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^ Bernhards Alpenkräuter-Liqueur "TD (feinstes Magenbitter)
als vorzüglich erprobtes Haus- und Magen-Mittel seit Jahren rüm'lichst bekannt und von vielen Aerzten glänzend begutachtet, halte ich stets auf Lager und empfehle denselben bestens.
Preis pr. | Flacon 36 kr., pr. ; Flacon fl. 1. 6 kr. Gebrauchsanweisung gratis.
(1649) ih. J. EOSSÖW.
Oanggasse Nr. 3 ist ein Parterre-Zimmer, mit oder ohne Möbeln und Kost, an einen oder zwei Herren zu vermiethen. (1657)
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fÄtn braver Junge wird zum Auslaufen gesucht. Glockenstraße 7. (1639)
AJin oder 2 Mädchen finden leichte Be- schäftigung, bei
1^1641) C. Wörner, Cartonnagefabrik. M.Daselbst sind auchFeldPvstkartoNs vorräthig,
Lederschuhe mit Holzsohlen, billigst, bei Carl Funck aus Arankfurt a. W. (1659) Stand vor dem Waisenhause.
Höchst wichtig für Bruch leidende!
Wer die bewährte Heilmethode deS bekannten schweizerischen Brucharztes, Krüsi-Alt- h e rr in Gais, Kant. Appenzell, kennen lerne« will, kann bei der Expedition d. Bl. ein Schriftchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. (220)
Ein ^csdiäftöloka^ bestehend in Laden, Comptoir nnd Magazin, womöglich mit Wohnung von 4 bis 5 Zimmern «ebst Zubehör, wird in fregnenter Lage der Stadt zu miethen gesucht. Offerten nimmt die Exped. dieses Blattes entgegen. (1627)
É^raft der mir ertheilten Vollmacht habe ich den Herrn Kaufmann
CVw/ Eber^mrd in Hanau eine Haupt-Agentur der d^VvHAeutschen Lebens - VerficbernngS- Bank auf Gegenseitigkeit übertragen. Cassel, den 3? November 1870.
Gröger.
General-Agent.
Mit Bezugnahme auf obiges Inserat empfehle ich mich zur Annahme von Anträgen und ertheile jede beliebige Auskunft. Hanau, den 3. November 1870.
Cari Eberhard, (1645) Haupt-Agent. ^unstanzeige
Das große Cyklorama und Anatomische Museum ist während der Messe zur Ansicht eröffnet. Zum Erstenmal aufgestellt: Aie Erstürmung von Weißenburg, die Schlacht bei Wörth, die Schlacht bei Gravelotte am 18. August.
Entree â Person 12 Kr.
(1629) M. SSuwa.
Lütticher Fr 100 Loose von 1868.
Ziehung am 2. November. Nr. 50078 Fr. 25,000, Nr. 5769, 83457 u. 118203 je Fr. 1000.
Florenzer Loose vom Jahre 1868.
Ziehung am h November. Nr. 60564 60,000 Fr., Nr. 16981 und 61495 je 2000 Fr., Nr. 20393, 49675, 99673 und 116165 je 1000 Fr.
Der Verein der deutschen Gasthofbefitzer
hatte dem General- Kommando der deutschen Armee das Anerbieten gemacht, die Mitglieder der über ganz Deutschland, einschließlich Deutsch-Oesterreich, ausgedehnten Genossenschast wollten ihre Hütels zur unentgeltlichen Aufnahme von Recon vales centen bereit stellen. Eine Liste der Gasthöfe nebst Angabe der Zahl der aufzunehmenden Recon- Valescenten war dem unterm 7. Oktober eingereichten Schreiben beigefügt. Das König!. Kricgsministerium hat vor einigen Tagen durch nachstehenden Brief geantwortet.
„Berlin, den 26. Oktober 1870.
An den Anfsichtsrath des Vereins der deutschen Gasthofbesitzer, zu Händen des Besitzers des Grand Hotel de Rome, Herrn Mühling hier.
Den Aufsichtsrath des Vereins der deutschen Gasthofbesitzer benachrichtigt das Kriegs-Ministerium auf das an das General- Kommando der deutschen Armee gerichtete, hierher mitgetheilte gefällige Schreiben vom 7. d. M: unter dem Ausdrucke des verbindlichsten Dankes ganz^ ergebenst, daß die gemachten patriotischen Anerbietungen zur unentgeltlichen Aufnahme von Reco nv al.es centen in einer der nächsten Nummsrn des Armee-Verordnungsblattes werden zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden.
Kriegs-Ministerium. Militär-Medizinal- Abtheilung."
Der Verein wird in Folge dessen die Betheiligung an dem patriotischen Werke noch kurze Zeit offen halten, und hat bekannt gemacht, daß diejenigen Gastwirthe, welche sich noch anschließen wollen, ihre Anmeldungen an das Central-Bureau des Vereins in Köln einsenden mögen. Die Namen der Hötels und die Zahl der aufzunehmenden Krieger werden in einer Schlußliste dem General- Kommando eingereicht werden.
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Vom Kriegsschauplätze.
Die augenblickliche Situation auf dem Kriegsschauplätze ist der „Trib." zufolge folgende:
Die deuschen Armeen haben den durch die Ortschaften Metz, Rethel, Laon, Compiègne, GisorS, Dreux, Chartres, Charteaudun, Orleans, Loigny, Dijon, Vesoul, Mühlhausen begrenzten Theil Frankreichs occupirt, belagern Thionville, Mezières, Verdun, Breisach, Bitsch, Pfalzburg, Paris, haben Belfort cernirt und beobachten Besannen. Sie sind in dem äußeren Kreise dieser occupirten Gegend nur durch Franctireurbanden beunruhig!, die Communicatio-
nen sind theilweise wiedxrhergestellt, wo sie unterbrochen gewesen,
und kann die Verpflegung ordnungsmäßig überall vor sich gehen, rcits wohl nach Deutschland gemeldet haben wird, ist, der „Cöln. Di«, bei Metz engagirt gewesene Armee ist disponibel zur Verstär- "
kuog der Armee vor Paris und zum Vorgehen gegen das nordwestliche und das südliche Frankreich. DaS Bombardement von Paris ist vorbereitet.
Die Lage des Gegners ist dagegen folgende. Nach ziemlich sicheren Nachrichten hat Paris- nur noch für 12 Tage Fleisch. Ihm fehlt jede Hoffnung auf Entsatz. Das Beispiel Straßburgs hat gezeigt, daß die stärkste Festung dem Bombardement erliegt; daS Beispiel von Metz, daß der Hunger eine mächtig bewahrte Festung mit einer Besetzung und Einwohnerschaft von noch nicht dem neunten Theil der von Paris zur Kapitulation in vcrhältnißmaßig kurzer Zeit gezwungen.
Die Organisation der neuen französischen Streitkräfte im Norden ist durch die immer mehr einreißende Anarchie im Entstehen vernichtet, im Süden ist die Loire-Armee zersprengt, die Vogesen- Armee geschlagen und wenn auch noch oft zäher Widerstand geleistet wird, so bleibt er doch ohne Erfolge.
Im tieferen Süden erhebt die rothe Replublik das Haupt, man zeigt sich überall bereits unzufrieden mit der provisorischen Regierung, die sich unfähig gezeigt, die selbstgestellte Aufgabe zu erfüllen, man ist ohne Vertrauen auf die Führer, und Garibaldi, den man als Retter in der Noth gerufen, hat bereits, ehe er noch einen Angriff versucht, mit Parteien, die ihm feindlich gesonnen, zp sümpfen.
Epinal, 3. Nov. Die Einnahme von Dijon durch die badische Division des Generals V. Beyer, welche der Telegraph be-
Ztg." zufolge, ein Ereigniß von großer militairischer Bedeutung.
Unsere Truppen, die vom Elsaß ans gegen Frankreich vordringen, dann die gegen Troyes marschirenden Cyrps der früheren metzer Cernirungsarmce sind jetzt schon in Verbindung mit dem in Orleans stehenden Corps des Generals v. d. Tann. Der Feind hat vor Dijon zuerst einen lebhaften Widerstand versucht, ist bald zurückgeworfen worden, hat sich dann in der Stadt selbst noch zu halten versucht, so daß diese mit Granaten beschoffen wurde, wobei, wie dies immer bei solchen Gelegenheiten geschieht, manche Häuser in Flammen aufgingen und Unschuldige getödtet wurden, bis dann eine Deputation aus der Stadt erschien und um Schonung bat, worauf die Franzosen, größtentheils Franctireurs und Mobilgardisten, schnell abzogen. Es ist dies jetzt die stete Art der Kriegsführung, offene Städte werden mit Barricaden versehen, selbstverständlich dann von unserer Artillerie beschossen, gerathen in Brand und alsdann räumen die Banden schnell den Ort. Das Land leidet furchtbar unter dieser Kriegsführung.