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bestellenden Behörden wahrhaftig und ehrlich werden vertre- , ten werden. und daß Jeder, der einer gesetzlichen Selbsthülse das Wort redet, ein wenn auch nicht so listig verkappter Feind des Fortschritts ist, oder einer von den Freunden, von denen man seit alter Zeit schon sprüchwörtlich sagt:
„Gott schütze uns vor ihnen!"
Aus zuverlässiger Quelle können wir die Angabe berichtigen, als sei Herr von Gagern zum Bundestags- gesandten ernannt. Derselbe ist vielmehr als Mann des
Vertrauens der 13. Stimme (Nag au und Braunschweig)
beigegeben. Von dieser Körperschaft der 17, welche zwischen dem Bundestage und dem Ausschuß der 50 die Verbindung bildet, sind bereits folgende Namen bekannt:
Von Preußen: Dahlmanit.
// // ff ff ff ff ff ff ff ff ff
Königreich Sachsen: Hannover:
Würtcmberg:
Baden:
Kurhessen: Hessen-Darmstadt:
Todt.
Wangenheim.
Uhland. Bassermann. Jordan.
Laupen.
Oldenburg: Albrecht.
Sächsische Herzogth.: von der Gablenß. Beiden Mecklenburg: Stever. Schleswig-Holstein-Lanenburg: Dropsen.
den Freien Städten: Gervinus.
Es fehlen demnach nur noch die Männer des Vertrauens von Oesterreich, Bayern, Luremburg und der 16. Stimme.
Der Ausschuß der 50 hat zu seinem Präsidenten Herrn von Soiron aus Baden erwählt, zu Vicepräsidenten die Herren Blum aus Sachsen und Abegg aus Königsberg.
Frankfurt, 4. April. Die Wahl der 50 Ausschußmitglieder ist soeben bekannt geworden. Zwei der Gewählten haben die Wahl abgelehnt; wer diese beiden waren, kann ich aber nicht mittheilen, da ihre Namen undeutlich ausgesprochen wurden. Für sie wurden Hecker und Lenz, als die zunächst mit den meisten Stimmen Gewählten eintreten. Fallen noch mehrere weg, so stehen Schaffrath und Vogt am nächsten.
• Die Zahl der Abstimmenden war 468, Gewählt sind:
Wiessner mit Stimmen:
457
Nonne
314
Bissingen
350
Freidentheil
352
Stettmann
350
Simons
342
Zctto
312
Zachariae
333
Wilhelmi Altenkirchen
304
Soiron
390
Venedey
347
Mathy
356
Simon
388
v. Jtzstein
443
Pagcnstechcr
305
Buhl
315
Hecker
172
Lene
170
Schaffrath
165
Vogt
146
Meyer aus Köln
277
Wippermann
328
Abegg
390
Flachiöre
298
Jacoby
396
Schwarzenberg
309
Raveau
373
Brunk
307
Wedcurayer
290
Lehm
322
Eisenmann
361
Reh
288
Taur
296
Rüder
321
Kolb
391
Kicrulf
313
v. Closeu
297
Schnelle
344
Spaß
361
MappeS
306
Schott
385
Hetscher
312
Murschil
380
Duckwitz
310
Mack
215
Behm
310
Wächter
190
Gurgens
340
Biedermann
321
Hergenhahn
320
Robert Blum
435
Schleiden
361
Briegleb
303
Gülig
356
Berlin, 1. April. Die Regierung hat das allgemeine Wahlrecht angenommen, ohne Census, aber mit indirekter Wahl. Jeder Preuße, der 24 Jahre alt, ist Wahler in den Urwahlen mit Ausnahme derer, die Almosen erhalten, und solcher, die in Kost und Lohn stehen. Auf 500 Einwohner kommt ein Wahlmann, auf jeden landräthlichen Kreis ein Abgeordneter; sofern er 60,000 Einwohner zählt, zwei Abgeordnete; für jede 40,000 Einwohner mehr ein Abgeordneter. Es wird eine einzige Kammer vorgeschlagen für die constituirende Ver- fammlung.
Kopenhagen, 28. März. Der König hat einen Aufruf an die Schleswiger erlassen, der nichts als die früheren Versprechungen enthält. Er schließt seltsamer Weise, wie folgt: „Mit ganz Dänemarks Kraft werde ich euch bald b c i st e h e n und euch von Angesicht zu Angesicht schauen." Ein anderer Erlaß überträgt die Geschäfte der schleswig-holstcin-laucuburg- schen Kanzlei provisorisch dem Minister Knuth, nachdem alle deutschen Beamten ihren Abschied genommen haben; vielleicht dürste der Kriegsminister die passende Person für diesen Posten sein. Die Begeisterung für den Krieg ist ungemein: Alles strömt zu den Waffenp an vielen Orten stellt man Pferde unentgeldlich und arnurt Schiffe. In Kopenhagen' wollen Bürger und Studenten den Garnisondienst leisten, damit alle Truppen in den Kampf können. Die Erhebung der Herzogthümer gilt als Intrigue einer Adels- und Beamten- Partei. Die Avantgarde des Heeres beträgt 6000 Mann, und in wenigen Tagen sind eine, Corvette-Fregatte, zwei Briggs, zwei Kutter, drei Kriegs-Dampfschiffe und zwei Transport-Dampfschiffe beisammen, um die Häfen von Schleswig-Holstein zu blokiren.
Anfrage.
(Einges.) Ein Reallehrer von Ems ist als Lehrer an das Gymnasium in Wiesbaden designirt. Wird man unsre ohnehin arg zurückgesetzten jüngeren Gymnasial-Lehrer neuerdings auch noch dadurch kränken wollen, daß man das Personal der gelehrten Schulen aus den Realanstalten rekrutirt?
Aus dem in Nw. 29. der „Freien Zeitung" ausgesprochenen Wunsche mehrerer Theaterfreunde, die Besetzung der Rollen in Laube's „Karlsschüler" betreffend, geht hervor, daß die jetzige Besetzung — ich weiß nicht durch wen? — bereits vor der Aufführung des genannten Schauspiels den Unterzeichneten bekannt geworden ist. Warum die Rollen, vou mir so und nicht anders als es geschehen, besetzt sind, darüber bin ich gern erbötig, den „mehreren Theaterfreunden" Rede zu stehen und Ihnen die, wie ich mir schmeichle, stichhaltigen Gründe für meine Handlungsweise vorzulegen, wenn dieselben mich mit ihrem Besuche beehren wollen. »«•. Meyer,
Theaterdirektor.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Möller.
Verlag von H. Fischer Ls C. Ritter. — Druck der C. Ritter'scheu Buchdruckerei.