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gemäß aufgestellt worden ist und ist nach erfolgtet Aufstellung des Schachtes die Temperatur in dem betreffenden Raume s o- fort durchschnittlich um 2^ Grad niedriger geworden. Die Aufstellung des Luftschachtes hat also augenscheinlich geholfen, welches ich hiermit fonftatire und Ihnen gleichzeitig meinen Dank für Sendung des Schachtes und der Instruktion zur Aufstellung desselben hiermit abstatte. F. Gründler, Guts administrator." Die Ursache, weshalb ich nun diesen Fall als einen, besonderer Beachtung würdigen, anführe, ist folgende. — Bekanntlich hält der bisher in Betreff der Lüftung herrschende Unverstand, der wegen seiner starken Verbreitung im Privatleben wie in öffentlichen Verhältnissen alljährlich große Werthe kostet, diejenigen Räume als der besten Ventilation fähig, welche an gegenüberliegenden freien Wänden hochgelegene Fenster haben.

Ich dagegen behaupte, daß ich gar keine freien Wände, gar keine Fenster gebrauche und jeden Raum, welcher also rings von anderen Räumen umschlossen sein kann, doch besser ventilire.

Der Malzkeller in Groß-Thursee ist nun ein trefflicher Beweis, denn er ist ganz nach den AnordnungerOobenbczeichneten Unver­standes mit je 3 Stück hochbelegenen, gegeneinanderüberliegenden Fenstern versehen. Trotzdem war Aufmerksamkeit des Brenners und jegliches Bemühen vergeblich, das Malz bei einigen Wärme­graden der Atmosphäre auf die niedrige, wünschenswerthe Tem­peratur herabzudrücken. — Jetzt nach Anbringung eines einzigen Luftschachtes, welcher excl. Aufstellen und Transport 35 Thlr.

gekostet hat, ist das Ziel vollständig erreicht. — He Oeffnungen des Luftschachtes haben vielleicht den 30sten bis 40ften Theil der Lichtweite der 6 Fenster. — Sie liefern also den überzeugenden Beweis, wie das Unscheinbare, wenn nur den Naturgesetzen nicht zuwidergehandelt wird, sehr viel wirksamer ist, als größere, ge­nügsam ausfällige Apparate, von deren Einrichtung ich die Be­hauptung, daß sie gegen die Regeln der Physik verstößt, zulässig erachte. —

Welche Gefahren derartige Verstöße im Gefolge haben können, das dokumentirt sich zufällig recht deutlich seit dem italienischen Kriege und noch mehr seit dem Kriege von 1866, wo man ge­neigt ist, „Baracken" zu empfehlen, resp, von Baracken entlehnte Einzelheiten für Ställe, ja für Krankensäle einzurichten, ja in England thatsächlich schon eingerichtet hat, — lediglich oder hauptsächlich aus dem Grunde, weil die bislang gepriesenste Ventilationsmethode nicht ausreichend ist, ohne Zug zu er­zeugen, genügend gesunde «nft in die Räume zu schaffen.

Noch einen Schritt weiter auf der Bahn, und man wird die Vorbilder und Muster zu unsern Bauten nicht von Baracken, sondern den — leider nicht mehr in mysteriöses Dunkel gehüllten, doch aberrechtprimitiven— Pfahlbauten entnehmen.— Q. f. f.q.s. Neustaet W.-P., 11. Januar 1869.

E. H. Hoffmann,

Kgl. Kreisbaumeister a. D.

(Nordd. Landw. Zeitung Nr. 5. de 1869.)

Ernte - Erträge der einzelnen Provinzen in den Jahren 1867 und 1868.

Provinz.

Preußen Brandend. Pommern Schlesien Posen Sachsen Westphal. Rheinprv. Hohenzoll. Hannover Hess.-Nass. Schls.-H.

Waizen.

1867 1868

0,470,94

0,78

1,00

0,731,01 0,891,01 0,801,04 0,791,03 0,770,99 0,670,95 0,940,92 0,781,02 0,700,99 0,89|l,01

Roggen 1867 1868 0,630,84 0,860,90 0,580,97 0,890,82 0,860,97 0,82,0,94

Gerste.

1867 1868

0,8310,7 6 0,84:0,73 0,83'0,81

Körner.

Hafer. I Erbsen.

1867 1868 1867 1868

0,8610,76 0,810,74 0,840,88 0,940,79 0,850,84 0,970,86 n nah qq

0,8910,73 0,960,72 1,010,79 0,980,80 0,940,75

0,7111,04

0,720,93

0,790,98 v,«|U,uu 0,74! 1,00 0,93 0,82 0,73’0,95 0,88 0,91 0,700,9310,950,72

0,92 1,07 0,91 0,96 1,03 0,86

0,87 0,76 0,83 0,91 0,78 0,85

0,740,93 0,920,67 0,93,0,92 1,050,81 1,040,71 0,780,92 0,940,79 0,940,74 0,530,94

Martoffeln. 1867 1868

0,47.0,92 0,830,81 0,500,91 0,850,94

0,930,87

1,060,72

0,751 0,95 ( 0,89 0,801 1,10

0,81 0,88 1,06

0,93 0,87 0,84 1,000,640,87 0,970,7310,61

Durchschn. j0,7W,9Sl0,7W,94>0,88j0,80I0,970,7910,90^

Raps. 1867 1868 0,740,86 0,760,99 0,440,94 0,750,99

0,760,93

0,66 0,67

0,89' 0,89

Waizen.

11867 1868 0,96,0,79 '0,900,91 0,830,90 1,040,90

0,99 0,750,75 1,02 0,880,69

,0,980,99 0,820,98 0,840,92

0,880,69

0,800,90 jO,850.90

1,02 0,550,89 0,880,95 ' >0,75^0,78 0,75^0,90

0'82 0,37'0'95 O'89!0,83

NojNicn. 1867 1868 0,84,0,69 0,900,81 0,680,81 0,930,71 0,930,87 0,800,88 0,720,96 0,850,89 0,850,91 0,810,87 0,810,90 0,760,77

Stroh.

Gerste.

1867 1868

0,860,67 0,840,69 0,810,67 0,880,67 0,800,65 0,850,85

0,94 0,86 0,99 0,97 0,88

0,73

0,82

0,79

0,82

0,79

Hafer.

1867 1868

0,940,61 0,97'0,67 1,060,70 0,990,72 0,950,71 0,910,82

; 1864

Erbsen. Ackerfläche 1867 1868 Morgen.

0,900,84 12,345821

1,100,63

1,010,88 0,960,75;

1,050,70

0,93,0,76

0,960,62

1,08 0,81 0,98 0,95

0,73 0,86 0,77 0,75-

6,750356 6,452869 8,515899 7,181888 5,835513 3,289382 4,774352

197300 5,900000 2,431465

0,94 0,84 0,52 0,21

* 0,970,81

1,030,62

1,07'0,66 4,630000

1,040,70

0,950,72

1,08,0,60

0,84

0,8210,84 0,890,7310,980,7110,950,76 68,304845

Verehelichte, Gehörne

Gestorbene in hiesiger Stadt.

Verehelicht e.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 20. Januar. Martin Steher 0 th, OrtSbürger zu Mittsrode und Eisen­gießer dahier, mit Jungfrau Johanne Weinrich aus Naumburg.

In der katholischen Gemeinde.

Den 13. Januar. Peter Adam, Wittwer, Kutscher, von Oberrodenbach, mit Luise Henriette Wild von Kesselstadt.

G c b 0 r n r.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 21. Dezember. Pauline, des Orts­bürgers zu Eichelsdorf und Eisengießers dahier Georg Konrad Schreiber, T.

Den 3. Januar. Heinrich Karl Franz Albert, des Kurfürstl. Kutschers Konrad Stiebing, S.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 27. Dezember. Heinrich Sebastian, des Bürgers und Golbarbeiters Johann Heinrich Dicht. S.

UNd Den

27. Dezember. Sophie Karoline Maria, des Beisitzers zu Bieder und Goldarbeiter dahier Johann Karl Stock, T.

Den 5. Januar. Johanne Ernestine Eli­sabeth, des Bürgers und Bäckermeisters Johann Georg Weidert, T.

Den 17. Januar. Des Bürgers und Bijouteriefabrikanten Johann Philipp Emil Henrich, S. (vor der Taufe ge­storben.)

Den 25. Januar. Des Beisitzers zu Hers­feld und Schuhmachers dahier Johannes Göbel, T. (todtgeboren.)

In der französischen Gemeinde.

Den 11. November. Des Bürgers und Apothekers Jean Charles Guillaume HeräuS, T. (vor der Taufe gestorben.)

G e st 0 r b c n e.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 17. Januar. Peter Joseph, des Bei­sitzers zu Kressenbach und Taglöhners dahier Peter Joseph Walther, S., alt 2 I. 2 M. 2.

' Den 20. Januar. Friederike Wilhelminc Elisabeth, des Beisitzers zu Rückingen und Posamentiers dahier Johann Kon­rad Haas, T., alt 2 I. 8 M. 3 T-

Den 20. Januar. Heinrich Walther, Bür­ger und Schmievemeister zu Windecken, alt 38 I. 2 M. 26 T.

Den 23. Januar. Wilhelm Jacob aus Meerholz, alt 51 I.

Ev. Militairgemeinde.

Den 23. Januar. Jungfrau FranziSka Antoinette Wilhelmine Friederike, des Königlich Preußischen Majors z. D. Friedrich Samuel Philipp Geister, T-, alt 30 I. 6 M. 25 T.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 20. Januar. Johannes Jakob Fix, Bürger und Hutmacher, alt 61 I. 2 M. 13 T.

Den 22. Januar. Georg Emmerich von Bergen, alt 28 I.

Den 25. Januar. Des Beisitzers zu Hers- feld und Schuhmachers dahier Johannes Göbel, T. (todgeboren.)

Den 25. Januar. Johann Wilhelm, des Beisitzers und CigarrenmacherS Ludwig Jakob Baumgärtner, S., alt 3 M.

Den 27. Januar. Des Bürgers und Bijouteriefabrikantcn Johann Philipp Emil Henrich, S. (vor der Taufe ge­storben), alt 10 T.