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Vic AyechuWig Vcncbigs als unabhängige!' St^t fortgekührt werden. Dem Bürgerstaude ist bereits das Ueberf$r«tcn der Gränzlinie gestattet, und eine Menge Landleute eilen mit Schiffen und Lebensmitteln aller Art nach der Stadt.

Dem Vernehmen nach sind die Kreishauptleute von Wien und Krems von dem Ministerium ihren Stellen entsetzt worden. Man glaubt, daß noch größere Amts­entsetzungen bei den Bureaukraten vor sich gehen müssen. Auch ein großer Theil der subalternen Büreaukraten hat lebhaften Antheil an den meisten radikalen Bewe­gungen genommen.

Wien, 17. Dez. [Som ungarischen KrieqS- fch a n Platzes Der Marschall Fürst Windifchgrâtz hat gestern sein Hauptquartier nach Petronell verlegt. Der Banus von Croatien von Jellachich ist von Heimburg nach Bruck gerückt. Es hat gestern nur ein fletiKë Gefecht stattgefunden. Heute operirten auf allen Linien der Laitha und March wenigstens 85 000 Mann und 272 Kanonen. Es scheint, daß ein Hauptangriff statt- findet. Man hörte gegen Mittag starken Kanonen­donner.

Nach den bis heute eingelaufenen Berichten aus den verschiedenen Gegenden Ungarns ist das Resultat der vorgestern Nachts schon begonnenen Operationen gegen die Magyaren an der March und Laitha bis heute Mittag folgendes: FM. Fürst Windfichqrätz hat gestern eine Brücke bei Haimburg schlagen lassen und hat sein Hauptquartier dort. Längst der Ma ch ope- rüt FML. Graf Wrbna. FML. Simmonich hat Tor­nau schon am 13. besetzt und die dortigen Verschan­zungen der Magyaren genommen. FML. Fürst Colo- redo soll dabei geblieben sein. Er operirt gegen P-- burg, wo sich alles zur Unterwerfung vorbereitet. Der Banns von Croaten, Jellachich, hat gestern die Laitha überschritten, Parendorf in Brand gesteckt, die Der-- schan^ungen genommen und rückt gegen Altenburg vor. Sein Hauptquartier war gestern Abend in Nik- telsdorf. seine Vortruppen in Wieselburg. Aus Wie. ner Neustadt brach die Brigade des General Horvath vorgestern Nachts auf und besetzte Oebenburg Abends ohne Schwertstreich. Aus Epenes wird soeben die Be­sitznahme von Eperiels und das Vorrücken des FML. Grafen Schlick bis Kaschau angezeigt. Zwischen Raab und Comorn dürfte es in den nächsten Tagen zu einer Schlacht mit den magyarischen Truppen kommen. Heute wird der Marschall Fürst Wlndischgrätz schriftlich Preßburg auffordern lassen, sich zu ergeben.

Rom, 12. Decbr. Die Ruhe ist auch gestern auf­recht erhalten worden, und in der Deputirtenkammer j bat auch düßmal die gemäßigte Partei obgesi-gt. Die Regierungsgewalt ist den Händen eines Triumvirats anvertraut, welches in sich legale Begründung hat. Denn die drei Senatoren der drei Hauptstädte des

Staats, nämlich von Rom, Bologna und Anconck, sind als Personen zu betrachten, die vom Papst selbst zur Uebeiwachnng der Ordnung eingesetzt sind, und welche also in diesem verhängnißvollen Augenblick nur ausge. dehntere Verantwortlichkeiten übernehmen, ohne sich einer andern G Walt zu bemächtigen, als die, welche zur Fortsetzung des Staatslebens unbedingt nöthig ist. Die von Pius )X. eingesetzte Gouverrativcommission hat bis jetzt kein öffentliches Zeichen ihres Daseins von sich gegeben, und der Staat würde der größten Verwirrung p! eisgegeben sein, wenn nicht die liberale Partei, die dadurch frühere Vergehen ihrer Anhänger gesühnt hat, sich der Ordnung und Sicherheit mit Energie angenom­men hätte. Auch wenn es gut ausgeht, so kann man die Diplomatie nicht loben. Noch nie hat sie sich so verrechnet und die Unüberlegtheit, mit der sie den Kir­chenstaat an den Abgrund des Verderbens gedrängt hat, ist gerade zu freventlich zu nennen.

Strasburg, 2 Dez., halb 10 Uhr Morgens. Te­legraphische Depesche.

Paris, 21. Dez., halb 8 Uhr Morgens.

Der Minister des Innern an den Prä­fekten.

Ludwig Napoleon Bonaparte, durch die absolute Stimmenmehrheit zum Präsidenten der franzö­sischen Republik gewählt, ist als solcher von der National-Versammlung in der gestrigen Sitzung ausgerufen worden. Die Einsetzungs­feier ging in der vollkommensten Ruhe vor sich. (F.J.)

Erklärung.

Camberg, 9. Dez. Bei der geringen Verbreitung des Nass. Zuschauers ist anzunehmen, daß besonders dem vernünftigen Theile der Nassauer die wahrhaft klas­sischen Schimpfereien dieses Blattes unbekannt bleiben. Damit die Leser der Freien Zeitung doch auch sehen, wie man im Nassauischen Zuschauer kämpft, theile ich denselben einen Schmâhartike! gegen mich mit, welchen mir heute ein Freund zum Scherze mitbrachte. Hier, durch hätte der Verfasser dann auch die Freude, seine Schmähungen unter die Leute gebracht zu sehen.

Der Artikel findet fich in Nr. 135, von der langen Meile, gezeichnet P. C. und lautet:

Bekanntlich hat die deutsche Reichsversammlung zu Frankfurt in ihrem Beschlusse über die Trennung der Schule von der Kirche den Gemeinden das Recht eingeräumt, die Lehrer ihrer Kinder selbst zu wählen. Ist auch dieser Beschluß noch durch kein ausdrückliches G-'setz verkündet werden, so sollte doch bis dahin, wo dieses geschieht, jede Gemeinde erwarten dürfen, daß dem Geiste des Gesetzes Rechnung getragen würde. Zum Wenigsten sollte sie sich der Hoffnung bingeben können, daß der Mann, dem die Eltern ihr Theuerstes,

ihre Kinder, anvertrauen sollen, auch ein Mann sei der ihr Vertrauen habe. Aber Niemand hätte. erwar­ten dürfen, daß eine Gemeinde, welche ihre Kinder nicht im Unglauben und in derf Verkommniß des Zeit­geistes, sondern treu dem Väterglauben und lder bewähr­ten frommen Sitte erzogen haben will, ein Lehrer auf­gehalst werden solle, der wegen seiner religiösen Grund­sätze und Handlungsweise im ganzen Lande eine trau­rige Berühmtheit sich erworben hat. Aber dennoch ist es so! Glückliches Nassau und dein 4. Marz! Da bekommt die Gemeinde C. einen Mann, der ein mittel­mäßiger Lehrer, aber ein gewaltiger Frei-Zeitungs- Schreier ist, der im Schimpfen gegen die Kirche, in der er geboren und erzogen, gegen ihre^Diener', Insti­tuten, seines Gleichen sucht; der bei den Apcilwahlen auf die Kirchenstühle sprang und sich gegen diePfaffen" heißer kreischte; der an Lehrer, besonders jüngere, tolle Briefe schreibt, sie zum Hasse gegen diePfaffen" (in diesem Schlagworte scheint die ganze Weisheit dieses Wahrheitskâmpsers aufgegangen zu sein) aufgereizt und die heiligsten Institute als Pfaffentrug, Pfaffenerfin­dung lästert.

Nun einen solchen Mann will die 'Gemeinde C. nicht zum Lehrer und Erzieher ihrer Kinder. Sie wen­det sich durch Abgeordnete und in mehrfachen Vorstellun­gen an die Landes-Regierung um Zurücknahme ihres Machtspruchs. Vergeblich! Ihre Bitte, sie von einem solchen Uebel zu erlösen, findet (am 4. März und in den nächsten Monaten war es anderst!) kein Gehör! Ja, es soll sogar mitReichstruppen" bei fernerer Einsprache der Gemeinde gedroht worden sein. Man fügte sich, leider! dem hlmnzflscheienden Unrecht!"

So weit betrifft der Artikel mich, dann geht er an Lehrer Schmitt über, welcher von der Regierung nach Obertiefenbach angestellt worden ist. Dieser Mann er­hält die Prädikate:Priestermörder, Seelenverderber re. Doch ich will die Schmähungen über Andere nicht un­ter die Leute bringen. Die Regierung wird dasGe- neral-Schreiber-Commando" genannt.

Ueber die Verläumdungen und Schmähungen gegen mich bemerke ich nur, daß ich nie in einer Kirche redete, das Schimpfen aber überhaupt meinen Feinden lasse. Die Leser mögen sich entsinnen, ob ich oder ein Ande­rer in der Freien Zeitung geschimpft, oder ob ich mit ehrlichen Waffen gekämpft. In Betreff der an­geblichen Weigerung der Gemeinde Camberg, mich als Lehrer anzuerkennen, bemerke ich, daß eine bekannte Partei hier allerdings sich gegen mich ausspricht, intri- guirt, lügt und verläumdet, daß mir aber die große Mehrzahl der Bürger trotz aller Aufhetzung alle Freund­schaft erzeigt. Joseph Rühl.

Verantwortlicher Redakteur: Ji Oppermann.

Bekanntmachungen.

""" Demokratische Zeitung.

Erscheint seit dem 1. Oktober im Verlage der Gottschick'schen Buchhand­lung zu Neustadt a. d. Haardt, wöchentlich einmal 1 Bogen stark. Sie vertritt die Prinzipien der Demokratie in consequenter und würdiger Weise in lei­tenden Artikeln, denen eine politische Rundschau beigegeben ist. Preis vierteljähr­lich 54 kr. (% Thlr. Pr. Cour.) Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Beiträge bittet man an die Redaktion in Heidelberg (Adr. Dr. Bruch) zu richten. Neu eintretende Abonnenten erhalten die erschienenen Num­mern nachgeliefert, auch werden auf Verlangen Prospectus und Probeblätter mit­getheilt. Bestellungen für das nächste Quartal bittet man vor dem 1. Januar zu machen.

(1568) Ein Capital von 9000 fl. gegen gerichtliche Sicherheit, wird zu leihen gesucht. Wo? sagt die Expedition diese« Blatte«.

Frankfurt.

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urs der Staatspqpiere.

1 Uhr.

Oesterreich!

Preußen

Bayern

Würlemb.

Baden

Darmstadt

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-Den 21. December 1848.

Melalliques Obligationen

Wiener Bank-Actien 500 fl. Loose .... 250 fi. Loose von 1839 BethnrLunische Obligation

50 Thaler Prämièn-Schei L taats-SaMp^ècheine a Obligationen ....

Ludwig-Kanal-Actien inc Bexbacher Eisenbahn-Acti Obligationen . . . ,

Obligationen . . . . Lotterie-Anlehen a 50 1 35 fl. Loose vom Jahr

-s der Wechsel.

>n 21. December.

N, loo fl. Crl. . . . g, 100 fl. Crl. . . .

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59 Rihir. in Louisdor.

, 100 Mrk. Bco. . . .

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in der Messe ....

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Den 21. December 1848.

Obligationen........

Lotterie-Anlehen von 50 fl. . . .

26 fi. Loose........ Friedrich-Wilhelme-Nordbahn . .

40 Thaler Loose bei Rothschild . . Obligationen bei Rothschild . . .

ditto 25 fl. Loose . .

Obligationen........

ditto von 1839 . . . .

ditto von 1846 ....

Tannuè-Eisenbahn-Actien â 250 fl. .

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Jntegr.-Obligatiouen..... Syndikats ......... Innere Schuld neue Obligationen . Ardoins incl. 14 Coup..... Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

Hold- und Silber-Sorten

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Amsterda Augèbur Berlin, Breme», Hambuvt Leipzig,'

London, Lyon, 2 Paris, 2 Mailand Wien, i Discout

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Neue Louisd'or . . ........ Friedrichsd'or........... Ducaten............ 20 Frank-Stücke ...... .

Holländische 10 fl. Stücke..... Englische Souveräms .......

1 Laubthaler ..........

1 Preußische Thaler........

Hochhaltiges Silber.......

Gerlng-milteihaltigeS Silber.....

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rkf.J.)

Verlag von H. Fischer und C. Rttted. Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerri.

(1619) An dem 2. Weihnachtsfeiertag findet auf dem Neuen Geisberg wohlbefetzte Tanzmusik statt, wozu ergebenft etnladet

L. Zimmermanns Wittwe.

w»i Sehr schöne und neue Zwetschen per Pfd. 7 kr. bei Carl Craâr.

(1555) 1000 fL', 400 fl. sind sogleich gegen doppelte gerichtliche Sicherheit auSzu- leihen. Wo? sagt die Erped. dieses Blatte«.

Steinkohlen.

(1621) Mein Lager von der besten Qualität Ruhrkohlen Fettschrot-Schmiedgeries und Stück­kohlen bringe ich empfehlend in Erinnerung.

A. Gleis, Kirchgasfe.

(1622) Französischer Cognac per Flasche 48fr Rum 48 kr., 1 fl. 24 kr^ 1 fl. 45 kr., Arrac de Batavia 1 fl. 36 kr., Schweizer Kirschwasser 1 fl., Extrait dAbsynthe 1 fl. 40 fr., Punsch« esienz 1 fl. 20 fr., 1 fl. 36 kr., 2 fl. 12 kr. große Flaschen, Citronen per Stück 3 und 4 kr., Orangen 9 kr., spanische Brunelle« per Ki 24 kr., Mirabellen 18 kr. und sonstige in dies Fach schlagende Artikel bei Carl Cramer, _________________________am Kranz.______ (1612) Für einen soliden jungen Mann, wel­cher im Stande ist Lehrgeld zu zahlen, wird in einem Spezerei- und Langwaarengeschaft eine Lehrlingsstelle gesucht. Wo? sagt die Ex­pedition dieses Blattes.

(1514) Es wird ein Capital von 20,000 Gulden gegen genügende Sicherstellung zu leihen gesucht und wollen sich Anmeldende in porto­freien Briefen an die Expedition dieses Blattes wenden mit der Angabe der Nummer der An­nonce auf die Adreßc. ___________

(1600) Ein Gopi- T tat von 1700 fl. ge- X 3 gen doppelte, gute Si- T - U cherstellung wird zu T

leihen gesucht. Das T X Nähere ist bei der Expedition die- T * ses Blattes zu erfahren.