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Der unter Polizei-Aufsicht gestellte, herunter signalisirte Wilhelm Dietz aus Rückingen hat sich von seinem Wohnort entfernt und treibt sich umher. Derselbe ist im BetretungSfall zu verhaften und anher abzuliefern.

Signalement:

GeburtS- und Wohnort Rückingen, Religion evangelisch, Alter 20 Jahre, Größe 5 Fuß 6 Zoll, Haare braun, Augenbraunen braun, Augen braun, Rase stumpf, Mund rund, Kinn rund, Gesicht oval, Gesichtsfarbe gesund, besondere Kennzeichen keine Sprache deutsch. '

Hanau am 16. Dezember 1869.

Der Handelsmann Götz Schön f eld zu Langendiebach ist als Schätzer der dasigen israelitischen Gemeinde heut« verpflicht tet worden. ' - ,

Hanau am 15. Dezember 1869.

Der Ackermann Konrad Hermann von Niederissigheim ist als Mitglied der dortigen Gemeinderaths heute eidlich verpflicht tet worden.

Hanau am 18. Dezember 1869.

Die Königliche Intendantur des 11. Armeekorps zu Lasset hat die liquidirten Beträge für die bei dem diesjährigen Herbstma- növer vorgekommenen Flurbeschädigungen auf die einzelnen Steuerkassen angewiesen, wovon die Herren Bürgermeister die Bethei- ligten behufs Empfaugnahme des Geldes sofort in Kenntniß setzen wollen.

Hanau am 20. Dezember 1869.

Oeffentliche^ekanntmachungen.

Auszüge aus dem Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königl Regierung zu Caffel.

Bergen-Cnkheim. Wegen einer ausgeklagten Schuld sollen dem Jakob Wil­helm Weil (Philipp 1r Sohn) zu Enkheim die unter dessen Namen katastrirte und in der Bergen-Enkheimer Gemarkung belegene Immobilien zwangsweise verkauft werden. Hierzu ist Verkausstermin auf den 2 Februar k. I., eventuell zweiter und dritter «uf den 2. März und 30. März k. I., an das Amtsgericht zu Bergen angesetzt worden.

Salmünster. Zum zwangsweisen Verkaufe des ideellen ^tel der auf den Namen des Stadtschreibers Georg Schmitt von Salmünster katastrirte», in dasiger Gemar­kung gelegenen Immobilien ist erster Termin auf den 3. Februar k. I., eventuell zwei- ter Termin auf den 3. März t I. und dritter Termin auf den 31. März k. I., jedes­mal Morgens 10 Uhr, an das Amtsgericht zu L>almünster anberaumt Worten.

Langendiebach. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der ZwangSverkauf der auf den Namen des Konrad Jäger (JohS. Sohn) von Langendiebachh katastrirten, in dasiger Gemarkung gelegenen Immobilien erkannt und zu dessen Vollziehung Verkaufs­termine und zwar: erster auf den 3. Februar, eventuell zweiter aus den 3. März und dritter auf den 31. März 1870, jedesmal Vormittags 11 bis 12 Uhr, an das 3Imt6=> gericht zu Langenselbold bestimmt.

Bekanntmach ung.

Wegen des bevorstehenden Jahresschlus­ses ergeht hiermit die Aufforderung, rück­ständige Forderungen für Arbeiten oder Lieferungen für die Sta dt noch im Laufe d. Mts. auf dem Stadthause abzugeben.

Hanau am 16. Dez. 1869.

Der Oberbürgermeister

(1638)__________Cassian._________________

Der vom Königlichen Amtsgericht, Ab­theilung III, hier unterm 28. Dezember 1867 erlassene Steckbrief gegen Goldarbei­ter Wilhelm Steinmacher von Hanau wird als erledigt zurückgezogen.

Hanau am 20. Dez. 1869.

Der Staatsanwalt.

Sporleder, Stellvertreter.

Bekanntma d) un g.

In Ausführung der Bestimmung im §. 11 der Klaffensteuer-Veranlagungs-Jnstruk- tion vom 8. Mai 1851 bringe ich hier­durch zur öffentlichen Kenntniß, daß die von der Königlichen Regierung zu Cassel festgestellte Klassensteuer-Rolle hiesiger Stadt für das Jahr 1870, vom 22. d. M. an, 14 Tage lang in dem Dienstlokale des diesseitigen Steuer-Commissars Baring Langstraße Nr. 60 zur Einsicht der Steuerpflichtigen offen liegt.

Etwaige Reklamationen gegen die neue Veranlagung müssen von den Steuerpflich­tigen binnen einer Präklusivfrist von 3 Monaten, vom ersten Tage nach Ablauf der vorerwähnten Offenlegungsfrist gerech­

net, bei dem Königlichen Landrathsamte dahier schriftlich eingereicht werden.

Hanau am 20. Dezember 1869.

Der Oberbürgermeister Cassian.

vt. Baring.

Meerbolz. Nachdem die Kinder des verstarb. SchullehrerS Johannes Eichen- auer dahier, früher in Sterbsritz, die väterliche Erbschaft unter der Rechtswohl- that des Inventars angetreten haben, wer­den sämmtliche Gläubiger desselben auf Donnerstag den 13. Januar 1870, 10 Uhr Vormittags, (Contumazirzeit) hier vorgeladen, um ihre Forderungen, bei Vermeidung der Nicht- aufnahme in das Inventar, anzumelden, im Falle der sich dabei ergebenden Ueberschul- dung des Nachlasses aber an dem zur Abwendung des förmlichen Concurses in dem Termine alsbald vorzunehmenden Versuche einer gütlichen Vereinbarung der Creditoren unter sich und mit den Bene- fieiarerben, beziehungsweise der Wittwe des Erblassers, sowie an der Wahl eines an­derweiten Massecurators um so gewisser sich zu betheiligen, als sonst die nicht er­schienenen, oder vor der Beschlußfassung abgetretenen Chhrographar-Gläubiger dem Beschlusse der Mehrheit der erschienenen betretend angesehen werden.

Meerholz am 13. Dez. 1869.

Königliches Amtsgericht.

Fre seniuS.

I (1649) vt. Nelde.

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