ^ To ; I , «..'Mion SRitrhhrmferef.