Widerspruch zwischen her Kammer und dem Pläsiden- tni nicht btsittigeii. Die Auflösung der Kammer ifl eine Nothwendigkeit geworden. Mit der Auflösung der Kammer wird Napoleon ebenfalls aufgelöst. Der Eine Napoleon verschwindet und in den neuen Wahlen werden die verschiedenen Napoleon's in der Kammer sich gegenüberstehen als Parteien. Aber die bloße Nothwendigkeit der Auflösung der Kamm r, die Furcht Vor der wirklichen Zergliederung Napolron'S hat schon die anfängliche Freude der Eintracht zerstört, und die Catastivphe ist näher als man glaubt. (N. NHZ.)
Amerika.
Philadelphias. Dez. Die Der. Staaten eilen mit Riesenschritten ihrer Entwickelung entgegen. Folgende Zahlen, die offiziell sind, mögen diese Behauptung belegen. Die Zahl der Einwohner übersteigt, mit Einschluß der neuen Territolie», 21,500,000; eS eristiren in der Union 778 Banken, deren Kapital 210,000 000 Dollare und die Ci calation der Noten 125,000.000 bu 50,000,000 Kollaren baaren Geldes, Barren und Treasurynoten beträgt. In der Union sind 6103 englische Meilen Eisenbahnen fei tig und im Gebrauche, von denen allein 4600 Meilen auf Neu-England-Staaten kommen. Die Kosten dieser Bahnen, w.lch /doch sämmtlich viel schlechter gebaut sind, als die europäischen, belaufen sich auf 225 Million n Dollare. 1829 wurde die erste E seu- bchn gebaut und j pt sind noch 2000 Meilen propftu t, 1790 betrug die Zahl der Post.instalten 75, die Ausdehnung der Postrouten 1875 M Die Einnahme des Postdepartem ntS 37,935, die Ausgabe 32,140 Sollarc 1847 war die Zahl der Postanftalten 15,146, die Ausdehnung b T Postrouten 152,818 M ilen , die Einnahmen 955,893, die Ausgaben 1,979,570 Dollare. D ese Zaslen deuten daS Wachsthum an Bevötkerung, Geschäften, I telli ^enz und Bildung an. — Heute wird i 1 Waf'wgwn die zweite Sitzung des treifi ,sten Kon- gri sses eröffnet; es ist derselbe für den Senat aus 35 Demokraten, 21 Whigs und zwei Freiboden - Männern zusammengesetzt, die für das Repräsentantenhaus aus 111 Demokraten, 110 Whigs, 5 F eibodcn-Männern und einem Nativen.
Nachschrift.
Berlin, 29. Dez. Man sprint heute viel von einem zwischen dem Abgeordneten der Frankfurter Na- tionalvelsammlung, v. Vincke, und dem der aufgelösten preußischen, Assessor Jung, verabredet gewesenen und durch das Zurückziehen v. Bincke's nicht zu Stande g kommenen Duell. In Folge der (in der 134. S'tzung des Frankfurter Parlamens) von Hin. v. Vincke gemachten Aeußerung, daß die Mitglieder der preußischen Nationalversammlung bei ihren Abstimmungen von persönlichem Ehrgeiz sich hätten leiten lassen, und der darauf folgenden Provokation, daß er gewohnt sei, alle seine Aeußerungen auf eine sehr rit- tert lche Weise zu vertreten und daß diese Provoration Denj ' igen gegoltn habe, welchen in Berlin seine Aeußerung Anstoß verursachen solle, hatte Hr. Jung jenem ritterlichen Herrn eine Forderung auf Pistolen zugehen lassen, welche Hr. v. Vincke anfänglich ange- nommen hatte. Als aber gestern das Duell in Eisenach stattfinden sollte, erklärten die Sekundanten des Letzter» die HH. v. V. R. und v. St. denen des Ersteren, den HH. v. P. und B., daß Hr. Jung nicht satis- factionsfähig sp, weil er eine Anklage des Hrn. v. Bülow, dir ihn zum Lügner und Verläumder stempele, nicht widerlegt und abgewaschen habe. Diese Anschuldigung M Hin. v. Bülow bezieht sich auf eine vo i Jung in der Sitzung der Natronalverfamm'ung vom 18. Oct. gemachte Behauptung, „daß ein bekannter General bei den Arbeiterunruhen zwei Tage zuvor Pulver ui d Geld an die Arb iter ausgetheilt habe zu re. c ionären Zw den." Hr. v. Bülow forderte Jung hierauf öffentlich in den Zeitungen auf, „um seiner eigenen Ehre willen" den Namen b^ Generals zu nennen und das Factum zu erw isen, widrigenfalls er „als Lügner und Verläumder dasteh n werde und nicht werth sei, ein Mitglied der Nationalversammlung zu bleiben." Jung hatte auf die Muffoiberung nicht ge- antwortet und dies ist von den Sekundanten des Hen. v. Vinke zum Motiv der Verweigerung des Duells genommen. Man darf wohl weitere Erklärungen der betheiligten Parteien erwarten. (F. I.)
Wien, 28. D'z. Privatnachrichten bestätigen, daß Feldmarschalllieutenant S.munich die Festung L-opold- stadt mit Sturm genommen habe. Die Besatzung war comma ibüt von dem bekannten Baron Baier (Ruper- tus), welcher, als er Alles verloren sah, sich erschossen haben soll. Raab soll gestern vom Fürsten Windisch- grâtz genommen worden s in. Die Festung Komorn hat den kaiserlichen Truppen die Thore geöffnet und die kaiserliche Fahne aufgesteckt. (F. I.)
Palermo. Das ficilische Parlament hat am 19. December das Decret, durch welches seiner Zeit König Ferdinand und seine Dynastie b’r ficilisch n Krone ver. lustig erklärt wurde, feierlich wieder bestätigt.
Paris, 30 Dez. Wahrend man gestern die Mi- nisterkrisis vollständig beigelegt glaubte, überraschte d r heutige „Moniteur" mit folgenden Ernennungen: Leon Faucher ist zum Minister des Innern ernannt, in Eisetzung Leo de Mall evtl le's, dessen Abdankung angenommen wuide. Lacrosse, Vic peäsideüt dir Nationalversammlung, ist an die Stelle Leon Fauche r's zum Minister der StaatSbauten ernannt; Buffet, Volksrepräsentant, ist für Birio zum Minister des Ackerbaues und des Handels ernannt. Diese drei Decrete sind vom Präsidenten Louis Napoleon Bonaparte unterzeichnet und von dem in Abwesenheit Bonaparte's den Ministerrath präfidirenden Just^zminister und Siegelbewahrer Odilon Barrot gegengezeichnet. (O.P.A.-Z.)
Fruchtpreise.
Diez, 29. Dec. Ir Preiß. 2r Preiß.
Rother Warzen.....13 fl. 10 kr. 13 fl. 40 fr.
Weißer Waizen , . . . . 12 fl. — kr. 12 fl. 4) fr.
Korn........8 fl. — fr. 8 fl. 30 fr.
Gerste . •......6 fl. — kr. 6 fl. 15 kr.
Hafer .........3 fl. 40 fr. 3 fl. 40 fr.
Verantwortlicher Redakteur: I Oppermann..
Bekanntmachungen.
Verein zur Wahrung der Vokksrechte.
(4) Zu der morgen Abend, Mittwoch den 3. Januar, Abends 8 Uhr im Gasthause zum Nassauer Hofe stattfindenden Sitzung des Vereins werden die Mitglieder dringend eingeladen. — Da unter anderen Gegenständen die Wahl eines neuen Vorstandes, sowie die Abänderung resp. Erweiterung der Statuten auf der Tagesordnung stehen, und zur Vornahme dieser Handlungen wenigstens zwei Dr ittheile aller Mitglieder anwesend sein müssen, so wird auf einen zahlreichen Besuch gerechnet, und darum höflichst gebeten.
Wiesbaden, den 2. Januar 1849. Der Vorstand.
(7) Bei Heinrich Cngel: Die Neue Rheinische Zeitung!
Einladung zur Pränumeration
(1640) auf die
Grazer Zeitung
für das Lahr 1849.
Beinahe tm Mittelpunkte Oesterreichs gelegen, ist unsere Zeitung berufen, ein Organ tiefes GesammtstaateS zu sein. Wir erhallen aus allen Theilen der Monarchie und Deutsch- lanvS schnelle Corresponvenzen. Die Redaction selbst hat sich über jedes Partei-Getriebe gestellt, uns verfolgt in ihrem Streben das Ziel einer auf Recht, Wahrheit unv Sitte sich fußenden Freiheit, die allen Völkerschaften des großen Ländercomplcres ehre Rationalrechte möglichst gewährleisten soll — Einen entschiedenen, aber besonnenen Fortschritt zu fordern, liegt in der Aufgabe, welche ffch unsere Zeitung zunächst festgesetzt hat und kräftig zu verwirklichen strebt. Die Grazer Zeitung erscheint täglich und wird mit d.r Post auch täglich an die Orte außer Graz versendet; derselben wird, wie b.sher, das Provinzial-Amts- und Zn- teUiacnzblatt und dreimal die Woche das belletristische Blatt „der L>olkssreuns" beigegeben. Die äußerst billig gestellten
Pränumerations - Preise:
für die täglich in Groß-Folio-Format erscheinende Grazer Zeitung sind:
a) im Orte Graz: ganzjährig 16 fl, halbjährig 8 st. und vicrtellährig . 4 fl CM.
b) bei allen Postämtern mit täglicher Zusendung unter Couvert ganzjährig . 20 „ „
„ „ „ halbjährig . 10 „ „
Jene verehrten Abnehmer, welche die Zeitung mit der Post zugesendet wünschen, belieben die Pränumeration bei den Postämtern möglichst bald einzuleiten, damit die Zusendung derselben mit 1. Jänner 1849 pünktlich erfolgen könne.
Graz, Anfangs Dezember 1848.
Der Berlag: Die Redaction:
Andreas Leykam'S Erben. Schulheim. Firbas.
(1529) In den Buchhandlungen von H. Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden ist zn haben:
Gesetz
über die Einführung einer wachsenden Einkommensteuer
und
Gesetz über die
Capitalfteuer für das Herzogthum Nassau, wie solche am 11. November d. J. von der Staatsregierung publicirt worden sind.
Preis 3 Kreuzer.
Einladung zum Abonnement
(1638) für Die neue Zeit.
Organ zur Entwicklung unserer öffentlichen Zustände am Rhein.
Nedigirt von l>r. Löhr.
Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonnement für dieses Blatt. Dasselbe wird, wie seither, als Kämpfer für die demokratische Idee, der Reaction ent.egentreten, bie eben sich selbst überstürzend unaufhaltsam der gerechten Vergeltung entgegeneilt. Wir leben in einer Zeit des Kampfes, wo die Presse auf ihrem Posten sein muß, da sie noch die einzige Waffe eines darniedergetretenen Volkes ist, dem man durch Militärgewalt, durch Demoralisation der Gerichte, durch verweigerte oder unfreie Wahlen jeden andern Weg abgeschnitten, seine Rechte geltend zu machen.
Bestellungen sowohl für ein halbes als ein Viertel-Jahr können auf allen Postämtern gemacht werden, wir bitten dies jedoch zeitig zu thun, damit keine Unterbrechungen in der Versendung eintreten.
Das Blatt erscheint wöchentlich dreimal mit Beilagen. — Der Preis für ein Vierteljahr ist 1 fl. Bei Versendung durch die Post beträgt der Postaufschlag 15 kr. — Inserate werden mit 3 kr. für die dreispaltige Petitzeile berechnet.
Worms, im Dezember 1848.
Nicht zu übersehen.
(5) Wegen Wvhuvrtsveränderuug find in der Nähe von Nastätten folgende Jmmovilie» unter vortbeithaflen Bedingungen ans freier Hand zu verkaufen:
1) zwei, im Bau gut erhaltene Hofraitheu, wovon jede besteht: ans einem geräumigen zweistöckigen Wohnhaus, großer Scheuer, Stallung, Holzremise, vollkommenem Hofraum und 40 Ruthen Garten dabei.
2) Ackerland, Gärten und Wiesen, sehr ergiebig, circa 50 rheinische Morgen. Dom Ackerland ist % mit Winterfrucht bestellt.
Auf Verlangen können die zum Betriebe der Oeconomie erforderlichen Gerathschasten, Vieh, Stroh re. mit verkauft werden.
Die von St. Goarshausen nach Limburg auzulegende Landstraße wird an beiden Hos- raitheu vvrbeiziehcn.
Kauflustige wollen in portofreien Briefen sich bis längstens zum 14. Januar 1. I. an den Unterzeichneten wenden.
Nastätten, im December 1848.
Görz, __________________Landoberschulthei,ereigehnlsc.
(1643) Es wird ein Einsteher^aus Nro. 62 gesucht, wo möglich ausgedienter Soldat. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.
(1641) Feines Pulver, blinde Patronen, große und kleine Zündhütchen billigst zu haben bei______ Fr. Emmcrmaiin.
(1) In Nro. 12 der Schwalbacherstraße ist der Obere Stock vom 1. April anderweit zu vermiethen. DaS Nähere bei
A. 9t. Schmidt, Buchbinder.
(6) Nach einem Beschluß der Dircction in London ist die dem Herrn Louis Lindor, alö Director der Englisch - Deutschen Bergwerks- Gesellschaft ertheilte Vollmacht als erloschen zu betrachten, und eö wird hiermit bekannt gemacht, daß ich allein legal bevollmächtigt bin, im Interesse dieser Gewerkschaft für die Folge aus- zutreten.
Dillenburg, den 29. December 1848.
T. R. Hacket.
(2) Der Laden und Logis, bisher von Herrn Buchhändler Friedrich bewohnt, ist vom 1. April d. J. anderweit zu vermiethen.
Wiesbaden, den 2. Januar 1849.
J. P. Altstätter in der Unterwebergasse.
Concert - Anzeige.
(3) Nächsten Freitag den 5. d. MtS. wird im großen Saale des Gasthauses zum Adler von den Gesangvereinen in Verbindung mit dem Theaterorchcstcr und den ersten Mitgliedern der Oper ein großes Instrumental- und Vocal- Concert zum Besten der im Bau begriffenen katholischen Kirche staltfinden. In der Nitter'schen Buchhandlung liegt bis zum Donnerstag Nachmittag eine Subscriptionsliste ä 30 kr. das Billet offen. An der Casse kostet das Billet 1 fl.
(1651) Ein junger Mann, welcher vom Militärdienste frei ist, wünscht einen Einstand zu machen. Näheres zu erfragen bei Herrn Dachdeckermeister Schmidt in Biebrich.
Verlag von H. Fischer und C. Ritter. - Druck der & Nitter'schen Buchdruckerei.