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Frcic^Zntung.

JW. Wiesbaden. Sonntag Z. März L8â8.

âeiheit und Recht!

Der Abonnementspreiß von heute bis 1. Juli beträgt hier in Wiesbaden 2 Gulden; Bestellungen beliebe man zu machen in Wiesbaden in den Buchhandlungen von H. Fischer & H. W. Ritter. Auswärts bei den zunächst gelegenen Postämtern.

Der eben von Berlin über Eisenach in der größten Eile angekommene Herzog hat augenblicklich nach seiner Ankunft im Schloß vom Balkon herab folgende Worte gesprochen:

.Nassauer! die Forderungen, die Ihr an mich gestellt habt, deren Gewährung euch mein Minister versprochen und meine Mutter und mein Bruder mit ihrem Namen ver­bürgt haben, genehmige ich und werde ich halten.

Nach lautem Jubel fuhr er fort:

»Habt Vertrauen auf mich, wie ich Vertrauen habe auf euere Treue undMuth, wenn das Vaterland bedroht ist und eurer bedürfen sollte.

Zweites Leb hoch.

.Nun geht.mit Gott nach Haus und habt Vertrauen zu mir, wie ich auf euch.

Der Jubel und das Hochru en nahm erst ein Ende, als der Herzog mehrmals mit dem Hut beschwichti­gend winkte, er rief noch dem kommandirenden Offizier zu, daß die Soldaten in die Kasernen abgehen möchten und blieb noch mit seiner Mutter, seinen Geschwistern und dem Staatsminister von Dungern eine-Zeit lang auf dem Balkon.

Wenn man bedenkt, daß über 20,000 Menschen vor dem Schloß versammelt waren, daß Jeder von der Wichtigkeit und Heiligkeit dieses Augenblicks durchdrungen war, dann mag man die Freude und das Hochgefühl einigermaßen schätzen können, welche dieß deutsche Fürstenwort in allen Herzen verursachte.

Zwischen unserem Fürsten und dem Volk ist keine Scheidewand mehr:

Hoch lebe Herzog Adolph;