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grationSgesellschaften große Strecken Staatständereien unentgeltlich oder doch zu ganz billigen Preisen überlassen worden seien, und daß zu den Kosten der Ueberfahrt von der Regierung de- Einwanderungsstaates oder der JmmigrationSgesellschaft selbst eine Bei» hülfe gewährt werden solle.

Wenn gleich diese Anführungen zum Theil auf Wahrheit beruhen, so scheint eS dennoch geboten, im Interesse der Auswanderer wiederholt und dringend vor der Eingehung von Kontrakten mit den obgedachten Agenten zu warnen.

Im Allgemeinen müssen die Einwanderer, welche auf Staatskosten oder durch Vermittelung von EinwanderungS-Agenturen nach Amerika geschafft werden, besorgen, daß sie vorzugsweise in Häfen auSgeschifft werden, wo ihnen kaum eine andere Wahl bleibt, alt Ländereien zu übernehmen, welche wegen der klimatischen Verhältnisse »der anderer Nachtheile bisher vermieden oder doch nur un­zureichend mit Ansiedlern besetzt worden sind. Sie werden in vielen Fällen die versprochenen Vorkehrungen für ihre Aufnahme in den zur Ansiedlung bestimmten Landstrichen nicht finden und nichts destoweniger aus Mangel an Reisemitteln genöthigt sein, mit dem Gebotenen vorlieb zu nehmen.

DieS Alles sind Gefahren, welche bei dem immer noch zunehmenden Strome der Auswanderung in Deutschland nicht genug gewürdigt werden können.

Hanau am 15. Juni 1869.

Auf den Antrag des israelitischen Synagogen-Aeltesten zu Hünfeld ist der dasigen jüdischen Gemeinde eine HauS-Kollekte bei Glaubensgenossen im Regierungsbezirk Cassel im Laufe dieses Jahres, zum Zweck der Beschaffung einer eigenen Synagoge, von dem Herrn Ober-Präsidenten gestattet worden, was hierdurch veröffentlicht wird.

Hanau am 15. Juni 1869.

Für den Seidenweber Johann Ludwig Hilker aus Hanau, geboren am 24. September 1829, ist um Entlassung aus dem diesseitigen Staatsverbande, behufs Ueberzugs nach Wien, dahier nachgesucht worden.

Hanau am 16. Juni 1869.

Für den Peter Arnold Stück aus Hanau, geboren am 24. November 1831, ist für sich und Familie um Entlastung au« dem hiesigen Staatsverbande, behufs Auswanderung nach Amerika, dahier nachgesucht worden.

Hanau am 16. Juni 1869.

Der Landrath: Schrötter.

Oeffentliche Bekanntmachungen.

Auszüge aus dem Oeffentliche« Anzeiger zum Amtsblatt I der Königl Regierung zu Caffel.

Hanau. Durch Beschluß des Herrn ersten AppellationsgerichtS-PrSsidenten zu Cassel vom 8ten c. M. ist der Anfang der zweiten diesjährigen Schwurgerichts-Periode dahier auf Donnerstag den L Juli d. J. bestimmt und der Herr ObergerichtS- rath Wolf hierselbst zum Vorsitzenden ernannt worden.

Großkrotzenburg. Aus Antrag eines PfandgläubigerS sollen die auf den Namen des Damian Bergmann (Wilhelms Sohn) und Ehefrau, Katharine, geb. Zimmermann, zu Großkrotzenburg katastrirten, daselbst und in dasiger Gemarkung belegenen Immobilien zwangsweise öffentlich verkauft werden und ist hierzu erster Ter­min auf den 2. August d. I., eventuell zweiter und dritter auf den 30. August und den 30. September d. I., jedesmal Vormittags 11 Uhr, die beiden ersten Termine an Gerichtsstelle zu Hanau, der dritte nach Großkrotzenburg in das Wirthshaus der Witwe Adler anberaumt worden.

Hanau. Zum Zwangsverkauf des auf den Namen des Peter Schlobohm und Ehefrau, Katharine, geb. Pauser, dahier im Quartierbuch eingetragenen Wohn­hauses ist erster Verkaufstermin auf den 9. August d. I., eventuell zweiter und dritter den 6. September und 4. Oktober d. I., jedesmal Morgens 11 Uhr, vor Königliches Amtsgericht, Abth. I., anberaumt worden.

Unterreichenbach. Zur Zwangsversteigerung der dem Georg Reich (Konrads Sohn) Nr. 19 zu Unterreichenbach zustehenden, in dasiger Gemarkung gele­genen Grundstücke sind folgende Termine: erster auf den 6. August d. I., eventuell zweiter auf den 3. September d. I. und dritter auf den 1. Oktober d. I., jedesmal Morgens 11 bis 12 Uhr, vor die Gerichtsstelle zu Birstein anberaumt.

Hüttengesäß. Auf Antrag eines PfandgläubigerS ist der ZwangSverkauf der auf den Namen der Jakob' S ommers Witwe, Katharine, geb. Hofmann, zu Hüt- tengesäß katastrirten, in dasiger Gemarkung gelegenen Immobilien erkannt und zu des­sen Vollziehung Verkausstermine, und zwar erster auf den 5. August d. I., eventuell zweiter auf den 2. September d. J. und dritter auf den 30. September d. I., jedes­mal 11 bis 12 Uhr, an Königl. Amtsgericht zu Langenselbold bestimmt.

Seckbach. Wegen einer ausgeklagten Schuld sollen dem Heinrich Larsch (Philipp 3r Sohn) zu Seckbach die in dasiger Feldmark belegenen und unter dessen Namen katastrirten Immobilien zwangsweise verkauft werden. Hierzu ist^erster Verkaufs- termin auf den 4. August d. I., eventuell zweiter und dritter auf den 1. September b. I. und 29. September d. I., jedesmal Vormittags 10 Uhr, an Amtsstelle zu Ber­gen angesetzt worden.

Erledigt. Fulda, mit einem Einkommen von 210 | Die evangelische Schulstelle zu Neuhof, Thalern. . im Kreise Fulda, mit einem Einkommen Die Schulstelle zu Niederkalbach, im von 220 Thalern. Kreise Fulda, mit einem Einkommen von Die Schulstelle zu Blartkenau, im Kreise 210 Thalern.___________

Die Schulstelle zu Eichenried, im Kreise Fulda, mit einem Einkommen von 2l0Thlrn.

Die katholische Schulstelle zu Pfaffen­hausen, im Bezirk Orb.

Die Schulstelle zu Jossa, im Kreise Schlächtern.______________________________

Montag, den S1 d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Unterfertigten alle zur Erbauung eines neuen Schulsaale« erforderlichen Maurer-, Zimmermanns-, Dachdecker-, Tüncher-, Weißbinder-, Klemp­ner-, Schreiner-, Schlosser- und Glaser­arbeiten öffentlich an den Mindestfordern­den veraccordirt werden. Die Bedingungen, Risse und Kostenanschläge kommen im Ter­mine zur Vorlage.

Erbstadt am 15. Juni 1869- Der Bürgermeister. ______________gez. Schäffer. (759)

Bekanntmachung.

Vom 15. Juni d. J. ab wird bei den Postanweisungen nach den Niederlan­den bis auf Weitere- das ReductionS- Verhältniß von 1 Thaler — 1 fl. 74 CentS, — statt des bisherigen Verhältnisse« von 1 Thaler = 1 fl. 73 Cents — in Anwen­dung kommen. Berlin am 10. Juni 1869.

General-Post-Amt. von Philipsborn.

"6$ wird ersucht, die Ehefrau des Tag- löhners Johannes Schneider von Wirt­heim, Elisabeth, geb. Ceßler, im Betre- tungsfalle festzunehmen und zur Vollzie­hung einer wegen Hehlerei gegen sie er­kannten Gefängnißstrafe von 4 Wochen an Unterzeichneten abzuliefern.

Hanau am 17. Juni 1869.

Der Staatsanwalt.

Für denselben:

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