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Für die 1sp»lügc Garmonbzcilc oder deren Norm das erste Mal -/«, die folgenden Male Vi ^ßt.
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Hanauer Wochenblatt.
Erscheint 'Mittwochs und SaM^ags.
Inserate für dieses Blatt werden außer bei der Expedition dieses Blattes auch bei der Jäger'scken Buck-, Papier- u. Landkarten-Handlung und Lei der Annoncen-Expedition von Haaseustein S» Vogler zu Frankfurt a. M. entgegengenommen.
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Samstag, den 30. Oktober.
18KR.
Äuszag -;us denr MmtsülKtt.
Die am 27 d. M. ausgegebene Nr. 61 des Amtsblatts von diesem Jahre enthält: 1) Bekanntmachung Königlicher Regierung, Abtheilung des Innern, zu Cassel, vom 9. d. Mts., wonach vom Jahre 1870 an das Regierungs-Amtsblatt und der öffentliche Anzeiger in Gemäßheit der Verordnung vom 28. März 1811 und den weiteren ergänzenden Bestimmungen allen denjenigen oberen und unteren Königlichen Behörden, welche eigene Registraturen — Reposituren — haben, die als Staatseigenthum demnächst auf ihre Dienstnachfolger übergeben, gratis verabfolgt werden wird; 2) Inhalt des 61. und 62. Stücks der Gesetzsammlung für die Königlich Preußischen Staaten; 3) Bekanntmachung Königlicher Regierung, Abtheilung des Innern, zu Cassel, vom 16. d. Mts., Wonach auf Grund des §. 11 der Verordnung vom 20. September 1867 über die Polizeiverwaltung in den neuen Landestheilen diejenigen polizeilichen Anordnungen, welche mit Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung für den Norddeutschen Bund nicht im Einklang stehen, vom 1. November d. J. an außer Kraft gesetzt werden; 4) Bekanntmachung des Königlichen Curators der Universität zu Marburg, vom 18. d. Mts., die Zusammensetzung der medicinischen Cxaminations-Commission an der Königlichen Universität daselbst für das Prüfungsjahr 1869/70 betreffend; 5) Bekanntmachung Königlicher Ober-Post-Direktion zu Cassel, vom 14. bezw. 18. d M., wonach die Personenpost von Gebern nach Hmmu aus Gebern 2l 5 Uhr früh, die Botenpost von Geisa nach Tann aus Geisa 6 Uhr früh, jetzt abgefertigt wird und der Abgang der ersten Perlonenpost von Arolsen nach Marburg (Vahnhes) jetzt aus Arol- sen um 230 Uhr früh, der Personenpost von Volkmarsen nach Fritzlar aus Volkmarsen um 3" Uhr früh und der Botenpost von Arolsen nach Landau aus Arolsen um 5" Uhr Nachm. erfolgt. Vom 1. k. M. ab wird der Abgang der Personenpost von Steinbach- Hallenberg nach Schmalkalden auf 73 0 Uhr früh verlegt: 6) Personal-Chronik.
Personal-Chronik.
Der Probater D ör f fl er zu Cassel ist zum Secretair für das Rechnungswesen des Landes - Direktors und der Buchhalter Klopfer zu Cassel^zum Controleur bei der ständischen Schatz-Commission bestellt worden.
Der bisherige Scretair bei dem Obervorsteheramt zu Haina, Friedrich Quentin daselbst, ist zum Vorsteher des Landeshospitals Haina bestellt worden.
Amtsgerichts-Secretair Bauer zu Langenselbold ist in gleicher Eigenschaft an das Amtsgericht zu Hanau versetzt.
Dem GerichtSboten und Gefangenwärter C. Hoffmann zu Melfungen ist in Veranlassung seines stattgefundenen fünfzigjährigen Dienstjubiläums das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Zahl „50" verliehen" worden.
Kanzlist Ruppert zu Hanau ist zum Gefängniß-Inspektor bei dem Kreisgericht zu Cassel ernannt.
Zu Referendarien bei dem Appellationsgericht wurden bestellt die Rechtskandidaten G. Court von Relbehausen, O. Wipp ermann von Rinteln, C. Schraub von Cassel.
Der bisher disponible, früher im Kurfürstlichen Marstall angestellt gewesene Thierarzt Kümmel! ist zum Königlichen Thierarzt im Gestüt zu Beberbeck ernannt worden.
Amtlicher Theil.
Seit dem 1. d. M. ist der Kassier des hiesigen Comptoirs der eidgenössischen Bank, Emil Schär von Mümlisweil, mit Hinterlassung eines Dificits von ungefähr zwei Millionen Franken verschwunden. Es ist als sicher anzunehmen, daß er nicht etwa verunglückt, sondern flüchtig geworden sei, und er wird von der unterzeichneten Stelle wegen Fälschung und Unterschlagung 1. Grades in obgenanntem Betrage steckbrieflich verfolgt.
Nach der glaubwürdigen Angabe eines hiesigen Privatmanns ist Schär den 1. d. Mts. mittelst des ersten Eisenbahnzuges von hier nach Waldshut, Großh. Baden, verreist und dort ausgestiegen. Eine weitere Spur auszufinden ist bis dahin nicht gelungen. Doch liegt die Vermuthung nahe, daß er für einige Zeit jeweilen auf kleinere Strecken reisen und kleinere Städte besuchen und erst später einen Seehasen aufsuchen werde, um einen überseeischen Platz zu erreichen.
Wie viel Baarschaft Schär mitgenommen, konnte bis dahin noch nicht ermittelt werden. Immerhin steht jedoch fest, daß er sich im Besitze einer Anzahl von Noten schweizerischer Banken befindet.
Wir fügen bei, daß Schär 23 Jahre alt, ungefähr 5' 8" groß und schlank ist. Er hat blasses Gesicht schwarze Haare und dito schwaches Schnurrbärtchen, Kinngrübchen und an der Unterlippe eine kleine Narbe (Hasenscharte). Seine Augen sind sehr schwach und er trug schon seit längerer Zeit eine goldene Brille. Seine Muttersprache ist das Deutsche, Äerner Dialekt. Außerdem spricht und schreibt er geläufig schristdeutsch und französisch, auch ziemlich gut englisch.