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Auszüge aus dem Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Caffel.

Wittgenborn. Gegen Jakob Protzmann 7r et ux., Margaretha, geb. Wild, von Wittgenborn, ist nach Antrag eines Pfandgläubigers der Verkauf des ideellen 4. Theils deren in der Gemarkung von Wittgenborn gelegenen Grundstücke verfügt und erster Termin auf den 23. Februar, eventuell zweiter auf den 23. März und nöthigen- falls dritter auf den 20. April d. I, je Vormittags 1112 Uhr, in das Gerichts­zimmer zu Wächtersbach anberaumt worden.

Leisenwald. Gegen die Katharine Lohreh von Leisenwald ist auf Antrag eines Pfandgläubigers der Verkauf deren in der Gemarkung von Leisenwald gelegenen Grund­stücke verfügt und erster Versteigerungstermin auf den 16. März, eventuell zweiter auf den 13. April und nöthigenfalls dritter auf den 11. Mai d. I., jedesmal Vormittags 1112 Uhr, in das Gerichtszimmer zu Wächtersbach anberaumt worden.

Zufolge Verfügung vom 4. Februar 1869 ist unter dem heutigen Tage in das Handelsregister die seit dem 1. Februar 1869 dahier in Hanau bestehende Firma:

Reichliiig $ Eberhard44

und als deren Inhaber die Fabrikanten Carl Reichling u. Carl Eberhard hierselbst, eingetragen worden.

Hanau am 5. Februar 1869.

Königliches Kreisgericht 1. Abtheilung.

Lang.

(168) vt. Frankenberg.

Der Schuhmachergeselle Otto Dörr von Hanau ist verdächtig, bei Gelegenheit, daß er mit den Handwerksburschen Christian Friedrich von Aschaffenburg und Ludwig Wo l kämm er aus Gehaus in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar a. c. zu Flensungen bei dem Wirth Konrad Reitz übernachtet, das Wanderbuch des Fried­rich und die Reisetasche des Wolkammer entwendet zu haben.

Ich ersuche Dörr im Betretungsfalle zu verhaften und mir zuzuführen.

Hanau am 8. Februar 1869.

Der Staatsanwalt.

Für denselben: Sporleder, k. A.

Signalement:

Alter 19 Jahre, Größe 5' 1", Statur schlank, Haare blond, Stirn dick, Augen­braunen blond, Augen blau, Nase wenig dick, Mund klein, Zähne gut, Kinn.oval, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe gesund.

Alle betreffenden Behörden werden er­sucht, die Elisabeth Schäfer aus Die­tershausen, welche sich der Pflege ihres Kindes entzogen hat und sich vermuthlich in der Gegend von Frankfurt zwecklos umhertreibt, im Betretungsfalle zu ver­haften und mit der Gendarmerieverbindungs­patrouille anher abliefern zu lassen. Fulda am 31. Januar 1869.

Der Königliche Landrath Cornelius.

Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Ober­försterei Groß-Steinheim.

Donnerstag den 18. d. M.,

Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen in der Groß - Steinheimer Fasane­rie unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen nachverzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert wer­den :

14| Stecken Eichen-Scheitholz:

10z Birken-

20 Kiefern-

12 Eichen - und BirkemPrü- gelholz;

23z Eichen - rc. Stockholz;

25 Kiefern-

12800 Laubholz-Wellen;

3000 Nadelholz-

26 Stück Eichen-Stämme bis zu 35 Dchm. und 40' Länge;

16 Kiefern-Stämme bis zu 15" Dchm. und 72' Länge.

Sämmtliches Stammholz ist von aus­gezeichneter Qualität und ganz besonders zu Eisenbahnschwellen tauglich.

Groß-Steinheimer Fasanerie den 8. Fe­bruar 1869.

Großherzogliche Oberförsterei Groß-Steinheim.

Hartmann. (171)

Die Ausführung von Bauarbeiten auf dem fiscalischen DomänengutBaiersröver Hof" soll im Wege der öffentlichen Sub­mission bewirkt werden.

Bezügliche Offerten sind bis zum 15. d. M. versiegelt bei unterzeichnetem Bau­beamten einzureichen, bei welchem Kosten­anschlag und Bedingungen täglich Vor­mittags eingesehen werden können.

Hanau am 8. Februar 1869.

Der Landbaumeister Koppen.

Eine der wichtigsten Wohlthätigkeitsan­stalten hiesiger Stadt ist die in 1840 ere richtete Kleinkinderbewahranstalt. Dieselb­ist für noch nicht schulpflichtige Kinder solcher Eltern bestimmt, welche des Brod­erwerbs wegen verhindert sind, ihre Kinder zu Hause zu überwachen. Es werden täg­lich an 100 Kinder in der Anstalt von Morgens bis Abends beaufsichtigt und mit kräftiger nahrhafter Mittagskost gespeist, gegen Zahlung eines geringen Betrags.

In den letzten Jahren reichen die Be­träge nicht mehr aus, indem die Preise der nothwendigsten für die Kinder erforder­lichen Lebensmittel bedeutend in die Höhe gegangen, die außerordentlichen Beiträge und Geschenke seltener geworden sind und daher ein nahmhaftes Deficit entstanden ist.

Wir wenden uns dieserhalb an die Be- wohn-r Hanaus, denen das Wohl dieser Anstalt und der armen Kinder am Herzen liegt und solche bisher durch Beiträge und Geschenke nicht unterstützt haben, mit der dringenden Bitte: ihr Scherflein zu der ferneren Erhaltung der Anstalt auch bei- zutraKen und sich in die in Umlauf gesetzt werdende Liste einzuzeichnen.

Hanau am 1. .Februar 1869.

Der Vorstand der Kleinkinderbewahranstalt :

Cassian. Pfeiffer. (152)

Ackermann Anton Joseph Müller von Großauheim, Kreis Hanau, ist seit dem 2. Februar a. c unter Mitnahme des Vermögens seines Mündels Anna Weiß­müller flüchtig.

Nach den Vormundschaftsacten hat die­ses Vermögen aus 2 Partialobligationen desKurh. 4SigenSlaatsanlehns vom Jahre 1863, nämlich:

a) Lit. B. Nr. 4987 über 500 Thlr.,

b) Lit. D. Nr. 19976 über 100 Thlr. bestanden.

Ich ersuche denselben im Betretungs­falle verhaften und mir mit den in seinem Besitze befindlichen Werthgegenständen vor­führen zu lassen.

Hanau am 5. Februar 1869.

Der Staatsanwalt Wilhelmi.

Signalement:

44 Jahre alt, mittlerer gesetzter Statur, bartlos, hat schwarze Haare, ist bekleidet mit einem schwarzen Tuchoberrock, hell­braunem Hut mit 2 Zuglöchern und ist im Besitze eines auf ihn ausgestellten Jagdpasses.

Vergleich Wegen -Unterhalt deß FORTIFICATIOH- unb moisoi-

Wesens.

(Fortsetzung )

Sich darinnen befinden thäten, und wären die erwähnte Schei­ne zu dem Ende von der Stadt begehrt, auch erhalten worden,

damit ihre beschehene jeweilige Verwilligung deroselben in das künfftige zu keiner Versänglichkeit gereichen möge, auch der auge- zogenen ^ecis-Vergleiche de annis 1656. & 1666. eigentliche Meynung, daß nach verflossener der darin benahmten Zeit, weiter« nicht, weder pro praeterito noch praesenti, in die Neustadt gesetzt, sondern dieselbe blosen Dingen bey denen in ihrer Capitulation enthaltenen und specifichten Oneribus gelassen werden solle, sintemal die Neustadt Hanau zu einem niedern von Rechts wegen nicht verbunden wäre, als Dero gnädige Herrschafft Sie in der Capitulation mit ausdrücklichen Worten versprochen und zugesagt hätten, und mögte ihnen der Reichs-Abschied, de anno 1654. | welcher nur allein von hülfflichem Beytrag redete, um so weniger