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kischks Comitat sich'wirst. Einen Theil der Armee hat er indeß in den früheren Positionen zurückgelassen, welchem nichts anderes übrig bleiben wird, als die Waffen zu strecken oder kläglich zu Grunde zu gehen. Obgleich man hier hofft, daß Jellachich bei Naab wei­len wird, so ist man doch unzufrieden darüber, daß er entkommen könnte. H Die Züge des Landsturms dauern noch immer von allen Seiten her fort, und der gestern in Ofen organistrte Landsturm wurde eingestellt, indem die bereits zusammengezogene Streitmacht mehr als hinlänglich ist. Wie es heißt, rückt Graf Karl Ester­hazy von oben her mit 15,000 Mann des Landsturms gegen Raab. Heute Morgen wurden von hier 6000 Mann auf Dampfschiffen hinaufgeführt. Die Groß- Kanischaner haben neuerdings die dem General Roth nachgeschickte Munition weggenommen. Dieser schickte hierauf 500 Croaten gegen Groß-Kanischa, welche aber auf den Anblick der dortigen ausgestellten Nationalgar­den die Flucht ergriffen. Der General Roth, ist "mit seiner Division jetzt gänzlich umzingelt. Unsere Stadt gewinnt ihre frühere lebhafte Physiognomie, die Hand­lungen werden geöffnet und die Bevölkerung strömt fröhlich durch die Straßen. Der Graf Casimir Bat- t-yany, welcher den Landsturm des Baranyaner Comi» tats befehligt, ist in? Fünfkirchen eingezogen und hat somit der feindlichen Division unter General Roth den Rückzug abgeschnitten. Das Repräsentantenhaus hat das JeÜachich'iche Heer, welches so schmählich den Waf­fenstillstand gebrochen, für eine ehrlose Räubcrhorde er« Hârt unb zugleich 'eine Prokamation an'die Oestreicher erlassen. Nachschrift. Nach eben eingetroffenen Courieren ist heute das zurückgebliebene feindliche Lager angegriffen worden. Die Kroaten wurden aufs Haupt geschlagen. 1500 Gefangene werden schon heute hier­hergebracht werden, um an den Schanzen in Ofen zu arbeiten. Der General Roth soll morgen angegriffen werden.

Donau-Fürstenthümer.

Wien, 6. Okt. Heute angekommene Briefe aus Bucharest melden von einer entsetzlichen Contrerevolu- tion, die dort am 5. Septbr. vollbracht wurde. Fnad

Effendp hob die Lieutenance auf und publizirte aufs neue die alten organischen Reglements. Zum einzigen Kaimakam wurde Constantin Cantacuzenas ernannt. Die Bojaren waren sehr zufrieden, aber die Jugend entrüstet, so plötzlich ihr Werk vernichtet zu sehen. Es kam zu einem Aufstand; man brachte türkische Trup­pen in die Stadt; diese überfielen die Kaserne, sandten den Tod unter die walachischen Truppen, mordeten was ihnen auf der Straße begegnete, raubten in den Vorstädten die Häuser aus und hielten Abends einen großen Markt, wo sie Alles vertrödelten, was sie am Tage geplündert.

Direkte Briefe auS der Walachei vom 27. Sept, melden das Einrücken der türkischen Truppen in Bucha- rest mit Duhamel, aber nichts von den angeblich ver­übten Graueln. Zugleich überschritt General Lüders mit seinem Armeecorps den Pruth. (A. Z.)

Großbritannien.

London, 7. Okt. Vom Cap hat man Berichte bis zum 5. August, nach welchem die aus 100 Mann bestehenden britischen Vorposten sich vor den Insur­genten uneer Pretorius hinter den Orangefluß zurück­ziehen mußten.

Niederlande.

Haag, 8. Okt. Die zweite Kammer hat in ihrer gestrigen Sitzung die 4 letzten Gesetzentwürfe zur Ver- fassungSrevifion, und zwar den 10.Vom Unterrichte und von der Armenverwaltung", den 11.Von den Umänderungen des Grundgesetzes" und den 12.Er­gänzungsartikel" mit fast allgemeiner Stimmenmehrheit angenommen.

An meine verehrten Mitarbeiter.

Wenn Sie, wie ich mehrfach gehört, darüber Klage führen, daß ich mir erlaube, hier und da kleine Ver- : äuderungen in Ihren geschätzten Zusendungen anzu­bringen, so setzt mich dieß wirklich in Erstaunen. Ich ; stehe allein für jedes Wort in der Freien Zeitung ein und i da sollte es mir nicht erlaubt sein, eine Wendung, die

mich in eine Untersuchung verwickle» könnte, welche mir kostbare Zeit rauben und dem Blatt nur schädlich sein würde in der Art abzuändern, daß der Gedanke vollkommen bewahrt wird, und nur seine Form eine Umschmelzung erleidet?

Glauben Sie mir, meine Freunde, ich will die Wahrheit so voll und entschieden, wie Sie: aber können Sie mir im Ernste zumuthen, daß ich mich und die Zeitung wegen eines, ost an sich gleichgültigen Worts in Gefahr bringen solle?

Die Wahrheit müssen wir sagen und werden wir sagen: und sollte dies Recht uns geraubt werden, so wird dieß die Männer Naffau's hoffentlich ebenso empören, wie wenn ihre Bräute und Frauen geschändet werden. So lange wir aber noch keine Geschwornen haben, ist^Behutsam- keit in der Form nothwendig und klug.

Um Ihnen nur Eines mitzutheilen so findet sich in einer Zusendung von Weilburg eine Wendung, die ganz gerade so sich herausstellt, wie eine frühere in dieser Zeitung, wegen der jetzt noch ein Hochverrathsprozeß anhängig ist. Und sollte ich nicht in meinem vollen Rechte sein, solche Sätze der Form nach zu ändern, dem Inhalte aber nach bestehen zu lassen?

J. Oppermann.

Berichtigung.

In dem Artikel, datirt von Wiesbaden, in der gest­rigen Nummer muß es stattFriedrichMauß" Fried­rich Maue heißen.

Zur Empfangnahme von Hülssgeldern für die Abgebrannten tu Caub ist die Redaction der Freien Zeitung gerne bereit.

Verantwortlicher Redacteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

""" Versteigerung.

Mittwoch den 18. October, Vormittags um 10 Uhr läßt der Un­terzeichnete auf seiner bei Wiesbaden gelegenenen Mühle, der Hammermühle ver­schiedene Mühl-Geräthen versteigern und zwar namentlich:

Einen großen und einen kleinen Wellbaum mit Zapfen und Ringen, ein guß- eisenes Kammrad mit Getriebe, einige hölzerne Kammräder, ein Wasserrad, acht Frucht- Mehl- und Gries-Zylinder, zwölf Beutel, vier Beutelkasten und Geschirre, mehrere Zarchen, Trichter und Schuhgestelle, so wie verschiedenes sonstiges zum Mühl­betrieb gehöriges Holz und Eisenwerk; ferner zehn Mühlsteine wobei mehrere Paar blaue Andernacher, eine Malzschrotmühle eine hölzerne und eine bleierne Pumpe.

Sodann werden noch:

k circa 40 Ohm Apfelwein und eine Parthie leerer Fäßer versteigert. Hammermühle den 4. October 1848.

B. May.

(1322) In den Buchhandlungen von Heinrich gi[$?r und H. W. Ritter in Wiesbaden ist stets vorräthig zu haben:

Turner - Liederbuch.

Auswahl aus dem Liederkranz für die Turngemeinden des Vaterlandes mit vier­stimmigen Sangweisen. Zweite unveränderte Auflage. Preis 24 fr.

Bei Parthien billiger.

(1139) In den Buchhandlungen von H. Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden ist angekommen:

Geschichte

des

Christenthums,

seine Entstehung vor Christus, seine Blüthe in Christus, : seine Entartung. nach Christus,

oder Jesus Christus,

in Lehre und Leben, sein Verhältniß zu seiner Vor-, Mit- und Nachwelt,

. dargestcllt von

Johannes Georg Keilmann.

Erstes Heft.

Das ganze Werk wird 1012 Hefte umfassen, und werden jährlich 2, höch­stens 3 solcher Hefte ausgegeben werden. Alle Hefte sollen in Bezug auf Umfang und Preis soviel als möglich gleich gehalten werden. 3 Hefte werden -einen Band ausmachen. Das letzte Heft enthält Sach- und Namensverzeichnisse, Karten und Tabellen. Alles, was auf dem Gebiet der Religron (und unter Religion verstehen wir ein gutes Leben) gehört, wird zur Sprache gebracht und beleuchtet werden, so­daß, wenn das Ganze geschlossen ist, der Abnehmer ein Buch im Hause hat, das ihm in allen Verhältnissen und über Alles genauen Aufschluß und guten Rath ertheilen kann.

(1296) Bekanntmachung.

Auf freiwilliges Anstehen werden die zum Nachlasse der Frau Gräfin von Kiel mansegge dahier gehörenden Mobilien, bestehend in: verschiedenen Cana- pee's nebst den dazu gehörenden Stühlen, einem Flügel, einer schönen Auswahl litterarischer Werke, Tischen, mehreren Schranken, Commoden, Spiegeln, Bett­stellen, Bettwerk, Weißgeräthe, Kleidungsstücken, Porzelaine, Glaswerk, Küchen- geräthen, Kinderspielwaaren :c.

Montag, den 16. Oktober I. I., Morgens 9 Uhr und an den folgenden Tagen in dem Wohnhause des Herrn Procurator Heeser in der Rheinstraße dahier einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt.

Wiesbaden am 28t September 1848. z

Herzogl. Nass. Landobcrschultheiserek

Westerburg.

(1303) Bei Heinrich Fischer in Wiesbaden ist soeben angekommen:

LOGO beste Haus Arzneimittel

gegen alle Krankheiten der Menschen,

als gegen Husten, Schnupfen, Bräune, Kopfweh, Zahnschmerz, Sodbrennen, Magenkrampf, Nebel, keit, Blähung, Durchfall, Verstopfung, Erkältung, Milzstechen, Hämmorrhoiden, Gicht und Reißen, Hypochondrie, Epilepsie, Schwindsucht, Bleichsucht, Engbrüstigkeit, Auszehrung, Verschleimung, Kolik, Ruhr, Würmer, Wassersucht, Ohnmacht, Schwindel, Harnsirenge, Augen- und Gehvrkrank- heiten, Herzklopfen, Ohrensausen, Heiserkeit, Schlaflosigkeit, Flechten, Krätze, Haut-AuSschläge, und einem Heere ähnlicher Nebel. Nebst Huseland'S Haus- und Reiseapotheke, einer Abhand­lung über die Heil-Wirkungen des Wassers, nebst Anweisung zur Bereitung eines Lebens-Elirirs- durch dessen Gebrauch viele Personen über 100 Jahre alt geworden. 15 Ngr.

Aus demselben Buche sind auch besonders abgedruckt zu haben:

500 beste Hausmittel

gegen alle Krankheiten rc. 10 Ngr.

Weinversteigerung.

(1318) Freitag, den 3. November d. I. Mit­tags 2 Uhr werden zu Hattersheim, Herz. Nass. Amt Höchst, in der Behausung des I. Jost folgende reingehaltene Weine öffentlich an den Meistbietenden versteigert:

3 Stück Niersteiner...... 1834t

1 in Ohni, % D^m u. % Lau­benheimer ........ 1834t

1 Stück Deidesheimer Traminer . 1842t

1 Forster....... 1842t

2 Wickerer....... 1842t

2 Diedenberger..... 1842t

1 ditto ...... 1846t

2 Laubenheimer.....1846t

Die Proben können Tags vorher und bei der Versteigerung von den Fäßern genommen werden.

Leere Stück und kleinere Fäßer sind auch zu verkaufen.

el 138) Der Unterzeichnete übernimmt Vertretung in Rechtssachen, Beitreiben von Geldern und dahin einschlagende Geschäfte. Die pünktlichste Besorgung der Geschäfte wird zugesichert.

Nastätten, den 9. Oktober 1848.

Minor.

(1140) Um denjenigen Nassauischen Landeseinwohnern, welche Angehörige in Amerika haben und an dieselben Gelder befördern wollen, dies zu er­leichtern, habe ich die Einrichtung ge­troffen, daß solche Gelder bei meinem Neffen, dem Ministerialrevisor Pfeiffer in Wiesbaden, Taunusstraße Nro. 8 eingezahlt werden können, auf dessen Anzeige ich solche an die demselben näher zu bezeichnenden Personen dahier auszahlen werde.

New-Aork, den 12. Sept. 1848.

W. Kobbe, , Herzog!. Nass. General-Eonsul.

(1314) Bei Gasiwirth Wilhelm Seipel zum Adler .in Schierstein steht ein gutes Zugpferd billig zu verkaufen.

(1336) In der Stadt Frankfurt dahier siud zwei Logis sogleich und später zu vermielhen. DaS eine besteht in 4 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Holzplatz k., das andere in 3 Zlmmer, 2 Dachkammern, Küche, Holzplatz und gemem- schaftliche Waschküche. Das Nähere bei

Ant. Kögler.

Verlag von H. Fischer und C. Ritter. Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerei.