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liche Corporation gebildet werden, und zwar darf dies nicht dem Privatwege überlassen bleiben, ein solche zu gründen, sondern es muß von Staatswegen eine Akademie der Medizin mit einem periodischen Or­gane geboten werden, wie sie schon in Nro. 48, 49 und 228 d. Fr. Ztg. vorgeschlagen wurde, die neben und unabhängig von dem Medizinal-Collegium besteht.

Nationalversammlung zu Frankfurt.

155. Sitzung.

Nach Vorlesung des Protokolls reklamlrt Arendts der ein sehr seines Gehör haben muß gegen die fehlerhafte Auf­zählung bei der letzten Abstimmung, worin theiS Abwesende als Stimineude angeführt, theils Anwesende weggelasseu, theils Ein­zelne sowohl unter den Bejahenden als Verneinende aufgeführt sind, so daß das Resultat, 249 gegen 213, also eine Mehrheit von 36 ergibt (hört! hört!). Auch Kerst und Buß klage» über fehlerhafte Notirung; Wigard und Riel entschuldigen die Auf­zeichnenden. Präsident verspricht Abänderung der gerügten Mängel.

Man geht zur Tagesordnung, einer Ausschuß-Ergänzungswahl, und nach dieser zur Verhandlung des §. al über.

Ahrens erklärt sich für das vierte Minoritätsgutachten, nach welchem daS Oberhaupt auf 6 Jahre gewählt werden soll. Staat­liche Jnstitulionen sollen sich aus dem Volke heraubilden, nicht demselben aufgezwungen werden. Nun habe aber das Volk nie daran gedacht, Deutschland unter einen Herrscher zu bringen, am allertoenigsten unter einen Erbkaiser. Die neuanstauchende Kai­seridee könne er nur als die Ironie des Absolutismus und der Despotie erblicken, die in die neuere Zeit herüber greifen. (Bravo, sehr gut.) Die wahre Einheit Deutschlands, wie sie das Volk verlange, liege im Parlamente, dessen Macht untergehen würde, wenn eS sogleich von der Macht deS dynastischen Prinzips über­wuchtet würde, die über dasselbe Hereinzubrecheu drohe (Beifall), deshalb passe die Erblichkeit, die sich nur in sich selbst begründe, nicht auf die neuere Zeit. (Beifall.) Man habe das Haus oft gewarnt, die Dosis der Freiheit nicht zu stark zu geben, er warne davor, die Dosis der Macht nicht zu stark zu geben, zumal einem Volke gegenüber, daß sich eben erst der Unterdrückung entzogen habe (Beifall), in welche eS jedensfalls durch das Erbkaiserthum zurückgeführt werden möchte. (Sehr gut.) In der Wahl des Ober­hauptes liege die Anbahnung einer neuen freien und rechtlichen Ordnung der Verhältnisse Deutschlands. Auch liege gerade in ihm die Biegsamkeit, welche unsere Zustände bedürfen, sowie die Möglichkeit, die für neue Einrichtungen offen zu lassen. Die Oberhauptsfrage sei nicht nur eine politische, sie sei auch eine nationale Frage, sie könne nicht entschieden werden ohne die Berücksich­tigung Oesterreichs. Oesterreich kann sich dem Bundesitaat wohl anschließen, wenn das Oberhaupt alle sechs Jahre wechselt, »im­mer aber, wenn daö Erbkaiserthum in Preußen sällt. Nach einer sehr gründlichen Ausführung dieses Satzes weist der Redner auf die Nothwendigkeit des Eintritts Oesterreichs in den Bundesstaat hin. Um nun die Möglichkeit dieses Eintritts »achzulassen, sei ein kurzer Wechsel des Oberhauptes nöthig, damit es nicht den Anschein habe, als solle Oesterreich Land und Leute einer andern Macht unterstellen. Er schließt mit der historischen Bemerkung, im Congreß habe Ludwig XVIII. erklärt, er könne nur dann mit Ehre über Frankreich herrschen und Ruhe und Ordnung daselbst aufrecht erhalten, wenn der Elsaß, dSr seit 200 Jahre» mit Frai'k- reich verbunden gewesen, bei Frankreich bleibe er hoffe, daß der Fürst, der an die Spitze von Deutschland gestellt werde, dies ebenfalls nur unter der Bedingung annehme, daß Oesterreich in seiner Jahrhunderte alten Verbindung mit Deutschland bleibe. (Lebhafter Beifall.)

7 Beda Weber eifert gegen den preußischen Erbkaiser des Ministerpräsidenten und BafferaiannS, des getreuen Eckarts am Venusberge der Zukunft (Gelächter), der feine neuliche Rede (wie wir vorhersagten) von HauS zu Haus schicke, damit sie desto mehr Eindruck mache. (Gelächter.) Dieser habe sich z. B. auf Sym­pathie deS Volks für den preußischen Erbkaiser berufen, scheine aber die Sympathie der Fürsten mit der deS Volkes zu verwech­seln. Auf einzelne Adressen lege er jetzt so viel Werth, komme aber mit seiner frühern Rede in Widerspruch, worin er die Adresse gegen die Verlegung der preußischen Landesversammlung nach Brandenburg und Qctroyirung der preußischen Verfassung so ge­ring geschätzt habe. (Gelächter.) Gagern und Bassermann schei­nen diese Vorliebe für den preußischen Erbkaiser und das Klein- denffchland .... welches viel zu klein, das ganze Deutschland geht nicht hinein, das halbe Deutschland soll eS sein (lauter Bei­fall) der Kleinstaaterei ihrer Jugenderziehung zu verdanken zu haben. (Rauschender Beifall.) Der Gedanke an den preußi­schen Erbkaiscr, wie ihn der Ministerpräsident und Bassermann bevorwortet haben, hat in Oesterreich einen Feuerbrand unter daö Volk geworfen und große Aufregung hervorgebracht, das sich in seiner Sympathie für Deutschland durch diese Reden verletzt ge­fühlt habe. In dieser Weise fährt er fort, unter dem lebhaftesten Beifall Bassermann und seine Behauptungen mit unbarmherzigem Spott ins Lächerliche zu ziehen. Dann zieht er über Dahlmann her, dir den Muth, den er in der dänischen Frage gezeigt, auf einmal verloren zu haben scheine, so wie über verschieden: andere Redner. Von vielen Seiten sei ihm und seiner Partei der

gänzlich zu verkommen. Wie unter solchen Umständen irgend eine Ve ran two rtli ch keit über die Erhaltung dieser kostbaren Sammlungen bestehen könne, ist voll­kommen unbegreiflich.

Aber auch die literarische Thätigkeit des Vereins hat der Vorstand gänzlich ins Freie fallen lassen, seit länger als zwei Jahren erscheinen keine Jahresberichte mehr und es wird den Mitgliedern über die Verwendung ihrer Geldbeiträge nicht einmal mehr Rechenschaft abge­legt. Wenn unter solchen Umständen, bei dem Gott Lob! täglich mehr wachsenden Interesse deS Volkes an politischen Dingen und an Fragen der G e g e n w a r t die Theilnahme an dem Alterthnmsverein allenthalben er­kaltet, die Mitglieder über die fortwährende Erhebung der Beiträge sich beschweren und zahlreich austreten, ja wenn bei dem fast gänzlich zu Grunde gerichteten In­teresse derselben an dem Scheinleben des Vereins durch die Fortdauer dieser Verhältnisse der Bestand des gan­zen Vereins in Frage gestellt wird: so darf uns das nicht Wunder nehmen. Dazu kommt nun noch, daß der frühere, verdienstvolle Direetor des Vereins, wahrschein­lich aus Ueberdruß über die emgerissene schleppende Ge­schäftsführung, bereits vor 7 Monaten ausgetreten ist, sowie ebenso ein Mitglied des Vorstandes, daß aber der dermalige Vorstand sich bis diesen Tag noch nicht bemüßigt gesehen hat, durch eine zu berufende General­versammlung die erledigten Stellen wieder besehen und

der Handschuh der cvnfessionellen Frage vor die Füße geworfen worden, er wolle ihn aufnehmen, nicht um einen Hader anzufa­chen ; Deutschland habe viel Blut mit dem konfessionellen Hader verloren, eS ist Zeit, daß bem einmal ein Ende gemacht werde, (Beifall) nur das wolle er anführen, daß die Hoffnung der deut­schen Katholiken weder bem katholischen Kaiser von Oesterreich noch dem protestantischen Kaijer von Berlin unterworfen werde. Macht hierauf wieder cinig^Redner, z. B. Biedermann lächerlich welche, des cvnfessionellen Unterschieds wegen, Deutschland prote­stantisch hätten machen wollen.

Rian habe ihn einst einen Leufelsbanner genannt, wenn er diese Kunst verstünde, so würde er sie heute auSüben, um eine Menge Teufel auS der Paulskirche zu bannen. (Beifall, stürmi­sches Gelächter.) Durch Professorenkünüe solle Manches dem Volke geboten werden, was für das Volk nicht passe, aber die Versammlung werde eines Tages vor dem Wall deS deutschen Volkes stehen und wenn wir diesen Wall vor uns haben, mit bem wir der ganzen Welt trotzen können, dann können wir singen: Und wenn die Welt voll Professoren wäre, eS wird uns doch ge­lingen. (Beifall, stürmisches Gelächter.) Der Redner gesteht zu, daß er am liebsten einen österreichischen Kaiser wolle, da dies aber nicht angehe, wolle er auch keinen prußischen Kaiser, er wolle einen Kaiser, der aus den Urwahlen des Volkes hervor­gehe, und ginge aus diesen Urwahlen kein Kaiser hervor, so wolle er einen Präsidenten. (Lauter Beifall.)

(Schluß folgt.)

Nassauischer Landtag.

74te Sitzung vom 23. Januar.

Vorsitzciidcr: Gergen 6.

Regierungs-Coinmisiäre: Werren und Reichmann.

Auf der heutigen Tagesordnung sieht die fernere Berathung des Gesetzes über die Trennung der Justiz von der Ver­waltung.

Zu dem schon mitgetheilten Paragraphen, der die Befug­nisse des Kreiöbezirksraths auszählt, beantragt der Ausschuß einen Zusatz, die Vizinalwege betreffend. Der Antrag deü Ausschusses wird mit 20 Stimmen angenommen.

Der folgende § wird in nachstehender Fassung gntgeheißen:

Der Ausschuß hat die Befugniß selbstständige Anträge und Beschwerden über öffentliche Interessen bei den betref­fenden Behörden vorzubringen. Die Eentralverwaltungs- stelle kann ihre Gegenstände, die nicht zu seiner Kompetenz gehören, zur Entscheidung oder Begutachtung Hinweisen."

Es wird in einem weitern § festgesetzt:

"daß der Ausschuß wenigstens einmal monatlich sich zu versammeln habe."

Der weitere § wird also angenommen:

Der Kreisamtmann oder sein Stellvertreter führt in dem Kreisbezirksrath den Vorsitz unb nimmt an der Abstimmung Theil.

Derselbe handhabt die Geschäftsordnung. Alle für den Kreisbezirksrath bestimmten Erlasse und Eingaben werden an das Kreisamt gerichtet und von diesem zur Schlußfas- snng vorbereitet. Der Kreisamtmann unterzeichnet die Ausfertigung unter spezieller Beziehung auf den Beschluß des KreiSbezirköratheS."

Ein von Fresenius noch gestelltes Znsatzamendement:wonach der KreiSamtmann in bem Fälle gegen ihn Beschwerde erhoben werde, den Vorsitz nicht führen könne" wird angenommen.

Auf den Antrag der betreffenden Commission beschließt heute weiter die Kammer daS neue Bankgesetz solle erst mit bem ersten April anstatt mit bem 1. Januar in Kraft treten.

Nächste Sitzung Dienstag den 24. Januar.

D e u t s ch l a n d.

ff Wiesbaden, 23. Jan. Wir haben abermals von einem .bedenkenden Siege der Demokratie Kunde zn thun. Bei der gestern in Hochheim stattgehabte Wahl ist durch die demokratisch gesinnte Wahlmänner der Aemter Hochheim und Wiesbaden Herr Pfarrer Fr. Snell in Langenbach zum Abgeordneten in die Nass. Kammer auserlesen worden. Bei dem ersten Scruti- nium fehlte letzterem nur eine Stimme bis zur absolu­ten Majorität, bei dem zweiten verteilten sich die Stimmen in folgender Weise: Fr. Snell, Candidat der Demokraten Wiesbadens erhielt 213, Hofmann, Candidat der Demokraten Hochheims 59, Röhr, Can- didat der Conservativen Wiesbadens 25, Präsident Magdeburg, ausgestellt von einigen Gemeinden Hoch­heims 19, Dr. Geiger, der ebenfalls von Demokra­ten Wiesbadens, aber von einer Minderheit^vorgeschla-

die im Argen liegenden inneren Angelegenheiten des Ver­eins ordnen zu lasten. Wie unter solchen Verhält­nissen der Verein überhaupt noch Vertrauen finden und ersprießlich oder gar zeitgemäß wirken soll, ist uns ein ebenso großes Räthsel, als wie der Vorstand eine solche Verwahrlosung eines hochwichtigen Institutes vor der öffentlichen Meinung verantworten könne. Es ist wahrlich an der Zeit, daß die von dem vorjährigen Landtag in Antrag gebrachteReorganisation der Ver­waltung des historischen Vereins" von der Regierung ungesäumt in Angriff genommen und dieselbe mit der Verwaltung der übrigen Sammlungen des Landes für Wissenschaft und Künste in eine engere Verbindung ge­bracht werde. Nicht genug können wir bedauern, daß gerade in unsrer Zeit, die den literarischen und künst­lerischen Bestrebungen ohnehin abhold genug ist, gerade der älteste wissenschaftliche Verein des Landes sich in einer Lage befindet, die seinen Bestand zweifelhaft macht; die Regierung aber, deren Obhut die Pflege der geistigen Interessen des Volks nicht minder wie der materiellen anvertraut ist, wird auch für den vorliegenden Fall end­lich wissen, was ihres Amtes ist.

gen war, 8, Pfarrer Waychand von Sonnenberg 6 Stimmen.

Wenn man annimmt, was man wohl mit Recht kann, daß auch unter den Stimmen, die Magdeburg erhalten, sich gewiß Demokraten befinden, ebenso unter denen die Pfarrer Waychand zugefallen, so zeigt es sich klar, daß in hiesiger Gegend die eonservative Partei allen Halt verloren hat.

-ff- Wiesbaden. (Das Schullehrer-Sem i- narium in Idstein.) In der Sitzung der Abgeord­netenkammer vom 12. d. M. hat der Abgeordnete Keim die Regierung wegen des Erlasses interpellirt, welchen der Bischof von Limburg bei Besitzung der Direktorstelle an dem Schullehrer-Seminaiium in Idstein geltend machen will. Wir sind begierig auf die Ant­wort: denn man sagt, der Herr Bischof wolle, wenn dieser Anstalt nicht ein katholischer Direktor gegeben werde, ein besonderes Seminanum für katholische Schul­lehrer in Limburg errichten. Wir möchten die Frage stellen, ob es nicht zweckmäßig sei, bei der bedeutenden Ueberfüllung des Idsteiner Seminars, diese Anstalt zu theilen und eine zweite Anstalt von Staatswegen zu errichten, der einen desselben evangelischen Direktor mit zwei katholischen Hauptlehrern, der andern einen katho­lischen Direktor mit zwei evangelischen Hauptlehrern zu geben.

Oeffentliche Besprechung dieses Gegenstandes ist erwünscht.

= Don der Dill. Wiederholte Besprechungen in diesen Blättern über die Besetzung der erledigten Di- rektorstelle am Schullehrer-Seminanum haben uns den erfreulichen Beweis geliefert, daß es in allen Theilen des Landes lebhaft empfunden wird, wie es sich hier nm die Wahrung der heiligsten Volksinteressen, um die Begründung einer ächten Volksbildung handle, auf der am Ende doch nur allein die Wohlfahrt eines freien Volkes beruhen kann. Merkwürdig war uns nur die ängstliche Besorgniß einzelner Correspondenten, es möchte am Ende diesmal auf einen Mann römischer Konfession die Wahl fallen und dadurch dem Foitschritt und der Aufklärung der künftigen Volkslehrer ein Kappzmm angelegt weiden. Das will uns aber eine ungegründete und über­triebene Befürch'ung scheinen, die eine nähere Beleuch­tung verdient. Oder sollte wirklich bei der Sinnesart, dem Charakter und dem Streben eines gebildeten Mannes sein religiöses Glaubensbekenntniß von ent­scheidenden Einfluß sein? Dürfen wir, ohne die höchste Ungerechtigkeit, irgend einer Glaubensgenoffenschast die vorzugsweise Befähigung zu gewissen Staatsämtern zu oder absprechen? Wir wollen einmal im Kreise unsrer Umkehrß uns umsehen und bei den verstocktesten Reactionären an die zufällige Contession dieser Leute denken: ich wette, daß eS unter den Protestanten ihrer wenigstens eben so viele gibt, als unt r den Katholiken und daß die protestantischen Hepo-Männer den katho­lischen so ähnlich sehen, wie eine Fledermaus der an­dern! Und wenn man denn bei der fraglichen Stelle um jeden Preis sogenannte jesuitische Grundsätze fern halten möchte: wer steht dann dafür, daß die Praris eines evangelischen Pfarrers der wahren Freiheit nicht noch gefährlicher werden könnte, als die eines katholi­schen Professors? Nun behauptet aber die römische Glaubenspartei im Lande, auf eine vor 30 Jahren ge­troffene Vereinbarung gestützt, die Regierung sei ver­pflichtet, diesmal einen Katholiken an jene Stelle zu setzen. Wenn wir nun auch eine solche Uebereinkunft heut zu Tage nicht mehr als zu Recht beständig auzu- eikennen verwögen: (denn die Märzstürme haben alle solche vorsündfluthiiche Verwaltungssündenböcke dem Zeitgeist geopfert und die betreffenden Paragraphen der Grundrechte haben vollends die letzte Spur confessio» netter Erinnerungen bei Besetzung von Staatsämtern vom deutschen Boden weggeschwemmt) so spricht doch offenbar die Billigkeit dafür, daß diesmal allerdings, wenn irgend möglich, die einstimmigen Wünsche unsrer katholischen Mitbürger berücksichtigt und endlich einmal ein Mann ihres Glaubens mit jener Stelle bekleidet weiden möchte. Damit verbinden wir aber zu gleicher Zeit eine Anforderung, die der Geist der Zeit und daS Verhältniß der Parität auf jener Anstalt gleich ge­bieterisch aufstelleii; wir verlangen nämlich gleich­zeitig die Ernennung von wenigstens zwei wissenschaft­lich gebildeten Schulmännern von protestantischer, durch und durch liberaler Gesinnung zu Lehrern an jener Anstalt. Denn das Prinzip des Stabilismus, das in einem katholische» Dweetor einen allzu eifrigen Vertreter finden möchte, muß durch das bewegende Prinzip eines p otestantischen Lehre, collegiuins seine Ergänzung, sein Gegengewicht erhalten, und wenn die Regierung dafür zu 'sorgen weiß, daß für die historischen und geographi­schen Wissenschaften ein Mann des entscheidenden Fort­schrittes neben den Director tritt, daß ein tüchtiger Lehrer der Naturkunde und der französischen Sprache sich ihnen zugesellt und daS ganze Lehrerpersonal zeit, gemäß umgestaltet und vervollständigt werde: so würden wir die nächsten und dringendsten Erwartungen des Lehrerstandes von der Umgestaltung des Seminars für befriedigt halten.

O Vom Zornknoten, Amts Nassau. Seit­dem der Heiligenschein gewisser Geistlichen seine blen­dende Wii kung auf die Augen des Volkes verloren, seit­dem der religiöse Deckmantel in Folge des zu häufigen Gebrauchs abgenutzt, die Blöse nicht mehr vollkommen verhüllet, seitdem der blinde Glauben an der mächtigen