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AM

Stammholz-BevKeigerung.

Fr eitag den 5. Februar 1 869, Morgens 9 Uhr anfangend, werden in dem Fürstlich Jscnbnrgischen Reviere Offenthal:

Länge

Fus,:

180 Stück Eichen 1641

37 Erlen 3356

2 Kiefern 29

versteigert. Die Zusammenkunft ist in Offenthal im Gasthaus zum Jsenburger Hof. Dreieichenhain am 25. Januar 1869.

Wieserrverp «chtmtgl

Die Rohrwiesen werden

Dienstag den 2. k. M.,

Nachmittags 2 Uhr, im unteren Saale des Neustädter Rath­hauses unter Genehmigungsvorbehalt auf 6 Jahre öffentlich nach dem Meistgebot verpachtet.

Hauau am 29. Januar 1869.

Der Stadtkämmerer

Weidert. (116)

mittl. Umfang . Cubikfuß Zoll: 2277 10515 2842 ' 1232

5660 155

Der Fürstlich Jsenburgische Forstrath.

3L. ScSieieEiardt. (107)

Vom 25. bis 28. d. M. ist auf der Leipziger Straße in der Nähe der hiesigen ' Stadt ein Lindenstämmchen umgefahren und auf der Windecker Straße an der Landesgrenze ein Apfelstämmchen abge­brochen worden.

Alles, was zur Ermittelung der Thäter führen kann, ist dem Unterfertigten anzu- zeigen.

Hanau am 28. Januar 1869.

Der Baukommissar Sunkel.

Am 5. April d. I. beginnt für das hiesige Progymnasium ein neues Schuljahr. Die Knaben, welche alsdann in diese An­stalt eintreten sollen, sind bei dem mit- unterzeichneten Rektor Wendel bis zum 15. ^März d. J. anzumelden. Dabei ist ein Taufschein und ein Schulzeugniß vor- zulegen. Die aufzunehmenden Schüler müssen das , neunte Lebensjahr zurückgelegt und sich die Kenntnisse erworben haben, welche ein fähiger und fleißiger Knabe in I einer guten Volksschule bis zum Eintritte in sein zehntes Jahr erlangen kann. Zu­gleich wird bemerkt, daß das hiesige Pro- gymnasium die Aufgabe hat, seine Schüler soweit vorzubilden, daß sie in die Ober­tertia eines Gymnasiums eintreten können. .

Schlächtern am 22. Januar 1869.

Der Schulvorstand daselbst:

Reuß. Stamm. Walt her.

Hafner. Wendel. (111)

Gemeinnützige Nachrichten.

Feld ti«d Garten Kalender

für Februar.

Noch im Freien stehendes Holz muß man nach Hause hingen- Die Ackerwerkzeuge sind in gehörigen Stand zu setzen und der Same zur Frählingssaat herzurichten. Beim Schneegang ist nachzusehen, daß das Wasser keinen Schaden anrichtet. Aus Wiesen sind Bewässerungsgräben herzustellen und anzulegen. Die Hopfengärten werden umgegraben und bei günstiger Witterung alte Stöcke' gedüngt und beschnitten. Auch können neue An­pflanzungen gemacht und alte Stöcke durch neue ergänzt werden. Gartengkschiiste: Wirf die Aeste ab von größeren Bäumen, die man im April umpfropfen will, bis auf einen Schuh. Schneide am Ende des Monat bei den jungen Bäumen, welche zu Johannes in das junge Holz der Krone oculirt werden sollen, die Kronen- zweige bis auf einige Augen weg. Nimm Zug- und Seitenäste und Wasserschosse weg. Bungen schwächlichen Bäumen, welchen es an Holzzweigen fehlt, nimm die Fruchtäste. Schneide die Kronen junger Bäume aus, wenn sie inwendig buschig sind. Gesäet kann werden zu Ende des Monats, wenn man dem Frost im März ausweichen will: Spinat, Kerbel, Petersilie, Zucker­wurzeln, Pastinaken, Carotten, Schnittkohl, Kohlsamen, Löffel­kraut, Zwiebeln, Salat. Fischereigeschäfte: Die besetzten Teiche und Winterhaltungen sind bei fortdauernder Kälte täglich zu be­gehen, ob der Zu- und Abfluß des Wassers ununterbrochen statt- finde und ob ein unwillkommener Besuch, der Fischotter, zu be­merken ist. Ist das Thauwetter vorüber- oder kein Frost in der Erde, so können Teiche, welche absichtlich den Winter hin­durch ohne Wasser gelassen worden sind, im Frühjahr aber be­setzt werden sollen, zugesetzt und angespannt werden. Die Aus­besserung des sämmtlichen Fischereigeräthes darf nicht versäumt werden. Fett und schmackhaft ist der Gründling, der Hecht, die Schmerle (Bartgrundel, Zickerling re) und der Kaulbarsch. Krebse dürfen nicht gefangen werden. Wenn man eine Stelle zum Angeln anlegen und deßhalb Sand in's Wasser schütten will, so kann dieses noch im gegenwärtigen Monat geschehen. Bienenzucht: Auch in diesem Monat regen sich die Bienen nicht leicht, daher beobachtet der Bienenvater nur das im vorigen Monat Gesagte. Doch kann sich derselbe sehr nützlich beschäftigen, wenn er für Bienenwohnungen von Stroh sorgt, damit er beim Schwärmen alles Nöthige hat. Die Strohkörbe sind die besten, weil sie die Wärme besser halten und von Jedem selbst gemacht werden können.

(Aus Tägl. Notizbuch für Jedermanns Gebrauch.für 1869.)

(Ueber den Kaffeekonsum) enthält dasBr. Hand. Bl." folgende Angaben: Der Verbrauch des Kaffee belief sich im

Jahre 1867 im Zollverein auf 1,540,000 Str., in Mecklenburg und den Hansestädten auf 80,000 Ctr., in Frankreich auf 944,000 dir., in den Niederlanden und Belgien auf 850,000 Ctr., in Großbritannien auf 360,000 Ctr., in Rußland auf 150,000, Ctr., in Oesterreich auf 500,000 Ctr., in der Schweiz auf 160,000 Ctr., in Dänemark auf 120,000 Ctr., in Schweden und Norwegen auf 250,000, Ctr., in Portugal, Spanien, Griechenland und der Türkei auf 500,000 Ctr., in den Bereinigten Staaten von Nord­amerika auf 1,840,000 Ctr., in Canada, Capland, Australien :c. auf 180,000 Ctr., zusammen auf 7.474,000 Etr. Aus den Zoll­verein und Frankreich zusammen kamen 35 pCt. des Consums. Im Zollverein ist der Verbrauch seit 30 Jahren von 2 auf 4 Pfd., in Frankreich von 1 auf 2| Pfd. pro Kopf der Bevölkerung gestiegen. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika betrug die Einfuhr 1850 134, 1852 205, 1858 251, 1860 177, 1863 80,-1867 185 Mill. Pfd. In Großbritannien war die Kaffee- Einfuhr i. J. 1867 (40 Mill. Pfd.) und wenig^er als die des Jahres 1848 (37 Mill. Pfd.) Pro Kopf der Bevölkerung betrug der Consum im Jahre 1867 in: Großbritannien 1|, Frankreich 2z, Zollverein 4, Dänemark 54, Schweiz 6, Belgier, 8^, den Niederlanden 1012 Pfd.

Ueber Ventilation des Malzkellers in Groß-Thursee (bei Dirschau.) Ueber Ventilation habe ich seiner Zeit im dortigen Klub der Landwirthe gesprochen, und wie Ihre Zeitung auch damals reserirte erregte es das lebhafte Interesse der Anwesenden, als in dem Moment, da ich die Prinzipien der von mir augewendeten Ventilationsmethode entwickelt hatte, sich ein Zeuge fand, welcher den sichtlichen Erfolg konstatiren konnte. Sichtlich, sage ich, denn obwohl namhafte Landwirthe es besonders hervorheben, daß die von mir angeordnete allen An­forderungen genügende Ventilation nie Zug erzeuge, d. i. nie durch das Gefühl wahrnembar, also schädlich werde, so kann man doch durch 2 brennende Kerzen augenfällig beweisen, wie stets gute Lust zugeführt und stets schlechte Lust abgeführt wird. Diese Zu- und Abfuhr repräsentirt aber die Venti­lation. Ich habe zu dem damals Gesagten durchaus nichts Neues hinzuzusügen und wer Näheres zu Wissen wünscht, findet -solches pag. 27 et sequ.Ueber Landwirthschaftliche, feuersichere Tiefbauten von E. H. Hoffmann, Berlin, bei Wiegandt und Hempel. Dennoch bitte ich die geehrte Redaktion beifolgenden Brief her abzudrucken. (Sehr gern! D. Red.)Gr. Malsau, den 6. Dezember 1868. Herrn Kreisbaumeister Hoffmann, Neu­stadt in W.-P., beehre ich mich, hiermit ganz ergebenst zu be­nachrichtigen, daß vor ungefähr acht Tagen der Luftschacht in dem Malzkeller der Brauerei Gr. Thursee Ihrer Instruktion