Reichsminister Sagmt beantwortet die Interpellation Zimmer man n'S von Spandow, die öffentliche Bekanntmachung der Ernennung von Beamten der Centralgewalt betreffend, dahin, daß das ReichSministeriuni künftig die Ernennung zu höheren Funktionen, in soweit es sich um mehr als vorübergehende Aufträge handle, öffentlich bekannt machen werde.
Weiter auf die Interpellation Wirths von Sigmaringen, ob die Nebertragung der Regierung der Fürstenthümer Hohenzol- lerii-Sigmaringen an die Krone Preußen der Centralgewalt angezeigt worden sei, und was diese zur Wahrung ihrer Rechte und der Beschlüsse der Nationalversammlung gethan habe: das Ministerium habe von einer derartigen Übertragung keine Anzeige erhalten und finde daher keinen Anlaß, ans die Interpellation weiter einzngehen.
Ferner auf die Interpellation Rosmäßlers, die Verletzungen des Post- und Briefgeheimnisses betreffend: die Thatsuche, daß ein Briefcouvert verletzt sei, begründe keinen Beweis, daß daS Briefgeheimui'ß verletzt sei, und habe sich der Betheiligte an die speziellen Behörden zu wenden.
Auf die Interpellation Nauwerk'S, Martiny'S, Venedey'S und Schulze von Weilburg, die italienische Frage betreffend, will der Minister antworten, wenn die österreichische Frage wird principiell entschiede» sein.
Roßmäßler behält sich auf seine Interpellation einen Antrag vor.
Man schreitet zur Tagesordnung der Präsidentenwahl. Gleich beim ersten Scrutininm erhält Eduard Simson aus Königsberg 242 Stimmen, während H. Simon 79, Kirchgeßner 27, Welcker 10, Schmerling 2, Beseler, Mittermaier, Radowitz, Simon und ein gar nicht als Mitglied eristirender Kirchmeier, je eine Stimme erhalten hatten. Simson nimmt an und dankt in einer langen salbungsreichen und salbungsvollen Rede, die dem rechten Centrum ganz ungemein gefällt. Die Wahl des ersten Vizepräsidenten ergibt das erstemal keine absolute Majorität, in» dem von 372 Stimmen 172 auf Beseler an3 Schleswig, 80 aus H. Simon von Breslau, 66 aus Kirchgeßner, 41 auf Welcker, ,2 auf Schmerling, aufKüssinger, Andrian, Soiron, Radowitz, Ra- veaur, Scheller und Friedrich Hecker, Abgeordneter von Thiengen, je eine Stimme fielen. Bei der zweiten Wahl wurde Beseler mit 190 Stimmen erwählt , außer ihm erhielten H. Simon 70, Kirchgeßner 65, Welcker 14, Scheller und Raveaur eine Stimme. Beseler nimmt an und spricht dabei von der Nothwendigkeit, die geisterhafte maßlose Eristenz aufzugeben und eine kräftige Gegenwart zu erringen. Kirchgeßner, der mit 165 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten gewählt wird, nimmt ebenfalls an. Mit ihm küiicurrirten H. Simon mit 56, Welcker mit 43, Schwerin mit 14, Giech mit 14, Zell und Rüder mit je 2, Andrian, Ra- veanr, Soiron, Scheller je mit einer Stimme, auch Beseler ans Schleswig hatte noch hinterdrein eine Stimme erhalten.
Nachdem man noch in Folge eines Berichts des Ausschusses für Wehrangelezenheite» über mehre andere Eingaben zur Tagesordnung nbergegangen; erklärt Kirchgeßner als Vositzender des Ausschusses zur Begutachtung des Gageru'fchen Programms auf die Interpellation Wesen d on cks, daß der Bericht wegen (Siutreffen wichtiger Nachrichten von Oesterreich ausgesetzt worden, über diese Nachricht aber heute von dem Ausschuß berathen werden solle.
Nach Bewilligung einiger Urlaubsgesuche fragt NöSler nach verschiedenen Abgeordnete», welche mehrere Monate abwesend seien und ob daS Bureau dieselben zur Rückkehr oder beziehentlich zur Niederlegung ihres Mandats aufgefordert habe, worauf der Vizepräsident Beseler morgen antworten wird.
Nach einigen Verkündigungen wird die Sitzung um 1 Uhr geschlossen. (R.-Z.)
Deutschland.
W Vom Taunus, am 17. Dez. (Welche Männer sollen die Volksschullehrer in die Schnl- C o m m t s I ton erwähle n ?) Was wir längst erwartet, bad ist endlich m-g-ti off n. Ans Beifügung unseres Staats luinl'steriuttis hat unsere Landesregierung an die Schulnsspectoren Waffau’d ein Nefcript erlassen, wornach eine Eom.misnon gebildet werden soll, w lche eine den Zeitbedürsnissen entsprechende neue Schu'organisation zu berathen und zu entwerfen hat. Jeder, der sich für die heilige Sache der Bolkserzi hung und Bildung inter- e flirt, wird mit gespannter Erwartung d m Tage entgegen sehen, an welchem das Resultat dieser Wahl bekannt wird; jeder wird verlangen, die Männer zu wissen und zu kennen, denen eine für das Gesammt- und besonders für das Elementarschulwesen so höchst wichtige Angelegenheit in ihre Hände gelegt wird. Von ihnen wird es zunächst abhängen, ob Naffan's Schulen künftig blühen und gute Früchte tragen, oder ob sie gleich einem dürren Reise dastehen, ob aus ihnen eine gesunde, geistig starke Generation hervor gehen, oder ob im Volke Aberglaube, politische Unmündigkeit
und moralische Verdorbenheit fortan verbleiben wird, ob die VolköschnUehrer endlich die ihnen längst gebührende Würdigung und Stellung finben, oder ob sie Sklaven bleiben.
Soll die gestellte wichtige Aufgabe eine richtige Lösung finden, soll das zu schaffende Werk Hst und Segen über unser H-rzogthmn verbreiten, soll es mit den äußern und innern Schulverhältnissin in der That besser werden; dann müssen Vor Allem Männer zu der genannten Commission g' wählt werden, die nicht allein reich an Kenntnissen und Erfahrungen sind, sondern auch Muth und Kraft besten, ihre geprüften Ansichten voizntca- gen und gehörig zu vertheidigen.
Die Wahl b^r aus dein Erementacschullehrerftande sich besonders eignenden Mitglieder li"gt in euerer Hand, ihr Lehrer der Volksschu'en. Wir hoffen, daß ihr euch dabei weder von Leidenschaften und Persönlichkeiten leiten, noch durch sonst unedle Motive oder äußere Einflüsse bestimmen lasset. Als Fingerzeig bei dieser Wahl mögen euch die Versammlungen in Limburg, Oranien- stein und Wiesbaden dienen. Diejenigen von euch, welche diesen Versammlungen beiwohnten und jetzt durch das Ve,trauen ihrer College» als Wahlmänner gewählt werden, dufte es leicht fallen, die beiden Männer auf» zufinden, welche besonders geeigenschaftet und würdig sind, euere und des Volkes wichtigste Sache zu vertreten. Wer aber di sen LehrerVersammlungen nicht beigrwohut hat und dermalen als Wahlmann berufen wird, von dem e.warten wir, daß er sich durch das unpartheiijche Urtheil Anderer belehren läßt und dann seine Stimme an die Empfohlenen um so mehr abgibt, als sich sonst die Stimmen zersplittern, vi Reicht Keiner die absolute Stimmenmehrheit erhält, und die Sache so in die Länge gezogen wird.
Mit dem eben Gesagten wollen wir keineswegs an» deuten, als seien wir der Meinung, daß außer den an den genannten Versammlungen Theil habenden Ele- mcntarlth er keine solche m^r in unserm Lande zu finden seien, denen man in der fraglichen Angelegenheit sein Vertrauen schenken könnte, im Gegentheil, wir wissen, daß es noch recht viele tüchtige Volksschullehrec in Nassau gibt, die fähig sind, bei der Ausarbeitung einer neuen Schulorganisation mitzuwirken, indessen halten wir es einerseits für durchaus nothwendig, daß die dabei thätigen Lehrer mit den an den bezeichneten Orten zur Verhandlung gekommenen Ansichten und Wünschen des gejammten Elementarschulstaudes vertraut sind, an» derntheils müssen wir wünschen, daß Männer in die Commission kommen, die sich für die Schulsachen ganz besonders interessireu, die nicht schlafen, wenn die Zeit zum Wachen ist und dies durch die That schon bewiesen haben.
Ihr aber, die ihr würdig gefunden werdet als Bauleute an dem Gebäude der neuen Schulorganisation zu arbeiten, suchet das in euch gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Bedenket, daß die Zeit gekommen ist, wo auch Leute eueres Standes, die bisher bei Allem zu schw igen hatten, einmal ein Wort mitreden und euern, wenn auch im Vergleich zur großen Zahl der Lehrer eueres Standes v.el zu gering vertretenen Stimmen in die Waagschale legen dürfet. Euere Mitarbeiter werden gerecht und billig sein; sie werden auch auf euere Worte hören und euern geprüften und für gut befundenen Ansichten Geltung zu verschaffen suchen.
Gelingt euere Arbeit, dann wird die größte Zahl unserer Landstände gewiß mit Vergnügen ihre Zustimmung dazu geben.
4- Langenschwalbach, 31. Dezbr. (Sieg der Demokraten.) Die Wahlen zum Stadtvorstand sind hier in allen Quartiere» vorgenommen und säst sämmtlich in demokratischem Sinne ausgefallen; denn von 12 Stadträthen gehören 10 der entschieden freisinnigen Partei an. Der Wahlkampf war nicht unbedeutend; um so größer ist jetzt der Aerger unserer Gegner, die bis jetzt die Gemeindeaugelegenheiten in ihrer Hand hatten und nach ihrem Zö llen lenkten. Die Wuth ist
unbeschreiblich, und um so mehr, als sie sich total verrechneten. — Im Anfang schien die Sache der Demokratie zweifelhaft zu werden, indem die Gegenpartei, die sich bisher auch den Anschein der Freisinrrigkeit zu geben bestrebte, einen ihrer Candidale» durchbrachte. Wie manches Gesicht wurde aber länger, als in den übrigen Quertieren Schlag auf Schlag die Sache der Demokratie siegte. Die Herren, die alle selbst sich als die AuSerwählteu anzusehen gewohnt waren, nebst ihrem Au bang, gebärdet,» fu^ wie der Hampelmann in Königstein, als ihm statt seinem bezahlten Braten nur die Blühe auf pi rein Rockärmel duftete — doch mit dem ^ne» Unter sch ede, daß dieser sich doch amüfirte. — Woi üece sie |[.$ aber am wenigste» tiösten können, ist, daß der Neallehrer Peiser, ben man bisher wegen semer Biedei keit und Offenheit, und weil er die Kinder dei R iche» denen der Armen gleich behaiidete, verfolgte und in seiner Wiikuamkeit zu verdächtigen suchte, nun noch zum Stadtrathe gewählt wurde. — Ja, Ihr lieben Vt iite, die Wahrheit blitzt durch die tiefste Finsterniß wie ein Diamant, und findet ihren Weg durch die größten Labyrinthe.
Freunde! Nun noch einen glücklich » Hanptsch'ag, und die Stadt wird von einem Alp befreit, der sie schon eine Reihe von Jahren drückte und in ihrer Lebensthätigkeit hemmte. Ich sehe es in Euren freudestrahlenden Auge», daß Ihr mit Eureiu Siege bis jetzt zufrieden — aber gesonnen seid, auch diesen noch in Einigkeit welker zu führen. — Wählt Euch unter Euren Ver- trauensln innern — Euren Bürgermeister! Seid einig, wie bisher, und Ihr werdet siegen!
Frankfurt a. M., 27. Dez. Der Bericht des Ab- geoldneten Zachariä, welcher die Tagesordiinng über We,endonk'ö Antrag, „die Anflößung "der Preußischen Verfaminluiig und Oktroyirung einer Verfassung für Preußen für null und nichtig zu erklären," beantragt, ist vertheilt worden. Nach einer ausführlichen Zusammenstellung der wichtigsten Ereignisse, in welcher die Regierung-akte als durch die Nothwendigkeit gerecht- fertigt aufgefaßt, das Verfahren und die Haltung der Majorität der Natioualversammluiig dagegen durchaus gem ßbilligt werden, heißt es:
Das Preußische Volk wird hinreichende Gelegenheit erhalten, seinen Willen auszusprechen und auf die von der Regierung durch die Auflösungsordnung nnd die Verkündigung der neuen Verfassung an dasselbe gestellte Frage zu antworten; zunächst durch die Vornabme oder Verweigerung der durch das Patent vom 5. Dez. ausgeschriebenen Wahlen und dann durch seine gewählten Vertreter, die es sowohl in die erste als in die zweite Kammer sendet. Je umfassender aber die Basis der in der Verfassungsurkunde anerkannten Bo.'ks- freiheiten ist, und je williger die nothwendige Theilnahme des Volls an der Ausübung der öffentlichen Gewalt durch dieselbe anerkannt worden ist, um so mehr darf man in t Zuversicht erwarten, daß die demnächst von der Volksvertretung bei der Rev sion für nothwendig erachtete» Aenderungen des Grundgesitzes, welche nach §- 106 „a.lf dem ordentlichen Wege der Gesetzgebung" geschehen können, so daß also „in jeder Kammer die absolute Majorität der Stimmen genügt", auch die Zustimmnug des König erhalten weiden, insoweit sie nur nicht darauf gerichtet sind, die Regierung selbst der wesentlichen Rechte zu beraube», ober sie zu einer mrcht- und kraftlosen Herabzusetzen. Sollte dieß aber wider Erwarten nicht geschehen, dann würde bem preußischen Volke immer noch die Befugniß zugestehen, zu dem Rechte der Vereinbarung einer Verfassung zurückzugreifen und dann erforderlichen Falls auch die Vermittelung der deutschen Centralgewalt in Anspruch zu nehmen. Für jetzt liegt aber für die deutsche Reichsversamnilung um so weniger Gru >d vor, dem Anträge des Abgeordneten Wesendouk gemäß die Akte der preußischen Regierung für null und nichtig zu erklären und damit die eben consvlivirten Verhälnisse in Preußen zu zerstören, als die preußische Verfassnngsu künde in ihren materiellen
„Ein Unglück kann ja doch Jedcin zustoßen unb Fehler und Mängel haben wir Alle. Sie selbst, Herr Envermann, wissen noch nicht, ob das Unglück immer an Ihrer Schwelle vorubergehen wird, ohne einmal an» znklopfen und ,cin verzerrtes Antlitz an die Fenster zu drücken."
„Straf' mich Gott, es ist mit Euch bis in mein Haus gekommen! D'rum fort, fort, ch' ihr Zeit habt, mit Eurem Rabengekrâchz mir den Frieden zu verscheuchen !"
„Ich thue mir ein Leids, Herr Eudermann!" sagte mit dumpfem Tone der unglückliche Weber.
„Meincthalb zwei, wenn das erste nicht ausreicht, nur geht, oder ich rufe meine Leute l"
Moser ging nicht. Er war wie am Boden fcstge- wachsen. Seine tiefen hohlen Augen mit gespenstischem Blick auf den unerbittlichen Reichen heftend, daß diesem vor dem Wahnsinnsfeuer desselben himmelangst wurde, starrte er ihn lautlos und ohne Bewegung an. Da rief Untermann den Garnsortircr Friedrich unb ein paar Fârbeknechte , und eine Minute später kollerte sich der aus dem Hause geworfene Weber im Staube der Straße. Die Sonne ging eben „in Gold" , wie der Landmann sagt, dem armen brodlosen Manne erlosch sie für immer, und trüber, finsterer, trostloser, als die Nacht, welche über Berg und Flur sich senkte, stieg die Nacht in seiner dem Irrsinn zutaumclnden Seele auf. — —
Mancher Leser dieser Skizze aus dem Volksleben
glaubt vielleicht, die Entlassung eines Webers aus dem j Dienste könne unmöglich viel auf sich haben. Er brauche ' ja nur einen anderen Herrn aufzusuchen unb für diesen zu arbeiten, wie er bisher für den vorigen gearbeitet habe. Leider ist solcher Dienstwechsel schwer, oft, ja meistenthcilö unmöglich! Der Fabrikant läßt ohne Noth fast nie einen guten Weber ans seinem Dienste, denn zuverlässige, geschickte, accurate, fleißige und treue Arbeiter zu besitzen, ist feinem Geschäftsbetriebe wesentlich von Nutzen. Jeder Arbeitgebende pflegt immer eine an» sehnliche Anzahl guter Weber sich gleichsam für gewisse Branchen seiner Waarcufabrikation zu erziehen, weil bei jeder der vielen Webearten eigenthümliche Kunstgriffe und Vortheile auzuwcndcn sind, um sic gerade so herzu stellen , wie der Käufer sie wünscht und sucht. Oft, ja gewöhnlich kennt diese Vortheile der Arbeitgeber selbst nicht; sic sind Geheimniß des Arbeiters, durch lange Uebung , durch Nachdenken, wohl auch durch eine Art Jnstiuct erworben. Wird nun ein solcher alter Weber, der Jahre lang immer ein unb dieselben Waaren verfertigt hat, dennoch plötzlich entlassen, so ist sein Untergang in der Regel gewiß, außer denn, cs gelingt ihm, in einem anderen Fache einen kärglichen Verdienst zu finden. Jeder Fabrikant, den ein solcher Entlassener um Arbeit angeht, sieht ihn mit mißtrauischem Auge an, setzt voraus, sobald er nach seinem früheren Herrn gefragt hat, es müsse irgend was Regelwidriges vorgefallen sein, und schickt ihn weiter, da solche im Lande herum
ziehende, von Lohnherrn zu Lohnherrn wandernde Weber meifieutheilu abgerissen ausscheu und Angst und Noth sic hafiig unb fahrig machen. Da ferner Lohnweber nur selten etwas von ihrem schmalen Verdienst zurncklegen können, gerathen sie als brotlose Herumstreicher schnell in das tiefste Elend und ihr gewöhnliches Loos ist eine Stelle im Gemeinde- ober wohl gar im Arbeitshause.
Moser fand keine Arbeit, obwohl er sich die Füße wund lief und jebem Arbeitgebcndcn die Geschichte seines Unglücks der Wahrheit gemäß mit herzergreifenden Worten erzählte. Schon nach vierzehn Tagen würde Susanna mit den beiden Säuglingen elend umgekomme» sein, hätte Fürchtegott nicht ehrlich sein Brod mit ihnen getheilt. Moser selbst nahm Nichts von seinem Hanswirthe an, er ging fprt und — bettelte sich ein Stück Brod ! Davon fristete er sein Leben, denn er hoffte noch, daß cs ja doch wieder besser werden, daß das Unglück endlich von ihm ablassen müsse! Bisweilen setzte er sich neben seine alte Mutter und half dieser spinnen, weil er aber in dieser Beschäftigung seit seinen Knabenjahren keine Uebung mehr hatte, konnte er nur eine schlechte oder- mittelmäßige Sorte Flachs verarbeiten; denn er spann weder einen feinen, noch einen egalen Faden, wie der Garnvcrstcindigc ihn sucht und allenfalls, abgesehen von der Mühe, welche der Spinner hat, dem Scheine nach erträglich bezahlt.
(Fortsetzung folgt.)